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„Trafalgar“ trabt zum Sieg
Niederländisches Duo gewinnt Kurier-Rennen

TRABRENNBAHN. Mit einer Vielzahl Pferdestärken waren sie nach Recklinghausen angereist, nur ein PS reichte ihnen letztlich zum Sieg: Beim „Herten Renntag“ auf der Recklinghäuser Trabrennbahn konnte „Trafalgar“ mit Robin Vercammen im Sulky den „Preis des Kurier zum Sonntag“ für sich entscheiden.
Rund 5.000 Zuschauer waren an der Hillerheide Zeuge, als der neunjährige Wallach und sein niederländischer Fahrer ihre neun Kontrahenten im zweiten Rennen des Tages hinter sich ließen. Auch Kurier-zum-Sonntag-Geschäftsführer Markus Behrendt musste sich dann bei der anschließenden Siegerehrung vorsehen, war das Vollblut doch sichtlich nervös und wollte zurück auf die Bahn.

Verhaltener Optimismus an der „Hillerheide“

HILLERHEIDE. „Mit einem derartigen Zuschauer-Andrang haben wir in unseren kühnsten Träumen nicht gerechnet“, zeigt sich Jürgen Nethöfel, Vorsitzender des Vereins „Pferdesportpark Recklinghausen“, positiv überrascht. Nach vierjähriger Zwangspause wollten insgesamt rund 15.000 Schaulustige an den vergangenen zwei Renntagen mal wieder Pferde auf der „Hillerheide“ traben sehen.
Zwar stimmten die Zuschauer-Zahlen optimistisch, für den Fortbestand der Bahn entscheidend, sei allerdings die finanzielle End-Abrechnung. „Hier steht die Auswertung erst in den kommenden Wochen an“, so Nethöfel weiter.
Ein erstes Etappen-Ziel habe der eigens für den Erhalt des Trabrennsports in Recklinghausen gegründete Verein allerdings schon erreicht. „Mit den beiden Veranstaltungen dieses Jahres konnten wir die Trabrennbahn endlich wieder beleben.“ Zwei weitere Termine wurden den Organisatoren bereits für 2011 in Aussicht gestellt. „Ob und wann diese stattfinden, kann man aktuell aber noch nicht sagen“, muss der Vereinsvorsitzende eingestehen. Ausschließlich ehrenamtlich haben zwar alle Beteiligten die Veranstaltungen Anfang Juli sowie am vergangenen Sonntag vorbereitet, für Spezial-Maschinen musste man allerdings rund 7.000 Euro bezahlen. „Diese Kosten müssen erst einmal wieder reingekommen sein“, so Nethöfel.
Auch gelte es für potentielle Folge-Veranstaltungen einige Punkte zu verbessern. „Das erste Rennen um 13 Uhr zu starten, ist für die meisten Besucher einfach zu früh“, resümiert Jürgen Nethöfel und auch die Parkplatzsituation gelte es entscheidend zu verbessern. 

Angehörigen- und Betroffenen-Café

ZENTRUM. Am Mittwoch, 1. September, findet von 16.15 bis 18 Uhr das Angehörigen- und Betroffenen-Café Demenz (AB-Café) im Haus der Caritas am Prosper-Hospital, Mühlenstraße 27, statt. Das monatliche Angebot möchte Angehörige von demenziell Erkrankten entlasten und unterstützen. Während die Betroffenen in der geriatrischen Tagesklinik des Hospitals von einer Altentherapeutin und ausgebildeten Seniorenbegleitern betreut werden, können sich die Angehörigen im Haus der Caritas austauschen. Das AB-Café ist kostenlos und bedarf keiner Anmeldung. Weitere Informationen erteilen Tanja Trümper vom Caritasverband unter ( (02361) 58 903 20 sowie Marion Henke von der Diakonie unter ( (02361) 10 20 11.


Die besten Naturfotos des Jahres

ZENTRUM. Die besten Natur-Fotos des Jahres sind bis einschließlich 4. September im Löhrhof-Center Recklinghausen zu sehen. Die Sieger-Beiträge des Wettbewerbs „Europäische Naturfotografen des Jahres“ zeigen Vögel oder Säugetiere, Pflanzen, Menschen und Natur sowie Landschaften unter und über Wasser. Zu sehen ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten des Einkaufscenters montags bis freitags von 10 bis 20 Uhr, samstags bis 18 Uhr.


Abschied vom Sommer

RECKLINGHAUSEN. Weil auf absehbare Zeit kein Freibadwetter mehr in Sicht ist, schließt die Sportverwaltung das Natur-Freibad Suderwich ab kommenden Montag, 30. August.
Insbesondere die niedrigen Nachttemperaturen kühlen das Wasser im Teich und im nicht beheizbaren Nichtschwimmerbecken immer weiter ab. Das Freibad Mollbeck und das Süder Freibad bleiben jedoch noch bis auf weiteres geöffnet. Seinen Betrieb nimmt das Hallenbad an der Herner Straße wieder auf, und zwar ebenfalls am 30. August. Bis zum Ende der derzeit noch laufenden Freibadsaison gibt es hier noch einen reduzierten öffentlichen Badebetrieb: Montag bis Freitag von 7 bis 12 Uhr, samstags und sonntags geschlossen. Auch Cafeteria und der Schwimmsport-Shop sind geöffnet.


Bürger fragen ihre Stadtverordneten

RECKLINGHAUSEN. Der Rat der Stadt Recklinghausen tagt das nächste Mal am Montag, den 27. September. Die Einwohnerfragestunde wird als erster Punkt in die Tagesordnung aufgenommen.
Hierzu haben interessierte Bürgerinnen und Bürger wieder die Möglichkeit Anfragen einzureichen, welche von Bürgermeister Wolfgang Pantförder und den Beigeordneten der Stadt Recklinghausen beantwortet werden. Diese Fragen müssen mindestens fünf Tage vor der Sitzung schriftlich dem Bürgermeister zugeleitet werden. Voraussetzung ist, dass diese sich auf Angelegenheiten der Stadt Recklinghausen beziehen.
Bürger, die die Möglichkeit wahrnehmen wollen, Fragen an ihre Stadtverordneten zu stellen, schreiben an folgende Adresse: Bürgermeister der Stadt Recklinghausen, Stichwort: Einwohnerfragestunde, 45655 Recklinghausen, per Fax an ( (0 23 61) 50 10 02 oder per E-Mail an Wolfgang.Pantfoerder@recklinghausen.de.

Süder Bürgerbüro wird geschlossen

SÜD. Das Bürgerbüro im Stadthaus Süd an der Bochumer Straße 146 b stellt am 30. September seinen Betrieb ein, so hat es der Rat beschlossen. Die Aufgaben der Anlaufstelle werden dann in die Innenstadt verlagert und im Stadthaus F an der Löhrhofstraße 20 wahrgenommen. Bis dahin werden die Süder Bürgerbüro-Mitarbeiter bei Antragstellungen behilflich sein und darüber aufklären, wie und wo die Anliegen der Klienten zukünftig bearbeitet werden. Insbesondere für die Beantragung von Ausweispapieren und demnächst für den neuen elektronischen Personalausweis sind diese Informationen wichtig.

Radführer bei Stadt vergriffen

RECKLINGHAUSEN. Der Radführer „Erlebnis-Radtouren Kulturkanal“ ist bei der Stadt Recklinghausen vergriffen. Sowohl bei der städtischen Radverkehrskoordination am Westring, beim Institut für Kulturplanung im Willy-Brandt-Haus, im Stadthaus Süd an der Bochumer sowie im Rathaus bei der Öffentlichkeitsarbeit sind die Pläne nicht mehr erhältlich. Unter www.kulturkanal.net finden sich jedoch Adressen der Kommunen, bei denen die Pläne noch erhältlich sind. Auf der Internet-Seite kann die Karten zum Radeln rund um den Kulturkanal auch herunter geladen werden.

Busslinien müssen umgeleitet werden

ZENTRUM. Aufgrund von Kanalbauarbeiten ist die Kemnastraße in Recklinghausen noch für rund zwei Wochen gesperrt. Da hiervon auch der Linienverkehr der Vestischen betroffen ist, müssen die Linie 239 und der NachtExpress NE 1 umgeleitet werden. Die Haltestelle „Hohenzollernstraße“ kann in Fahrtrichtung Innenstadt nicht wie gewohnt angefahren werden. Die Vestische bitte ihre Fahrgäste, eine auf der Hohenzollernstraße eingerichtete Ersatzhaltestelle zu nutzen.

Einbauten ausgeschrieben

RECKLINGHAUSEN. Die Stadtverwaltung Recklinghausen hat den Einbau von Innentüren, Zargen, die Fassadenbekleidung und Trockenbauarbeiten einschließlich Lieferung ausgeschrieben. Auch ausgeschrieben ist das Anbringen des Wärmedämmverbundsystems als Außenputz im Rahmen der Sanierung des Stadthauses A. Die Vergabeunterlagen können über die Vergabeplattform www.vergabe.arriba-net.de angefordert werden. Nähere Infos auch unter www.recklinghausen.de.

Wie Bücher selbst den Bomben trotzen

ZENTRUM. Wie viele Bücher er in seinem Leben schon gelesen hat? Oh je, das lässt sich nicht beantworten – einfach viel zu viele waren es, als das man diese hätte zählen können. Seit nunmehr 56 Jahren hat sich Rudolf Winkelmann dem gedruckten Wort verschrieben, verkauft seit 1954 Romane sowie Sachbücher, Fotobände und Lexika an der Steinstraße. Auf 105 Jahre Firmen-Geschichte kann die Recklinghäuser Buchhandlung heute zurückblicken und weiß genügend Geschichten zu berichten, um ganze Chroniken zu füllen.
Seit drei Generationen sind in Recklinghausen Bücher und der Name Winkelmann unzertrennlich. „Im Jahr 1905 eröffnete mein Großvater auf der Steinstraße 1 eine ‚Buch-, Papier- und Schreibwarenhandlung, Buchbinderei und ein Bilder-Einrahmungsgeschäft'.“ Schnell wirft das Unternehmen Gewinn ab und zieht sieben Jahre später ins gegenüberliegende Haus, das die Familie gekauft hat.
Sechs Söhne bringen der Geschäftsgründer und seine Frau Clara auf die Welt, wovon der Älteste, Rudolf August, Miteigentümer des Betriebes wird. „Wie mein Vater hieß auch schon mein Großvater Rudolf mit Vornamen“, erzählt der heutige Geschäftsführer. „Um Verwechslungen zu vermeiden, wurde mein Vater ‚Rudi' gerufen und ich werde ‚Rolf' genannt.“
In den 30er Jahren dann floriert das Unternehmen, beschäftigt die Buchhandlung rund 54 Angestellte und bis zu vier Lehrlinge. „Rudi“ Winkelmann heiratet 1932 Mathilde Henne, die bereits im Betrieb arbeitet. Zwei Jahre später wird Rudolf „Rolf“ geboren, der bis 1941 zwei Brüder – Gerd und Helmut – bekommt.
Dann beginnt der Zweite Weltkrieg, der auch die Familie Winkelmann nicht verschonen wird. „Mein Großvater war wie fast alle seine Brüder an der Front“, erinnert sich „Rolf“ Winkelmann. „Mein Vater war 1944 in Recklinghausen stationiert, so auch am 1. November jenen Jahres.“
Mit dem Fahrrad ist „Rudi“ gerade auf dem Heim-Weg. „Er muss schon auf der Münsterstraße gewesen sein, als hoch über ihm die Alliierten Flieger dröhnten. Er warf sein Fahrrad nur noch eilig an den Straßenrad, schloss die Tür auf, eilte ins Haus… Gespürt wird er nichts haben, befand er sich doch genau im Zentrum der Explosion.“ Gerade einmal 37 Jahre alt ist „Rudi“ Winkelmann, als eine Bombe ihm das Leben nimmt, Haus und Buchhandlung zerstört und eine Witwe mit drei Kindern in den Trümmern zurück lässt.
Doch selbst von derartigen Schicksalsschlägen, lassen sich die Winkelmanns nicht kleinkriegen. Man entreißt den Trümmern, was noch zu gebrauchen ist und bereits sechs Wochen nach dem Bombardement eröffnen Rudolf Senior und Mathilde, die jetzt Mitinhaberin ist, an der Breite Straße wieder den Verkauf.
„Besonders für meine Mutter waren die ersten Jahre nach dem Krieg sehr hart“, erzählt „Rolf“ Winkelmann. „Mein Vater tot, das eigentliche Geschäft zerstört, neue Ware war nur sehr schwer zu bekommen und im Gegensatz zu anderen Buchhandlungen hatten wir keinerlei Bestände mehr, mit denen wir die Regale hätten füllen können.“ Doch es gelingt trotzdem, den Betrieb aufrecht zu erhalten.
Auch Sohn „Rolf“ tritt in die Fußstapfen von Großvater und Vater, absolviert erfolgreiche eine Buchhändler-Lehre, steigt schließlich 1954 in den Familienbetrieb mit ein, dessen Leitung mittlerweile seine Mutter hat. Vom „Wirtschaftswunder“ in den Folgejahren profitieren auch die Winkelmanns und so wird 1966 das im Krieg zerstörte Haus am ursprünglichen Standort neugebaut.
Heute – 105 Jahre nach „Grundsteinlegung“ des Unternehmens Winkelmann – ist „Rolf“ 76 Jahre alt. Gemeinsam mit seiner Frau Gerda-Marie lenkt nun die dritte Generation die Geschicke an der Steinstraße. Schriftsteller wie Golo Mann und Ingeborg Bachmann haben schon in der Vergangenheit auf Einladung der Winkelmanns in Recklinghausen gelesen, Boxlegende Max Schmeling hat hier aus seinen Memoiren vorgetragen und Franz „Der Kaiser“ Beckenbauer seine Erinnerungen signiert.
Anders als in den „mageren“ Nachkriegsjahren sind die Bestände nun immer gut gefüllt, hat das Buchhändler-Ehepaar rund 2.500 Romane und über 4.000 weitere Titel laufend auf Lager. „Wirtschaftlich steht Winkelmann auf einem soliden Fundament“, berichtet der Geschäftsführer stolz. „Auch gegen Konkurrenten-Riesen wie aktuell ‚Thalia' konnten und können wir uns erfolgreich behaupten.“ Bücher, seinen Beruf, habe er auch nach 56 Jahren im Geschäft nicht satt. „Zu keinem Zeitpunkt habe ich die Entscheidung bereut, das Unternehmen fortzuführen.“ Und seine Mutter ist dieser Tage stolze 100 Jahre als geworden.
Einige Jahre wollen „Rolf“ und Ehefrau Gerda-Marie noch den Betrieb weiter führen. „Meine Frau hat sich zumindest vorgenommen, bis zum 65. Lebensjahr zu arbeiten“, so Rudolf „Rolf“ Winkelmann. „Na ja, und dann schauen wir mal weiter…“/

Radfahren am KulturKanal

SÜD. Fünf Karten stellen Radfahrern jetzt die Sehenswürdigkeiten am KulturKanal vor. Das neue Kartenset zeigt erstmalig die durchgängig befahrbaren Radwege parallel zum Rhein-Herne-Kanal. Auf der Vorderseite der Faltpläne sind die einzelnen Strecken aufgezeigt. Die Rückseite weist auf Sehens-würdigkeiten, Gastronomie und Radstationen entlang der Strecken hin. Thomas Semmelmann von der Stadt Herne, NRW-Verkehrsminister Harry K. Voigtsberger und Prof. Dr. Oliver Scheytt von der RUHR.2010 (v. l.) stellten jetzt die Karten vor, die es kostenlos auch in Recklinghausen gibt. /

Stellvertreter für Seniorenbeirat gesucht

RECKLINGHAUSEN. Seit 2007 wird der Seniorenbeirat Recklinghausens durch ein Seniorenforum gewählt. Dieser Versammlung gehören Vertreter von Organisationen und Einrichtungen für Ältere an. Am 2. September tritt das Gremium wieder zusammen, um acht Stellvertreter für den Seniorenbeirat zu wählen. Interessenten für dieses Amt können sich noch zum 26. August bei der Stadt bewerben.
Potentielle Kandidaten müssen das 60. Lebensjahr vollendet, Erfahrungen in der ehrenamtlichen Seniorenarbeit gesammelt und ihren Hauptwohnsitz in Recklinghausen haben. Die Zugehörigkeit zu Senioreneinrichtungen und -verbänden ist nicht zwingend notwendig. Mitglieder des amtierenden Rates und seiner Ausschüsse sind von der Wahl des Seniorenbeirates ausgeschlossen.
Interessenten müssen sich schriftlich bis spätestens 26. August, 16 Uhr, bei Bürgermeister Wolfgang Pantförder bewerben. Bewerbungsformulare sind in der Geschäftsstelle des Seniorenbeirates, Löhrhofstraße 20, Stadthaus F, Zimmer 203, ( (02361) 50 11 06, erhältlich. Die Formulare müssen vollständig ausgefüllt und eigenhändig unterschrieben bei der Stadt Recklinghausen, Bürgermeister, Rathausplatz 3/4, 45655 Recklinghausen, eingereicht werden.
Die Satzung für den Seniorenbeirat kann im Seniorenreferat, Stadthaus F, Löhrhofstraße 20, Zimmer 203 oder im Vorzimmer des Fachbereiches Soziales und Wohnen, Stadthaus F, Löhrhofstraße 20, Zimmer 208, während der Öffnungszeiten der Verwaltung eingesehen oder bei Bedarf angefordert werden.

Verrückte Fans klauen „Riesen-Flagge“
Ahorn-Apotheke hofft auf Rückgabe des Pracht-Stücks


HILLERHEIDE. Sie war eine der größten ihrer Art und ist doch spurlos verschwunden: Mit einer sechs mal 4,5 Meter großen Deutschland-Flagge wünschte die Ahorn-Apotheke auf der Blitzkuhlenstraße dem deutschen Team während der Fußball-Weltmeisterschaft viel Glück. Doch: „In der Nacht vom 25. auf den 26. Juni wurde uns die Flagge geklaut“, erinnert sich Apotheken-Leiterin Valentina Pawlak.
Jetzt, eine Woche nach Ende der WM, hätte Pawlak das „Pracht-Stück“ gerne zurück. „Die Flagge gehört meinem Mann“, so die Apothekerin. „Sie war 14 Jahre alt und hat schon einige Welt- sowie Europameisterschaften mitgemacht.“ Valentina Pawlak hofft, dass die Diebe ein Einsehen haben und die Flagge zurückgeben.
Gänzlich unbeflaggt musste sich die Ahorn-Apotheke übrigens nicht bis zum WM-Finale zeigen: Pawlaks Cousine Teresa Prokopenko sorgte in Handarbeit für adäquaten Nachschub.


Fahrrad gewonnen

ZENTRUM. Jennifer Hofzumberge (2. v. l.) ist die Gewinnerin eines Preisausschreibens der Firma Optik Heinz Riehl. Glücklich konnte diese ein Fahrrad als ersten Preis von Firmenchef Heinz Riehl (1. v. l.), Mitarbeiterin Iris Bender (3. v. l.) sowie Filialleiter Georg Ronau vor dem Ladengeschäft in der Martinistraße 5 in Empfang nehmen.  —Foto: Privat

Umweltbrummi heute geschlossen

RECKLINGHAUSEN. Die Kommunalen Servicebetriebe Recklinghausen (KSR) teilen mit, dass der Umweltbrummi am heutigen Samstag geschlossen bleibt. An der Wertstoffsammelstelle am Beckbruchweg 33 werden nur an jedem zweiten und vierten Samstag im Monat Problemabfälle wie Farben, Lacke oder Chemikalien angenommen. Die Annahmezeiten stehen auch im Abfallkalender oder sind im Internet unter www.zbh-ksr.de zu finden. Weitere Infos unter ( (02361) 50 28 70.

Malen mit dem Hubschrauber:
Bilder von Heiner Börger bei „Castello Wohndesign“


ZENTRUM. Wenn Dr. Heiner Börger mit seinem Hubschrauber im Tiefflug unterwegs ist, malt der gebürtige Duisburger gerade: „Action Painting“ nennt Börger seine Werken, in denen sich die Fliegerei und Kunst verbinden. Bevor der Hubschrauber zum Einsatz kommt, platziert der 50-Jährige Leinwände auf dem Boden und trägt darauf flüssige Farben auf – die Malerei übernimmt der Rotorwind. Originell findet Martin Kwiezinski (Foto) diese Herangehensweise und zeigt in seinem Recklinghäuser Einrichtungshaus „Castello Wohndesign“ am Königswall 21 - 27 aktuell 15 großformatige Bilder des Künstlers. Zu sehen ist die Ausstellung montags bis samstags von 8 bis 18.30 Uhr noch bis Anfang Oktober./

Hallenbad bis Ende August geschlossen
HILLERHEIDE. Der Fachbereich Schule und Sport weist darauf hin, dass das Hallenbad an der Herner Straße ab heutigem Samstag bis zum 29. August wegen Reparatur- und Grundreinigungsarbeiten geschlossen hat. In dieser Zeit werden unter anderem Arbeiten an wasserführenden Leitungen und an den elektrischen Anlagen durchgeführt. Nach Abschluss der Arbeiten erfolgt eine Grundreinigung. Während das Hallenbad geschlossen ist, können Recklinghäuser die Freibäder der Stadt zu den gewohnten Zeiten nutzen. Nähere Informationen zum Freibad Mollbeck unter ( (02361) 923 830, zum Freibad Suderwich unter ( (02361) 81 000 und Süder Freibad unter ( (02361) 375 830.

Buslinie 224 muss umgeleitet werden

RECKLINGHAUSEN. Wegen eines Straßenfestes wird heute der Drissenplatz in der Zeit von 10 Uhr bis 20 Uhr gesperrt. Von der Sperrung betroffen ist auch der Linienverkehr der Vestischen. Die Busse der Linie 224 müssen umgeleitet werden und können die Haltestellen „Johannesstraße“ und „Drissenplatz“ nicht anfahren. Stattdessen hält der 224er an der Haltestelle „Höhenweg“ der Linie 232 und an einer in der Johannesstraße errichteten Ersatzhaltestelle.

Vorlesestunde für Kinder

ZENTRUM. Am kommenden Montag, 12. Juli, findet von 15.30 bis 16.30 Uhr in der Kinder- und Jugendbücherei zum letzten Mal vor den Ferien die Vorlesestunde für Kinder von fünf bis acht Jahren statt. Vorgelesen wird das Buch „Ein Stern für das Krokodil“, im Anschluss wird wieder gebastelt. Treffpunkt für die Veranstaltung ist die Kinder- und Jugendbücherei im Willy-Brandt-Haus.

Wenn Übergewicht krank macht

RECKLINGHAUSEN. Das Klinikum Vest/Knappschaftskrankenhaus Recklinghausen hat das Zertifikat „Referenzzentrum für Adipositas- und metabolische Chirurgie“ erhalten. Neben einer Klinik in Frankfurt ist das Knappschaftskrankenhaus damit das einzige „Referenzzentrum“ Deutschlands.
Der Titel „Referenzzentrum“ ist an besondere Voraussetzungen geknüpft, wie beispielsweise die Anzahl und Qualität der vorgenommenen Operationen, eine interdisziplinäre Behandlung einschließlich Ernährungsberatung und die Langzeitnachsorge. Sämtliche Fälle werden einem nationalen Register gemeldet, so dass eine begleitende wissenschaftliche Auswertung aller operierten Patienten stattfinden kann. Die Klinik verfügt über so genannte Schwerlastsäulen, die die Operation von schwerstübergewichtigen Patienten erst möglich macht. Das Spektrum der Operationen umfasst dabei die gesamte Chirurgie. Neben den beiden „Referenzzentren“ wurden bisher bundesweit vier Kliniken als „Kompetenzzentrum“ zertifiziert.
Innerhalb eines Zeitraumes von zwölf Monaten wurden in Recklinghausen etwa 1.000 Patienten mit einer so genannten „morbiden Adipositas“ (krankhaftes Übergewicht), die bis zu 250 Kilogramm auf die Waage bringen, in Hinblick auf einen operativen Eingriff beraten. Rund 250 Operationen dieser Art werden aktuell pro Jahr im Knappschaftskrankenhaus durchgeführt. Dabei kommen verschiedene Operationstechniken zum Einsatz, wobei die so genannte Schlauchmagenbildung (Magenverkleinerung) am häufigsten vorgenommen wird. In den meisten Fällen reduziert sich das krankhafte Übergewicht nach der OP innerhalb eines Zeitraumes von ein bis zwei Jahren im Durchschnitt um etwa 70 Prozent.
Am Klinikum Vest wurden bereits im vergangenen Jahr spezielle Zimmer zur Behandlung schwerstübergewichtiger Patienten eingerichtet. Diese Zimmer ermöglichen die Betreuung von Patienten bis zu 350 Kilogramm. Daneben wird fortlaufend das pflegerische Personal unter den speziellen Gesichtspunkten der Adipositas-Therapie geschult. Dazu gehören auch externe Schulungen, die mit einem speziellen Zertifikat abschließen.
Deutschlandweit werden etwa 5.000 Adipositas-Operationen pro Jahr durchgeführt. Experten gehen davon aus, dass sich diese Anzahl in den kommenden Jahren auf etwa 20.000 bis 35.000 Operationen jährlich erhöhen wird.


Gesundheits-Institut eröffnet

Das „Institut für Gesundheit, Ernährung & Vitalität“ ist seit Anfang April auf der Wickingstraße 3 zu finden. In ihrem von der Team Gesundheit GmbH zertifizierten Institut helfen Dipl. Ernährungsberaterin Marianne Baier und Heike Doerr (v. l.), staatlich geprüfte Medizinisch-technische Assistentin, bei Gewichtsreduktion und beraten bei Essstörungen sowie Tumor- und Stoffwechsel-Erkrankungen oder Allergien. Dabei werden die beiden Expertinnen von Diätassistentin Katharina Teklote unterstützt und arbeiten auch mit niedergelassenen Ärzten zusammen. Kunden können hier ferner ihren Gen-/Stoffwechsel analysieren lassen, eine Therapie mit Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen oder bei beispielsweise Allergien oder Tinnitus eine Bioresonanztherapie machen. Dabei ist die Übernahme der Kosten durch die Krankenkassen möglich. Ihre Leistungen der Öffentlichkeit präsentieren, wollen die Geschäftsführerinnen bei einem „Tag der offenen Tür“ am kommenden Freitag, 9. Juli. Von 9 bis 16 Uhr können Interessierte kostenlos eine Körperanalyse durchführen oder sich den Blutdruck messen lassen, sich zum Probetraining auf das Gleichgewichtsgerät (Foto) begeben, es gibt Tipps und Informationen zur Ernährung und unter allen Anwesenden wird eine Stoffwechsel-Analyse verlost. Geöffnet ist das „Institut für Gesundheit, Ernährung &Vitalität“ montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr, am Freitagnachmittag allerdings ist geschlossen. Termine können vereinbart werden unter ( (02361) 30 60 693 sowie per E-Mail an info@igev.de

Endgültiges Aus für den Saalbau

ZENTRUM. Die finanzielle Schieflage Recklinghausens hat ein prominentes Opfer zu beklagen. „Die dramatische Verschlechterung des Haushalts zwingt uns dazu, künftig noch sparsamer mit den verbliebenen Geldern umzugehen“, muss Bürgermeister Wolfgang Pantförder zugeben. In Bildung, Jugend und Soziales wolle man investieren, für den Saalbau allerdings bliebe somit nichts mehr übrig.
Damit ist der Umbau des traditionsreichen Veranstaltungshauses gescheitert, bevor er begonnen hat: Die Sparkasse Vest will sich schon seit Jahren mit zehn Millionen Euro an einer Revitalisierung des mittlerweile heruntergekommenen Gebäudes an der Dorstener Straße beteiligen. Vor rund zwei Jahren hatte dann Nordrhein-Westfalens ehemaliger Bauminister Oliver Wittke eine 70-prozentige Kosten-Übernahme des Landes in Aussicht gestellt. In einem Wettbewerb hatte sich schließlich erst vor wenigen Woche ein Entwurf der Architekten Feja und Kemper durchsetzen können, dessen Realisierung allerdings mit über 20 Millionen Euro veranschlagt worden war.
Das endgültige Aus des ehrgeizigen Bauvorhabens sei nach Angaben von CDU-Fraktionschef Benno Portmann jetzt nicht nur den knappen Kassen geschuldet. „Unsere Koalitionspartner FDP und Grüne sprechen sich schon lange für einen Abriss aus und seit dem sich die Mehrheitsverhältnisse im Landtag geändert haben, ist aus Düsseldorf auch keine finanzielle Unterstützung mehr zu erwarten“, so Portmann.
Was nun mit dem Saalbau geschieht, können man aktuell noch nicht sagen. Das Gebäude abzureißen wäre denkbar, um das Grundstück zu vermarkten. „Doch das werden wir zu gegebener Zeit entscheiden“, erklärt Pantförder nicht ohne Wehmut.

Freie Fahrt auf Theodor-Körner-Straße

HOCHLARMARK. Seit dieser Woche gibt es für die Autofahrer auf der Theodor-Körner-Straße wieder freie Fahrt. Sowohl die Straße als auch die Auf- und Abfahrten von der A43 sind für den Verkehr freigegeben worden. Damit konnte die Deckensanierung zwischen Westfalen- und Hochstraße sechs Wochen früher abgeschlossen werden, als ursprünglich geplant. Die Fahrbahn wurde bei dieser Maßnahme zwölf Zentimeter tief abgefräst und in zwei Schichten wieder aufgebaut. Zunächst ist nur eine provisorische Markierung aufgebracht worden.

Süder Hafenfest feiert vollen Erfolg

SÜD. Das dritte Hafenfest im Recklinghäuser Stadthafen war ein voller Erfolg. Bei wunderschönen Wetter fanden einige tausend Besucher den Weg zum Süder Hafen. Mit Musik, Kunsthandwerk und Gastronomie sowie einem Elefantenboot-Rennen, bei dem auch der Kurier zum Sonntag an den Start gegangen ist, wurde die maritime Seite der Stadt der Öffentlichkeit präsentiert.
An beiden Tagen präsentierten Kunsthandwerker ihre Schöpfungen und ein gastronomisches Angebot mit Backfisch, Kibbeling und holländischem Matjes bis hin zu gegrillten Garnelen und geräuchertem Fisch vermittelte einen Kurzurlaub am Meer. Für kleine „Wasserratten“ gab es unter anderem eine Hüpfburg und Kinderschminken.

Das Kurier zum Sonntag-Team startete zum erstem Mal beim Elefantenboot-Rennen. In den drei Vorrundenläufen wurde man zwar immer knapp geschlagen aber im nächsten Jahr will das Leser-Team vom Kurier zum Sonntag wieder an den Start gehen. "Aber dann mit mehr Übungsläufen", so Lars Klatta, Paddler für das Kurier-Team. Das Team vom Kurier zum Sonntag: Anja Henke (RE), Frank Nother (RE), Max Ballhausen (RE), Daniel Schmand (RE), Peter Thiemann (Datteln), Karl-Heinz Trapka (RE), Hermann-Josef Heine-Straßenmeyer (Oer-Erkenschwick) und Lars Klatta (RE) nebst Freundin Kathrin Zeidler (RE). 

Den Sieg feierten die Jungs vom "McTrek-Team-Recklinghausen" vor dem Team der IGA Optic Mues & Sternemann aus Recklinghausen. Den dritten Platz belegte das Team vom Autohaus Kurt, ebenfalls aus Recklinghausen.

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Ruhrfestspiele 2010:
Wie „Fringe“ den Funk-Nachwuchs fördert


ZENTRUM. Etwas verdutzt schaut sie anfänglich schon, die kleine Zuschauerin, die plötzlich einen E-Bass umgehängt bekommt und zum Mitglied der „The Four Shops“ wird. Mit Funk unter freiem Himmel, das Schlagzeug im Einkaufswagen, ist das musikalische Quartett nur ein Attraktion von zahlreichen Gruppen und Solo-Künstlern, die aktuell die „Fringe-Meile“ beleben. Ob Artistik und Theater, Clownerie oder Varieté – noch bis zum 11. Juni sorgt die Meile im Rahmen der Ruhrfestspiele für ungewöhnliche Begegnungen im Zentrum Recklinghausens. /

Auf den Hund gekommen

KÖNIG-LUDWIG. Am morgigen Sonntag öffnet der MV König-Ludwig am Hestermannweg seine Pforten zum Tag des Hundes. Dann dreht sich alles um den „besten Freund des Menschen“.
Ein Programm für Vier- und Zweibeiner wird an diesem Tag geboten. Neben einer Agility -Vorführung wird auch die Sportart „Treibball“ vorgestellt, es werden Spiele für zu Hause präsentiert und zusätzlich gibt es Tipps zur Hundepflege. Bei einem Foto-Shooting können sich Hund und Herrchen gemeinsam verewigen.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung steht das mittlerweile sechste Hunderennen. Um Kurz- und Langbeinern gerecht zu werden, kann in verschiedenen Größenklassen (bis 35 cm, bis 45 cm, bis 60 cm und größer 60 cm) gestartet werden. Und damit auch Senioren sowie Welpen eine Chance haben, gibt es für diese ebenfalls gesonderte Klassen. Ein „Senior“ muss dabei mindestens acht Jahre alt, ein „Welpe“ unter sechs Monaten jung sein. Jeder Hundebesitzer darf sein individuelles „Lockmittel“ einsetzen, damit sein Vierbeiner die 50 Meter lange Rennstrecke in der kürzesten Zeit meistert.
Anmeldungen für das Hunderennen werden unter ( 0179-52 936 74 entgegengenommen. Ein gültiger Impfausweis und eine bestehende Versicherung sind Pflicht und am Tag der Veranstaltung vorzulegen. Jeder Teilnehmer erhält eine Urkunde und einen Preis. Die Startgebühr beträgt 6 Euro./

Dieter Geerlings neuer Weihbischof für Recklinghausen

RECKLINGHAUSEN/MÜNSTER. Recklinghausen hat einen neuen Weihbischof: Dieter Geerlings wird künftig die Region Coesfeld-Recklinghausen betreuen. Am vergangenen Montag wurde der Vorsitzenden des Diözesan-Caritasverbandes gemeinsam mit dem stellvertretenden Generalvikar Christoph Hegge (47) sowie dem Borkener Propst und Kreisdechant Wilfried Theising (47) von Papst Benedikt XVI. zum Weihbischof für das Bistum Münster ernannt.
Die Entscheidung wurde zeitgleich um 12 Uhr in Rom durch die Kurie und im St.-Paulus-Dom in Münster durch Bischof Felix Genn bekannt gegeben. Die gemeinsame Bischofsweihe wird am 29. August im St.-Paulus-Dom stattfinden.
Die Ernennung von gleich drei Weihbischöfen gab es in Münster zuletzt 1973, als Reinhard Lettmann, Max Georg Freiherr von Twickel und Ludwig Averkamp Weihbischöfe wurden, wie das Bistum Münster mitteilt.
Dieter Geerlings wurde am 15. Juli 1947 in Emmerich geboren und empfing die Priesterweihe am 20. Mai 1973. Nach Kaplansjahren in Bocholt St. Georg und ab 1977 in Kleve-Kellen St. Willibrord wurde er 1979 Geistlicher Leiter und Diözesanpräses der Katholischen Jungen Gemeinde (KJG) im Bistum Münster sowie Subsidiar in Münster St. Konrad.
1980 ging er als Vikar nach Herten-Westerholt St. Martinus und wurde vier Jahre später Regionalvikar für die Region Niederrhein und Rektor der Kapelle des St.-Norbert-Hauses in Xanten. Seit 1988 ist Geerlings Vorsitzender des Caritasverbandes für die Diözese Münster. Im selben Jahr wurde er auch Domvikar am St.-Paulus-Dom in Münster und Geistlicher Rat. Außerdem ist er seither Seelsorger des Malteser-Hilfsdienstes und Geistlicher Berater für den Sozialdienst Katholischer Männer und Frauen. Seit 1989 ist er zudem Geistlicher Beirat im Diözesanverband der Caritaskonferenz und im Diözesanverband der Vinzenzkonferenzen. 1995 ernannte ihn der Bischof zum residierenden Domkapitular am Paulusdom.
Mit Coesfeld-Recklinghausen übernimmt Geerlings die drittgrößte Region des Bistums Münster mit 430.000 Katholiken. Bis zu seinem Tod am 16. Dezember 2009 war dort Weihbischof Josef Voß tätig./


Erzählcafé in Süd

SÜD. Am kommenden Montag, 7. Juni, lädt die Stadtteil-VHS-Süd wieder zum Erzählcafé in die erste Etage am Neumarkt 21. Thema sind diesmal die „Schachtzeichen in Recklinghausen“.
Vom 22. bis 30. Mai markierten rund 350 gelbe Ballons ehemalige Zechen im Revier – so auch in Recklinghausen. Geschichten vom Bergbau in der Festspielstadt und Fotos von den Schachtzeichen im Rahmen der Ruhr 2010 können mitgebracht werden. Beginn ist um 15 Uhr, der Eintritt ist frei. Weitere Informationen erteilt die VHS-Süd unter ( (02361)50 18 84.

Naturfreibad Suderwich geöffnet

SUDERWICH. Gestern hat das Naturfreibad Suderwich als letztes der drei Recklinghäuser Freibäder geöffnet. Das Wasser im Teich und im ungeheizten Nichtschwimmerbecken ist mit 18,5 Grad aber noch kalt, wie die Stadtverwaltung mitteilt. Die Eintrittspreise sind im Vergleich zu den vergangenen Jahren unverändert geblieben. Die Tageskarte für Erwachsene kostet 2,30 Euro und für Kinder sowie Jugendliche bis einschließlich 15 Jahren 1,30 Euro. Geöffnet ist das Naturfreibad Suderwich täglich von 9 bis 20 Uhr. Auch in diesem Jahr wird für Kinder, Jugendliche und für Schüler (mit gültigem Schülerausweis) die Freibad-Ferienkarte zum Preis von 10,50 Euro angeboten. Diese gilt während der gesamten Sommerferien in allen Recklinghäuser Freibädern. Die Karte ist ab sofort an den Freibadkassen erhältlich.



Photovoltaik steigt der FH aufs Dach

OST. Auf den Dächern des Fachhochschulstandorts Recklinghausen werden Photovoltaikanlagen installiert. Bereits in wenigen Tagen sollen die Arbeiten vollendet sein.
Für insgesamt knapp eine Million Euro installiert die Fachhochschule Gelsenkirchen seit Ende Februar Photovoltaikanlagen auf den Dächern ihrer Hochschulstandorte. Seit Anfang Mai ist auch die Fachhochschulabteilung Recklinghausen dran.
Rund 700 Quadratmeter photovoltaischer Nutzfläche werden dann elektrische Energie aus dem Sonnenlicht holen. Das entspricht dem Bedarf von über zwanzig Vierpersonenhaushalten. Das Geld für die neuen Stromgewinnungsanlagen aus Sonnenlicht kommt aus dem 464 Millionen Euro umfassenden Konjunkturpaket II für dringende Neubau- und Sanierungsmaßnahmen der Hochschulen, Universitätskliniken, Studentenwohnheime und außeruniversitären Forschungseinrichtungen in Nordrhein-Westfalen. Das Land NRW beteiligt sich an dem Paket mit 116 Millionen Euro.
„Die Anlagen, in denen Module verschiedener Hersteller parallel Verwendung finden, werden auch in Forschung und Lehre eingesetzt“, so Prof. Dr. Michael Brodmann, Vizepräsident für Forschung und Entwicklung: „Die Photovoltaik-Anlagen sind eine wichtige Grundlage für intensive Forschungsarbeiten des Energie-Instituts der Fachhochschule Gelsenkirchen im Bereich der regenerativen Energien.“

Fahrradtour Hoheward

RECKLINGHAUSEN. Zu einer 20 Kilometer langen und hügeligen Fahrradtour durch den Landschaftspark Hoheward lädt RVR Ruhr Grün am morgigen Sonntag ein. Auf dem Rundkurs entdecken Naturfreunde den Ewaldsee und die Tiere und Pflanzen des Emscherbruchs. Weitere Stationen sind die Horizontalsonnenuhr und die Promenaden der Halde Hoheward, die Drachenbrücke sowie der Stadtteilpark Hochlarmark. Die Tour startet um 11 Uhr und dauert rund vier Stunden. Erwachsene zahlen zehn Euro, Kinder dürfen kostenlos mitfahren. Eine Anmeldung ist unter ( (0208) 88 334-83 erforderlich. Bei der Anmeldung wird der Treffpunkt bekannt gegeben.
 

Ein Festival im Festival wird flügge


RUHRFESTSPIELE. Gerade mal fünf Jahre alt ist es geworden und ist doch schon von Zuhause ausgezogen. Dem „grünen Hügel“ hat das „Fringe“ den Rücken gekehrt, ist ins Zentrum Recklinghausens abgewandert und schlägt auch in diesem Jahr wieder sein gelbes Zelt am Gymnasium Petrinum auf. Insgesamt 14 Inszenierung des freien Theaters aus acht Ländern zeigt das Festival im Festival vom 26. Mai bis 11. Juni und macht mit der „Fringe-Meile“ selbst Straßen und öffentliche Plätze zur Bühne.
„Fringe“, was im Deutschen Franse oder Rand bedeutet, zeigt auch in dieser Ruhrfestspiel-Saison wieder internationale Produktionen weitab von großen Bühnen und Theatersälen. Neben Schauspiel werden hier Akrobatik und Tanz, Musik sowie skurrile Shows geboten. Mit Schauspielerin Eva Mattes tritt eine regelmäßige Protagonistin der Ruhrfestspiele im „Fringe-Festival“ auf und lädt zu einem lyrischen Liederabend in die Recklinghäuser Kunsthalle, die damit erstmals zum Veranstaltungsort wird.
Mit dem „Fringe-Festival“ wird auch wieder die gleichnamige Meile in der Recklinghäuser Altstadt eröffnet. Umsonst und unter freiem Himmel sorgen hier Stelzen-Läufer, Akrobaten, Pantomimen oder Komiker für ungewöhnliche Begegnungen beim Einkaufsbummel. Fast täglich bespielt werden dabei „Die Krim“, der Altstadtmarkt sowie der Busbahnhof bespielt.
Weitere Informationen zum „Fringe-Festival“ sind im Internet unter www.ruhrfestspiele.de zu finden. Eintrittskarten gibt es unter ( (0209) 14 77 999 sowie bei der Kartenstelle der Ruhrfestspiele, Martinistraße 28, am Recklinghäuser Busbahnhof.


Kooperation statt „Knast-Karriere“


RECKLINGHAUSEN. Polizei und Stadt Recklinghausen wollen in Zukunft gemeinsam versuchen, jugendliche Straftäter vor einer „Knast-Karriere“ zu bewahren. Im Umgang mit so genannten Intensiv- und Schwellentätern wollen sich Gesetzeshüter und Jugendamt von nun an regelmäßig Austauschen, um kooperativen Jugendlichen eine Chance zu geben.
So sieht es eine Kooperationsvereinbarung vor, die jüngst von Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere und Bürgermeister Wolfgang Pantförder unterzeichnet wurde. „Jugendliche, die gehäuft Straftaten begehen, sind in der Gefahr, sich um alle Entwicklungschancen zu bringen“, mahnt Polizeipräsidentin Giere. „Für die Polizei steht jedoch zunächst nicht die Person, sondern die öffentliche Sicherheit an erster Stelle. Unsere Aufgabe ist es, Straftaten zu verhindern und die Täter zu überführen.“ Die Jugendhilfe ist dagegen bemüht, die jugendlichen Täter frühzeitig zu erreichen und über pädagogische Konzepte auf den „Pfad der Tugend“ zurück zu führen. „So unterschiedlich die Handlungsaufträge sind, das Ziel bleibt gleich: Jugendliche sollen vor kriminellen ‚Karrieren' bewahrt werden“, so Bürgermeister Pantförder. Um dieses Ziel verfolgen zu können, wollen sich beide Behörden von nun an einmal monatlich auf der Polizeiwache in Herten treffen, um sich über die Betreuung der in Betracht kommenden Jugendlichen auszutauschen. Wenn die Maßnahmen des Jugendamtes Erfolge zeigen, wolle sich die Polizei zurückhalten. Im Falle eines Scheiterns allerdings, würden die Gesetzeshüter intensiv tätig werden.
Im vergangenen Jahr konnten die Behörden die neue Strategie bereits testen. „Das Konzept ist vielversprechend“, sind sich beide Parteien einig. So habe man dank der neuen Herangehensweise eine Polizei-Liste von Intensivstraftäter in Recklinghausen innerhalb eines halben Jahres fast halbieren können.


Höfische Lebenswelten

RECKLINGHAUSEN. Unter dem Titel „Höfische Lebenswelten im Barock“ bietet die VHS Recklinghausen am Samstag, 12. Juni, eine ganztägige Tagesfahrt zu den Schlösser in Arolsen und Calden an.
Die Bustour führt die Teilnehmer zunächst in die im 18. Jahrhundert gegründete Residenzstadt Arolsen. Um seinem neuen Rang nach einer Standeserhöhung Ausdruck zu verleihen, entschloss sich Friedrich Anton Ulrich zu Waldeck (1676-1728) hier im Jahre 1711 zum Bau eines Residenzschlosses im barocken Stil. Der elsässischen Baumeister Julius Ludwig Rothschild plante eine Ehrenhofanlage nach Versailler Vorbild.
Erst 2007 wurden die über 25 Jahre andauernden Sanierungs- und Restaurierungsarbeiten abgeschlossen und seit dem präsentiert sich das Schloss seinen Besuchern wieder in alter Pracht.
Das bei Calden gelegene Schloss Wilhelmsthal gilt als eines der schönsten Rokokoschlösser Deutschlands. Landgraf Wilhelm VIII. von Hessen-Kassel ließ dieses Lustschloss als Dreiflügelanlage zwischen 1747 und 1761 vom berühmten Münchner Hofarchitekten François de Cuvilliés errichten. Das Schloss erwartet uns mit einer hochwertigen Innenausstattung und einer ebenso bedeutenden wie reichhaltigen Sammlung ostasiatischer und europäischer Porzellane, französischer Lackmöbel und anderer Einrichtungsgegenstände. Als Besonderheit gilt die erhaltene Schönheiten- und Ahnengalerie des Schlosses von dem Hofmaler Johann Heinrich Tischbein der Ältere sowie dessen Telemach-Zyklus.    
Anmeldeschluss ist der 28. Mai. Weitere Informationen und Anmeldungen unter ( (02361) 50-20  03.


Bessere Orientierung

ZENTRUM. Die Werbegemeinschaft Recklinghausen hat einen Stadtplan der Altstadt in den Infotafeln des Karstadt-Warenhauses am Marktplatz veröffentlicht. „Dadurch haben auch auswärtige Bürger endlich die Möglichkeit, sich in der Altstadt schnell und unkompliziert zurecht zu finden.“, erklärt Oliver Kelch, Geschäftsführer der Werbegemeinschaft. „Mehrmals wurden wir von Passanten auf die unzureichende Beschilderung in der Altstadt aufmerksam gemacht. Wir möchten damit einen ersten Schritt zu einer besseren Orientierung leisten“, so Kelch weiter. Die DIN-A1-Pläne zeigen nicht nur die einzelnen Straßen und Gassen des Recklinghäuser Zentrums, sondern auch die Mitglieder der Werbegemeinschaft mit Standortnennung, Rufnummern und Internetadresse. Zusätzlich stehen die Infos auf der Homepage der Werbegemeinschaft unter www.werbegemeinschaft-recklinghausen.de.

Ärger mit Sozialleistungen

RECKLINGHAUSEN. Wenn es um die Durchsetzung von Sozialleistungen geht, haben Antragsteller oft mit den Zuständigkeiten auf Ämtern und den gesetzlichen Regelungen zu kämpfen, weiß die Verbraucherzentrale NRW. Begleitende Hilfe bei der Klärung von Ansprüchen bietet der Ratgeber „Immer Ärger mit Sozialleistungen? – Erfolgreich Widerspruch und Klage einlegen“ der Verbraucherzentrale NRW.
Anhand von Beispielen aus der Praxis erfährt der Leser auf rund 200 Seiten, worauf beim Umgang mit der Arbeitsagentur, der Kranken-, Renten- oder Unfallversicherung und anderen Behörden im Einzelnen geachtet werden sollte. Detailliert wird außerdem erläutert, welche Voraussetzungen an die Gewährung einzelner Sozialleistungen geknüpft sind. Das Buch enthält ferner Hinweise zu Einspruchsfristen und Musterformulierungen - diese helfen Betroffenen, im Ablehnungsfall angemessen zu reagieren und gegebenenfalls ihr Anliegen weiter zu verfolgen.
Der Ratgeber kostet 9,90 Euro und ist in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Recklinghausen, Königswall 14, erhältlich. Für zuzüglich 2,50 Euro (Porto und Versand) kann dieser auch bestellt werden: Verbraucherzentrale NRW, Versandservice, Adersstraße 78, 40215 Düsseldorf, ( (0211) 38 09-555, Fax: (0211) 38 09-235, E-Mail: publikationen@vz-nrw.de, Internet: www.vz-ratgeber.de.


Becker klar vor Portmann

RECKLINGHAUSEN. Bei der Landtagswahl konnte SPD-Direktkandidat Andreas Becker einen klaren Sieg erringen. Mit 44,3 Prozent der Erststimmen verteidigte der Recklinghäuser SPD-Vorsitzende sein Landtagsmandat deutlich vor CDU-Herausforderer Benno Portmann, der lediglich 34 Prozent für sich verbuchen konnte.
Auch bei den Zweitstimmen konnten sich die Sozialdemokraten mit 41 Prozent gegen die CDU durchsetzen, die rund zehn Prozentpunkte gegenüber der Wahl vor fünf Jahren verlor und auf 29,9 Prozent abrutschte.
Hinter Becker und Portmann landete Grünen-Kandidat Rolf Nowak mit 8,3 Prozent auf Platz drei, gefolgt von Erich Burmeister (Die Linke) mit 7,5 Prozent und Christoph Drozda (FDP) mit 3,3 Prozent./ becker

VHS-Tagesfahrt nach Köln

SÜD. Die Stadtteil-VHS Süd hat noch einige freie Plätze für eine Tagesfahrt nach Köln. Am Samstag, 12. Juni, steht vormittags ein Besuch des WDR auf dem Programm. Anschließend kann die Kölner Innenstadt besucht werden, bevor am Nachmittag eine Führung durch den Dom statt findet. Die Kosten betragen 19 Euro (zzgl. 5 Euro Domführung). Eine Anmeldung ist noch bis zum 27. Mai unter ( (02361) 50-18 84 möglich.

In Recklinghausen hält der Sommer Einzug

RECKLINGHAUSEN. Am kommenden Donnerstag, 13. Mai, beginnt in Recklinghausen die Freibadsaison, wen die drei Recklinghäuser Freibäder erstmals in diesem Jahr ihre Türen öffnen.
Die Öffnungszeiten sind im Freibad Mollbeck und im Süder Freibad werktags von 7 bis 20 Uhr und sonn- und feiertags von 7.30 bis 20 Uhr. Das Naturfreibad Suderwich hat täglich (auch an Feiertagen) von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Kassenschluss ist jeweils 19.15 Uhr
Die Eintrittspreise bleiben gegenüber dem Vorjahr unverändert. Erwachsene zahlen für den Einzeleintritt 2,70 Euro (Suderwich 2,30 Euro), für die Zehnerkarte 22 Euro und die Freibad-Saisonkarte 47 Euro. Kinder zahlen für den Einzeleintritt 1,50 Euro (Suderwich 1,30 Euro), Zehnerkarte 12 Euro und Freibad-Saisonkarte 26 Euro. Außerdem wird für Kinder und Jugendliche auch in diesem Jahr wieder eine Freibad-Ferienkarte zum günstigen Preis von 10,50 Euro angeboten. Sie ist während der gesamten Sommerferien gültig und berechtigt zum täglichen Eintritt in eines der Freibäder.
Ab Freitag, 14. Mai, reduziert das Hallenbad Herner Straße seine Öffnungszeiten, da die Schwimmmeister dann im Freibad eingesetzt werden müssen. Ab Freitag ist das Hallenbad werktags nur noch von 7 bis 12 Uhr geöffnet (Einlass ist bis 11.15 Uhr), samstags und sonntags ist das Bad dann für die Öffentlichkeit geschlossen.


Wenn Theater ins Museum geht

ZENTRUM. „Kontinent Kleist im romantischen Meer“ betiteln die Ruhrfestspiele ihre aktuelle Spielzeit und zeigen eine nahezu vollständige Werkschau von Kleists Schauspielen. Mit der Ausstellung „Das unsichtbare Theater des Herrn von Kleist“ zeigt die Kunsthalle bis zum 13. Juni jetzt auch Bilder, Briefe und Dokumente des Dramatikers
Diese Ausstellung entsteht in Kooperation mit dem Kleist-Museum Frankfurt (Oder), das sich mit dem Leben und Werk des dort geborenen Dichters beschäftigt. Das Museum, 1969 in der alten Garnisonschule eingerichtet, gilt als „eines der schönsten Literaturmuseen in Europa“. Mit über 34.000 Stücken in Sammlung und Bibliothek verfügt das Haus über die derzeit umfangreichste Dokumentation zu Heinrich von Kleist und seinem literaturgeschichtlichen Umfeld.
Kleist (1777-1811) reiste den größten Teil seines Lebens durch Europa, entsprechend lückenhaft sind bis heute die materiellen Zeugnisse dazu. Heinrich von Kleists unkonventionelles Leben und die Modernität seines Werkes hat immer wieder bildende Künstler zur Auseinandersetzung inspiriert. Durch Schenkungen und Ankäufe ist im Laufe der Jahrzehnte eine umfangreiche Sammlung zeitgenössischer Kunst entstanden, die nur selten in dem in Recklinghausen zu sehenden Umfang gezeigt werden kann.
Die Ausstellung „Das unsichtbare Theater des Herrn Kleist“ ist bis zum 13. Juni in der Kunsthalle Recklinghausen zu sehen. Geöffnet ist täglich außer dienstags ab 11 Uhr.




Ausschreibung Schließzylinder

RECKLINGHAUSEN. 360 digitale Schließzylinder hat die Stadtverwaltung ausgeschrieben. Unterlagen können bis zum 13. Mai bei der Stadt Recklinghausen, FB 30.3/V, Rathausplatz 4, 45657 Recklinghausen angefordert werden. Mehr Infos im Internet unter www.recklinghausen.de/ausschreibungen.


Ana ist bald wieder in Angola

RECKLINGHAUSEN. Ana Carina Diogo Ricardo kann es kaum mehr erwarten nach Hause, nach Angola, zu kommen. Bereits seit Mitte 2009 ist die 11-Jährige in Deutschland in ärztlicher Behandlung und musste während dessen auch im Recklinghäuser Knappschaftskrankenhaus operiert werden.
Grund für den langen Krankenhausaufenthalt in Deutschland, der durch das Friedensdorf Oberhausen ermöglicht wurde, war eine langwierige Knochenentzündung an beiden Beinen, die in ihrer afrikanischen Heimat nicht behandelt werden konnte. Kurz vor der Heimreise erkrankte das Mädchen dann an einem Wangenabszess. Daraufhin setzte sich das Friedensdorf mit Prof. Dr. Dr. Harald Eufinger, Chefarzt der Klinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie im Knappschaftskrankenhaus in Verbindung. Nachdem die Kostenübernahme durch die Klinikum Vest GmbH gesichert war, konnte Ana Carina erfolgreich geholfen werden.
Jetzt freut sich die 11-Jährige darauf, bald ihre Eltern und Schwester Victoria sowie Bruder Danilio wieder zu sehen.

Ehemaligentreffen der Maristen-Schule

RECKLINGHAUSEN. Zu einem klassenübergreifenden Ehemaligentreffen der Schüler der Maristen-Realschule lädt der Ehemaligenverein am Samstag, 29. Mai, auf das Schulgelände der bischöflichen Realschule an der Hertener Straße in Recklinghausen ein. Die Besucher erwarten neben Speisen und Getränken auch eine Cocktailbar sowie Musik. Schulführungen und Vorträge sollen bei den ehemaligen Schülern Erinnerungen wecken. Beginn ist um 16 Uhr.

Frühling in der Festspielstadt

RECKLINGHAUSEN. Der Frühling hat auch in Recklinghausen Einzug gehalten: Die Natur erwacht aus ihrem Winterschlaf, Bäume schlagen aus und allerorts künden erste Blüten von der bevorstehenden Farbenpracht. Temperaturen von bis zu 21 Grad ließen in den vergangenen Tagen schon sommerliche Gefühle aufkommen und bescherten den Biergärten einen guten Start in die Freiluftsaison. Auch wenn aktuell die Temperaturen wieder gesunken sind, so soll es laut Wetterdiensten in den kommenden Tagen zwar bewölkt, doch zumindest trocken bleiben. /


Zusatzbeiträge der Krankenkassen

RECKLINGHAUSEN. Immer mehr Krankenkassen bitten ihre Versicherten mit einem monatlichen Zusatzbeitrag zur Kasse. Seit Einführung des Gesundheitsfonds im vergangenen Jahr können gesetzliche Krankenkassen bis zu einem Prozent des Bruttoeinkommens von ihren Mitgliedern verlangen, wenn sie mit dem Geld aus dem Fonds nicht auskommen. „Hierbei gibt es einige Spielräume, die nicht immer zum Vorteil der Versicherten genutzt werden“, erklärt Martin Meiser von der Verbraucherzentrale NRW in Recklinghausen.
„Erhebt eine Krankenkasse einen Zusatzbeitrag oder hebt diesen an, genießen alle Mitglieder ein Sonderkündigungsrecht und können zu einer Kasse ohne Zuschlag wechseln. Versicherte die fristgerecht kündigen, müssen keinen Zusatzbeitrag zahlen, wenn er rückwirkend erhoben wurde.“
Die Verbraucherschützer helfen Versicherten beim Kassenwechsel mit einem Musterschreiben und zusätzlichen Tipps:
>Gesetzliche Grundlage: Seit dem 1. Juli 2009 gilt für alle gesetzlichen Krankenkassen ein einheitlicher Beitragssatz von 14,9 Prozent. Jede Kasse darf jedoch bei akuter Finanznot einen Zusatzbeitrag von bis zu einem Prozent des Einkommens erheben. Dieser Beitrag ist allein von den Versicherten zu entrichten. Bei einem Bruttoeinkommen von 3.750 Euro monatlich (Beitragsbemessungsgrenze des Jahres 2010) oder mehr macht das monatlich 37,50 Euro aus. Alternativ können Kassen auch, ohne das Einkommen zu prüfen, eine Pauschale von bis zu acht Euro monatlich einziehen.
>Sonderkündigung: Wird ein solcher Zusatzbeitrag fällig, können Versicherte zu einer anderen Kasse wechseln. Ein Weggang ist auch möglich, wenn eine bisher gewährte Prämienzahlung an den Versicherten reduziert wird oder ganz wegfällt. Das Sonderkündigungsrecht gilt ebenfalls, wenn Versicherte erst kürzlich Mitglied in einer Kasse geworden sind. Es setzt die übliche 18-monatige Mindestbindung nach Beitritt zu einer Krankenkasse außer Kraft. Versicherte, die einen Wahltarif mit einer dreijährigen Bindung an ihre Kasse abgeschlossen haben, können das Sonderkündigungsrecht dagegen nicht nutzen.
>Hinweispflicht: Jede Kasse muss ihre Versicherten spätestens einen Monat, bevor sie den Zusatzbeitrag erhebt oder die Prämie reduziert, auf das Sonderkündigungsrecht aufmerksam machen. So ist gesichert, dass für den Versicherten bei einer fristgerechten Kündigung keine zusätzlichen Belastungen anfallen. Kommt die Krankenkasse ihrer Hinweispflicht gegenüber einem Mitglied verspätet nach, verschiebt sich für dieses Mitglied die Fälligkeit des Zusatzbeitrags und die Frist für die Ausübung des Sonderkündigungsrechts um den entsprechenden Zeitraum.
>Problemloser Wechsel: Im Gegensatz zur privaten Krankenversicherung ist ein Wechsel bei den gesetzlichen Kassen auch für ältere Versicherte problemlos möglich. Alle Kassen sind verpflichtet, neue Mitglieder unabhängig vom Alter oder Erkrankungen aufzunehmen. Das Sonderkündigungsrecht gilt ebenfalls für Versicherte, die medizinisch behandelt werden und hierzu Leistungen von ihrer Kasse beziehen. Maßstab für die Zahlungsverpflichtung ist in solchen Fällen der Zeitpunkt der Behandlung.
>Reguläre Kündigung: Versicherte, die bereits 18 Monate Mitglied in einer gesetzlichen Kasse sind, können stets mit einer zweimonatigen Kündigungsfrist die Krankenversicherung wechseln. Das gilt auch, wenn sie die Frist zur Sonderkündigung verpasst haben. Allerdings muss der von der alten Kasse verlangte Zusatzbeitrag noch bis zum Beginn der Mitgliedschaft bei der neuen Versicherung gezahlt werden.
>Unterschiedliches Leistungsspektrum: In einigen Punkten bieten die gesetzlichen Kassen unterschiedliche Leistungen an. Wer in eine andere Kasse wechseln möchte, sollte nicht nur Kosten und Prämien zum Maßstab machen, sondern unbedingt auch auf das Leistungsspektrum achten. Manche Kassen bieten zum Beispiel besondere Leistungen für Familien oder chronisch Kranke an. Unterschiede beim Kundenservice – etwa eine Geschäftsstelle vor Ort oder eine gut erreichbare Hotline – können ebenfalls für viele Patienten entscheidende Faktoren für eine Kassenwahl sein.
Wem die monatliche Zahlung eines Zusatzbeitrages droht, kann für den Kassenwechsel ein vorgefertigtes Kündigungsschreiben der Verbraucherzentrale NRW nutzen. Den Musterbrief und weitere Hintergrundinformationen gibt es kostenlos in der Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW in Recklinghausen, Königswall 14, und im Internet unter www.vz-nrw.de.

Ein Stück Europa mitten im Vest

RECKLINGHAUSEN. Europa ist ein großes Wort – in Recklinhausen ist die europäische Einigung aber ein Stück greifbarer geworden. „Im Max-Born-Berufskolleg wird Europa bereits gelebt“, erklärte Landrat Cay Süberkrüb in seiner Rede zur feierlichen Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit dem Malta College (MCAST).
Die Unterzeichnung des Vertrages sei nur noch ein formaler Akt – der Vertrag bestätige die bereits bestehende Kooperation der beiden Schulen, besiegele aber weitere Vereinbarungen für die Zukunft, führte der Landrat weiter aus.
Professor Maurice Grech und Paul Attard vom Malta College freuten sich gemeinsam mit dem Schulleiter Dr. Lorenz Schultes-Bannert, ihre Verbindung nun schriftlich zu bestätigen und damit weiter zu festigen. Herr Landrat Süberkrüb gratulierte herzlich und die Schüler quittierten die Unterzeichnung mit einem kräftigen Applaus und Begeisterungspfiffen.
Abgerundet wurde die Veranstaltung durch die Präsentation weiterer Europa-Projekte und Auslanderfahrungen seitens der Schülerinnen und Schüler.
Die Zusammenarbeit mit dem MCAST (Malta College for Arts, Sciences and Technology) ist schon seit beinahe zehn Jahren erfolgreich. Kontakte bestehen auf unterschiedlichen Ebenen. Der Bereich Bautechnik arbeitet mit der einzigen staatlichen beruflichen Schule in EU Projekten zusammen, die als Schulpartnerschaften aus dem Sokrates/Comenius Programm der EU gefördert werden. An diesen Projekten sind auch weitere Schulen aus Teneriffa, Irland, und Schweden beteiligt. Außerdem kooperiert das Max-Born-Berufskolleg gefördert durch Leonardo Gelder der EU bei Berufspraktika. Dadurch haben die Schüler Gelegenheit ihr Praktikum in Malta abzuleisten: „Das ist spannend und fördert neben der beruflichen auch die sprachliche Horizonterweiterung“, so Schulleiter Schultes-Bannert.

Culcha Candela rockt in Recklinghausen

„Hamma!“: Die Band „Culcha Candela“ war am Mittwoch zu Gast in der Recklinghäuser Vest-Arena – und spielte natürlich auch ihren bekanntesten Hit. Die Besucher in der ausverkauften Halle gingen von der ersten Note an begeistert mit – unter ihnen auch DSDS-Gewinner Thomas Godoj, laut eigenen Worten ein großer Fan der Band.

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„Straftaten im Vorfeld verhindern“

RECKLINGHAUSEN. „Beraten und sensibilisieren Sie Ihre Mitmenschen. Auf diese Art und Weise kann es uns gemeinsam gelingen, Straftaten bereits im Vorfeld zu verhindern“ – diesen Ratschlag gab Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere den acht neuen Sicherheitsberatern der Stadt Recklinghausen mit auf den Weg. Zusammen mit zehn Bürgern aus den anderen Städten im Vest erhielten die Recklinghäuser jetzt ihre Ernennungsurkunden zum polizeilichen Sicherheitsberater.
Die Polizeipräsidentin dankte im Rahmen einer kleinen Feierstunde den Sicherheitsberatern für ihr Engagement und ihr Interesse an dieser ehrenamtlichen Tätigkeit. „Kriminalprävention ist nicht allein eine polizeiliche, sondern auch eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe“, so Giere. Bei dem Konzept der polizeilichen Sicherheitsberater werden Bürgerinnen und Bürger durch Beamte des Kommissariats für Kriminalprävention (KK34) gezielt in bestimmten Bereichen der Kriminalprävention geschult und wirken im Anschluss als ehrenamtliche Multiplikatoren./

Öko-Spielplatz für Frankreich

AUSSTELLUNG. Einen Öko-Spielplatz bauen Jugendliche aus Recklinghausen im Sommer 2010 gemeinsam mit Gleichaltrigen aus Bosnien-Herzegowina und Frankreich: Der Verein für Jugendheime e. V. kooperiert im Rahmen des Förderprogramms „ewoca³“ mit dem Verein Spajalica aus Sarajewo und dem Verein Céfir International aus Dunkerque in Frankreich. Einen Blick zurück auf die Workcamps 2009 warfen die Organisatoren am vergangenen Mittwoch in Düsseldorf.
„ewoca³“ ist ein Förderprogramm für internationale Jugendarbeit in Nordrhein-Westfalen und findet in drei aufeinander folgenden Jahren (2009, 2010 und 2011) mit 13 Jugendeinrichtungen aus NRW statt. Die Ausstellung „ewoca³ – Ein-drücke und Ausblicke“ ist bis zum 16. April im Düsseldorfer Landtag zu sehen. Auf 20 Tafeln vermittelt sie Eindrücke von den internationalen Workcamps in Nordrhein-Westfalen und den europäischen Partnerländern im Jahr 2009. „Internationale Jugendarbeit, Völkerverständigung und Begegnungsprojekte sind wichtiger denn je“, sagte Rüdiger Frohn, Vorsitzender des Beirats der Stiftung Mercator, den Gästen. „Bei ewoca³ finden diese Begegnungen nicht in theoretischen, symbolischen Seminaren, sondern im praktischen und handfesten gemeinsamen Tun statt. Jugendliche erleben das geeinte Europa ,spürbar’ und entwickeln ein neues europäisches Wir-Gefühl.“
13 Jugendeinrichtungen aus Nordrhein-Westfalen – darunter auch der Recklinghäuser Verein für Jugendheime – hatten 2009 zum ersten Mal an dem Förderprogramm. Jede Einrichtung knüpfte Kontakte zu je zwei Partnerländern in Europa. In drei aufeinander folgenden Jahren besuchen sich Jugendliche im Alter von 16 bis 23 Jahren aus drei verschiedenen Ländern für jeweils drei Wochen und arbeiten an ökologischen, gemeinnützigen Projekten.
Die Ergebnisse der Workcamps, die 2009 in Russland, Weißrussland, Bosnien-Herzegowina und Nordrhein-Westfalen stattfanden, können sich sehen lassen: Von einem Steg für Gruppenexperimente am Wasser in Tecklenburg, über einen neuen Spielplatz am Kindererholungszentrum Nadeshda in Weißrussland bis zu einer Photovoltaikanlage in Bosnien-Herzegowina reicht das Spektrum. 2010 stehen unter anderem der Bau einer Solaranlage beim Jugendhof in Hilbeck, die Anlage eines Öko-Lehrgartens in Italien und eines Umweltpfades in Frankreich auf dem Plan. /