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Kleider- und Spielzeugmarkt
DISTELN. Am Samstag, den 11. September findet in der Zeit von 9 Uhr bis 12 Uhr im Pfarrzentrum der kath. Kirche St. Josef an der Kirchstraße 3-5 ein Kleider- und Spielzeugmarkt statt. Es sind noch einige Plätze frei. Wer mitmachen will, kann sich unter der Telefonnummer ( (02366) 939995 oder ( (02366) 86580 anmelden.
Freibad-Saison endet am Sonntag
HERTEN. Am morgigen Sonntag können Freibadfans zum letzten Mal in diesem Jahr im Copa Ca Backum unter freiem Himmel schwimmen. Am Montag, den 6. September, verabschiedet sich das Freibad in die Winterpause. Insgesamt nutzten rund 53.000 Besucher die Sommersaison für ein Bad unter freiem Himmel. Damit kamen rund 5.700 Gäste mehr als im vergangenen Jahr in das Freibad im Backumer Tal.
Alles muss raus: Vom Kugelschreiber bis zum Blumentopf
HERTEN. Das Rathaus zieht um – aber wer und was genau verlässt eigentlich das Gebäude an der Kurt-Schumacher-Straße? Vom Kugelschreiber bis zum Schreibtisch wechselt das gesamte Inventar seinen Platz. Insgesamt ziehen rund 275 von 320 Mitarbeitern um, die im Rathaus und dem Nebengebäude ihren Arbeitsplatz haben. Vier von ihnen ziehen in die Schürmannswiese, fünf ins Zukunftszentrum, vier in die Hausmeisterwohnung Martin-Luther-Straße, fünf in die Hausmeisterwohnung Clemensstraße, 187 nach Schlägel und Eisen, 48 ins Wendker-Gebäude, 22 in die Bundesknappschaft und 45 bleiben im Rathaus-Nebengebäude.??Jeder Mitarbeiter erhält zwei bis drei Umzugskartons, um Schreibtischuntensilien und Computerzubehör zu verstauen. Das macht allein zwischen 550 und 825 Kartons. Wie viele Kartons darüber hinaus für die Akten aus den Büroschränken benötigt werden, ist zum aktuellen Zeitpunkt noch nicht absehbar. Denn das hängt von der Vorgehensweise und dem Kartonvolumen des Umzugsunternehmens ab.??Fest steht hingegen, wie viele Akten transportiert werden müssen: 3000 laufende Meter Akten ziehen in die verschiedenen Standorte um. Zum Vergleich: wenn man all diese Akten nebeneinander aufreiht, würden sie noch an der Zeche Ewald vorbei bis zum RZR reichen. Aber es können nicht alle Unterlagen mitgenommen werden. 650 laufende Meter haben Umzugspause und bleiben im großen Sitzungssaal.??In den letzten Wochen haben schon viele Bereiche kräftig „ausgemistet“. Einige Dinge nehmen die Mitarbeiter des Stadtarchivs in ihre Obhut, der Rest wandert in den Müll. Dafür stellte der ZBH zunächst 100 Mülltonnen zur Verfügung. Da die Ausräumarbeiten noch nicht beendet sind ist schwer vorherzusagen, ob man dieses Volumen tatsächlich braucht oder ob die Tonnen sogar mehrfach befüllt werden müssen.??Umziehen müssen auch die Grünpflanzen, die derzeit noch die Flure verschönern. 35 Topf-Bäume und -Sträucher holen Mitarbeiter des ZBH ab. Anschließend werden die Gewächse kontrolliert, aussortiert und voraussichtlich in der Friedhofsgärtnerei untergestellt. Beim Umzug arbeiten etwa 50 externe Helfer. In zwei Teams kümmern sie sich vor Ort um Kartons und Mobiliar. An welchen Stellen man während der Rathaus-Sanierung die jeweilige Behörde findet, darüber informiert eine Broschüre der Stadt. Mit einer groß angelegten Verteilaktion wurde in den vergangenen Tagen jeder Haushalt mit der Broschüre zum bevorstehenden Rathausumzug versorgt. Auszubildende und freiwillige Mitarbeiter der Verwaltung zogen durch die Stadt und steckten insgesamt 37.000 Heftchen in die Briefkästen. Im praktischen DIN A5-Format kann man das Heftchen zu Hause in der Schublade verwahren. Auf mehreren Seiten steht, wo demnächst welche Fachbereiche zu finden sind. Dafür wurde ein Farbkonzept zur leichteren Orientierung entwickelt. Das heißt: jeder Standort hat eine eigene Farbe und ein dazu passendes Logo. Der Slogan „Auf Wiedersehen!“ ist jeweils mit dem Namen der neuen Anlaufstelle kombiniert, zum Beispiel „Auf Wiedersehen! Im Wendkerhaus“. Anhand der Farben lassen sich schnell die Gebäude und Leistungen finden.??Darüber hinaus gibt es im Anhang eine Stichwortliste, in der die am häufigsten nachgefragten Dienste gesammelt sind. Außerdem finden Leser bei jeder neuen Adresse die zugehörige Buslinie und Haltestelle.
Bezirksregierung besucht Bibliotheken im Kreis
HERTEN. Vom umfassenden Angebot der Hertener Stadtbibliothek wollte sich Regierungsvizepräsidentin Dorothee Feller-Elversfeld gemeinsam mit den Fachleuten der Bezirksregierung Münster, Kulturdezernent Hans-Peter Boer und Fachbibliothekarin Karola Hüttenrauch, einen persönlichen Eindruck verschaffen. Dabei lobte sie den hohen Stellenwert, den die Einrichtung in Herten genießt. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel und Cornelia Berg, Leiterin der Stadtbibliothek, nahmen die Delegation in Empfang und führten sie durch den Bücher- und Medienbestand im Glashaus. Viele der innovativen Angebote wurden in den vergangenen Jahren mit Landesmitteln gefördert und ermöglicht. Dazu zählen zum Beispiel die öffentlichen Internetplätze oder die digitale Bibliothek „DigiBib“ mit landesweitem Katalognachweis. Auch die e-Ausleihe, eine kreisweite virtuelle Zweigstelle mit Medien zum Download und der Jungenlesebereich wurden durch die Förderung mit Landesmitteln ermöglicht.??Beeindruckt zeigten sich die Gäste vom Engagement des Fördervereins der Stadtbibliothek. Mit dessen Unterstützung gehört die Bibliothek zu den besten in Deutschland: mehrfach ausgezeichnet und mit hohen Ausleih- und Nutzungszahlen sowie über 100.000 Medien landete sie dieses Jahr im landesweiten Bibliotheksvergleich (BIX) auf dem dritten Platz, bundesweit auf Platz sieben.??Neben der Hertener Einrichtung besuchten die Besucher der Bezirksregierung auch die Stadtbibliotheken in Castrop-Rauxel und Gladbeck.
Sparen und siegen
WESTERHOLT. „Innovation City“ – Stadt der Innovation: Wenn alles gut geht, kann sich Herten gemeinsam mit der Nachbarstadt Gelsenkirchen am November mit diesem Titel schmücken. Die Chancen stehen nicht schlecht: Beim Nachhaltigkeitswettbewerb „Innovation City Ruhr“ hat es der Städteverbund aus Herten und Gelsenkirchen in die Runde der letzten Fünf geschafft. Am Dienstag ließen sich die Mitglieder der Werbegemeinschaft über Einzelheiten der Bewerbung aufklären. Worum geht es bei diesem Wettbewerb? Ab Ende 2010 soll eine 50.000-Einwohner-Stadt oder ein Stadtteil im Ruhrgebiet zur Niedrigenergiestadt umgebaut werden. Ziel ist es, den Energiebedarf der „Innovation City Ruhr“ bis 2020 durch den Einsatz neuer Technologien zu halbieren. Dafür soll zum Beispiel der gesamte Gebäudebestand energieeffizient saniert und Neubauten nach dem aktuellen Stand der Technik errichtet werden. Die geplante Investition soll sich für die Bürger konkret auszahlen: Zum Beispiel kann das örtliche Bauhandwerk vom Erhalt neuer Aufträge profitieren. Mittelständische Zulieferer können Arbeitsplätze sichern und darüber hinaus neue Stellen schaffen. Zudem wird der Geldbeutel jedes einzelnen Bürgers spürbar entlastet, weil seine privaten Heiz- und Stromkosten sinken werden. Der Gewinnerstadt winken Fördermittel und private Investitionen in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden Euro. In Herten und Gelsenkirchen bildet die Region um das ehemalige Bergwerk Lippe mit den Stadtteilen Hassel, Scholven, Buer, Bertlich, Westerholt, Paschenberg, Langebochum und Herten-Mitte den Kern des Projekts. In Westerholt warb die Hertener Projektleiterin Dr. Babette Nieder bei den Mitgliedern der Werbegemeinschaft um Unterstützung für das Projekt: Am 28. Oktober kommt die Wettbewerbsjury nach Herten, um sich einen Überblick über den Stand der Bewerbung zu verschaffen, bevor dann Anfang November die Entscheidung über den Sieg fällt. An diesem Tag sollen auch die Einwohner Hertens ihre Bereitschaft zum Energiesparen unter Beweis stellen – und die Gewerbetreibenden seien da natürlich auch gefragt, so Nieder. „Man könnte beispielsweise Produkte, die im Geist der Nachhaltigkeit stehen, ins Schaufenster stellen“, so Nieder. Nieders Präsentation kam an bei den Mitgliedern der Werbegemeinschaft, die zusicherten, sich an der Hertener Bewerbung zu beteiligen. Werbegemeinschaftsvorsitzender Werner Schnieders regte an, beispielsweise bei der Weihnachtsbeleuchtung mehr Wert auf das Energiesparen zu legen./
Aufschwung für Langenbochumer Kranzplatte
LANGENBOCHUM. Wenn es ums Einkaufen geht, ist Langenbochum recht gut aufgestellt, da sind sich die ansässigen Kaufleute sicher. Doch auch hier müssen Einzelhändler für sich und den Standort werben: Immer mehr Kunden erledigen ihre Einkäufe lieber andernorts „im Großen“. Ein frisches Konzept soll an der „Kranzplatte“ für Aufschwung sorgen. Stadt, Kaufleute, Hauseigentümer und Religionsvertreter haben den „Standort-Check“ gemacht und Ideen für die Neuausrichtung beschlossen. Nach einem Auftaktworkshop im Juni mit vielen Beteiligten war klar: Die Anrainer wünschen sich externe Unterstützung. Dafür sorgt Frank Manfrahs vom Büro Freiraummarketing. Der Wirtschaftswissenschaftler setzt auf ein umfassendes Marketingkonzept. Dafür mobilisierte er rund 50 Akteure, die sich nun mehrmals in der Woche in Arbeitsgruppen treffen. Die sieben „AGs“ sitzen noch bis Ende September zusammen, dann fließen die Ergebnisse in ein Gesamtkonzept. Während sich eine Arbeitsgruppe mit „Parken und Verkehr“ beschäftigt, richtet eine andere den Blick auf das Stadtbild. „Wo hängt ein Mülleimer schief? Was muss neu gestrichen werden? Wo sind Stolperfallen? Hier achten wir auf Details“, weiß Frank Manfrahs. Sicher ist, dass die Kranzplatte-Langenbochum bald mit neuen Veranstaltungen lockt. Denn auch dafür sorgt eine AG. „Alle Aktionen werden in Zukunft unter einem einheitlichen Layout beworben“, so Manfrahs. Auch Entscheidungen über gestalterische Elemente wie Sitzbänke werden gemeinsam gefällt. „Das steigert die Identifikation und das Gemeinschaftsgefühl“, ist der Marketingexperte sicher. Auch die Neuausrichtung der Werbegemeinschaft ist Arbeitsthema. Hier sollen nach Ende der Konzeptentwicklung alle Fäden zusammenlaufen und die Pläne in die Tat umgesetzt werden. „Die Neuausrichtung bedeutet Arbeit, aber keine unüberwindbare Herausforderung“, bringt es Martin Marzalla, von der Werbegemeinschaft, auf den Punkt./
Der Umzug beginnt
HERTEN. Ab Oktober beginnt die Rathaussanierung und die Mitarbeiter der Stadtverwaltung beziehen ihre Übergangsquartiere. Bereits jetzt startet der Umzugsreigen: Die Jugendförderung und das Integrationsbüro beziehen ab sofort ihre Übergangsbüros. Das Team der Jugendförderung nimmt seine Tätigkeiten in der „Schürmannswiese“ (Kaiserstraße 89) in der sechsten Etage auf. Das Integrationsbüro setzt die Arbeit in der Clemensstraße 2-4, zweites Obergeschoss, fort. Für beide Büros gelten folgende Öffnungszeiten: Montag: 8 bis 16 Uhr, Dienstag: 8 bis 16 Uhr, Mittwoch: 8 bis 12.30 Uhr, Donnerstag: 8 bis 17.30 Uhr und Freitag: 8 bis 12.30 Uhr.51, Fax: 303-637). Mitarbeiter des Integrationsbüros sind: Heike Neumann ( (02366) 303-373), Korgan Mustafa ( 02366/ 303-275) und Fatma Kahraman ( (02366) 303-221, Fax: 50496417).
Beratung für Schwerbehinderte
HERTEN. Die nächste Bürgersprechstunde des Kreises Recklinghausen in Schwerbehinderten-Angelegenheiten (ehemals Versorgungsamt) findet am Mittwoch, den 18. August, von 9 bis 11.30 Uhr, im Zimmer 65 im Erdgeschoss des Hertener Rathauses statt. Der Kreis Recklinghausen berät in allen Schwerbehinderten-Angelegenheiten. Insbesondere bei der Aufnahme von Anträgen auf Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises, der Verlängerung von Schwerbehindertenausweisen (die Schwerbehindertenausweise können auch im Bürgerservice, Zi. 40, verlängert werden) und bei Aufnahme von Widersprüchen wird Hilfestellung gegeben.
Baumbegutachter und Gasmasken-Experten
HERTEN. Sieben Uhr morgens in der Copa-Werkstatt: Die erste Besprechung des Tages mit Technikleiter Heinrich Niehoff steht an. Die Aufträge für heute werden durchgesprochen. Gerüsttransport, Baumkontrolle, Pumpenreparatur, und, und, und. Einige Aufträge hat Harald Grebe zu diesem Zeitpunkt aber längst erledigt. Seine Schicht in der Technik des Copa Ca Backum beginnt um fünf Uhr morgens. „Reparaturen müssen wir hier früh erledigen“, erklärt der Monteur. Im laufenden Betrieb ist das oft schwierig. Und die ersten Badegäste kommen unter der Woche schon um kurz vor sieben. Heute hat er deshalb vor der ersten Besprechung schon die Toilettensitze in der Wasserwelt wieder fest geschraubt, eine quietschende Liege geölt und viele andere Handgriffe erledigt. Mit seinem Teamkollegen Dennis Cornelius notiert er die weiteren Aufträge für den Tag. Ein Gerüst muss ins Hallenbad Westerholt gebracht werden. Das brauchen die Fliesenleger für die Revision. Dann stehen weitere Reparaturen an. Lieferanten und Dienstleister haben sich angesagt, die brauchen fachlich kompetente Ansprechpartner. Außerdem müssen sechs Chlorgas-Flaschen ausgetauscht werden - ein kniffliger Job. „Ach ja“, fällt Heinrich Niehoff ein, wenn ihr schon mal in Westerholt seid: Könnt ihr euch da einen Baum ansehen? Die Wurzeln sind aufs Nachbargrundstück gewachsen.“ „Wir erledigen hier Aufträge von A bis Z“, so Harald Grebe. „Die meisten anfallenden Arbeiten können wir selbst bewältigen.“ Zum Technik-Team unter der Leitung von Heinrich Niehoff gehört neben Grebe und Cornelius noch Ulrich Leimkühler. Sie alle kümmern sich auch um die Heizungs- und Lüftungsanlagen in den Gebäuden der Stadt Herten. Nur für extrem spezialisierte Reparaturen, wie heute etwa das Einsetzen von haarfeinen Lamellen in die Spüldruckpumpe der Filteranlage, holt sich das Team Hilfe ins Haus. Koordination ist dabei das A und O. Deshalb steht um acht Uhr schon die nächste Besprechung an - diesmal mit Badleiterin Petra Anlauf und dem diensthabenden Schwimm-Meister. Das ist heute Klaus Mentges. Das Gerüst haben die Techniker bis dahin längst aus dem Keller in den Hof geschleppt. Denn eine halbe Stunde später geht es los nach Westerholt. Aufladen, losfahren, abladen und ins Hallenbad wuchten - das dauert eine Weile. Mittlerweile ist es viertel nach zehn. Ein Baumexperte hat sich angesagt für die Problempflanze am Rande des Grundstücks. Also heißt es: ab in die Büsche. Zwischen Birke, Pappel und der Mauer vom Nachbargrundstück werden die Wurzeln begutachtet. Sie haben sich tatsächlich ziemlich breit gemacht. Also müssen sie weg. „Sie machen einen Kostenvoranschlag, und wir besprechen das noch einmal mit Herrn Niehoff“, entscheidet Harald Grebe. Und ab geht es zurück ins Copa Ca Backum. Nach der Frühstückspause steht für die beiden Techniker eine heikle Aufgabe auf dem Programm: Sechs der insgesamt 24 Chlorflaschen sind leer und müssen gewechselt werden. Dabei ist höchste Vorsicht gefragt: Was in niedriger Dosierung im Becken unbedenklich ist, ist in hochkonzentrierter Form tödlich. Jeder Techniker, Schwimm-Meister, Gehilfe und Azubi hat deshalb eine eigene Gasmaske. Die werden in einem Raum zwei Türen weiter aufbewahrt. „Es ist wichtig, dass sie nicht im gleichen Raum wie die Chlorgasflaschen hängen“, erklären die Techniker, „sonst kommen wir in einem Notfall ja nicht an sie heran.“ Sollte wirklich einmal Chlorgas austreten, ist aber auch sofort die Feuerwehr vor Ort im Copa Ca Backum. Sie wird dann automatisch benachrichtigt. Mit den Masken vorm Gesicht sehen die beiden Techniker aus wie Soldaten. Und sie klingen ein bisschen wie Darth Vader. „Diese Flasche muss ausgewechselt werden“, nuschelt Harald Grebe zwischen zwei durch die Maske keuchend klingenden Atemzügen. Er weist auf die Anzeige am Anschluss der Flasche. Der Zeiger steht auf null. „Genauso die“, er geht die Reihe durch, „und die“. Auf der anderen Seite sind drei weitere Flaschen leer. Für die Prozedur nehmen er und Dennis Cornelius sich viel Zeit. Rund eineinhalb Stunden dauert das Abnehmen und Anmontieren. Dann stehen noch ein paar kleinere Reparaturen an. Um halb zwei hat Harald Grebe Feierabend. Für Dennis Cornelius geht die Schicht noch etwas weiter: Er muss die Heizungs- und Lüftungsanlage in der Westerholter Martin-Luther-Schule checken und das kann noch einen Moment dauern./
Azubis werden freigesprochen
HERTEN. Wenn der Meister seinen Lehrling ins Berufsleben entlässt, nennt man das „Freisprechung“. Feierlich freigesprochen hat die Stadt nun auch zehn Azubis am Montag, 19. Juli, im Glashaus. Der Festakt wurde gemeinsam mit ihren Tochtergesellschaften Stadtwerke und PROSOZ durchgeführt. In acht verschiedenen Berufen schlossen die ehemaligen Lehrlinge ihre Ausbildung ab. „Es gelingt der Stadt seit Jahren, das Lehrstellenangebot konstant zu halten“, freut sich Ausbildungsleiterin Barbara Hinse. Gemeinsam mit den Geschäftsführungen von PROSOZ und Stadtwerken sowie mit den Fachbereichsleitungen von ZBH und Verwaltung gratulierte Bürgermeister Dr. Uli Paetzel den erfolgreichen Prüflingen und übergab ihnen ein kleines Geschenk. „Ausbildung hat für uns als Stadt einen hohen Stellenwert. Da wir auch über den eigenen Bedarf hinaus ausbilden, eröffnen wir vielen Jugendlichen eine Chance“, erklärt Uli Paetzel. Zwei der anwesenden Azubis müssen allerdings noch auf ihre Prüfungsergebnisse warten: Lara Glötzer und Phillip Purschke beenden ihre Ausbildung erst Ende August und werden dann separat freigesprochen. Doch schon jetzt gaben sie mit ihren zehn Mitauszubildenden auf der Feier einen Einblick in ihre Berufswelt. Per Power Point-Präsentation erklärten sie, wie ihr Arbeitsalltag aussieht. /
Fit für das neue Schuljahr
HERTEN. Die Sommerferien sind zwar gerade erst zwei Wochen alt, doch die Hertener Stadtbibliothek denkt schon an die Zeit danach. Unter dem Motto „Schulstart 2010 - Bücher und Medien für das neue Schuljahr“ stellt sie von Dienstag, den 10. August, bis Samstag, den 29. August, Bücher, Lernsoftware und Sach-DVDs für den Unterricht ab der fünften Klasse aus. Hier finden Schüler, Lehrer und Eltern Medien zu den Schulfächern der Klassen 5 bis 13 sowie Materialien zur Vorbereitung auf Prüfungen, Facharbeiten und Schulabschlüsse. Im Angebot ist dabei auch kreative Lernliteratur für die Sekundarstufe I, wie zum Beispiel der Schüler-Lernkrimi „Panik im Labor“ von Anemone Fesl. Fünftklässler können darüber hinaus auch zu Hause am Computer lernen, wie mit der Lernsoftware „Einfach besser in Englisch - 5. Klasse“. Für die in der Sekundarstufe II immer wichtiger werdenden Referate und Facharbeiten finden Schüler Anleitungen zur Vorbereitung und Präsentation. Außerdem lassen sich Französisch, Englisch und Spanisch mit Lernsoftwares am Bildschirm verinnerlichen. Darüber hinaus finden zukünftige Schulabgänger Bücher zur Abiturvorbereitung, wie Rüdiger Bernhardts „Epochenumbruch 19./20. Jahrhundert“ - inhaltlicher Abiturschwerpunkt im Fach deutsche Literatur 2011“. Wenn es in der Schule doch mal nicht so „rund läuft“, gibt es für Eltern Anregungen, wie sie ihr Kind fördern können. Ratschläge erteilen hier unter anderem Daniela Lieblich mit „Wie Sie Ihr Kind erfolgreich fördern“, Volker Zähme und Monika Rammert mit „Was Kinder wissen müssen“ und Elke Wild mit „Hausaufgaben ohne Stress“. Für pädagogische Berufe präsentiert die Ausstellung Praxishilfen, zum Beispiel mit Maja Dammanns „Schulstart für Lehrer“, aber auch Bücher zu viel diskutierten Themen wie „Der PISA-Schwindel“ von Josef Kraus. Praktisch: Wer einen gültigen Bibliotheksausweis hat, kann über die e-Ausleihe der Bibliotheken des Kreises Recklinghausen unter dem Link http://www.bibliothek-digital.de/kreisre rund 4.900 Medien zum Thema Schule und Lernen direkt auf den eigenen Computer herunterladen. Interessierte finden die Ausstellung im zweiten Obergeschoss des Glashauses während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek: Dienstag, Mittwoch und Freitag von 10 bis 18 Uhr, Donnerstag von 10 bis 20.30 Uhr und Samstag von 10 bis 13 Uhr.
Kaufleute verlieren gerne ein Fass Pils
HERTEN. „Es gibt Wetten, die ich liebend gerne verliere. Und diese gehört zweifelsfrei dazu.“ Das sagte der Vorsitzende der Innenstadtgemeinschaft „Lebendiges Herten e.V.“, Adrian Gülden. Währenddessen prostete er mit einem Pilsglas seinen Vorstandskollegen Maik Weber und Werner Rudel sowie Bürgermeister Dr. Uli Paetzel zu. Der Grund für das Zusammenkommen der fröhlichen Runde war eine Wette. „Wir hatten es nämlich nicht für möglich gehalten, dass die Sanierung der Kranzplatte noch vor dem Hertener Garten- und Blumenmarkt fertig wird. Deshalb hatten wir dem Bürgermeister gesagt, dass wir ein Fässchen Pils dagegen setzen,“ erklärt Werner Rudel. Die verlorene Wette löste die Innenstadtgemeinschaft beim Handelsstammtisch im Hotel am Schlosspark ein. „Weil Weihnachten unmittelbar bevorsteht“, witzelte Kauffrau Doris Palicki, „suchen wir heute die neue Weihnachtsbeleuchtung aus“. Unter fachkundiger Anleitung von Frank Girke (Stadtwerke Herten) entschieden sich die Kaufleute für Weihnachtssterne, die in der Adventszeit in der Innenstadt leuchten sollen. „Hierbei ist uns die energiesparende LED-Technik wichtig. Wir wollen schließlich einen konkreten Beitrag für die Anstrengungen rund um das Projekt InnovationCity leisten“, meinte Adrian Gülden. Der Vorstand kündigte zudem an, dass sich Mitgliedsbetriebe vom Verein „Lebendiges Herten“ Mitte September auf der GUT-Verbraucher-Messe auf Ewald präsentieren werden. So eine Chance vor der Haustür nutze man natürlich gerne und werde dort die Leistungsfähigkeit der Hertener Unternehmen demonstrieren, waren sich die Geschäftsleute einig./
7.000 Kilometer mit dem Rad unterwegs
LANGENBOCHUM. Wenn das Antoniusdenkmal zum Fahrradtreff wird, können eigentlich nur 29 rüstige Herren schuld sein: Fahrräder, wohin das Auge blickt. Allerdings treffen sich die „Fahrradfreunde Herten“ heute nicht zum Radeln, sondern zur Siegerehrung: Das Projektteam „fahrradfreundliche Stadt Herten“ kürt den engagierten Bikertrupp zu Fahrradfahrern des Monats Juli. Seit 20 Jahren gibt es sie schon, die „Fahrradfreunde Herten“. Damals gründeten Adolf Hannemann und Manni Wiesner die Gruppe und radeln seitdem jeden Mittwochmorgen pünktlich um 8.30 Uhr ab der Langenbochumer Kranzplatte los. Und da geht's nicht mal eben mit dem Drahtesel um den Block - nein, die Senioren fahren richtig lange Strecken. Bis zu 100 Kilometer legen sie dann zurück. Zum Glück hat die Gruppe den 73-jährigen Hannemann als „lebendes Navigationssystem“ dabei. „Er kennt alle Radwege im Umkreis so gut wie seine eigene Westentasche“, ist sich sein Kollege Alois Heerdes sicher. Er selbst passt als „Schlussmann“ darauf auf, dass niemand verloren geht. Und das ist wichtig, da bei jeder Tour etwa 15 Radler mitfahren. Bis zu 7.000 Kilometer fahren die Rentner im Jahr zusammen. Gruppengründer Adolf Hannemann fährt auch montags und sonntags Touren, samstags bietet er familienfreundliche Radausflüge an. Irja Hönekopp vom Projektteam „fahrradfreundliche Stadt Herten“ überreichte den „Fahrradfreunden Herten“ die Urkunde zum Radfahrer des Monats Juli. Vorschläge, wer im August Fahrradfahrer des Monats werden soll, nimmt das Projektteam der Stadt Herten“ (E-Mail: fahrradfreundlich@herten.de entgegen./
Erneuerbare Energien „erfahren“
HERTEN. Ein mit Brennstoffzellen betriebenes Cargobike eigenhändig steuern und im Wasserstoffbus den Standort Ewald erkunden - im Rahmen einer Journalistenreise zum Thema Erneuerbare Energien konnten Pressevertreter aus den Niederlanden den Wandel in Herten buchstäblich „erfahren“. „Viel spannender als ein theoretischer Vortrag“, sagte ein Teilnehmer und schwang sich gleich selbst aufs Rad. NRW.INVEST und die Deutsch-Niederländische Handelskammer hatten den Besuch organisiert und sich ganz bewusst für den Standort Ewald und das Wasserstoff-Kompetenz-Zentrum entschieden: Ewald sei zum Einem ein gelungenes Beispiel für den Strukturwandel und zum Anderen der herausragende Standort für die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, so die Verantwortlichen. Neben kurzen fachlichen Erläuterungen zu den Projekten Windstromelektrolyse, HYCHAIN und zum Blauen Turm hatten die Pressevertreter die Möglichkeit, die Wasserstofftechnologie selbst in der Praxis zu testen.
Was Opa über „die Gerlachs“ wusste
HERTEN. „Bei mir hätte es doch eh' nur im Schrank gelegen.“ Nachdenklich schaut sich Elisabeth Baal das Bild an. Verschneite, kleine Fachwerkhäuser und eine Kutsche sind zu sehen. Das Bild ist von Ludwig Gerlach, ehemals eine „Berühmtheit“ der Hertener Künstlerszene. Jetzt bringt sie das Bild und ein Buch seines Bruders, Friedrich Gerlach, zu Kirsten Noetzel ins Stadtarchiv. Allerdings nimmt die Archivleiterin die Werke nur als Depositum, eine Art Leihgabe, entgegen. Die 84-Jährige Elisabeth Baal vermacht ihre Geschenke eigentlich dem Arbeitskreis Scherlebecker Geschichte(n). „Originale wollen wir nicht behalten und einfach in den Keller stellen“, erklärt Peter Kitzol-Kohn, Initiator der Hertener Geschichtensammler. „Ich bin froh, dass es nun wieder ‚zum Zug kommt'“, freut sich die Ur-Scherlebeckerin. Ein Geschenk sei es gewesen, zum vierzigsten Geburtstag. „Opa Emschermann hat früher viel von den Gerlachs erzählt“, erinnert sie sich. „Die waren zusammen auf der Zeche.“ Opa Emschermann, der Schwiegervater ihres Bruders, habe es extra zu ihrem Ehrentag malen lassen. Nun soll es einen schönen Platz in den Räumen des Archivs finden. Bekannt wurden die Gerlachs als Verfechter der Naiven Malerei. Ihre Bilder wurden einst nicht nur in der Region, sondern auch in Zagreb und Amsterdam ausgestellt. „Ich bin froh, wenn Bürger alte Erinnerungsstücke vorbeibringen“, meint Kirsten Noetzel. Auch das Buch, „Die Straße“, ist dort ab sofort für Jedermann einsehbar. Darin schildert Friedrich Gerlach seinen täglichen Weg zur Arbeit, verwoben mit Erinnerungen an die Jugendzeit und an eine Traumwelt. „Fantastisch“, meint Geschichtsfreund Kitzol-Kohn. „Ich hab's wirklich gerne gelesen.“ Kennengelernt hat er Elisabeth Baal über die Pfarrgemeinde Ludgerus. Dort ist die älteste Bewohnerin Scherlebecks schon seit knapp 70 Jahren im Kirchenchor aktiv. Zum 100-jährigen Kirchenjubiläum unterstützte die Hertenerin Peter Kitzol-Kohn bereits bei einer Chronik über die Gemeinde. Und sein Interesse für die Geschichte seines Stadtteils ist ungebrochen. Jeden ersten Montag im Monat trifft er sich mit seinen Gruppenmitgliedern pünktlich um 18 Uhr im Gustav-Adolf-Zentrum, tauscht dort „neue historische“ Infos aus. „Oft bekommt man kleinere Tipps, wenn man den Leuten dort zuhört“, weiß der Scherlebeck-Experte. Besonders spannend sei es, Personen auf alten Fotos zu identifizieren – in einer Gruppe um einiges leichter. Zurzeit arbeitet Kitzol-Kohn an einem Geschichtsbuch über die Zeit von 1898 bis 1926. Dafür ist er ständig auf der Jagd nach Erinnerungen und ihren Quellen. „Was ich immer noch händeringend suche, ist das Buch ‚Das vergessene Tal'“, erzählt er. Es beschreibt die Gegend um die ehemaligen Wälder „Blitzkuhle“ und „Kellergatt“. „Das war ein wirklich schönes Tal. Dann wurde es irgendwann als Müllkippe genutzt“, weiß der Faktensammler. Die Täler kennt auch Elisabeth Baal noch aus ihrer Kindheit./
Ein Tisch mit vielen Wünschen
HERTEN. Ein Tisch, der Wünsche wahrmachen soll, steht ab sofort im Rathaus-Foyer. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel nahm das außergewöhnliche Möbelstück dort in Empfang. Für das Frühlingsfest des Christlichen Jugenddorfwerks Herten (CJD) im Mai dieses Jahres schreinerten Jugendliche vier Tische, die zusammengestellt einen zehn Meter langen „Wunschtisch“ ergaben. Auf dem Fest schrieben Bürger mit schwarzem Edding all ihre Wünsche direkt auf die Holzplatte. So erfuhr das Stadtoberhaupt, was den Hertenern unter den Nägeln brennt. Die Schreiberinnen und Schreiber verewigten urbane Wünsche, aber auch allgemeine Gedanken. „Ich wünsche mir Friede auf Erden“, ist dort auch zu lesen. „Ein Wunsch lautete, dass Schalke bitte Meister werden soll“, erinnert sich CJD-Leiterin Elisabeth Achhammer und verkneift sich ein Grinsen. Der bekennende „Königsblau“-Fan Paetzel würde dieses Anliegen sicherlich sofort unterschreiben. „Schönes Fest, schöne Idee“,ist Hertens Bürgermeister überzeugt und erinnert sich gerne an die CJD-Veranstaltung im Mai. Von nun an planen die Organisatoren für jedes Jahr eine ähnliche Veranstaltung, erzählt Elisabeth Achhammer. In Zusammenarbeit mit Nachbarn und Freunden sei bereits das erste Fest, das unter dem Motto „Wünsch Dir was“ stand, sehr gut angekommen. Dort wurden vor allem die Angebote des CJD vorgestellt. Darüber hinaus gab es ein buntes Rahmenprogramm der Jugendlichen. Was die oftmals sozial, körperlich oder mental benachteiligten Jugendlichen des CJD beim nächsten Fest auf die Beine stellen, ist noch nicht klar. Eins ist jedoch sicher: Die jungen Tischler sind froh, dass ihr Schreinerwerk Verwendung findet./
InnovationCity: Zustimmung bei Unternehmern
UNTERSTÜTZUNG: Als gelungen werten alle Beteiligten den Start in die zweite Bewerbungsphase zur InnovationCity. Der Weg von Gelsenkirchen und Herten zur Energiespar-Modellstadt stoße auf breite Zustimmung bei den Unternehmern in den beiden Städten. Auf der Informationsveranstaltung im Hertener Glashaus hätten Vertreter aus Einzelhandel, Handwerk, Dienstleistungsbetrieben und der Industrie der energetisch wegweisenden Umgestaltung des Projektgebietes ihre breite Unterstützung zugesichert, so die einhellige Meinung. Dabei gab es bereits erste Zusagen für innovative Projekte, die konkret umgesetzt werden können. So will die Vestische Innung des Kfz-Gewerbes ein neues Schulungszentrum bauen. Hier soll der Nachwuchs der Branche ausgebildet werden, der später Hybrid-, Wasserstoff- und Elektroautos warten kann. „Wir gehören mit unserer Ausbildung mitten rein in die InnovationCity“, ist die Innungsvorsitzende Dietlinde Stüben-Endres überzeugt. Mit der künftigen InnovationCity Ruhr soll eine Modellstadt entstehen, in der erstmals im Bestand weltweit richtungweisende Lösungen für Energieeffizienz angewendet werden. Zugleich soll die Pilotstadt Vorbild für andere Revierkommunen sein. Dabei werden die Bereiche Industrie, Wohnen, Gewerbe, Handel, Dienstleistung und Verkehr gleichermaßen einbezogen. Wer letztlich die InnovationCity Ruhr wird, das entscheidet sich Anfang November. Neben Gelsenkirchen und Herten haben sich noch die Städte Bochum, Bottrop, Essen und Mülheim an der Ruhr beworben. Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb vom Initiativkreis Ruhr.
Lobende Worte für innovative Siedlung in Scherlebeck
SCHERLEBECK. In der Siedlung sonne+ ist der Name Programm: Unter strahlend blauem Himmel begingen die Stadtwerke und die Stadt Herten mit den Siedlungspartnern, Anwohnern, zukünftigen Nachbarn und Gästen aus Politik und Verwaltung den Ersten Spatenstich in der Scherlebecker Siedlung. Thorsten Westerheide, Grundstücksvermarkter bei den Stadtwerken, und Stadtwerke-Prokurist Ludger Triffterer konnten auch Gäste aus dem Wirtschaftsministerium des Landes zum offiziellen Start der Baumaßnahme begrüßen. Als eine von 50 Solarsiedlungen in NRW wird das Projekt vom Land gefördert. Dr. Hartmut Murschall fand lobende Worte für die geplante Hertener Siedlung: „Mit diesem Projekt schaffen Sie Vorbilder für die gesamte Region.“ Er ermunterte Stadt und Stadtwerke, weitere innovative Projekte für den Klimaschutz auf den Weg zu bringen. „Wir unterstützen dieses Engagement gerne.“ „Wir wollen auf diesem Gebiet weiterhin wegweisend sein“, erklärte auch der stellvertretende Bürgermeister Karl-Heinz Forst in seinen Grußworten. Stadtbaurat Volker Lindner verwies auf die Bedeutung der Siedlung sonne+ im Rahmen des Hertener Klimakonzepts 2020: Das Baugebiet setze als eine von 50 Solarsiedlungen in NRW nicht nur Maßstäbe in Sachen Photovoltaik. Dank der geplanten Wärmeversorgung durch ein Bioerdgas-Blockheizkraftwerk werde das Baugebiet praktisch CO2-neutral mit Energie versorgt, so der Stadtbaurat weiter. Die Hertener Stadtwerke rechnen damit, dass über die Selbstversorgung hinaus aus der Siedlung zukünftig auch regenerative Energien in das Netz eingespeist werden und so der Energiemix in Herten noch „vergrünt“ werden kann. „So wird die sonne+ sogar zur Plusenergie-Siedlung“, prognostizierte Thorsten Westerheide. Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet laufen weiterhin auf Hochtouren. Seit Ende April können zukünftige Bauherren ein Grundstück in der Siedlung sonne+ reservieren. Für den guten Start in der neuen Nachbarschaft erhalten sie nach der Reservierungsunterzeichnung von den Hertener Stadtwerken eine „Scherlebox“: In den hochwertigen Holzkisten aus der Gelsenkirchener Behindertenwerkstatt St. Georg finden die zukünftigen Siedler allerlei nützliche Informationen und Geschenke von Vereinen und Unternehmen aus Scherlebeck. „Trotz des parallel laufenden Normenkontrollverfahrens können Bauherren und Siedlungspartner bereits Ende des Jahres mit dem Bau beginnen“, so Thorsten Westerheide. Die Hertener Stadtwerke gehen davon aus, dass im Frühjahr die Hauptbautätigkeit beginnt. Bisher verzeichnet das Team der Grundstücksvermarktung bereits über 160 Interessenten für die Siedlung sonne+. Auch beim Spatenstich informierten sich neue Interessenten über das Baugebiet in Scherlebeck. Mehr Informationen unter www.hertener-siedlungen.de
Kulturelles Kompaktprogramm bie Ende September
HERTEN. Das Wetter sorgt schon seit Wochen für hohe Temperaturen. Und mit dem Kompaktprogramm zu „summer in the city“ will das Kulturbüro den Hertenern noch mal richtig einheizen. Bereits am Freitag machten die „Komm’ Mit Mann!s“ den Auftakt zur Sommerkulturreihe. Im Kulturhauptstadtjahr hat das Kulturbüro gleich zwei Straßentheater im Programm. Mit „Compagnia Corona“ (Freitag, 20. August, 22 Uhr) und „Cirq’ulation Locale“ (Samstag, 21. August, 18 Uhr) gibt es somit das Wochenende des Straßentheaters. Beide Gruppen treten auf dem Marktplatz vor der Antoniuskirche auf. „Im Jahr der Kulturhauptstadt kann Herten sich erlauben, den Marktplatz zwei Mal toben zu lassen“, findet Bettina Hahn vom Kulturbüro. Während „Compagnia Corona“ in einer Licht- und Wassershow große Quallen, Seeigel und Seeanemonen schweben lassen, beeindrucken die drei Sportskanonen von „Cirq’ulation Locale“ mit einer Kombination von Akrobatik, Straßentheater und Jongleurstunts auf einem Riesentrampolin.
Insgesamt erwartet kulturinteressierte Bürger bis Ende September eine bunte Mischung aus Konzerten, Tanz und Festen – und das zum Teil kostenlos. Am Freitag, den 13. August, gastiert die Combo „Tierra Negra Quartett“ im Glashaus und will die Zuhörer ab 20.30 mitnehmen auf eine musikalische Reise in den Süden Europas. „Irisch“ wird’s am Freitag, den 27. August, bei der „Summer Folk Night“. Mit den Bands „Five Alive’O“ und „Whisht!“ wird das Glashaus ab 19 Uhr zum Mekka für Irish Folk-Fans. Heiße Rhythmen – die gibt es dann bei der fünften Hertener Tangonacht am Samstag, den 4. September. Hier will die Formation „Tango Real“ aus Berlin ab 20.30 Uhr dafür sorgen, dass garantiert kein Tanzbein still bleibt. Wer seine Tanzkenntnisse auffrischen will, oder noch nie Tango getanzt hat, kann vorher von 19 bis 20 Uhr für fünf Euro einen Schnupperkurs belegen.
Das Sommerprogramm wird mit dem Weinmarkt abgeschlossen. Zum 35. Mal findet dieser traditionell am zweiten Septemberwochenende (10. und 12.9.) statt. Mit Wein, kulinarischen Köstlichkeiten und Musik soll sich die Ewaldstraße dann wieder in ein idyllisches Weindorf mitten im Ruhrgebiet verwandeln. Karten für das sommerlichen Kulturangebot gibt es im i-Punkt im Glashaus (Hermannstraße 16, Tel.: 02366 303 699) oder im Recklinghäuser Buchladen Attatroll (Herner Straße, Tel.: 02361 1 70 02).
„Boah, guck mal, wie alt!“
HERTEN. Ein seltener Besuch, den das Stadtarchiv da bekommt. Wo sonst eher Menschen älteren Semesters in Ruhe stöbern, wuseln heute 15 Kinder des städtischen Kindergarten KiKo durch die Gänge. Viel Spannendes gibt es hier zu entdecken. Und das ist weitaus mehr als eine Sammlung alter, staubiger Akten und Bücher. Zunächst geht es aber tatsächlich in den Raum, wo städtische Mitarbeiter ihre ausrangierten Dokumente lagern. Alle verstaut und sortiert in kleinen, quadratischen Kisten. „Na los, schaut ruhig rein“, fordert Archivleiterin Kirsten Noetzel ihre neugierigen Gäste auf. Das lassen die Kleinen sich natürlich nicht nehmen. Nun schnappt eine Kistenklappe nach der andere auf, Akten werden begutachtet. „Fast wie Profis“, schmunzelt die Expertin. Urige Gefäße, vergilbte Bilder, antike Kameras und Streichhölzer – die Kleinen kommen aus dem Staunen kaum heraus. Besonders interessant finden sie die großen Schaukästen. Hier gibt es alte Stadtansichten mit Mini-Modellhäusern zu sehen. „Da ist das Glashaus“, rufen gleich mehrere Entdeckerkids. Doch lange aufmerksam sind sie nicht – gleich hinter ihnen steht nämlich schon das nächste außergewöhnliche Fundstück des Archivs. „Ist das ein Telefon?“ Richtig gesehen. Viel größer, als ein heute übliches Handy. „Als man damals telefonieren wollte, wurde man erst mit dem „Fräulein vom Amt“ verbunden. Ihr musste man sagen, mit wem man telefonieren möchte“, erklärt Kirsten Noetzel. Sicherlich noch nie gesehen haben die Kinder einen anderen historischen Gegenstand. Der Kesselhaken sei damals dafür da gewesen, Kessel über einer offenen Feuerstelle aufzuhängen. Mit einem Eisenring konnte man diesen an einer gezahnten Eisenstange befestigen und die Höhe – je nach Bedarf – verstellen. „Daher kommt auch das Sprichwort ‚Einen Zahn zulegen’“, weiß die Archivchefin. Und die hat auch eine Idee, wie man den Kleinen alte Zeitungen interessant vorstellt. Deshalb holt sie ein über 50 Jahre altes Exemplar aus dem Regal. Auf die Frage, was denn 1954 passiert sei, haben auch alle direkt die Antwort: „Da war Deutschland Weltmeister!“/
Schüler kennen sich in Europa aus
HERTEN. Wie heißt die Hauptstadt von Kroatien? Wo fließt die Seine und wer regiert die Schweiz? Für die Achtklässler des Städtischen Gymnasiums, der Erich-Klausener-Realschule, der Städtischen Realschule und der Rosa-Parks-Gesamtschule waren diese Fragen kein Problem. Ihre Kenntnisse stellten sie jetzt beim Europaquiz im Glashaus unter Beweis. In Dreiergruppen mussten die Schüler einen Fragebogen mit insgesamt 60 Fragen rund ums Thema „Europa“ beantworten. Die Teilnehmer diskutierten und rätselten 40 Minuten lang, dann wurden die Ergebnisse von der Jury, den Arras-Freunden Herten, ausgewertet. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel überzeugte sich vom Know-how der Europaexperten und überreichte den Gewinnern Preise für ihre Leistung. Ausgezeichnet wurde jeweils die beste Gruppe der teilnehmenden Schulen. Die ersten beiden Plätze haben eine dreitägige Reise nach Frankreich in die Hertener Partnerstadt Arras gewonnen. Die Gruppe auf dem dritten Platz durfte sich über Gutscheine einer Buchhandlung freuen und für die Teilnehmer auf dem vierten Platzes gab es jeweils einen Kinogutschein. Den ersten Platz im Europaquiz belegten Anna-Lena Vukan, Nadine Hauwe und Johanna Bendl vom Städtischen Gymnasium. Auf Platz Zwei landeten Naha Sahani, Janick Bien und Jasmin Rosa Clemente von der Erich-Klausener-Realschule. Nick Dobiey, Kai-Uwe Effenberg und Paul Brinkhaus von der Rosa-Parks-Gesamtschule erreichten den dritten Platz und Sara Zimni, Michele Rogoß und Vanessa Ugochukwu von der Städtischen Realschule waren in der Endabrechnung auf dem vierten Rang./
„Afrika entdecken“ – beim Kinderferienspaß
HERTEN. Im Jahr der Fußball-WM dreht sich alles um Afrika – natürlich auch beim Kinderferienspaß. „Afrika – Ein Kontinent wird entdeckt“ heißt das Motto. Vom 19. bis zum 30. Juli wird das Gelände der Willy-Brandt-Schule, Achtenbeck- und Ludgerusschule zum exotischen Erdteil. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel eröffnet die Ferienfreizeit am Samstag, 17. Juli, um 11 Uhr vor dem Glashaus. Und da soll es nicht langweilig werden, denn der Spielkäfer kommt vorbei. Außerdem gibt es einen Luftballonwettbewerb und ein Quiz. Wer bei dieser Gelegenheit sein Taschengeld aufbessern möchte, kann sein ausrangiertes Spielzeug auf dem Flohmarkt verkaufen. Ganz nach dem Motto: Vorbeikommen und mitmachen! Das gleiche Motto gilt natürlich auch für den Ferienspaß: Teilnehmen dürfen alle, die zwischen sechs und dreizehn Jahre alt ist. Und das völlig kostenlos, ohne Anmeldung. Zwischen 10 und 16 Uhr können Kinder montags bis freitags „Afrika entdecken“. Die Teilnehmer werden tagsüber mit Getränken und mittags mit einem Snack versorgt. Für diese kleine Zwischenmahlzeit würde sich das Team über eine kleine Spende von einem Euro jedoch freuen. Damit auch die Sprösslinge aus den umliegenden Stadtteilen mitmachen können, gibt es einen kostenlosen Busdienst. Den Fahrplan dazu finden Interessierte im Programmheft des zentralen Kinderferienspaßes, das jetzt an allen öffentlichen Einrichtungen ausliegt. Hier finden Eltern und ihr Nachwuchs auch weitere Freizeitaktivitäten, von Kursen im Copa Ca Backum über Beachvolleyball im Backumer Tal bis hin zu Angeboten der CreativWerkstatt.
Waldbrandgefahr steigt
HERTEN. Rauchen in Parks und Wäldern ist von März bis September verboten! Die Waldbrandgefahr ist in dieser Zeit zu groß. Außerdem gilt: Feuer sind nur an den dafür vorgesehenen Grillplätzen erlaubt. Vier davon gibt es im Backumer Tal. Wer unerlaubt ein Feuer macht, muss mit einer Buße von bis zu 1.000 Euro rechnen. Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen zu einem Brand kommen, muss umgehend die Feuerwehr unter ( 112 gerufen werden.
„Bildung muss wachsen“
HERTEN. Neues und Altbewährtes – die VHS stellte jetzt ihr Programm für das kommende Semester vor. Offizieller Beginn ist Montag, der 20. September. Knapp 500 Kurse werden in den kommenden Monaten angeboten. „Wir wollen einen fruchtbaren Boden schaffen, auf dem Bildung wachsen kann“, erklärte die neue VHS-Leiterin Monika Engel. Gute Nachricht für VHS-Nutzer: Die Kursgebühren bleiben stabil. „Es gibt keine nennenswerten Erhöhungen. Wenn wir unser Angebot immer wieder teurer gestalten, erreichen wir eines Tages nicht mehr jeden Bürger“, erklärt die VHS-Chefin. Doch da muss sie sich vorerst keine Sorgen machen, die Anmeldezahlen sprechen für sich. „Unser Programm ist seit einigen Tagen im Internet (www.vhs-herten.de). Seitdem kann man sich auch online anmelden. Und es haben sich bereits über 620 Menschen angemeldet“, freut sich Monika Engel. Das neue VHS-Jahr ist auch ein bisschen das Jahr der Frauen. Frauenfußball-WM, zehn Jahre Frauenparlament und 25 Jahre Frauenkulturtage werden gefeiert. Deshalb steht das Weiterbildungsforum 2011 ganz unter dem Motto „Frauen, Teilhabe und Qualifizierung“. Hier geht’s konkret um Frauen und die Geschlechterfrage beim Thema Weiterbildung. Neu im Programm ist ein Angebot zum Zusammenleben von Hund und Mensch. „Dieses Thema verfolgt mich, seitdem ich in der VHS angefangen habe. Nun widme ich mich dem Hund“, scherzt Studienleiter Manfred Nousch. Die Nachfrage besteht jedenfalls, deshalb können sich Tierfreunde im Herbst und im Frühjahr einen Vortrag über Hundetraining- und verhalten anhören. Auch Senioren, die lernen wollen, wie Computer und Internet funktionieren, kommen auf ihre Kosten. Schritt für Schritt erfahren sie, was „Hardware“ ist, wie man Daten speichert oder Musik über den PC hören kann. Zurück zu den Wurzeln geht’s dagegen für alle Internet-Profis. „Der Trend geht wieder dahin, dass man seine Homepage mit HTML programmiert. Einfach rustikal die Codes runterschreiben – das ist, was zurzeit am meisten nachgefragt wird“, sagt Manfred Nousch. Ebenfalls stark nachgefragt ist die alljährliche Fahrt zum WDR. „Wer das Funkhaus in Köln besichtigen und anschließend über den Weihnachtsmarkt schlendern möchte, sollte sich schnell anmelden“, rät Christina Zyprian, Ansprechpartnerin für Kulturelle Bildung, Deutsch und Fremdsprachen. Erweitert hat die VHS ihr Programm bei den Gitarren-Workshops. Es gibt jetzt jeweils drei Kurse für Anfänger und Fortgeschrittene. Wer sich nicht sicher ist, in welchem Unterricht er richtig ist, kann sich bei der VHS beraten lassen. Das gilt im übrigen auch für alle anderen Kurse. „Man sollte zum Beispiel nie einen Sprachkurs ‚blind’ buchen“, empfiehlt Christina Zyprian. Viele Teilnehmer verlören schnell das Interesse, das Geld würde dennoch weiterhin abgebucht. Ein ganz spezielles Angebot gibt es für schwergewichtige Menschen. „Viele Übergewichtige scheuen sich, bei normalen Sportkursen mitzumachen. Deshalb bieten wir jetzt ‚Fitness XXL’ an. Extra für pfundige Leute“, erklärt VHS-Mitarbeiter Wilfried Brozio. „Eine Art Renaissance“ nennt Wilfried Brozio den Wandel bei den Tanzkursen. „Man kann heutzutage auch ohne Begleitung dahin gehen und braucht nicht zwingend einen Partner.“ Deshalb können Singles getrost alleine lernen, wie man Disco-Fox, Tango, Salsa, Walzer & Co. tanzt. Das aktuelle Programm liegt ab sofort in allen öffentlichen Einrichtungen aus und kann darüber hinaus auch im Internet unter www.vhs-herten.de runtergeladen werden./
Kinder am Wilhelmsplatz freuen sich über Anbau
HERTEN. Bislang haben 50 Kinder der Grundschule am Wilhelmsplatz auch nachmittags miteinander gespielt, gegessen oder Hausaufgaben gemacht. Die Offene Ganztagsbetreuung (OGATA) der AWO macht dies seit sieben Jahren möglich. Durch einen neuen Anbau können nun 25 weitere Kinder am OGATA-Programm teilnehmen. „Sie glauben gar nicht, wie glücklich ich bin!“ Schulleiterin Barbara Osanko begrüßt die Gäste zur Eröffnung des neuen Anbaus mit strahlendem Lachen. „Ich freue mich, dass wir auf diesem Weg nun noch mehr Eltern die Verbindung von Familie und Beruf ermöglichen können.“ Seit Ende März hatten die Handwerker an dem Modulbau gearbeitet. Was nun noch fehlt, sind ein paar Pflanzen, die dem knallgelben Anbau den passenden Rahmen geben. Rund 70 Quadratmeter mehr Platz stehen den Kindern nun zur Verfügung. „Hier werden AGs stattfinden, wir machen Hausaufgabenbetreuung oder bieten Projekte an“, erzählt Einrichtungsleiterin Susanne Lappeßen. Dass die OGATA-Kinder sehr kreativ sind, ist nicht zu übersehen. Die Schüler der Länder-AG haben bunte Fahnen gemalt und die Party-AG hat sich um die Tischdekoration gekümmert. Das Angebot ist sehr vielfältig: In der „Money & Kids“-AG – also Geld und Kinder - lernen die Kleinen den Umgang mit Barem, beim „Hühnerball“ toben sie sich aus. Von 8 bis 16 Uhr bietet die OGATA den Kindern ein „zweites Zuhause“, wie Susanne Lappeßen das Betreuungsangebot gerne nennt. „Die Nachfrage, aber auch der Zuspruch an OGATA-Plätze ist enorm“, weiß Bürgermeister Dr. Uli Paetzel. Er dankt allen Beteiligten, die eine Erweiterung des bestehenden Angebots möglich gemacht hatten. Mit einem Lied sagen auch die Grundschüler selbst „Dankeschön“ und spenden einen symbolischen „Schokotaler“ in einen bunten Schuhkarton. Danach ging es direkt in die neuen Räume./
Ausweiskontrolle
HERTEN. Stichprobenartig wurden in der vergangenen Woche auf dem Recyclinghof die Ausweise kontrolliert und Anlieferer, die nicht in Herten wohnen, abgewiesen. Das hat einen guten Grund. Der Recyclinghof in Herten wird über die lokalen Abfallgebühren finanziert, daher dürfen auch nur Hertener Bürgerinnen und Bürgern ihren Abfall kostenlos am Recyclinghof abgeben. Abfall aus anderen Städten dürfen die ZBH-Mitarbeiter nicht annehmen. Personen, die nicht nachweisen können, dass sie in Herten wohnen, müssen daher unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren. „Für die Anlieferer ist es sicherlich ärgerlich, wenn sie die Personaldokumente nur vergessen haben“, sagt ZBH-Bereichsleiterin Helene Langner. „Trotzdem begrüßen viele Hertener diese Kontrollmaßnahme, da sie nicht einsehen, für andere die Abfallentsorgung mit zu finanzieren.“ Andere Stimmen befürchten allerdings auch, dass über das Abweisen „wildes Entsorgen“ gefördert wird. Nicht nur für die Kontrollen bittet die Bereichsleiterin um Verständnis: Wird ein Container gewechselt, muss der Recyclinghof aus Sicherheitsgründen für einige Minuten geschlossen werden. „Die Unfallgefahr während des Wechsels ist zu hoch“, erklärt Helene Langner. Viele Abfälle können ohne Extra-Gebühr am Recyclinghof abgegeben werden. Infos zu gibt ZBH-Mitarbeiterin Vera Zimmermann unter ( (02366) 303 155.
Auf die Würstchen -fertig - Grillen!
HERTEN. Ketchup und Würstchenzange bereithalten: Die Grillsaison ist auch im Backumer Tal gestartet. Dafür hat der ZBH drei neue Grillplätze eingerichtet, sodass Hobbyköche auch in diesem Sommer wieder Bratwürstchen, Bauchfleisch und Nackensteaks auf den Feuerrost legen können. An den ausgewiesenen Plätzen zwischen den Grünanlagen kann man wieder nach Herzenslust grillen und schlemmen. Der Grillplatz bei den Tennisplätzen hat bereits eine fest installierte Station, für die man sich beim ZBH kostenlos einen Grillrost leihen kann. Dieser sollte vor dem „Schlemmerfest“ telefonisch unter der Nummer (02366) 303 152 zu den Öffnungszeiten des ZBH reserviert werden. Natürlich dürfen Barbecuefans auch ihr eigenes Bratgerät mitbringen. Dabei sollten Besucher beachten, dass Grills nur auf den markierten Flächen mit befestigtem Untergrund stehen dürfen. Diese Plätze sind entsprechend beschildert. Die neuen Plätze befinden sich gegenüber des Jugendzentrums, am Forum (Nähe Teich) sowie auf dem Platz unter der Pergola. Auch hier gilt: Nur auf gepflasterter oder geteerter Fläche die eigenen Würstchen braten. Grillen ist in allen anderen Bereichen nicht erlaubt. Aber bei aller Grillfreude sollte man nicht vergessen, Müllbeutel einzupacken. Auch nachfolgende Brutzler wollen eine saubere Umgebung zum Wohlfühlen vorfinden. Weil das Backumer Tal nicht mit dem Auto befahren werden darf, sollten Besucher bedenken, dass sie ihr Grillgut handlich verpacken.
Erschließung von „sonne+“ beginnt
HERTEN. Nach erfolgreicher Vermarktung der „Freiwiese Nord“ kann nun die Erschließung des Baugebiets „sonne+“ beginnen. „Trotz eines anhängigen Normenkontrollverfahrens wird die Vermarktung fortgesetzt und Bauanträge können regulär bearbeitet werden“, erklärt Thorsten Westerheide, Projektleiter Hertener Siedlungen. „Der Bebauungsplan ist rechtskräftig, deshalb hat das Verfahren zunächst keine Auswirkungen auf die weitere Entwicklung des Baugebiets.“ Man habe bereits Gespräche mit den Bauträgern geführt und sie über die aktuellen Entwicklungen informiert, erläutert Westerheide weiter. Diese würden an ihren Bauvorhaben festhalten, so dass sich für die Kunden keine Veränderungen ergeben. „Ein Normenkontrollverfahren gegen einen Bebauungsplan kann sich unter Umständen bis zu drei Jahre hinziehen“, weiß Stadtbaurat Volker Lindner. Doch bis eine gerichtliche Entscheidung herbeigeführt sei, könnten alle bereits genehmigten Bauvorhaben durch- bzw. weitergeführt werden - selbst wenn der Bebauungsplan seine Rechtskraft verlieren sollte. „Deshalb starten wir, wie geplant, noch im Juni mit einem offiziellen Spatenstich“, so Volker Lindner. Infos: www.hertener-siedlungen.de
Herten gegen Kinderarbeit
HERTEN. Sie malochen viel für wenig Geld. Sie schuften schwer in miserablen Umgebungen: 250 Millionen Kinder arbeiten weltweit unter „ausbeuterischen Bedingungen“. „Fairer Handel“ ist eine der wenigen Möglichkeiten, die Ausbeutung von Kindern als billige Arbeitskraft zu beenden. Dazu unterschrieb stellvertretend für Hertens Bürgermeister Dr. Uli Paetzel nun der Erste Beigeordnete Volker Lindner die „Magna Charta Ruhr.2010“. Keine Produkte aus ausbeuterischer Kinderarbeit beschaffen - das fordert diese Erklärung, die insgesamt 28 Kommunen der Kulturhauptstadt unterschrieben haben.
Elodie und Perrine schnuppern Arbeitsluft
HERTEN. Arbeiten in einem fremden Land? Zwei junge Frauen aus Hertens Partnerstadt Arras machen gerade diese Erfahrung - in Herten und Recklinghausen. Während Elodie die Kreisverwaltung kennen lernt, bekommt Perrine einen Einblick in die Arbeitswelt der Hertener Softwarefirma Prosoz. Wie ihnen die Jobs gefallen, erzählten sie nun Bürgermeister Dr. Uli Paetzel sowie Erika Springstub und Hans-Peter Höfer vom Freundeskreis Arras. „Nach sechs bis acht Wochen fängt man an, in der Fremdsprache zu träumen“, ist sich Uli Paetzel sicher. Als ehemaliger Auslandsstudent habe er diese Erfahrung bereits gemacht. Aber mehr als die „Traumsprache“ interessierte das Stadtoberhaupt die Erfahrungen und Eindrücke der Mädchen. „Ich arbeite mit Architekten und Ingenieuren, das ist echt spannend“, erzählt Studentin Elodie Robbe. Sie spricht fließend Deutsch und freut sich darauf, noch bis Ende August in der Immobilienverwaltung des Kreises zu arbeiten. „Momentan beschäftigen wir uns mit einem Projekt für den Landrat“, verrät die 22-Jährige. Perrine Dézèque hingegen arbeitet bei der IT-Firma Prosoz. Für ihre Ausbildung im Fach „Internationaler Handel“ ist der Deutschlandaufenthalt vorteilhaft, sie hat auch bereits Erfahrungen mit Auslandsreisen. „Ich war schon zum Schüleraustausch in Herten“, erklärt sie. Während die Abiturientin schon Ende der Woche wieder in ihre Heimat fährt, hat Elodie noch einige Arbeitswochen vor sich. Dann kann sie ihren Hobbies Klarinette- und Golfspielen nachgehen. „Und ich golfe echt schlecht“, scherzt sie. Begeistert ist sie von der Natur im Ruhrgebiet. „Ich habe gehört, dass es hier viel Industrie geben soll. Aber in Herten fällt das nicht auf, weil es so viele Bäume gibt.“
Polnische Delegation zu Gast im Rathaus
HERTEN. Ein abwechslungsreiches Programm haben die beiden Damen hinter sich, die eine Woche lang Hertener Unternehmen und Baustellen besuchten. Marta Deptula-Sitarek und Ilona Bankowska arbeiten normalerweise in der polnischen Stadtverwaltung Szczytno. Nun erwiderten sie den Besuch von Stadtbaurat Volker Lindner und Wirtschaftsförderer Michael Blume, die im April zu Gast in der Partnerstadt waren. Im Gegenzug hatte die Hertener Wirtschaftsförderung ein umfassendes Programm organisiert. Stadtbaurat und das Wifö-Team begleiteten die beiden polnischen Kolleginnen bei ihren Besuchen in der Aldi Kaffeerösterei, bei Coca Cola und dem Fresenius-Institut. Darüber hinaus lernten sie die Arbeit des Bereichs Umweltschutz im Labor des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz am Hertener Standort, sowie die Aktivitäten der AGR kennen. Zudem erhielten sie Einblicke in den städtischen Tiefbau. Dabei besichtigten sie vor Ort Kanalisationsbaustellen und ließen sich über den Umbau und die Renaturierung der Emscher informieren. Selbstverständlich durfte auch ein Besuch auf Ewald nicht fehlen. Dort führte sie Volker Lindner gemeinsam mit Frank Nosczyk durch das Anwenderzentrum über Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnik.
Jugendkunstschule setzt auf Umweltschutz
HERTEN. „Warum verklebt das Öl im Golf von Mexiko die Vogelfedern?“ Die Naturkatastrophe an der amerikanischen Küste ist auch bei Kindern in aller Munde. Nicht zuletzt dieses Unglück hat die CreativWerkstatt zum Anlass genommen, ihren Themenbereich „Naturwissenschaft und Technik“ unter das Motto „Umweltschutz“ zu stellen. Das präsentiert die Hertener Jugendkunstschule nun in ihrem neuen Programm für 2010/2011. In Vorlesungen sollen die Nachwuchs-Wissenschaftler lernen, wie sie selbst das Klima schützen und Energie sparen können. „CreativWerkstattler“ Thomas Buchenau ist überzeugt, dass grade die naturwissenschaftlichen Kurse wieder stark nachgefragt werden: „Neben dem gestalterischen Angebot und dem Tanz-Theater-Programm ist dieser der beliebteste Zweig bei uns.“ „Als Stadt verfolgen wir auch ein bildungspolitisches Ziel, was die CreativWerkstatt nebenbei mit trägt“, lobt Bürgermeister Dr. Uli Paetzel die Hertener Jugendkunstschule. 2.500 Hertener Kinder bildeten sich im vergangenen Jahr in Kursen, Workshops, Seminaren und auch länger währenden Projekten weiter. Ob wissenschaftliche Experimente, selbst kreierte Musicals, Ausflüge ins Mittelalter, Fotoreportagen, Beatboxing oder Autogenes Training - die Liste ist lang. Besonders gefragt ist die Kursreihe „Fit für den Beruf“: Hier lernen Schulabgänger den sicheren Umgang mit den gängigen Computerprogrammen wie Word und Excel. Sogar einen eigenen Bewerbungskurs gibt es. Am Ende halten die Teilnehmer ein selbst erarbeitetes Muster einer Bewerbungsmappe in der Hand. Das nächste Großprojekt ist die Nacht der Jugendkultur (3. und 4. Juli). Die kreativen Förderer schicken dann Mädels in skurrilen und außergewöhnlichen Klamotten aus der Partnerstadt Schneeberg über den Laufsteg. Spannend wird es auch, wenn eine Gruppe Jugendlicher ihr Hip Hop-Musical auf die Bühne bringt. Denn: Hip Hop war bis vor wenigen Wochen absolutes Neuland für sie. Außerdem berichten die Hertener Kinderreporter noch von den Tanzgruppen „Open Class“ und „Orient meets Shakira“. Mit den Jahren haben die Mitarbeiter der CreativWerkstatt Erfahrungen gesammelt, die auch andernorts gefragt sind. „Wir haben die Patenschaft für die Gründung der Gelsenkirchener Jugendkunstschule übernommen“, erzählt Thomas Buchenau. Mehr Informationen stehen im Internet unter www.creativwerkstatt-herten.de. Das aktuelle Programm gibt es ab sofort online und in allen öffentlichen Einrichtungen der Stadt Herten.
Nacht der Jugendkultur
HERTEN. Über 300 Aktionen an 120 verschiedenen Orten in 35 Ruhrgebietsstädten - das ist die Nacht der Jugendkultur vom 3. auf den 4. Juli. Das ist Kultur von Jugendlichen für Jugendliche. Und das Beste: Jeder kann mitmachen, völlig kostenlos. Die Vorbereitungen dazu laufen auf Hochtouren. Deshalb trafen sich nun einige Verantwortliche aus den Ruhr-Metropolen zu einer letzten Arbeitsbesprechung im Hertener Glashaus. Dort tauschten sich die Organisatoren über den aktuellen Stand der Dinge aus. Die Hertener Jugendkulturnacht-Beauftragte Sabine Weißenberg freut sich vor allem über die gelungene Werbe- und Marketingaktionen: „Wo was los ist, findet man ab sofort unter www.nachtderjugendkultur.de!“ Darüber hinaus ist nun auch ein Programmheft erhältlich. Viele tolle Aktionen - auch städteübergreifend - gibt es in dieser Nacht in Herten in der Rosa Parks Schule. Um Punkt 19 Uhr geht's hoch hinaus: Luftballons mit Grüßen aus der Kulturhauptstadt steigen in den Himmel. Eine andere Art von Grüßen sehen Teilnehmer auf einer großen Leinwand. Hier werden Fotos aus anderen Ruhrmetropolen gezeigt - live „geknipst“ und sofort online verschickt Eventuell können sich einige Hertener Jugendliche ganz besonders freuen. Im Rahmen der Kulturnacht werden die Teilnehmer der Endrunde des „See you Jugendkulturpreisfestivals NRW & Ruhr.2010“ bekannt gegeben. Dieses findet vom 16. bis zum 19. September in Dortmund statt. An der Nacht der Jugendkultur beteiligen sich neben Herten die Städte Bergkamen, Bochum, Bönen, Bottrop, Castrop-Rauxel, Datteln, Dorsten, Dortmund, Duisburg, Ennepetal, Essen, Fröndenberg, Gelsenkirchen, Gevelsberg, Gladbeck, Hagen, Haltern, Hamm, Hamminkeln, Hattingen, Herne, Lünen, Marl, Moers, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen, Oer-Erkenschwick, Recklinghausen, Selm, Unna, Waltrop, Werne, Wetter und Witten.
„Feuervogel“ wacht im Rathaus-Foyer
HERTEN. Im Eingangsbereich des Hertener Rathauses steht ab sofort eine bekannte Märchenfigur: Der „Feuervogel“ ist nicht nur nett anzusehen, sondern repräsentiert auch ein Projekt, das Nationen sowie Generationen verbinden soll. Das Ergebnis ist am Sonntag, den 4. Juli, im Glashaus zu sehen. Dort führen Kinder des Städtischen Gymnasiums und Tanzschüler des Studios Plié das gleichnamige Ballett von Igor Strawinsky auf. Die Veranstaltung findet im Rahmen des Kreativprojekts „Waldzauber“ statt, initiiert vom münsterländischen Tiergarten Schloss Raesfeld und der Unesco-Friedensbotschafterin Erika Reichert-Maja. Schüler und Künstler aus dem Ruhrgebiet, dem Münsterland und den Niederlanden arbeiten dabei zusammen. „Unser Ziel ist es, ein Gemeinschaftsprojekt mit verschiedenen Altersgruppen, verschiedenen Berufen und Kulturen zu schaffen“, erklärt Gymnasiallehrerin Dagmar Hennecke. Auch in Raesfeld kommt der „Feuervogel“ auf die Bühne, und das bereits am 26. Juni. Für Herten beteiligen sich die Klassen 5d, 6d und die Musikwerkstatt des Städtischen Gymnasiums an dem Projekt. Als Chor proben sie unter der Leitung von Musiklehrerin Angelika Wendt-Süberkrüb drei russische Volkslieder, die Erika Reichert-Maja für ihre Feuervogel-Version ausgesucht hat: das „Mondlied“, das „Birkenlied“ und „Kalinka“. Schüler des Studios Plié liefern Tanzeinlagen zum Ballett. Künstlerin Reichert-Maja ist am Hertener Gymnasium keine Unbekannte. Schon im Februar war sie zu Besuch an der Schule und druckte mit den Kindern Picassos Friedenstauben. Frieden, Gerechtigkeit, Zusammenhalt - die Themen, um das sich auch das Projekt „Waldzauber“ dreht, finden sich in der Geschichte um den Feuervogel wieder: Prinz Iwan fängt im Reich des bösen Zauberers Kastschej einen Feuervogel, lässt ihn aus Mitleid aber wieder frei. Als Dank bekommt er eine geheimnisvolle, goldene Feder. Auf seiner weiteren Reise trifft er dreizehn gefangene Prinzessinnen, von denen er sich in eine verliebt… Ob er seine Prinzessin befreien kann und was er mit der goldenen Feder auf sich hat, erfahren Besucherinnen und Besucher am Sonntag den 4. Juli ab 16 Uhr im „märchenhaften“ Glashaus, zwischen Babuschkas, Zwiebeltürmen und Zaubersteinen. Der Eintritt ist frei.
Seit 65 Jahren auf dem Rad unterwegs
HERTEN. Von den Arbeitskollegen jahrzehntelang belächelt, gibt ihm der Zeitgeist endlich Recht: Roland Kemper fährt seit 65 Jahren alle Wege mit dem Rad, weil es gesund und sparsam ist. Deshalb wurde er nun zum Fahrradfahrer des Monats Juni gekürt. „Die Menschen steigen inzwischen wieder gerne aufs Fahrrad“, ist er sich sicher. Außerdem hat radeln einen großen Vorteil, meint Roland Kemper. „Ich bin immer mit dem Rad zur Arbeit gefahren, so habe ich auch keinen dicken Bauch bekommen“, schmunzelt der 75-Jährige. „Das wäre doch auch lächerlich gewesen, die zwei Kilometer mit dem Auto von zu Hause zur Arbeit zu fahren, damit es dann dort den ganzen Tag herumsteht.“ Nach dem Krieg sei es das Höchste der Gefühle gewesen, ein Rad zu besitzen. Dabei gab es oft nicht mal Geld für Fahrradschläuche und man musste sich mit Drahtspiralen behelfen, resümiert der Radler aus Leidenschaft heute. Und immer noch legt der sportliche Rentner kurze und längere Alltagswege per Rad zurück: Die 15 Kilometer zu seinem Lieblingsbuchbinder in der Gelsenkirchener Künstlersiedlung Halfmannshof oder auch den Weg zu seinem Sohn in Marl-Sinsen, macht er mit dem Drahtesel. Sparsamkeit und Gesundheit sind seine Motivation. Vorgeschlagen wurde er von seinem ehemaligen Kollegen Horst Vogt. Eben wegen dessen fester Überzeugung hat er seinen einstigen Mitarbeiter zum Fahrradfahrer des Monats vorgeschlagen. Dies hat das Projektteam überzeugt. Lydia Schäfers und Irja Hönekopp vom Projektteam „fahrradfreundliche Stadt Herten“ überreichten Roland Kemper die vom Bürgermeister unterzeichnete Urkunde zum Radfahrer des Monats Juni 2010. Der Monatssieger und Horst Vogt bekamen dazu ein Multifunktionswerkzeug sowie ein Fahrradreparaturset. Weiter geht es im Juli: Alle Hertener können wieder Vorschläge einreichen. Dafür sollte eine schriftliche Begründung an die Stadt Herten (Fachbereich 2.1 Stadtplanung, Projektteam „fahrradfreundliche Stadt Herten“, Kurt-Schuhmacher-Straße 2, 45699 Herten) gesandt werden.
Asphalt für die Anne-Frank-Straße
HERTEN. Nach und nach schüttet die gelbe Straßen-Fertigungsmaschine ihre dampfende Fracht auf die Fahrbahn der Anne-Frank-Straße. Eine Walze glättet schließlich die Asphalt-Tragschicht: Der Straßen-Endausbau in der Siedlung Freiwiese Nord schreitet voran. Bereits in der vergangenen Woche haben die Tiefbauer im Hannah-Arent-Weg Pflaster verlegt. Jetzt sind das Rondell an der Anne-Frank-Straße und der Wendehammer an der Reihe. Statt für Pflastersteine haben sich die Hertener Stadtwerke und die Stadt Herten an dieser Stelle für Asphalt entschieden. Darüber werden sich vor allem die Kinder in der Freiwiese freuen: „Der Asphalt eignet sich viel besser zum Spielen“, erklärt Thorsten Westerheide, Grundstücksvermarkter bei den Stadtwerken. „Auf der glatten Fläche können die Kinder zum Beispiel besser Rollschuhlaufen und mit Straßenmalkreide zeichnen als auf den Pflastersteinen.“ Zur Zeit stellen die Tiefbauer die Asphalt-Tragschicht in der Anne-Frank-Straße her. Sie sorgt für einen festen, gleichmäßigen Untergrund. Erst in einem zweiten Schritt können sie die Deckschicht und damit den später sichtbaren Straßenbelag auftragen. Kleinere Stichwege werden im Anschluss dann ebenfalls mit Pflaster versehen. Sobald der Straßen-Endausbau abgeschlossen ist, übergeben die Stadtwerke die Straßen der Freiwiese Nord an die Stadt Herten. Übrigens: Entgegen der im Sprachgebrauch üblichen Auffassung werden Straßen nicht „geteert“. Die Verwendung von Teer im Straßenbau ist seit den 1970er Jahren verboten. Der heutige Asphalt besteht aus Gesteinskörnungen, die mit dem aus Erdöl gewonnenen Bindemittel Bitumen verbunden werden./
Bürgermeister wiegt sich für den guten Zweck
HERTEN. Auf eine lange Tradition kann der Hertener Wochenmarkt zurückblicken. Vor 130 Jahren kamen erstmals die Händler auf den Marktplatz, um ihre Waren anzubieten. Grund genug für die heutigen Markthändler, diesen Geburtstag zu feiern. Neben Aktionen an den einzelnen Marktständen lockte vor allem ein Ereignis viele der Marktbesucher an: Wie viel Gemüse braucht man, um das Gewicht des Bürgermeisters aufzuwiegen, lautete die Preisfrage. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel zögerte auch nicht lang und stellte sich auf eine geschichtsträchtige Marktwaage. 83 Kilo zeigte sie an – wie von Uli Paetzel vorher gesagt. 83 Kilo, die dann Stück für Stück durch Gemüse ersetzt wurden. Kiste um Kiste stapelte sich auf dem alten Gerät, gefüllt mit Paprika, Kohlrabi und Rhabarber. Letztendlich stockte Markthändler Rolf Borchert den Gemüseturm noch mit einer Zugabe auf. Natürlich ließ sich das Stadtoberhaupt nicht nur aus Spaß wiegen: Die Aktion diente „dem guten Zweck“, denn das aufgewogene Gemüse ging an die Hertener Tafel und wurde von Schwester Daniela (Caritasverband) entgegengenommen. Doch das Gemüse war an diesem Morgen nicht die einzige Leckerei: Schließlich hatte Uli Paetzel mit der Werbegemeinschaft „Lebendiges Herten“ noch eine Rechnung offen. „Nie im Leben wird die Kranzplatte bis zum Blumenmarkt fertig“, behaupteten Adrian Gülden von der Werbegemeinschaft und Markthändler Werner Rudel noch vor einigen Monaten - und wetteten prompt mit dem Bürgermeister um ein Fässchen Bier. Da haben sich die beiden offenbar schwer getäuscht, denn Besucher des Blumenmarkts können das Gegenteil berichten. Aus diesem Grund überreichten sie dem Wettsieger auf dem Geburtstagsfest den flüssigen Wett-Einsatz./
„Einzelne Steine, die sich stützen“
HERTEN. „Die menschliche Gesellschaft gleicht einem Gewölbe, das zusammenstürzen würde, wenn sich nicht die einzelnen Steine gegenseitig stützen würden.“ Mit diesen Worten des römischen Philosophen Seneca eröffnete Bürgermeister Dr. Uli Paetzel die diesjährige Verleihung des Hertener Bürgerpreises. Bereits zum neunten Mal wurden Bürgerinnen und Bürger ausgezeichnet, die durch besonderes Engagement – zum Teil über viele Jahre hinweg – einen Beitrag zu sozialem Zusammenhalt und damit zu einer höheren Lebensqualität geleistet haben. „Mein Dank geht dabei nicht nur an die Preisträgerinnen und Preisträger, sondern auch an deren Familien, die das Engagement nicht nur dulden, sondern auch aktiv unterstützen“, betonte der Bürgermeister. „Ganz besonders freut mich, dass wir in diesem Jahr auch viele junge Menschen ehren können“, so Uli Paetzel weiter. Das stimme ihn zuversichtlich, denn auch in Zukunft solle die Kultur des Mitmachens gelebt und gefördert werden. Die Preisträger: In der Kategorie Umwelt/Umweltschutz erhielten Beate Hölzemann und die Kindergruppe des NABU Herten die begehrte Auszeichnung, denn die Jury war überzeugt, dass durch frühzeitige, erlebnisorientierte Erfahrungen mit der Natur Kinder sensibilisiert werden. „Hertens Mr. Judo“, Egon Bergmann, wurde in der Kategorie Sport für sein jahrzehntelanges Engagement sowohl im Leistungs- als auch im Breitensport geehrt. Der Bürgerpreis in der Kategorie Soziales ging an die Mit-Initiatorin und langjährige Vorsitzende der Hertener Bürgerstiftung, Dr. Elisabeth Nilkens. Die Stiftung hat es sich zum Ziel gesetzt, selbst bürgerschaftliches Engagement anzustoßen und zu fördern. Insbesondere Hertener Kinder und Jugendliche werden in verschiedenen Projekten unterstützt und erlernen wichtige Qualifikationen, um ihre Lebens-, Ausbildungs- und Berufsperspektiven zu verbessern. Eine ganz junge Preisträgerin gab es in der Kategorie Zivilcourage zu verzeichnen. Die erst 12-jährige Danara Tobys, Schülerin der Rosa-Parks-Gesamtschule, hatte sich schützend vor eine Klassenkameradin gestellt, die über einen längeren Zeitraum von den Mitschülern gemobbt wurde. Die betroffene Schülerin litt bereits unter psychosomatischen Beschwerden und hatte Angst, zur Schule zu gehen. In der Kategorie Kultur wurde ein Hertener „Urgestein“ geehrt: Ruth Heine. Bereits seit vielen Jahren prägt sie die Hertener Kultur- und Bildungsszene mit und spart dabei auch nicht an Kritik.
„Ich habe ein großes Paar Schuhe vor mir“
HERTEN. „Ich habe ein großes Paar Schuhe vor mir, das ich ausfüllen muss“, lacht Ralf Terpoorten. Der neue Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung und Wirtschaftsförderung ist Nachfolger von Wolfgang Seidel und will sich wie dieser intensiv den Zukunftsthemen Stadtumbau, Strukturwandel und Demografie widmen. „Es wartet eine Fülle an spannenden Aufgaben auf mich – viele Projekte, die mein Vorgänger noch eingestielt hatte, aber auch zahlreiche neue Herausforderungen.“ Ähnlich wie Wolfgang Seidel sieht auch Ralf Terpoorten seine persönlichen Vorlieben im kreativ-gestalterischen Bereich. Besonders wichtig ist für ihn, möglichst viele Akteure in diese Gestaltungsprozesse einzubeziehen. Der 47-jährige Familienvater (zwei Söhne, eine Stieftochter) lebt seit acht Jahren in Recklinghausen und beobachtet die Entwicklungen in Herten schon lange. Beruflich hatte es Terpoorten nach Neukirchen-Vluyn verschlagen, doch trotz der Entfernung gab es viele fachliche Überschneidungen. Auch Neukirchen-Vluyn ist ein ehemaliger Bergwerksstandort, der sich den Herausforderungen des Strukturwandels stellen muss. Ralf Terpoorten war dort neben dem Bereich Stadtplanung unter anderem auch für die Bereiche Hochbau, Bauordnung und Denkmalschutz verantwortlich. Seit Mitte Mai ist Ralf Terpoorten nun in Herten tätig und hat sich nach eigener Aussage bereits gut eingelebt: „Es gibt noch einige Themenfelder, in die ich mich einarbeiten muss. Aber ich bekomme von vielen Seiten – insbesondere von meinen Mitarbeitern – große Unterstützung. Ich freue mich auf meine neuen Aufgaben in Herten und besonders auf gute Zusammenarbeit mit den Bürgerinnen und Bürgern.“/
Wasserflöhe feiern WM-Auftakt
HERTEN. Am heutigen Samstag, den 12. Juni, meldet sich der Wasserflöhe-Kinderclub aus dem Urlaub zurück. Zum Auftakt der Fußball-WM steht das Turnier auch im Mittelpunkt der großen Poolparty. Ab 10.30 Uhr dreht sich im Copa-Hallenbad alles um die Weltmeisterschaft in Südafrika: Beim großen WM-Quiz können fußballbegeisterte Wasserflöhe ihr Wissen testen. Außerdem können sie sich ein eigenes Deutschland-Klebe-Tattoo malen. Natürlich fehlt auch die passende Musik nicht: Am Nichtschwimmerbecken spielt Kinderclub-Leiterin Karin Rokahr die Hits zur Fußball-Weltmeisterschaft. Das Nichtschwimmerbecken selbst ist zur Poolparty nicht nur mit Wasser gefüllt: Jede Menge buntes Wasserspielzeug lädt zum Toben im kühlen Nass ein. Außerdem können sich die kleinen Gäste auf viele kleine Überraschungen am Beckenrand freuen. Eine Voranmeldung ist nicht erforderlich. Das Angebot ist im normalen Eintrittspreis enthalten.
Graffiti mit dem Pinsel
HERTEN. Stolz präsentiert Justin Petzold ein kleines Papp-Modell der Trafostation an der Willy-Brandt-Schule. Der 13-Jährige hat es mit farbenfrohen Schriftzügen und dem Wappen der Stadt Herten bemalt. Gemeinsam mit fünf Klassenkameraden überträgt er den Entwurf jetzt auf die Original-Trafostation. Im Rahmen der Local-Heroes-Woche haben die sechs Nachwuchs-Künstler aus der 6c das Malprojekt am Künstlertag „ARTgerecht“ begonnen. Auf die Idee zu der Aktion ist Klassenlehrerin Birgit Mattern gekommen: „Die Trafostation ist häufig mit Graffiti beschmiert worden“, erklärt sie. „Da haben wir uns gedacht: Wenn Grafitti so modern sind, bringen wir doch lieber unsere eigenen Schriftzüge an.“ Zwar arbeiten die Schüler nicht mit Spraydosen, aber Justins Entwurf kommt mit seinen stilisierten Buchstaben in verschiedenen Farben der Sprayerkunst schon sehr nahe. „Ich habe mich im Internet inspirieren lassen“, erklärt der blonde Junge. Der Entwurf ist wie auch die Entwürfe seiner fünf Mitstreiter als freiwillige Hausaufgabe entstanden. Schließlich hat seine Idee die ganze Klasse, die Schulleitung und auch die Copa Ca Backum GmbH überzeugt: Die Trägergesellschaft der Willy-Brandt-Schule hat die Farben und Malerwerkzeuge für das Projekt zur Verfügung gestellt. Sobald das Kunstwerk fertig ist, soll es einen Schutzanstrich bekommen. Der sorgt dann dafür, dass Justins Entwurf die einzige Gestaltung auf der Trafostation bleibt./
Auftritt wie aus 1001 Nacht
HERTEN. Wie in einem Märchen aus 1001 Nacht fühlten sich die Besucher der Copa Oase. Bei der orientalischen Nacht in der Saunawelt bot die Bauchtanzgruppe „Sha’Waza“ ihrem Publikum Choreografien, die vielen tänzerischen Darbietungen des Eurovision Song Contest, der am gleichen Wochenende stattfand, in nichts nachstanden. Runde eins bestritten die Tänzerinnen aus dem Bürgerhaus Süd in klassischen Kostümen. In weit schwingenden Röcken wirbelten sie über ihre „Bühne“ am Tauchbecken, zeigten grazile Arm- und Beinbewegungen und ließen ihre Hüften kreisen. Besonders der Säbeltanz erntete viel Jubel unter den Besuchern der letzten Mitternachtssauna der Saison. Letztere nutzten die Programmpause, um weitere Angebote des Abends zu nutzen: Sie naschten vom Schlemmerbüfett in der Saunagastronomie oder vom Schokobrunnen im Saunagarten, ließen sich bei den Spezialaufgüssen orientalische Düfte um die Nase wehen, genossen in der Wellnesswelt Wohlfühl-Momente wie aus 1001 Nacht oder entspannten einfach im orientalischen Ambiente unter arabischen Baldachins. Dann hatte der zweite Auftritt von „Sha’Waza“ zauberhafte Überraschungen zu bieten. Statt in Röcken kamen die sechs Frauen in schwarzen Hosen mit extraweitem Schlag und transparent schimmernden Tüchern zurück in die Saunawelt. Und statt orientalischer Musik schallte „I like to move it“, der Hit aus dem Kinofilm „Madagascar“, durch die Sauna. Ein Kulturmix, der begeisterte: „Sha’waza - 12 Points“./
Spinning-Marathon im Glashaus
HERTEN/WESTERHOLT. Am 19. Juni wird im Hertener Glashaus an der Hermannstraße viel Schweiß fließen. Das Westerholter Sportstudio „4ever fit“ veranstaltet in der Zeit von 10 bis 14 Uhr einen Spinning-Marathon. Acht bis zehn Mannschaften werden in dieser Zeit versuchen, so viel Kilometer wie möglich auf dem Spinning-Bike zurückzulegen. Die Teams bestehen aus jeweils vier Personen, die sich auf dem Rad abwechseln. Über jeden gefahrenen Kilometer können sich Kinder in Herten und Westerholt freuen. Denn die sportlichen Biker sind nicht aus reinem Spaß unterwegs, sondern spenden für jeden gefahrenen Kilometer einen Euro an einen Kindergarten, der ihnen vor der Veranstaltung zugelost wird. Acht Mannschaften stehen schon fest, zwei werden noch gesucht. Firmen, Vereine oder andere Gruppen, die sich für einen guten Zweck abstrampeln wollen, können sich unter ( (0209/ 35 71 46) an das Sportstudio „4ever fit“ wenden. Die Preisverleihung beim Spenden-Marathons übernimmt Bürgermeister Dr. Uli Paetzel.
Immer der Leitung nach
HERTEN. Wenn Frank Feldmann und Uwe Knepper bei der Arbeit sind, werden die Passanten neugierig. Das liegt auch an ihrem Arbeitsgerät: Ihr „Flammen-Ionisations-Detektor“ (FID) sieht aus wie ein platter Staubsauger. Mit ihm spüren die beiden im Auftrag der Hertener Stadtwerke Leckagen im Gasrohrnetz der Stadt auf. Jedes Jahr begeben sich die Beiden auf ihren Streifzug durch Herten. Dabei gehen sie das komplette Erdgas-Mitteldrucknetz und die Niederdruckrohrleitungen südlich der Westerholter Straße ab. Insgesamt legen sie rund 156 Kilometer zurück. Und das immer schön langsam: So können sie sicher gehen, keine Leckage zu übergehen. Ihr Werkzeug, der FID, spielt dabei die Hauptrolle: Der Sensor saugt die Luft vom Boden ab. Das Prüfgerät, das Uwe Knepper um den Hals trägt, analysiert die Probe dann auf ihren Erdgasgehalt. Selbst bei kleinsten Mengen schlägt das Gerät an. Das funktioniert aber nur bei gutem Wetter. „Wenn es regnet, wird das Gas im Boden gebunden und steigt nicht bis an die Oberfläche“, erklärt Heinz-Georg von Pock, Abteilungsleiter Netze im Bereich Gasnetz bei den Hertener Stadtwerken. Deshalb hoffen Prüfer und Stadtwerke auf viel Sonnenschein in den nächsten Wochen. Insgesamt rund acht Wochen sind Frank Feldmann und Uwe Knepper im Stadtgebiet unterwegs. Gerne informieren sie die Bürger über ihre Arbeit. „Wenn wir sagen, dass wir die Gasleitungen überprüfen, sind die Passanten immer zufrieden“, erklärt Frank Feldmann. Das Thema Sicherheit liegt auch den Hertener Stadtwerken besonders am Herzen: Sie überprüfen jährlich das komplette Mitteldrucknetz sowie eine Hälfte der Niederdruckleitungen, obwohl das fachliche Regelwerk dies nur alle zwei Jahre (Mitteldruck) bzw. vier Jahre (Niederdruck) vorsieht. Eine Vorsorgemaßnahme, die sich auszahlt: In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Leckagen kontinuierlich gesunken. 2009 verbuchten die Prüfer 29 Schäden - fünf Jahre zuvor waren es noch 37. /
„Jungen Helden“ werden geehrt
HERTEN. Der Raum ist voll, kaum ein Sitzplatz mehr frei. Nervöse Vorfreude liegt in der Luft, überall lachende Gesichter. Auf der Bühne tanzt eine afrikanische Gruppe. Vor allem bei denen, die heute den Jugendkulturpreis erhalten sollen, steigt die Spannung. Zum dritten Mal wird er verliehen und stellte die Jury vor schwierige Entscheidungen. Die Wahl der Juroren klingt geradezu verrückt: Tanzende und singende Schuhe, ein Tagebuch - geschrieben von einem Schulgebäude, Cheerleader im Rollstuhl, ein Trickfilm-Märchen, ein „wandernder“ Spendenhut und eine Vernissage der besonderen Art. Im Kulturhauptstadtjahr haben sich die Teilnehmer besonders kreative Projekte einfallen lassen. Ob musikalisch, sportlich, künstlerisch oder sozial - gefeiert wird, wer sich aktiv in seiner Freizeit engagiert. „All diejenigen, die heute geehrt werden, stehen im Mittelpunkt Europas“, begrüßt Bürgermeister Dr. Uli Paetzel die jungen Helden. Diese werden von den Moderatoren Lisa Eißing und Samir Gani durch den Abend geführt - oder wohl eher gesungen. Mit Songs wie „Ich bau' eine Stadt für dich“ begeistern sie zwischen den Moderationen stimmgewaltig ihr Publikum. Neben den übrigen Siegern gibt es auch dieses Jahr einen Sonderpreis. „Die Christy-Brown-Schule ist unterwegs zu immer neuen Projekten und Ideen - das geht nicht ohne sich zu bewegen. Sie probiert aus und experimentiert, fordert und fördert die Schülerinnen und Schüler mit ihren individuellen Schwierigkeiten und Bedürfnissen“, kündigt Uli Paetzel die Ehrenpreisträger an. Stellvertretend für alle Schüler sind die „CBS angels“ da und tanzen mit blauen und roten Pompons die Bühne in Grund und Boden. Laudatorin Freia Lukat hingegen sorgt für einen emotionalen Moment: „Die nächste Gruppe hat etwas geschafft, was sonst kaum möglich ist: Sie haben einen Hertener Mann zum Weinen gebracht.“ Sie meint damit eine Mädchen-Gruppe, die ihren Projektleiter Stefan Promnik mit persönlichen Fotos ihrer Schule besonders beeindruckte. Initiatorin und Jurorin Sabine Weißenberg ist begeistert vom großen Engagement der Kinder und Jugendlichen: „Es gab so viele tolle Bewerber und Projekte. Ich bin gespannt wie das im nächsten Jahr überboten werden soll.“ Folgende Projekte wurden 2010 geehrt: Musical-Projekt „Schuh-sical“ der Rosa-Parks-Schule, Trickfilm-Workshop „Neo Rapunzel“ der CreativWerkstatt, Ausstellung „Heima(r)t“ des St. Antonius-Hauses, Foto AG „youth_international“ des Gymnasiums, Kettenkollekte des Jugendparlaments und der Hermann-Schäfers-Stiftung und das Theaterprojekt „Shakespeare“ und Cheerleadergruppe „cbs angels“ der Christy-Brown-Schule./
Kreative Ideen für den Hertener Süden
HERTEN-SÜD. Die Stadt sucht kreative Unternehmensgründer und innovative Ideen - und hat sie womöglich gefunden. Im dritten Gründerwettbewerb des Nutzungsmanagements Herten-Süd wurden der Jury nun zehn Vorschläge unter dem Motto „Arbeiten & Wohnen“ unterbreitet. Ziel des Wettbewerbs: Qualität und Quantität von Unternehmensgründungen entlang der Ewald- und der Herner Straße steigern. Die eingegangenen Konzepte werden zurzeit weiterentwickelt und geprüft. Die ausgewählten Gründer werden dann bei ihren ersten Schritten in die Selbstständigkeit begleitet. Ingenieure, Wirtschaftinformatiker und Wirtschaftwissenschaftler, die meisten Absolventen regionaler Hochschulen, haben in diesem Jahr ihre Vorschläge eingereicht. Ihre Ideen, von Applikationsentwicklungen, Beratung zum Softwareeinsatz bis hin zu ganzheitlichen Controllingkonzepten, erarbeiten sie zurzeit - mit Unterstützung des Nutzungsmanagements - in Businessplänen. Sogar ein Student hat sich beworben: Er bearbeitet das Thema Versicherungspolicen und wie ein Risikocheck für Immobilien als Grundlage für solche dienen kann. Auch der Vorschlag für ein kleines Gesundheitszentrum an der Ewaldstraße ist dabei. Hier sollen manuelle Therapien angeboten werden. Insbesondere die Methoden der asiatischen Medizin stehen im Mittelpunkt. Die Idee eines Cafés hingegen kombiniert Kaffee und Kunst. Ein junger Hotelfachmann aus Gelsenkirchen feilt zurzeit mit seiner Frau an dieser Idee. Aber auch für die Künstlerszene in Süd gibt es noch mehr Unterstützung. Im Gründungskonzept für einen Künstlermarkt soll zeitgenössische Kunst auf Märkten und Plätzen präsentiert und vermarktet werden - zunächst in fünf Städten der Region. Und sogar überregional hat der Wettbewerb in diesem Jahr Interesse geweckt: Ein Unternehmer aus der Pfalz hat in Herten bereits einen neuen Standort gefunden und wird sich in den kommenden Monaten mit seiner Firma um den Rückbau von Gebäuden kümmern.
Neuer Vorstand
Die Selbsthilfe Gruppe Blaues Kreuz hat einen neuen Vorstand gewählt. Dabei wurde der Vorsitzende Manfred Stark in seinem Amt bestätigt, auch der Kassenprüfer Wolfgang Kunze wird sein Amt weiter ausüben. Zum Gruppensprecher wurde Vitus Küsters gewählt. Schriftführer der Blaureuzler ist der Hertener Thomas Bardohl. Beraterin der Gruppe ist weiterhin Birgit Pauls-Stelzer./
„Nun geht es in die Höhe“
HERTEN. Die Freiwillige Feuerwehr Herten bekommt ein neues Gerätehaus, dafür musste das alte Gebäude weichen. Nachdem die Entkernungs- und Abrissarbeiten problemlos beendet wurden, beginnt nun der Aufbau des neuen Gebäudes. Ein Baustellenschild informiert ab sofort über Planung und Bauträger. Nach den Erdarbeiten geht es mit dem Verlegen der Leitungen weiter, erläutert Architektin Katja Büttner. Es folgt das Fundament, „danach geht der Bau in die Höhe.“ Die Baustelle ist mit einem hohen Zaun gesichert. Alle Verkehrsumleitungen sind bereits aufgehoben und die Fußgängerampel abgebaut. Trotzdem rät Beate Kleibrink vom Verein „Kinderfreunde Herten“, mit den Kindern der Grundschule am Wilhelmsplatz auf jeden Fall die einstudierte und besprochene Umleitung auch weiterhin zu nutzen. Obwohl die Schüler die Straße am besten komplett meiden sollten, stellt die Baufirma einen Mitarbeiter bereit, der vor eventuell anfahrenden Baustellenfahrzeugen warnt. Auch Theo Schiffmann, Leiter der Feuerwache, ist zufrieden. Der auf der Grünfläche gegenüber der Baustelle eingerichtete Parkplatz wird von den Feuerwehrleuten dankbar angenommen. Peter Kremer, Leiter des ZBH, weist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf hin, dass die geschotterte Fläche nur für die Feuerwehr vorgesehen ist. Sie dürfe nicht als Anwohner-Parkplatz genutzt werden. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel freut sich, dass der Einsatz der Freiwilligen Feuerwehr nun auch durch ein modernes Gerätehaus honoriert und unterstützt wird. Im neuen Feuerwehrgerätehaus soll nach Fertigstellung, eine Fahrzeughalle mit fünf Stellplätzen, sowie Umkleide-, Schulungs- und Büroräume eingerichtet werden. Der Löschzug feiert in diesem Jahr sein 125-jähriges Bestehen. Auch ohne Gerätehaus ist eine Feier geplant. Die findet am Samstag, den 18. September auf dem Ewald-Gelände statt./
Jubel bei der Putztag-Preisübergabe
HERTEN. Im Rahmen des diesjährigen Herten-Putztages hatten die Kinder der Martinischule in Westerholt ihren Schulhof und das Gelände rund um die Schule im Visier: Sie sammelten den Müll auf, der achtlos auf den Boden geworfen wurde. Die Klasse 3a wurde nun von Bürgermeister Dr. Uli Paetzel für ihren Einsatz belohnt. Die Klasse gehört zu den drei Gewinnerklassen des Putztages und belegte den ersten Platz. Der Gewinn - ein Besuch im Freizeitbad Copa Ca Backum - wurde unter lautem Jubel entgegengenommen. Zudem gab es noch für jedes Kind Geschenke vom ZBH und von den Hertener Stadtwerken. Neben der Klasse 3a der Martinischule dürfen sich auch die Schüler der Klasse 6c der Martin-Luther-Schule und die Klasse 3b der Goetheschule über einen Besuch im Copa Ca Backum freuen. /
„Hawaii auf der Haut“
HERTEN. „Hawaii auf der Haut“ ganz ohne Urlaubsreise, das sollen die Besucher der Copa Oase in den Monaten Juni und Juli erleben können. Dieses spezielle Angebot ist Erholung pur für die Haut, verspricht das Team der Wellnesswelt im Copa Ca Backum. Rund 90 Minuten Zeit muss für die Behandlung eingeplant werden. Sie startet mit einer gründlichen Hautdiagnose. Auf deren Basis werden dann Pflegetipps für zu Hause ausgearbeitet. Anschließend kann die Haut bei einem Enzympeeling neue Frische tanken. Eine straffende, feuchtigkeitsspendende Massage sowie eine Pflegepackung mit Rotalgen runden das Urlaubsprogramm für die Haut ab. Besonderer Clou bei dem „Hawaii auf der Haut“-Programm: Die Behandlung beinhaltet sowohl die klassische Massage als auch die Stempel-Massagetechnik mit Meerwasserperlen. Weitere Infos unter der Telefonnummer (02366) 30 73 25/
Bürger können Straßenschäden melden
HERTEN. Der harte Winter hat den Straßen in der Stadt kräftig zugesetzt. Durch gefrorenes Wasser im Asphalt klaffen nun vielerorts Löcher und Risse in den Straßendecken. Damit die Mitarbeiter des städtischen Tiefbaus die Ausbesserung der Schlaglöcher und anderer Straßenmängel schnell angehen können, haben Bürger nun die Möglichkeit, per Online-Formular Schäden an städtischen Verkehrsflächen zu melden. Unter www.herten.de, Bereich Tiefbau, findet man das neue Formular für Schadensmeldungen. Auch auf der Startseite wird das neue Formular in den nächsten Wochen zu finden sein. Mit wenigen Klicks können Bürger vorgefundene Schäden an öffentlichen Verkehrsflächen an die Stadtverwaltung melden. Im Onlineformular muss der Nutzer neben der Lage auch die Art des Schadens beschreiben. Ob Schlagloch, Absackung, Riss oder wackelnder Gullydeckel - eine Liste mit verschiedenen Auswahlmöglichkeiten hilft weiter. Nach einer Benachrichtigung per E-Mail rücken die Mitarbeiter des Tiefbaus aus und sehen vor Ort, wie sich der Schaden beheben lässt. „Natürlich haben einige Schäden höhere Priorität“, erläutert Tiefbau-Chefin Carola Heitkemper. Man sei bemüht, jeden Schaden schnellstmöglich zu beseitigen. „Wir sind auf die Unterstützung der Bürger angewiesen“, weiß die Ingenieurin. „Die Straßenbegehungen durch unsere Mitarbeiter sind sehr zeitaufwändig, daher sind wir für Hinweise auf Schäden dankbar.“/
Fachtagung über neue Energiequelle
HERTEN. Rund 1.200 Teilnehmer aus der ganzen Welt haben die 18. Weltwasserstoffkonferenz in Essen besucht. Zusammen mit der gleichzeitig stattfindenden Ausstellung und den Publikumsveranstaltungen in verschiedenen umliegenden Städten waren mehr als 2.000 Gäste im Ruhrgebiet unterwegs. Für die Ruhr-Region gab es im Zuge der Konferenz eine gute Nachricht: Nach Berlin und Hamburg ist jetzt auch Nordrhein-Westfalen Mitglied in der so genannte „Clean-Energy-Partnership“. Dies bedeutet, dass aus dem nationalen Investitionsprogramm der Bundesregierung der Einsatz von Brennstoffzellenfahrzeugen und der Bau von Tankstellen in NRW gefördert wird. Damit werden wie in Berlin und Hamburg schon in den nächsten Jahren auch im Ruhrgebiet Brennstoffzellenbusse und PKW im Alltagsverkehr mitfahren. Das h2-netzwerk-ruhr habe im Rahmen der Konferenz die Chance wahrgenommen, die Region und ihre Kompetenz in der Brennstoffzellen- und Wasserstofftechnologie darzustellen, waren sich die Verantwortlichen des Netzwerkes in ihrem Resümee einig. h2-netzwerk-ruhr-Vorsitzender Volker Lindner sowie der stellvertretende Vorsitzende Dr. Emanuel Grün waren mit eigenen Vorträgen im Programm der Konferenz vertreten. „Dabei hat sich bestätigt“, so Volker Lindner, „dass das Ruhrgebiet aufgrund zahlreicher Projekte, mit denen Wasserstoff regenerativ hergestellt wird, eine auch international herausragende Stellung besitzt.“ Am letzten Konferenztag besuchten zahlreiche Konferenzteilnehmer die Standorte in der Region: Das Zentrum für Brennstoffzellentechnologie in Duisburg (ZBT), die Kläranlage in Bottrop, die Wasserstoff aus Klärgas produziert, sowie das Wasserstoffkompetenzzentrum in Herten./
Bauzeit verkürzt
HERTEN. Um die Dauer der Baustelle Kaiserstraße / Feldstraße um circa zwei Wochen zu verkürzen, wird der Ablauf leicht verändert. Während die Arbeiten in der Schützenstraße weitgehend beendet sind, ist Anfang der Woche in der Feldstraße schon das nächste Baustellenfeld eingerichtet worden. So können die Arbeiter direkt von der Schützenstraße zur Feldstraße wechseln und dort parallel weiterarbeiten. Für diese Phase sind zunächst vier Wochen eingeplant. Während die Restarbeiten in der Schützenstraße ausgeführt werden, wird gleichzeitig die Grube in der Feldstraße ausgehoben. Von dort aus wird der Kanal unterirdisch zu der Anschlussstelle in der Mittelinsel der Kaiserstraße vorgepresst. Dadurch fallen auf der westlichen Feldstraße die Fahrspuren geradeaus in Richtung Schützenstraße und die Rechtsabbiegerspur stadteinwärts weg. Dieser Platz wird für das Baufeld benötigt. Somit verbleibt für den Verkehr in Richtung Innenstadt nur eine Fahrspur: Aus dem Rechtsabbieger, der sonst in Richtung Disteln führt, wird eine einspurige Fahrbahn in alle drei Richtungen. Eine Einfahrt in die Feldstraße ist, wie bislang auch, einspurig möglich. Auch die Fußgänger können den westlichen Gehweg nicht mehr nutzen und sollten bereits auf der Kreuzung Gartenstraße/Feldstraße auf die andere Gehwegseite wechseln. Alle Umleitungen, die bisher eingerichtet waren, bleiben weiterhin bestehen.
„Wettergott spielte nicht mit“
HERTEN. Nieselregen, dunkle Wolken, Matsch: „Der Wettergott hat uns in diesem Jahr im Stich gelassen“, klagt Stadtbildpfleger Egon Walberg. Deshalb hat die Stadt beschlossen, die Anmeldefrist zum Vorgartenwettbewerb bis Freitag, den 4. Juni, zu verlängern. Aufgrund des schlechten Wetters hatten die Hobbygärtner erst in den vergangenen Tagen die Gelegenheit, den Vorgarten so richtig auf Vordermann zu bringen. Vorgartenwettbewerbe wurden in Herten Stadt bereits von 1974 bis 1994 durchgeführt. Im letzten Jahr gab es eine Neuauflage. Uli Paetzel begrüßte die Sieger des Wettbewerbs und überreichte die Auszeichnungen. Doch es gibt nicht nur „Lob und Ehre“, auch Geldprämien winken den preisgekrönten Gartengestaltern. Die Gärten aller Bewerber werden nach den ausgewiesenen Bewertungskriterien durch eine Jury benotet. Die Prämierung der Gewinner erfolgt im Herbst 2010. Teilnahmeunterlagen liegen in der Eingangsinformation des Rathauses Herten und in der Bezirksverwaltungsstelle Westerholt während der Öffnungszeiten aus. Außerdem besteht die Möglichkeit, das Formular im Internet unter www.herten.de, Stichwortsuche „Sauberkeit“ herunterzuladen./
Arbeiten haben begonnen
DISTELN. Die vorbereitenden Arbeiten für den Neubau der Sporthalle in Disteln haben in dieser Woche begonnen. Zur Zeit werden der Tartanbelag und der darunter liegende Asphalt im Baubereich entfernt. Routinemäßig wird auch der Kampfmittelbeseitigungsdienst - wie bei größeren Bauvorhaben üblich - das Gelände absuchen. Anhaltspunkte für einen Blindgängerverdacht gibt es aber nach derzeitigem Kenntnisstand nicht.
Mehr Fachwissen in der Kinderbetreuung
HERTEN. Elf Tagesmütter und ein -vater haben in ihrer Freizeit die Schulbank gedrückt. Nach 130 Unterrichtsstunden können sie jetzt noch stärker auf die Bedürfnisse ihrer Schützlinge eingehen. In der Aufbauqualifizierung wurde den Tagespflegenden grundlegendes Wissen in den Aufgabenschwerpunkten „Förderung von Kindern“, „Kooperation und Kommunikation zwischen Tagesmutter und Eltern“ und „Arbeitsbedingungen der Tagesmutter“ vermittelt. „Ich freue mich sehr, dass wir in Herten so engagierte Menschen in der Kindertagespflege haben. Dank ihnen können wir eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung anbieten - das entlastet die Eltern, denn sie wissen, dass Sie ihr Kind in gute Hände geben“, sagte Bürgermeister Dr. Uli Paetzel bei der Übergabe der Zertifikate. Der Kurs wurde durch die Volkshochschule Herten in Kooperation mit der Vermittlungsstelle der Kindertagespflege der Stadt Herten initiiert und nun schon zum dritten Mal durchgeführt. Die Kursleiterin Christine Adam-Blume unterrichtet nach dem Lehrplan des Deutschen Jugendinstitutes. Der Lernstoff orientieren sich hier an typischen Alltagssituationen in der Kindertagespflege./
Herten liest laut vor!
HERTEN. Im Treppenhaus, im Eiscafé, bei den Bronzeschweinen, auf der Zeche und auf dem Marktplatz - am Dienstag, den 1. Juni, wird in Herten im Rahmen der Local Heroes-Woche überall gelesen. Beim Hertener Lesemarathon lesen Gruppen, Vereine und auch Einzelpersonen von morgens bis abends viele verschiedene Geschichten vor. Wer wann wo was vorträgt, finden Interessierte in einem Übersichtsplan, der in allen öffentlichen Stellen und Einrichtungen der Stadt ausliegt. Von Märchen über religiöse Texte bis hin zu Ruhrgebiets-Büchern: An mehr als 30 Orten im Stadtgebiet sollte für jeden Hörer etwas dabei sein. Gemeinsam mit dem städtischen Kulturbüro hat der Förderverein der Stadtbibliothek einen Wegweiser erstellt. Der grüne Plan beinhaltet alle Vorleseorte in der Stadt, samt Vorlesern, Geschichten und Veranstaltern. Besonders praktisch: alle Leseorte sind als nummerierte Punkte auf einem Stadtplan abgebildet. „Wir hoffen, dass viele Menschen sich mit dem Übersichtsplan ihre ganz persönliche Hörmarathonstrecke legen können“, erklären Bettina Hahn vom Kulturbüro der Stadt Herten und Ruth Heine, Mitglied des Förderverein Stadtbibliothek.
Schachtzeichen
Wenn sie im Laufe der Woche aufgrund der widrigen Wetterverhältnisse auch mehrfach wieder eingeholt wurden, am Eröffnungstag standen die Schachtzeichen im ganzen Ruhrgebiet über den ehemaligen Zechen. In Herten waren die gelben Helium-Ballons an vier Stellen zu sehen, unter anderem am Zukunftsstandort Ewald (Foto). Wer sich nicht scheute, die Aussichtsplattform auf der Halde Hoheward zu besteigen, hatte einen guten Überblick und konnte eine Vielzahl von Schachtzeichen in der Region entdecken. Die Aktion läuft noch bis Sonntag, den 30. Mai. Am heutigen Samstag werden aus den Schachtzeichen noch einmal „Leuchtzeichen“, bei Einbruch der Dunkelheit werden die Ballons von innen beleuchtet./
Mit dem KunstPlan auf kreative Reise gehen
HERTEN. Eine Kunstreise durch die eigene Stadt machen - dazu haben Hertener Bürger in der Local Heroes-Woche am Montag, den 31. Mai, die Chance. Am „Tag der offenen Ateliers“ zeigen Künstlergemeinschaften, Schulen, Vereine, Institutionen und private Ateliers ihre Arbeiten. Eine Übersicht über Künstler und Orte finden Interessierte im „KunstPlan Herten“. Die Broschüre ist ab sofort in allen öffentlichen Einrichtungen erhältlich. Mit diesem Kulturführer stellt das städtische Kulturbüro kreative Personen und Gruppen aus Herten vor. Über den Tag des offenen Ateliers hinaus soll der KunstPlan als ganzjähriger Wegweiser zu Hertener Künstlern, Ausstellungsorten und Kreativräumen dienen. Auch die örtlichen Schulen präsentieren am Montag ihre künstlerische Seite. Die Theodor-Heuss-Schule und die Willy-Brandt-Schule gehen mit vielen verschiedenen Projekten an den Start. Ein eigenes Schüleratelier hat die Rosa-Parks-Schule, es wird nachmittags für Besucher geöffnet. Eins der größten Ateliers finden Kunstfans in der Maschinenhalle Scherlebeck. In der Halle veranstalten Kulturbüro, Initiative „Kunst in der Maschinenhalle“ und Kunstverein artgaffa das „Wohnzimmer der Kulturen“.
Ralph Driever zeigt seine „Erbschaften“
HERTEN. Die Schwarzkaue am Zukunftsstandort Ewald wird ab dem heutigen Samstag (22. Mai) für einige Wochen zu einem Ausstellungsort für Fotografie. Der Bonner Fotograf und promovierte Philosoph Ralph Driever zeigt dort seine großformatigen Farbfotografien, die sich mit den „Erbschaften“ der ehemaligen Zechenstandorte auseinandersetzen. Eröffnet wird die Ausstellung heute um 17 Uhr. Der gebürtige Dortmunder ging mehrere Jahre auf fotografische Entdeckungsreise durch die Industriebrachen des Ruhrgebiets. Den ehemaligen Zechen und Kokereien in Duisburg, Dortmund und Essen galt sein besonderes Interesse. Drievers Fotografien wollen nicht idealisieren. Seine Objekte haben keinen nostalgischen Charakter, sondern stellen das Gesehene offen und gelegentlich auch streitbar zur Diskussion. Die Grenze zwischen Kunst und Realismus ist fließend. In der Schwarzkaue auf Ewald, zwischen den noch greifbaren „Erbschaften“ in Gestalt der alten Kleiderkörbe, erzeugen die farbigen Bilder eine ganz eigene Atmosphäre. Texte aus dem von Ralph Driever kreierten „Industrielexikon“ und eine Videoinstallation sollen ein Stimmungsbild der facettenreichen Entwicklung der Region widerspiegeln. Im Rahmen der Vernissage wird es zudem eine Talkrunde zum Thema „Industrie - Kultur - Erbe“ geben. Peter Liedtke, Initiator des Pixelprojekts Ruhrgebiet und Etta Gerdes, Preisträgerin des Fotoprojekts Emscherzukunft, wollen dabei ihre persönlichen Positionen zu neuen Bildsprachen und dem Selbstverständnis der Fotografie im Ruhrgebiet mit Ralph Driever diskutieren. Die Veranstalter empfehlen allen Besuchern, warme Jacken mitbringen, denn in der Kaue ist es auch bei frühlingshaften Außentemperaturen sehr kühl. Geöffnet ist die Ausstellung bis zum 20. Juni immer dienstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr, auch an Feiertagen und am Pfingstmontag. Der Zugang zu der Ausstellung geht über das Tourismusbüro, Werner-Heisenberg-Straße 12-14. /
Delegation reist ins Erzgebirge
HERTEN. Am 1. September 1990 wurde die innerdeutsche Städtepartnerschaft zwischen Herten und dem sächsischen Schneeberg unterzeichnet. Daher feiern die Städte in diesem Jahr 20-jähriges Jubiläum. Auch bei der „Local Heroes“-Woche wird sich Schneeberg beteiligen. Um die Planung abzustimmen, reisten Bürgermeister Dr. Uli Paetzel, der Leiter des Bürgermeisteramts, Günter Rose, und der Verantwortliche für Städtepartnerschaften, Detlef Fronda, ins Erzgebirge. Bürgermeister Frieder Stimpel und Kämmerin Marei Hilmer begrüßten die Delegation im historischen Rathaus. Nach einem kleinen Rundgang mit Einblick in die Stadthistorie, setzte man sich zum Gespräch zusammen. Fazit: Wenn beim Hertener Kulturfest am Samstag, 5. Juni, „Herten auf Europa trifft“, trägt auch Schneeberg als Partnerstadt seinen Teil dazu bei. Mit einer außergewöhnlichen Modenschau wollen Designer für Aufsehen sorgen. Studentinnen des Studiengangs Gestaltung / Modedesign der Fakultät „Angewandte Kunst Schneeberg“ präsentieren ihre Arbeiten. Auch die Festivitäten rund um das Partnerschaftsjubiläum wurden besprochen. „Natürlich werden wir dieses Jubiläum auch feiern. Viele Hertener sind mit Schneeberg eng verbunden“, so Uli Paetzel.
Pfingsttreffen der Triumph-Oldtimer endet in Herten
An ihrem sonoren Auspuffklang werden sie schon von weitem zu hören sein: Etwa 200 Triumph-Oldtimer treffen am Pfingstmontag nach 11 Uhr auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Scherlebeck an der Scherlebecker Straße ein. Das 69. Deutschland-Treffen des TR-Registers Deutschland wird über Pfingsten im Hotel Maritim in Gelsenkirchen ausgerichtet. Die Abschlussfahrt der kernigen britischen Roadster findet am Pfingstmontag von der Veltins-Arena nach Herten statt, wo die Teams im Rahmen der Veranstaltung „SchachtZeichen“ Halt machen und dann verabschiedet werden. Im Foto: Klaus Koppel und Herbert Werner aus Herten, Annette und Gerhard Böse aus Unna und Ralf Schmidt aus Bochum, Leiter der TR-Gruppe Ruhrgebiet, die das Pfingsttreffen ausrichtet.
Große Ruhrgebiets-Gala
HERTEN. Pünktlich zur Kulturhauptstadt und der Hertener „Local Heroes“-Woche geht in der Stadtbibliothek eine Ruhrgebiets-Gala über die Bühne. Am Dienstag, den 1. Juni, um 19.30 Uhr gibt es eine Revue der schönsten Ruhrgebietstexte, Musik und „Häppchen vonne Ruhr“ im Glashaus. Mit von der Partie sind Autoren des Bottroper Verlags Henselowsky Boschmann, der an diesem Abend eine zweimonatige Verlagsausstellung im Glashaus eröffnet. Gast im Glashaus ist unter anderem Sigi Domke, Langzeit-Schreiber für Herbert Knebel und das „Theater Freudenhaus“ in Essen. Er ist Spezialist für Ruhrgebietskomödien wie „Freunde der italienischen Oper“, „Ronaldo und Julia“ oder die „RuhrRevue“. Auch als Buchautor hat er sich einen Namen gemacht: „Herbert Knebels Affentheater: Knapp vorbei, doch nie daneben“ und „Wie sieht denn die Omma aus?! - Märchen und andere Klassiker nacherzählt fürs Ruhrgebiet“ stammen aus seiner Feder. Gemeinsam mit der Schauspielerin Melanie Arnold bringt Sigi Domke die schönsten Szenen aus „Die Koplecks in: Freunde der italienischen Oper“ auf die Glashaus-Bühne. Die Story spielt 1969 - dem Jahr von Woodstock, der ersten Mondlandung und der Einweihung des so genannte Spaghetti-Knotens im Autobahnnetz von Duisburg. Alles dreht sich um den italienischen Gastarbeiter Rudolfo Zampini, der als Untermieter in die Ruhrgebietsfamilie Kopleck gerät. „Rappzapp“ unterwandert er sie mit seiner mediterranen Lebensart, infiziert sie mit seiner Leidenschaft für die italienische Oper und krempelt das beschauliche Leben gehörig um. Außerdem steht Zepp Oberpichler mit „Gitarrenblut“ auf der Bühne. Er verwickelt das Publikum in eine Geschichte um den Rock`n`Roll und eine verlorene große Liebe in den 80er Jahren im Ruhrgebiet. Das Herz von Will, dem Helden der Geschichte, schreit danach, in einer Band zu sein, auf Tour zu gehen, mit der Gitarre eine Welt aus brettharten Akkorden zu zimmern. Nicht fehlen dürfen Texte des Altmeisters der Ruhrgebietsliteratur. Dafür sorgen Harald Wilde und Werner Boschmann mit „Bleibense Mensch“ - Texte von und über Jürgen von Manger. Karten zum Preis von 18,50 Euro (inkl. Begrüßungscocktail und „Häppchen vonne Ruhr“) gibt es im Glashaus, ( (02366) 303 699, der Buchhandlung Droste in Herten und dem Attatroll Buchladen in Recklinghausen.
Ein Wohnzimmer für Jedermann
HERTEN. Eine Couch aus Polen, Tische aus Italien, Sessel aus Deutschland und Afrika, ein türkisches Teeservice und eine holländische Lampe - so oder so ähnlich könnte es aussehen, das Wohnzimmer der Kulturen. Im Rahmen der „Local Heroes-Woche“ ruft das Kulturbüro Herten gemeinsam mit der Initiative „Kunst in der Maschinenhalle“ und dem Medienkunstverein artgaffa zu einer außergewöhnlichen Aktion auf. Raum geben für Kultur - so lautet das Ziel der Initiatoren. Der Plan: In der Maschinenhalle der Zeche Scherlebeck soll ein großes, multikulturelles Wohnzimmer entstehen - mit allem, was dazu gehört. Wie das funktionieren soll? Hertener Bürgerinnen und Bürger sind gefragt, sollen Einrichtungsgegenstände mitbringen und ein buntes Wohnzimmer gestalten. Ob Möbelstücke, Teppiche, Bilder oder Bücher, das ist dabei völlig egal. Das Team wagt damit ein neues Experiment. „Wir wollen nicht nur einen gemeinsamen Raum gestalten, sondern diesen Raum auch beleben“, erklärt Stefan Promnik von artgaffa. Das heißt, die Abende auf der heimischen Couch dürfen gegen einen lebendigen Abend in der Maschinenhalle getauscht werden. Einige Themenabende sind geplant, unter anderem ein Spiel- und ein Leseabend sowie ein griechischer Abend mit Musik und Tanz. Geöffnet ist das ungewöhnliche Wohnzimmer während der Local Heroes-Woche (31. Mai bis 6 Juni) täglich von 17 bis 22 Uhr. Das Atelier Regenbogen und zwei Schulen bauen dafür im Vorfeld mehrere Räume auf. Die Veranstalter hoffen, dass sich auch viele Bürger beteiligen. Interessierte, die im Vorfeld größere Möbelstücke in die Zeche Scherlebeck bringen wollen, können dies am Montag, den 31. Mai, ab 10 Uhr tun. Nicht nur über die typische Wohnzimmereinrichtung würde sich Stefan Promnik freuen: „Spannend wäre es, wenn Leute alte Tapetenreste mitbringen würden.“ Diese sollen auf Trennwänden tapeziert werden. „Damit könnten wir nicht nur eine Reise durch die Kulturen, sondern gleichzeitig eine Zeitreise gestalten.“ Wer Ideen und Vorschläge für die Gestaltung im multikulturellen Wohnzimmer hat, kann sich bei Stefan Promnik, telefonisch unter (02366) 573 746 oder per E-Mail post@artgaffa.de melden.
„Alles was rollt“
HERTEN. Radfahren macht Spaß, finden die Kinder der „Alles was rollt“-AG von der Christy-Brown-Förderschule. Und das sieht man ihnen auch an, wenn sie mit Kettcars, Fahrrädern oder Dreirädern über den Schulhof sausen. Für ihr Engagement wurden die zwölf Schüler nun gemeinsam zu den Fahrradfahrern des Monats Mai gewählt. Noel und Ann-Kathrin, Lilly und Dennis, Kevin, Florian, Sebastian und Joel, Julien, Mirco, Gilles und Matthias heißen die Radler, denen der Titel vom Projektteam „fahrradfreundliche Stadt Herten“ verliehen wurde. Die AG existiert seit dem letzten Jahr. Nicht alle Kinder können auf dem Fahrrad fahren, aber umweltfreundlich und eigenständig im Straßenverkehr unterwegs zu sein, kann man auch auf dem Dreirad oder Kettcar lernen. Dafür treffen sich die 12- bis 16-Jährigen immer dienstags auf dem Schulhof. Die Leiterinnen der AG, Petra Suthe und Angela Drellmann, geben ihre Begeisterung für das Fahrrad an die Kinder weiter. In erster Linie geht es in der Gruppe um den Spaß an der Bewegung. Dort lernen sie, was man auf der Straße beachten muss, oder wie man über den Zebrastreifen geht. Dafür bauen und malen die Schüler sogar eigene Straßenschilder. Der Zweitälteste der Gruppe, Mirco Böttcher, weiß ganz sicher: „Ich will demnächst immer mit dem Fahrrad aus Westerholt zur Schule fahren. Ausprobiert habe ich es schon.“ „Wir finden toll, wie die Kinder hier gefördert werden. In der bunt bebilderten Bewerbung steht, warum jedes der Kinder Fahrradfahrer des Monats werden sollte. Das hat uns restlos überzeugt“, erinnert sich Lydia Schäfers vom Projektteam „fahrradfreundliche Stadt Herten“. Gemeinsam mit Irja Hönekopp überreichte sie den Kindern eine vom Bürgermeister unterzeichnete Urkunde zum Radfahrer des Monats Mai 2010, ein Multifunktionswerkzeug sowie ein Fahrradreparaturset. Die „Kinderfreunde“ der Stadt Herten belohnten die Aktivitäten mit reflektierenden Arm- und gelben Schlüsselbändern./
Leerungen verschieben
HERTEN. In der Woche nach Pfingsten werden die Abfallbehälter wieder später geleert. Aufgrund des Feiertags verschieben sich die Touren der Müllabfuhr um einen Tag nach hinten. Davon betroffen sind die Biotonnen, Restabfallcontainer, Blaue Tonnen / Container und Gelbe Tonnen / Säcke. Diese Informationen stehen auch im Wertstoffkalender und auf der Internetseite des ZBH unter www.zbh-herten.de. Bei Fragen gibt die Abfallberatung des ZBH Auskunft unter der Telefonnummer (02366) 303 120.
Robert Cornelius im Amt bestätigt
HERTEN. Ende April haben die Hertener Stadtwerke und das Copa Ca Backum einen neuen Betriebsrat gewählt. Rund 82 Prozent der Belegschaft beteiligten sich an der Abstimmung. Insgesamt 187 von 228 Stimmberechtigten fanden den Weg zur Wahlurne. Das höchste Ergebnis erzielte der Betriebsratsvorsitzende Robert Cornelius. Er wurde mit 169 Stimmen wiedergewählt. „Ich danke den Kolleginnen und Kollegen für ihr Vertrauen“, so Cornelius. Er fungiert seit zwölf Jahren als Betriebsratsvorsitzender der Hertener Stadtwerke. Neben dem Vorsitzenden Robert Cornelius gehören dem Betriebsrat der Hertener Stadtwerke folgende Mitglieder an: Klaus Berns, Klaus Däumichen, Sabine Groß, Thomas Knels, Marion Lauer, Miriam Siemer, Sandra Stolten und Herbert Weidemann.
Aller guten Dinge sind drei
HERTEN. Feza und Halil Demir aus Langenbochum hatten Zwillinge erwartet - doch aus zwei Sprösslingen wurden drei. Jetzt ist die kleine Familie zu fünft. Mesut, Eda und Ela heißen die Drillinge, die im August 2007 zur Welt kamen. Bürgermeister Dr. Uli Paetzel übernahm nun nachträglich die Ehrenpatenschaft für die Hertener Kinder. Warum erst jetzt? Die Frage liegt nah, ist aber schnell beantwortet. „Wir wussten gar nicht, dass unser Bürgermeister so etwas macht“, erklärt Halil Demir die Verspätung. Erst die Berichterstattung über die Drillinge aus Herten-Süd (im Januar 2010) habe sie auf die Aktion aufmerksam gemacht. Und da Uli Paetzel seit 2006 Ehrenpatenschaften für Drillinge übernimmt, war dies für ihn Ehrensache. Mit drei Urkunden und drei Geschenkgutscheinen besuchte er die junge Familie in ihrem neu gebauten Häuschen. Dort wohnen sie zwar erst seit Anfang des Jahres, haben sich aber schon gut eingelebt und gehen regelmäßig mit den Nachbarn und deren Zwillingskindern auf den Spielplatz. Doch so leicht sei es nicht immer gewesen, erinnert sich Arzthelferin Feza Demir: „Das erste Jahr nach der Geburt war wirklich schwierig. Drei Babys auf einen Schlag! Zum Glück haben uns unsere Eltern unterstützt.“ Und das nach einem ohnehin schwierigen Start: Die Kinder kamen sechs Wochen zu früh zur Welt. „Glücklicherweise sind die Drei jetzt gesund und putzmunter“, freut sich der Vater des jungen Trios. „Heute sind die Kleinen froh, dass sie keinen Mittagsschlaf machen müssen, weil der Bürgermeister uns besucht“, schmunzelt er. Wenn die zwei Schwestern und ihr Bruder nicht gerade in den Kindergarten gehen, üben sie übrigens fleißig zwei Sprachen. „Uns ist es wichtig, dass unsere Kinder gleichermaßen gut Deutsch und Türkisch sprechen“, erzählt Hochfrequenz-Techniker Halil Demir. Einzelne Wörter können sie sich auch schon merken, sogar das Wort 'Bürgermeister', verraten die Eltern./
„Kultur kompakt“
HERTEN. Das Ruhrgebiet ist Kulturhauptstadt Europas! Herten und die 52 anderen Städte im „Pott“ feiern dieses große Ereignis mit zahlreichen Events. Um im Veranstaltungsdschungel nicht den Überblick zu verlieren, veröffentlicht das Kulturbüro Herten jetzt das aktuelle Programmheft mit über hundert Veranstaltungen von Mai bis August. Schwerpunkt in der frisch gedruckten Publikation ist natürlich die „Local Heroes“-Woche in Herten von Sonntag, 30. Mai, bis Samstag, 5. Juni. „Mit so vielen Terminen können sich die Hertener ab sofort ihren Kalender voll schreiben“, scherzt Sylvia Seelert vom Kulturbüro. Kulturelle Highlights im nächsten halben Jahr sind unter anderem das ABBA-Musical von Schülern der Erich-Klausener-Schule oder das WDR-Picknickkonzert im Schlosspark. Weitere Höhepunkte: die Hertener Kabarettnacht, der stadtweite Lesemarathon und der „Day of Song“. Dieser ist im Kulturhauptstadtjahr was ganz besonderes: Im ganzen Ruhrgebiet treffen sich Millionen Menschen auf Straßen und Plätzen, Hallen, Gebäuden und in Parks, um unter anderem das Steigerlied „Glück auf“ zu singen. „Nur mit Hilfe von vielen Hertener Vereinen, Initiativen, Kulturschaffenden und Künstlern konnten wir über hundert Veranstaltungen auf die Beine stellen,“ betont Kulturbüromitarbeiterin Bettina Hahn. Das Heft gibt es ab sofort in allen öffentlichen Einrichtungen. Darüber hinaus informiert der i-Punkt im Glashaus über alle anstehenden Kulturveranstaltungen. Auch Eintrittskarten sind hier erhältlich./
Beratung für Schwerbehinderte
HERTEN. Die nächste Bürgersprechstunde des Kreises Recklinghausen in Schwerbehinderten-Angelegenheiten (ehemals Versorgungsamt) findet am Mittwoch, den 19. Mai, von 9 bis 11.30 Uhr im Zimmer 65 (Erdgeschoss des Hertener Rathauses) statt. Der Kreis Recklinghausen berät in allen Schwerbehinderten-Angelegenheiten: Insbesondere bei der Aufnahme von Anträgen auf Ausstellung eines Schwerbehindertenausweises, bei der Verlängerung von Schwerbehindertenausweisen (die Schwerbehindertenausweise können auch im Bürgerservice, Zi. 40 verlängert werden) und bei der Aufnahme von Widersprüchen wird Hilfestellung gegeben.
Flohmarkt in der FBW
WESTERHOLT. Am Sonntag, den 23. Mai, findet in der FBW (Kuhstraße 49 in Westerholt), wieder ein Secondhandmarkt statt. Hier kann gut erhaltene Ware zu kleinen Preisen erstanden und verkauft werden. Kleidung und Spielzeug, aber auch andere Gebrauchsgegenstände wechseln hier ihren Besitzer. Der Verkauf beginnt um 14 Uhr, ab 13 Uhr können die Verkäufer aufbauen. Wie gewohnt werden auch dieses Mal Kaffee und Kuchen in der Caféthek angeboten. Tischreservierungen werden nur noch für draußen gegen eine Gebühr von 2,50 Euro im Voraus angenommen, da der Flohmarkt im Innenbereich ausgebucht ist. Das Aufstellen von Tischen im Freien ohne vorherige Anmeldung ist nicht mehr möglich.
Wasserspaß zum Wachwerden
HERTEN. Dampf steigt auf über dem Wasser im 50-Meter-Sportbecken. Für einen Tag im Freibad ist es ziemlich kühl. Gerade mal acht Grad Lufttemperatur zeigt das Thermometer um sieben Uhr morgens. Trotzdem haben zur Saisoneröffnung einige hartgesottene Schwimmer den Weg ins Copa Ca Backum gefunden. Mit einem lauten Platscher hat Florian Karwig die Freibad-Saison eröffnet. Der 16-Jährige hat sich noch vor der Schule zu ein paar Bahnen unter freiem Himmel aufgemacht. „Ich war der Erste an der Kasse, und ich war auch der Erste im Wasser“, berichtet er stolz. Als Zweiter und Dritter folgten ihm seine Kumpel Niklas Dosedal (15) und Emin Ismailov (16) ins 24 Grad warme Wasser im Sportbecken. Normalerweise sind auch die drei Jungs lieber bei warmem Wetter im Freibad. „In den Sommerferien und am Wochenende sind wir jeden Tag hier“, erzählt Florian. „Deshalb haben wir uns gedacht: Diesmal sind wir bei der Eröffnung dabei“, ergänzt Emin. Im Gegensatz zu seinen zwei Mitstreitern hat er kein Neopren-Shirt an. Trotzdem wagt er den großen Sprung: Mit einem Satz ist er vom Dreimeterbrett im Springerbecken gelandet. Und da ist das Wasser richtig kalt. Über eine halbe Stunde toben die Jugendlichen ausgelassen durchs Wasser. Dann ist der Freibad-Spaß für den ersten Tag zu Ende: Die Schule beginnt um acht Uhr. Ob sie jetzt jeden Tag vor dem Unterricht vorbei kommen wollen? Nein, das wohl nicht. „Aber am Donnerstag sind wir wieder da“, verspricht Emin mit breitem Lächeln. Die Saisonkarte haben die Schüler schon gekauft. Die Frühschwimmer werden auch in diesem Jahr Regen und kühlen Temperaturen trotzen. Viele von ihnen kommen täglich zum Freiluft-Schwimmen. Das können sie nämlich auch bei schlechtem Wetter: An regnerischen Tagen ist das Freibad Backum für sie von 7 bis 10 Uhr und für die Feierabend-Schwimmer von 18 bis 21 Uhr geöffnet. An Sonnentagen gibt es durchgängigen Badespaß von 7 bis 21 Uhr./
CJD Herten stellt „Wunschtisch“ auf
HERTEN. Beim Frühlingsfest des Christlichen Jugenddorfwerks Herten steht am heutigen Samstag ein ganz besonderer Tisch im Mittelpunkt. Der „Wunschtisch“ bietet Platz für Ideen und Anregungen rund um die Stadt Herten. Bis 18 Uhr sind alle Interessierten eingeladen, sich im Amphitheater auf dem Gelände des CJD (Pestalozzistraße 64) um diesen außergewöhnlichen Tisch zu versammeln. Schirmherr des Frühlingsfestes ist Bürgermeister Dr. Uli Paetzel. Heike Kortenkamp, Organisatorin des Festes, erklärt: „Mit einer Länge von zehn Metern bietet der Tisch viel Platz für unsere Gäste, ihre Wünsche für die Stadt aufzuschreiben.“ Nach dem Fest bekommt einer der zehn Einzeltische einen besonderen Standort: Er wird Uli Paetzel im Rathaus übergeben, der so die Gelegenheit hat, von konkreten Wünschen der Hertener Bürger zu erfahren. Beim Frühlingsfest möchte sich das CJD Herten natürlich aber auch mit seinen Angeboten in der Öffentlichkeit präsentieren. „Es ist uns ein wichtiges Anliegen, zu zeigen, welche Angebote wir jungen Menschen machen können“, erläutert Elisabeth Achhammer, Leiterin des CJD Herten. „Unsere Palette reicht von berufsvorbereitenden Maßnahmen und Ausbildungsmöglichkeiten bis hin zu Jugendhilfeangeboten. In diesem Zusammenhang betreuen wir auch junge Mütter mit ihren Kindern“, so Achhammer weiter. Als Bildungsträger verfügt das CJD Herten über Werkstätten in unterschiedlichen Gewerken und führt berufsvorbereitende Maßnahmen, überbetriebliche Ausbildungen, Integrationskurse sowie Trainingsmaßnahmen durch./
Neuer Wald in Westerholt
WESTERHOLT. An der Heidestraße in Westerholt entsteht ein neues Waldstück: Rund 23.000 Quadratmeter Fläche wurden im Auftrag der Hertener Stadtwerke mit Setzlingen bepflanzt. Die neuen Bäumchen dienen als Ausgleich zur Erschließung der Siedlungsflächen der Stadtwerke, wie zum Beispiel der Freiwiese. In der Nähe der Kreuzung Heidestraße / Marler Straße stehen nun 8.200 kleine Buchenbäumchen. Diese Bezeichnung ist kaum der Rede wert: Gerade mal kniehoch ragen sie bisher aus dem Boden. Sie wachsen im Schatten ihrer großen Artgenossen: Das neue Wäldchen grenzt direkt an den bereits bestehenden Mühlenbusch an der Heidestraße. Damit die Bäume unbeschadet wachsen können, wird die Fläche mit einem Pflanzenschutzzaun umgeben. Er schützt auch die zukünftige Waldrandbepflanzung: die heimischen Gewächse Weißdorn, Hartriegel, Schlehen, Haselnuss und Schneeball vor Verbiss durch Kaninchen und anderes Wild. Rund sechs bis acht Jahre wird dieser Zaun das Waldstück abschirmen. Da die Bäumchen als so genannt „Forstkultur“ unter besonderem Schutz stehen, sind Spaziergänge durch das Wäldchen erst nach Abbau des Zaunes möglich. Das Wiederaufforstungsgebiet ist nicht willkürlich gewählt: Das Buchenwäldchen trägt dazu bei, den Waldbestand im Hertener Norden weiter zu vergrößern.
Gut durch die Krise gekommen
HERTEN: Gut durch die Wirtschaftskrise gekommen ist die Volksbank Ruhr Mitte. „Wir sind zufrieden. Der Bilanzgewinn ist im vergangenen Jahr auf 2,6 Millionen Euro gestiegen“, berichtete Vorstandssprecher Dr. Peter Bottermann bei der Vorlage des Geschäftsberichts im Schloss Berge in GE-Buer. Von dem guten Ergebnis profitieren vor allem die 55.614 Mitglieder des Geldinstituts, denn die Vertreterversammlung hat eine Dividende von 4,5 Prozent auf die Mitgliederguthaben beschlossen. In die Rücklagen fließen 1,4 Millionen Euro. „Wir sind anders als andere Banken“, betonte der dreiköpfige Vorstand und stellt damit heraus, dass die genossenschaftlich orientierte Volksbank anders ist „als jene Finanzkonzerne und Großbanken, die einen wesentlichen Anteil am Entstehen der Finanzkrise in den Jahren 2007 und 2008 gehabt haben“. Der Vorstand unterstrich, dass sich die Volksbank als mittelständisches Unternehmen verstehe und sich nicht aus der Fläche zurückziehen werde. Im vergangenen Geschäftsjahr wurden 190 Millionen Euro neue Kredite zur Verfügung gestellt. Die viel zitierte Kreditklemme sei kein Thema gewesen. Jedes sinnvolle Vorhaben werde unterstützt. Es gebe eher ein Kreditnachfrageproblem, so Dr. Peter Bottermann, der aber überzeugt ist, dass die Nachfrage bei Erholung der Wirtschaft wieder anziehen wird. Bei den Ausleihungen an Firmenkunden konnte mit einem Neukreditvolumen von 76 Mio. Euro der Vorjahreswert von 85 Mio. Euro nicht ganz erreicht werden. Obwohl sich der Wettbewerb wieder verschärft hat, nahm das Einlagengeschäft eine „erfreuliche Entwicklung“. Die Summe der täglich fälligen Gelder nahm um 174,1 Mio. Euro (plus 45,5 Prozent) zu; die Spareinlagen stiegen um 85,5 Mio. Euro (23,2 Prozent) auf 454,8 Mio. Euro. Gut bei den Kunden kam die Meisterschaftsanleihe an, die einen Sonderbonus von zwei Prozent verspricht, wenn der FC Schalke 04 Deutscher Meister wird. Auf den Zuschlag müssen die Kunden freilich noch mindestens ein Jahr warten. Nahezu zum Erliegen kam im ersten Quartal 2009 das Wertpapiergeschäft. „Das habe ich so noch nicht erlebt“, berichtete Vorstandsmitglied Stefan Overwien. Allerdings setzte mit der Aufwärtsentwicklung an der Börse das Geschäft wieder ein. Mit einem betreuten Wertpapiervolumen von 575 Mio. Euro und einem fast gleich gebliebenen Ertrag wurde das Niveau des Vorjahres erreicht. Der Volksbank-Vorstand geht davon aus, dass sich die Wirtschaft leicht positiv entwickeln wird und rechnet daher für 2010 und 2011 mit einem zufriedenstellenden Geschäftsverlauf, „wobei das voraussichtliche Wachstum insbesondere vom Einlagengeschäft bestimmt sein wird“, so Dr. Peter Bottermann.
Zweiter Bauabschnitt an der Steinstraße
WESTERHOLT. Die Umgestaltungsarbeiten in der Westerholter Steinstraße gehen in die nächste Runde. Nachdem im vergangenen Jahr der Baumbestand aufgrund starken Wurzelwuchses entfernt worden war, bereitet der ZBH voraussichtlich ab nächster Woche die Standorte für neue Bäume vor. Im Herbst werden dann zwischen der Fichtestraße und der Körnerstraße zwei Ahorn-Bäume gepflanzt. Dafür legen die Mitarbeiter des ZBH nun neue Baumscheiben für die Pflanzen an. Zwischen der Körnerstraße und der Bahnhofstraße werden keine neuen Bäume gepflanzt. Hier werden die Gehwegplatten ausgebessert, was während der Bauarbeiten zu Behinderungen für Fußgänger und Pkw-Fahrer führen kann.
Fertigstellung Goethestraße verzögert sich
HERTEN. Im Rahmen der Bauarbeiten in der Goethestraße sind bei den Asphaltarbeiten in einem Teilbereich Mängel aufgetreten. Dieser Abschnitt wird durch das Subunternehmen der ausführenden Firma erneut asphaltiert. Ob es auch in anderen Bereichen auf der Goethestraße eventuell zu qualitativen Mängeln kam, wird derzeit von Fachfirmen durch ein spezielles Analyseverfahren geklärt. Die Auswertung durch ein Labor aus Essen dauert voraussichtlich zwei Wochen. In dieser Zeit ruhen die Asphaltarbeiten auf der Goethestraße. Die Fahrbahn wird für den Verkehr jedoch freigegeben.
Zusammen geht mehr
HERTEN. Die Deutschen werden immer älter und die Geburtenrate sinkt. Ein Problem, das sich auf viele Bereiche des Lebens auswirkt. Das Unternehmen Gelsenwasser fördert deshalb auch dieses Jahr wieder das Generationen-Projekt, welches für ein Miteinander von Jung und Alt wirbt. „Zusammen geht mehr“ heißt die Initiative. „Eine wichtige Thematik“, finden die Reporterinnen der Bürgerfunkgruppe GenialVital. Dazu befragen sie zurzeit gemeinsam mit dem städtischen Demografiebüro Bürgerinnen und Bürger. Dabei konzentrieren sie sich auf Gespräche mit Jugendlichen und jungen Familien, sowie Alleinerziehenden. Mit den älteren Generationen unterhielten sich die Reporterinnen bereits letztes Jahr. In 16 Diskussionsrunden waren schon damals Generationenfragen Thema. Das Mit- und Gegeneinander von Jung und Alt, die Situation junger Familien und die Wiederentdeckung der „guten Nachbarschaften“ - all das thematisiert GenialVital in den Gesprächen. „Die Ergebnisse werden in einem demografischen Stadtportrait dokumentiert und fließen in die Stadtentwicklung ein“, erläutert Susanne Barth. Den erfolgreichen Auftakt der Diskussionsreihe gab es beim Familientag auf Hof Wessels. „Die besten Gespräche, die wir bisher hatten“, findet Bärbel Eisert-Iserloh von der Bürgerfunkgruppe. „Die Familien freuen sich, dass sie persönlich angesprochen werden und ihr Anliegen äußern können.“
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