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Ein Drache an der Herzlia-Allee
MARL. Jetzt heißt es sogar Welthandelszentrum Marl – das von chinesischen Investoren geplante Großprojekt an der Herzlia-Allee. So steht es zumindest auf dem Planungspapier des Aachener Architekturbüros IP arch GmbH. Lange war es um das Projekt, das vor drei Jahren vorgestellt worden war, ruhig. Am vergangenen Donnerstagnachmittag stellten die Investoren – als Bauherr firmiert die DS GmbH mit Sitz an der Elbestraße in Marl – die überarbeiteten Pläne für das Handelszentrum, in das an die 200 Firmen aus China einziehen wollen, zunächst der Presse und anschließend den Politikern vor. Die von dem Aachener Büro vorgelegten Pläne sehen jetzt ein parallel zur Herzlia-Allee stehendes Hauptgebäude mit fast 9.500 m² Bürofläche vor; davor befinden sich die Parkplätze und zwei Restaurants, zudem sind links und rechts neben dem Hauptgebäude zwei weitere Gebäude mit etwa 3.900 m² Bürofläche geplant. „Um den kubischen Glaskörper ist ein zick-zack-förmiger massiver Baukörper aus Naturstein gelegt. Er schlängelt sich wie ein Drache um den Büroriegel – und steht als Sinnbild für China“, heißt es in der Erläuterung des Architekturbüros. Bis zum 13. September sollten die chinesischen Investoren den Bauantrag eingereicht haben. Dieser Termin, das wurde bei der Präsentation deutlich, ist natürlich nicht zu halten. So kurzfristig schafft es das Architekturbüro nicht, einen genehmigungsfähigen Antrag einzureichen. Nun liegt es an der Politik zu entscheiden, ob den Bauherren eine weitere Verlängerung zugestanden wird.
Großes Fest zum Jubiläum
MARL. Die Stadt Marl wird im kommenden Jahr 75 Jahre „jung“ und möchte das Stadtjubiläum mit einem attraktiven Programm und einem großen Stadtfest feiern. „Alle Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, die enge Verbundenheit mit der Stadt zu dokumentieren und das Jubiläum mit einem eigenen Beitrag zu bereichern“, so Bürgermeister Werner Arndt. Eine Arbeitsgruppe der Stadtverwaltung hat im Auftrag des Bürgermeisters bereits vielversprechende Ideen für attraktive Veranstaltungen entwickelt. „Dazu gehören ein Tag der Schulen und ein Tag des Sports, vielfältige kulturelle Darbietungen, eine Zaubergala, verschiedene Kinderaktivitäten und natürlich ein großes Stadtfest am 16. und 17. Juli 2011 auf dem Creiler Platz am Rathaus“, freut sich der Bürgermeister schon jetzt auf das große Ereignis. Zahlreiche Einrichtungen, Vereine, Gruppen und Initiativen haben bereits angeboten, ihre Veranstaltungen im Jahr 2011 unter das Motto „75 Jahre Stadt Marl“ zu stellen oder spezielle Veranstaltungen zum Stadtjubiläum anzubieten. Die Stadt Marl zeichnet sich vor allem dadurch aus, dass sehr viele Menschen und Gruppen das städtische Leben mit großem Engagement mit- gestalten und sich als eine große kommunale Familie verstehen. Das möchte die Stadt Marl auch beim Stadtjubiläum gern zum Ausdruck bringen. Bürgermeister Werner Arndt: „Ich würde mich daher sehr freuen, wenn sich möglichst viele Mitglieder unserer kommunalen Familie am Jubiläumsprogramm beteiligen. Dafür unterstützen wir alle Veranstalter gern im Rahmen unseres Marketings sowie im Rahmen unserer städtischen Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.“ Im Rathaus stehen den Bürgern ab sofort die Projektbeauftragten Katharina Niehaus, ( (02365) 99-2782, und Michael Lauche, ( (02365) 99-2207, für weitere Informationen zur Verfügung.
Kühe genießen den Rest des Sommers
Mit dem Almauftrieb der beiden „Burgunder Kühe“ des Künstlers Samuel Buri beginnt seit 16 Jahren traditionell der Frühling in Marl. In diesem Jahr erreichten die beiden Polyester-Kühe ihr Sommerdomizil – die kleine grüne Insel inmitten des Rathaussees – ziemlich verspätet: Erst am vergangenen Samstag begann die Überfahrt zur Insel. Grund für die Verspätung sind die Sanierungsarbeiten am See. So können die beiden Marler Kühe wenigstens noch den Rest des Sommers auf ihrer Wiese verbringen, bevor sie wieder in ihr Winterquartier, den Rathausinnenhof, verfrachtet werden.
Schulmaterialbörse im Pfarrheim St. Georg
MARL. Mütter und Väter von schulpflichtigen Kindern können ein Liedchen davon singen: Der Kauf von Heften, Umschlägen, Zeichenblöcken, Etuis, Tornistern, Farbkästen, Füllern, Filzstiften, Sammelmappen usw. geht ganz schön ins Geld. Viel günstiger geht es bei der Schulmaterialien-Börse in der Gemeinde St. Georg zu, die am heutigen Samstag zum zum zehnten Mal im Pfarrheim am Altmarkt 10 von 9 bis 11 und von 15 bis 17 Uhr stattfindet. Das Angebot richtet sich an Familien, die aus finanziellen Gründen Probleme haben, ihre Kinder für die Schule auszustatten. Die Schulmaterialien-Börse kann sich nur aus eingehenden Sach- und Geldspenden tragen. Auskünfte erhalten Interessierte unter ( (02365)12449 (Kerstin Krüger-Berg) und ( (02365) 14970 (Evelin Vortmann).
Noch eine Woche geöffnet
MARL. Das Guido-Heiland-Bad verlängert die Saison um eine Woche bis zum 11. September. Das große Schwimmbecken ist von 10 bis 15 Uhr geöffnet. Mit der Abwärme des im Freibad installierten Blockheizkraftwerks kann das Wasser im großen Schwimmerbecken jetzt immer noch auf 23 bis 24 Grad erwärmt werden. Weil in den vergangenen zwei Wochen das nicht beheizte Nichtschimmerbecken und das Planschbecken von den Badbesuchern nicht mehr genutzt wurden, gilt die verlängerte Öffnungszeit nur für das beheizte große Becken.
Stadtrundfahrt fällt aus
MARL. Die für den heutigen Samstag vorgesehene Stadtrundfahrt „Architekt(o)ur“ fällt aus. Die nächste Stadtrundfahrt findet erst wieder am Samstag, 2. Oktober, statt. Treffen ist um 13 Uhr am Informationscentrum vor dem Chemiepark. Auf die nächste „Architekt(o)ur“-Stadtrundfahrt können sich Interessierte am Samstag, 13. November, freuen. Anmeldungen sind ab sofort im i-Punkt Marl im Marler Stern möglich, ( (02365)994310.
Besserer Service kommt gut an
MARL. Die neuen Öffnungszeiten des Zentralen Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) kommen bei den Bürgern gut an. Auf dem neuen Standort an der Zechenstraße haben die Besucher freie Fahrt. Dadurch, so Horst Fährmann, Betriebsleiter des ZBH, wurde es möglich, die Betriebs- von den Öffnungszeiten für das Publikum zu trennen und sich nach den Wünschen der Bürger zu richten. Die größte Verbesserung ist sicherlich, dass auch an Samstagen Abfälle angeliefert werden können. „Samstags haben wir von 8.30 bis 13 Uhr geöffnet. Für viele Arbeitnehmer ist dieses Angebot eine große Erleichterung, denn am Wochenende kann man Einkäufe und Abfallentsorgung bequem miteinander verbinden.“ Hinzu kommt, dass auch an bestimmten Wochentagen und zu festgelegten Uhrzeiten Schadstoffe am Wertstoffhof entsorgt werden können. Sowohl die Feststation der AGR als auch die Schadstoffsammlung aus Recklinghausen sind an den Sammelterminen – und nur dann! – auf dem Wertstoffhof präsent. Die Auswertung der Besucherzahlen seit Eröffnung des Wertstoffhofs Anfang Juni hat ergeben, dass die meisten Bürger am Dienstag und Donnerstag kommen. „Donnerstags haben wir die Öffnungszeit bis 18 Uhr beibehalten, dienstags, mittwochs und freitags um eine Stunde auf 17 Uhr verlängert.“ Deutlich weniger Besucher werden an Montagen gezählt. Das war schon auf dem alten Hof so. Aus diesem Grund schließt der Wertstoffhof nun – wie samstags – bereits um 13 Uhr. Dass der Betrieb auf dem neuen Wertstoffhof an allen Wochentagen um 8.30 Uhr beginnt, hat sich schnell herumgesprochen. „Unsere Kunden sind mit dem Dienstleistungsangebot auf dem Wertstoffhof mehr als zufrieden. Das können wir nach den ersten zehn Wochen nicht ohne Stolz sagen“, resümiert Betriebsleiter Horst Fährmann, „die Öffnungszeiten, das Angebot und der Service auf dem Hof bekommen beste Kritiken.“
Frauen üben Flamenco
MARL. Wer schon immer Flamenco-Tänzerinnen faszinierend fand oder sich selbst an diesen Tanzstil heranwagen wollte, sich aber nie getraut hat, ist nun auch beim TSC Schwarz-Silber Marl e.V. gut aufgehoben. Ab sofort bietet der Tanzsportverein in der Damengruppe ab 50 Jahren das Erlernen einer vereinfachten Flamenco-Choreografie an. Dazu Gabie Wesselbaum, die Leiterin der Gruppe: „Die Damen sind mit Feuereifer und Leidenschaft dabei und die ersten kleinen Lernerfolge motivieren natürlich alle. Natürlich würden wir uns sehr darüber freuen, wenn wir noch mehr Interessierte für den Flamenco begeistern könnten.“ Vorkenntnisse sind übrigens nicht erforderlich. Außer guter Laune und Spaß an Musik und Bewegung sind nur ein weiter Rock und leichte, bequeme Schuhe notwendig. Die Gruppe trifft sich montags von 17.45 bis 18.45 Uhr in der Sporthalle des Hans-Böckler-Berufskollegs an der Kampstraße 10 (Parkmöglichkeit auf dem Lehrerparkplatz in der Nähe des ehemaligen Hallenbads). Die erste Schnupperstunde ist selbstverständlich kostenlos, danach beträgt der monatliche Vereinsbeitrag elf Euro. Bei Fragen freut sich Gabie Wesselbaum über einen Anruf: ( 0176/64601739.
Hallenbad öffnet später
MARL. Die Renovierungsarbeiten im Technikbereich des städtischen Hallenbades am Badeweiher sind abgeschlossen. Aufgrund der aufwändigen Arbeiten konnte mit den Vorbereitungen zur Wiedereröffnung allerdings erst verzögert begonnen werden. Folge: Der Schwimmbetrieb kann nicht – wie geplant – mit Beginn der Schulzeit aufgenommen werden. Mit der Wieder-eröffnung wird voraussichtlich am 6. September gerechnet. Nach der Wiedereröffnung steht das Hallenbad dann wieder allen Schwimmern montags und mittwochs von 7 bis 8 Uhr samstags von 9 bis 14 Uhr zur Verfügung.
Senioreninfos im Stadtteil
MARL. Weil Senioren den Weg zu Behörden als manchmal zu beschwerlich empfinden, richtet die Fachgruppe „Altwerden in Marl“ jetzt dezentrale Senioreninfos im Stadtgebiet ein, um Ratsuchenden den Weg zur richtigen Beratungsstelle zu ebnen. In fünf Stadtteilen (Brassert, Drewer, Hüls, Sinsen und Hamm) werden ab Oktober an bekannten Orten, beispielsweise im Hans-Katzer-Haus in Drewer oder im Gemeindezentrum Dreifaltigkeit in Brassert, so genannte Senioreninfos eingerichtet. „Diese Informationszentren bieten älteren Mitbürgern künftig eine bequem erreichbare und vor allem niederschwellige erste Anlaufstelle vor der eigenen Haustür“, erläutert Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka. Besetzt werden diese Stellen von geschulten Ehrenamtlichen aus dem Stadtteil, die zunächst einmal ein offenes Ohr haben und bei speziellen Fragen – z.B. zu den Themen „Schwerbehinderung“ oder „Seniorengerechtes Wohnen“ – den Kontakt zum Fachamt oder zur zuständigen Behörde herstellen. Die Ehrenamtlichen sind keine Experten und sollen diese auch nicht ersetzen. Die Senioreninfos in den fünf Stadtteilen sollen nur ein Anfang sein; weitere Anlaufstellen sind geplant. Dafür werden noch Ehrenamtliche gesucht. Interessierte wenden sich an die städtische Altenhilfekoordinatorin Gudrun Josler, ( (02365) 992409, Mail: gudrun.josler@marl.de. Ein Flyer, der über das Angebot und die Öffnungszeiten der Senioreninfos informiert, liegt in Kürze an vielen öffentlichen Stellen aus.
Asphalt fürs Ruhrgebiet
MARL. Mit beachtlichem Tempo ist in den letzten Wochen auf dem Gelände des Industrieparks Dorsten/Marl die hochmoderne Asphaltmischanlage entstanden, mit der die Deutsche Asphalt GmbH ihre Marktposition im Ruhrgebiet weiter stärken will. Die ersten Erdbewegungs- und Erschließungsmaßnahmen auf dem ca. 35.000 m² großen Grundstück waren im März dieses Jahres erfolgt; Mitte April wurde mit den Fundamentarbeiten begonnen. Laut Plan soll die Anlage, deren Hersteller die Benninghoven GmbH & Co. KG ist, im kommenden Monat die Produktion aufnehmen. Die Bauherrin, die Deutsche Asphalt GmbH, ist eine Tochtergesellschaft der Strabag AG, Köln, und zuständig für die gesamte Asphaltproduktion der Unternehmensgruppe in Deutschland. Insgesamt investiert die Deutsche Asphalt, die mittlerweile der zweitgrößte Asphaltproduzent Deutschlands ist, 7,5 Millionen Euro. Durch die neue Anlage entstehen – die erforderlichen Nebenbetriebe eingerechnet – 36 Dauerarbeitsplätze. Wie das Unternehmen mitteilt, wird die hochmoderne Anlage „höchsten ökologischen und ökonomischen Anforderungen“ gerecht und ist für eine Produktionsleistung von maximal 320 Tonnen pro Stunde ausgelegt. Auftretende Nachfragespitzen können so schnellstmöglich abgefangen und Wartezeiten minimiert werden. „In Zeiten immer knapper werdender Rohstoffe ist eine Rückführung und Wiederverwertung insbesondere von Ausbauasphalt von entscheidender Bedeutung für einen effizienten Produktionsstandort“, so die Deutsche Asphalt. Die Ansiedlung der neuen Anlage sei ein weiteres Beispiel für die erfolgreiche Vermarktung des Industrieparks, hatte Bürgermeister Werner Arndt anlässlich des Baustarts im Frühjahr betont. Über 70 Prozent der Gesamtfläche des Industrieparks sind mittlerweile verkauft, ca. 140 Mio. Euro investiert worden.
Bürgerkonferenz im Rathaus
MARL. Die SPD richtet am Samstag, 4. September, um 10 Uhr die erste Bürgerkonferenz im großen Sitzungssaal des Rathauses aus. „Wichtige Zukunftsfragen brauchen gute und richtige Antworten und deshalb viele, die mitdiskutieren, Vorschläge machen und sich auf eine vielleicht auch anstrengende Suche begeben. Eine zentrale Frage für uns als Marler Bürger ist, wie wir 2020 in unserer Stadt leben wollen. Die Anforderungen an die Zukunftsplanung für unsere Stadt sind vielfältig und stellen uns vor eine große Herausforderung“, heißt es in der Einladung des Stadtverbandsvorsitzenden Michael Groß. Bürgermeister Werner Arndt wird über seine Vorstellungen informieren, und der SPD-Ratsfraktionsvorsitzende Peter Wenzel wird die politischen Aufgaben darstellen und den Bürgern für einen konstruktiven Dialog zur Verfügung stehen.
Kunsthandwerker und Künstler willkommen
MARL. Die Vorbereitungen für das Marler VolksParkFest am Sonntag, 3. Oktober, laufen auf Hochtouren. Kreative Hobbykunsthandwerker, die sich am großen Kunsthandwerkermarkt während des Festes beteiligen möchten, haben jetzt noch die Chance, sich für einen eigenen Stand anzumelden. Auch kulturelle oder sportliche Gruppen und (Hobby-)Künstler, die im Bühnenprogramm auftreten möchten, sind herzlich eingeladen, das Fest mitzugestalten. Zum 19. Mal wird das weit über Marl hinaus bekannte und sehr geschätzte Fest am 3. Oktober mit einem großartigen Programm aufwarten. Zahlreiche Vereine werden an ihren bunten Ständen auf der Vereinsmeile mit attraktiven und ausgefallenen Ideen überraschen, es gibt wieder ein großes Gastronomieangebot und Gaumenfreuden für jeden Geschmack sowie ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm. Für die jüngsten Besucher werden Vereine und Kooperationspartner interessante Spiele und Aktionen vorbereiten, die einen spannenden und spaßigen Nachmittag versprechen. Auch der Kinder-Bus MaKiBu wird mit seiner großen Hüpfburg zum Spielen und Toben einladen. Fester Bestandteil des VolksParkFestes, das in jedem Jahr mehrere tausend Besucher anlockt, ist der bekannte und hochwertige Kunsthandwerkermarkt entlang der Ophoffstraße. Hobby-Kunsthandwerker sowie Hobbykünstlerinnen und -künstler, die an einem der begehrten Stände interessiert sind, können sich bei Erika Hövel oder Marion Hankeln, den Organisatorinnen des Marktes, melden, ( (02365) 84808 oder 918950. Es sind nur noch wenige Standplätze frei. Gruppen und (Hobby-) Künstler, die beim VolksParkFest z. B. mit Tanz-, Gesangs- oder Sportdarbietungen auftreten möchten, können sich noch bis zum 31. August bei der Stadtverwaltung Marl melden (Kontakt: Bürgermeisteramt, ( (02365) 992782 und 992753.
Anke Ronge will „Marke Marl“ etablieren
MARL. Für die Gründung einer StadtMarketing Marl GmbH setzt sich die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Anke Ronge ein. Ein entsprechender Tagesordnungspunkt soll für die nächste Sitzung des Rates beantragt werden. Anke Ronge: „Politik und Verwaltung sind gefordert, gemeinsam mit Akteuren aus Wirtschaft und anderen privaten Akteursgruppen der Gesellschaft – die bereit sind und Interesse zeigen, eine positive Entwicklung unserer Stadt mitzugestalten – die ,Marke Marl‘ zu etablieren und nach vorne zu bringen.“ Die CDU-Vorsitzende sieht die Möglichkeit, „in einer StadtMarketing Marl GmbH die zahlreichen Interessen- und Akteursgruppen zu vereinen, um mit einer Stimme zu sprechen und vereint auch komplexe Projekte zu stemmen“. Die Gesellschaft soll als Koordinierungsstelle bestehende Kernkompetenzen bündeln, als Ideen- und Impulsgeber die Entwicklung, Positionierung und Etablierung der „Marke Marl“ lenken und die bisherige Arbeit weiter professionalisieren. Die GmbH sollte zur Hälfte durch die Stadt Marl und zur anderen Hälfte durch private Gesellschafter (Handel, Industrie, Dienstleister, Verbände und Vereine) getragen werden.
Drei begehrte Führungen
MARL. Aus dem großen Veranstaltungskuchen anlässlich der Ruhr.2010 hat Kunsthistorikerin und insel-Kursleiterin Sigrid Godau für den Herbst wieder drei Rosinen herausgepickt und begehrte Führungen für insel-Teilnehmer gebucht. Das Von der Heydt-Museum in Wuppertal wartet im Kulturhauptstadtjahr nach der spektakulären Monet-Ausstellung mit einen weiteren Leckerbissen auf: Das Haus widmet ab September dem französischen Nachimpressionisten Pierre Bonnard eine mit hochkarätigen Leihgaben bestückte Werkschau. Am Samstag, 25. September, können insel-Teilnehmer mit Sigrid Godau diese Ausstellung besuchen. Über 330.000 Besucher sahen die Ausstellung „Das schönste Museum der Welt“ im neu eröffneten Museum Folkwang in Essen. Für die große Impressionistenschau „Bilder einer Metropole“ im Herbst rechnen die Veranstalter mit einem ähnlichen Andrang. insel-Teilnehmer müssen sich nicht in die lange Schlange vor der Kasse einreihen, sondern können am Samstag, 23. Oktober, direkt mit einer fachkundigen Führung die Ausstellung genießen. Und zum Ausklang des Veranstaltungsmarathons rund um die Ruhr.2010 geht es am 27. November ins neue Ostwall-Museum im umgebauten Dortmunder U. Man darf gespannt sein, was die Architekten aus dem alten Brauereiturm gemacht haben. Weitere Informationen über die Exkursionen finden Interessenten im neuen insel-Programm; auch ein zusätzliches Informationsblatt kann in der insel-VHS angefordert werden. Anmeldungen nimmt die insel-VHS ab sofort unter ( (02365) 994299 bzw. 880777 an.
Im Hellweg wird ab kommenden Montag gebuddelt
POLSUM. Damit das Wasser besser abfließen kann, ist in Polsum eine Kanalbaumaßnahme erforderlich. Betroffen ist der Abschnitt im Hellweg zwischen der Hausnummer 3 und der Aloys-Weddeling-Straße. Die Arbeiten sollen in der kommenden Woche (ab Montag, 23. August) beginnen. Das teilt der Zentrale Betriebshof der Stadtverwaltung Marl (ZBH) mit. Die Einbahnstraßenregelung wird für die Bauzeit aufgehoben. Aufgrund der örtlichen Gegebenheiten erfolgt eine Vollsperrung für den Durchgangsverkehr. Die Fußgänger können im Allgemeinen weiter den Baustellenbereich durchqueren. Die Zufahrtsmöglichkeit zu den Grundstücken und Garagen kann nicht immer gewährleistet werden. Eine Sperrung bis zu vier Arbeitstagen ist möglich. Die betroffenen Anlieger werden darüber von der bauausführenden Firma, H+W-Tiefbau aus Marl, frühzeitig informiert. Die Gesamtmaßnahme soll spätestens Anfang Oktober 2010 abgeschlossen sein. Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich auf circa 90 000 Euro. Die Gesamtmaßnahme umfasst folgende Massen: 70 m Betonrohre mit den Nennweiten DN 400 mm, 260 cbm Bodenaushub bzw. -einbau und 480 qm Fahrbahnerneuerung.
Loemühle ausgezeichnet
„Der Feinschmecker“, Gourmet-Journal mit Sitz in Hamburg, hat das Hotel-Restaurant Loemühle erstmals unter den besten 600 Restaurants Deutschlands aufgeführt. Die Tester vergeben Punkte von „f“ bis „fffff“; als „Starter“ bekam die Loemühle knapp zwei Jahre nach der Neueröffnung „1,5 f“. Darüber sind natürlich Inhaber Peter Berkelmann (r.) und sein Küchenchef Johannes Lensing sehr erfreut. Die moderne, aber fest in der Region verwurzelte Küche kam bei den Testern gut an. Die „Ruhrpott-Lasagne“ aus Kalbsfilet, Apfel, Buchweizenpuffer, Panhas und Malzbier oder der Lammbraten mit Rübenkraut-Lavendel-Sauce mögen als Beispiel dienen.
Bibliothek lockt neue Leser
MARL. Seit Beginn der Sommerferien rührt die insel-Stadtbibliothek mit der Aktion „Lesen ist IN“ kräftig die Werbetrommel, um neue Leser zu gewinnen. Die Aktion bietet jedem neuen Nutzer die Möglichkeit, das gesamte Medienangebot der Einrichtung drei Monate gebührenfrei zu nutzen. Jetzt zeichnen sich die ersten Erfolge ab: Seit Ferienbeginn konnte die Bibliothek bereits mehrere Dutzend neuer Leserinnen und Leser begrüßen. Mehr als 50.000 Romane, Sach- und Fachbücher stehen für die neuen und alten Leseratten zur Auswahl bereit. Zum Angebot der Bibliothek zählen aber auch aktuelle DVDs und Filmklassiker, die in keiner Videothek zu finden und echte Leckerbissen für Cineasten sind, mehrere tausend CDs aus Rock, Pop, Jazz und Klassik sowie viele hundert Hörbücher. Für Schülerinnen und Schüler gibt es ein vielfältiges Angebot an Lern- und Abiturhilfen. WDR-Buchtipps sowie der Spiegel-Bestseller-Service, ca. 50 Zeitschriften und fünf Tageszeitungen runden das attraktive Angebot der Bibliothek ab. Hier ist für jeden etwas dabei! Die Anmeldefrist für die Aktion der kostenlosen, dreimonatigen Bibliotheksbenutzung endet am 28. August um 13 Uhr. Informationen erhalten alle Interessierten während der Öffnungszeiten in der Bibliothek: Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 13 Uhr, ( (02365) 99-4200 oder am Donnerstag von 11 bis 15 Uhr am Info-Stand der Bibliothek im Marler Stern gegenüber von H & M..
Pächter erhielt Kündigung
MARL. Die Sommerparty der Jungen Liberalen am vergangenen Samstag war vorerst die letzte Veranstaltung im Café Schmiede. Die Solidaritätsgemeinschaft arbeitsloser Bürger e.V., Träger des Hauses am Lipper Weg, hat dem Pächter des besonders bei jungen Leuten beliebten Cafés fristlos gekündigt. Wie es heißt, soll der Pächter Mietrückstände im fünfstelligen Bereich haben. Deshalb hatte der Träger bereits im April die fristlose Kündigung ausgesprochen. Für das Café gebe es ernsthafte Interessenten.
Seemannschor bringt Ferienstimmung ins Seniorenheim
„Wenn wir schon nicht selber zum Meer fahren können, dann holen wir uns etwas von dieser Urlaubsatmosphäre ins Haus“, sagte man sich im Julie-Kolb-Seniorenzentrum der Arbeiterwohlfahrt und lud den Seemannschor „Die Knurrhähne“ aus Bochum ein. Der Männerchor begeisterte mit seinen Liedern die alten Leute, die lautstark mitsangen. Chorleiter Matthias Hurraß gab zu den maritimen Volksliedern launige Kommentare ab und band die Zuhörer geschickt in das Thema des jeweiligen Liedes ein. Erst nach mehreren Zugaben durften sich „Die Knurrhähne“ verabschieden. Die Mitglieder des Chors und die Zuhörer waren sich einig: Ein Wiedersehen im nächsten Jahr ist erwünscht./
Hochwertige Klassikreihe in der Scharounschule
MARL. Ab der Spielzeit 2010/11 startet der „Freundeskreis für Musik und Kunst e.V.“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Marl eine neue und hochwertige Klassikreihe in der Aula der denkmalgeschützten Scharounschule. Für die Premiere der „Scharoun-Konzerte“ am Samstag, dem 11. September, haben die Veranstalter das international renommierte Pianistenduo Anna Malikova und Victor Lyadov gewonnen, das „Russische Silhouetten an zwei Flügeln“ präsentieren wird. Bürgermeister Werner Arndt: „Mit der hochwertigen Konzertreihe erweitert der Freundeskreis das Konzertangebot in unserer Stadt und unterstützt unsere Aktivitäten, die Scharounschule zu einem musikalischen und kulturellen Kristallisationspunkt zu machen, der weit in unsere Stadt und in unsere Region hinein strahlt.“ Das Schulgebäude, in dem heute die städtische Musikschule zu Hause ist, wurde nach den Plänen des berühmten Architekten Hans Scharoun gebaut. Es gilt architekturgeschichtlich als ein „Meisterwerk der Moderne“ und soll demnächst saniert werden. Während die Stadt Marl die für ihre besondere Akustik geschätzte Aula der Scharoun-Schule bereit stellt, bringt der „Freundeskreis“ in Person seines künstlerischen Leiter Volker Zwetzschke die musikalische Kompetenz sowie die Erfahrung von über 120 Konzertveranstaltungen in der Gelsenkirchener Wasserburg Lüttinghof und auch im Theater Marl in das „kulturelle Joint venture“ ein. Volker Zwetschke: „Die Scharounschule bietet mit der hervorragenden Akustik und Atmosphäre ihrer Aula und dem großzügig bemessenen Foyer optimale Voraussetzungen für die beeindruckenden Konzerterlebnisse, die wir hier demnächst anbieten werden. Hier können wir all die Besetzungen - vom Duo an zwei Klavieren über das Quartett bis hin zum Kammerorchester - auftreten lassen, für die der Lüttinghof zu klein ist.“ Und Klaus Lauche, Kulturkoordinator der Stadt Marl, fügt hinzu: „Die an die Berliner Symphonie erinnernde Aula ist der geborene Konzertsaal in Marl. Hier wird in Zukunft der Schwerpunkt der musikalischen Aktivitäten in Marl liegen.“ Zur Premiere am Samstag, 11. September, um 20 Uhr, spielen Anna Malikova und Victor Lyadov Suiten für zwei Klaviere von Arenskij, Rachmaninow und Tschaikowskij (u.a. „Der Nussknacker“). Freunde der klassischen Musik sollten sich auch schon den 12. Februar 2011 frei halten. Dann gastiert bei den Scharoun-Konzerten das junge aufstrebende, aus vier Geschwistern bestehende TenHagen-Quartett zusammen mit dem Pianisten Oleg Poliansky. Auf dem Programm stehen dann Streichquartette von Schumann und Wolf sowie das Klavierquintett von Brahms. Eintrittskarten zu 18 Euro (ermäßigt 13 Euro) sind u.a im i-Punkt im Marler Stern, ( (02365) 99 43 10, erhältlich./
Mit Gold ausgezeichnet
MARL. Gold kassierten die Mitarbeiter des Infracor Werkschutzes: Für zehn Jahre ohne Arbeitsunfall mit Ausfalltag gab es den besten Evonik Safety Award, den Dr. Reiner Kohlen im Gepäck hatte. „Ein großartiger Erfolg eines großen Teams, zu dem jeder Einzelne beigetragen hat“, freute sich auch Geschäftsführer Dr. Andreas Bonhoff. Grundsätzlich aber wären Bronze, Silber und Gold kein Anreiz für die Mannschaft: „Es geht doch in erster Linie darum, gesund und unversehrt zu bleiben“, betonte Dr. Bonhoff.
Verein bietet reichlich Stoff fürs Studium
MARL. „Veranstaltungsmanagement als Bürgerschaftliches Engagement im Heimatverein Marl e.V.“ ist der Titel einer Schrift von Barbara Wiethoff-Osemann. Diese Arbeit reichte die Schatzmeisterin des Marler Heimatvereins zum Ende ihres Studiums an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster ein – und schloss damit ihr Studium erfolgreich ab. „Unser Heimatverein freut sich mit Barbara Wiethoff-Osemann über den guten Abschluss ihres Studiums in Münster“, ist der Vorsitzende Hubert Schulte-Kemper stolz auf das engagierte Vorstandsmitglied. „Und besonders freut uns, dass sie sich den Marler Heimatverein als Thema ihrer Arbeit ausgesucht hat.“ Zum zweiten Mal wurden an der Universität Münster Zertifikate für das strukturierte Studienangebot „Bürgerschaftliches Engagement in Wissenschaft und Praxis“ verliehen. Acht Teilnehmer haben das viersemestrige Angebot vom Sommersemester 2008 bis Wintersemester 2009/2010 im Rahmen des „Studium im Alter“ erfolgreich absolviert. Ziel des praxisorientierten Studiums ist, vorhandene Potenziale Älterer aufzudecken, zu fördern und für die Gesellschaft nutzbar zu machen. Die Studierenden sind in unterschiedlichen Bereichen ehrenamtlich engagiert. Sie besuchen Lehrveranstaltungen an der Westfälischen Wilhelms-Universität, um neue Kompetenzen im Bereich des wissenschaftlich fundierten bürgerschaftlichen Engagements zu erwerben. Im Rahmen eines Kolloquiums wurden sie durch die Kontaktstelle Studium über vier Semester begleitet. Während dieser Zeit haben sie die vorgeschriebenen mündlichen und schriftlichen Prüfungen erbracht und eine Abschlussarbeit geschrieben. Für Barbara Wiethoff-Osemann stand schnell fest, dass sie für ihre Abschlussarbeit reichlich Material im „eigenen“ Verein findet. „Wir sind nicht nur einer der größten Heimatvereine in Westfalen, sondern zählen auch zu den aktivsten“, sagt Barbara Wiethoff-Osemann. „Durch das zweijährige Studium habe ich eine Menge Fachwissen erworben, das ich jetzt in meine ehrenamtliche Tätigkeit einbringen kann.“ Senioren, die sich für ein Studium an der Westfälischen Wilhelms-Universität interessieren, wenden sich an die Kontaktstelle Studium im Alter, ( (0251) 83-24241 oder 83-21209./
Gebäude erhalten
BRASSERT. Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt setzt sich für die dauerhafte Erhaltung der Markenkontrolle, des Pförtnerhauses und des Gesundheitshauses der ehemaligen Zeche Brassert ein. Die Kommunalpolitiker haben einen entsprechenden Antrag formuliert, der im Stadtplanungsausschuss, im Haupt- und Finanzausschuss und im Rat der Stadt behandelt werden soll. In dem Antrag heißt es: „Das Gebäudeensemble der ehemaligen zeche Brassert, bestehend aus den Gebäuden der Markenkontrolle (jetzt Ma(r)lkasten), des Pförtnerhauses und des ehemaligen Gesundheitshauses sowie die noch bestehenden Teile der äußeren Mauer werden als letzte verbliebene Gebäudeteile der Zeche Brassert dauerhaft erhalten. Bei allen zukünftigen Nutzungen ist der Erhalt der Gebäudehüllen unbedingt zu gewährleisten.“ Die erwähnten Gebäudeteile sind die letzten der 1972 geschlossenen Zeche Brassert, die den Stadtteil und seine Bewohner über Jahrzehnte geprägt hat. „Ohne diese Zeche hätte sich die Stadt und der Stadtteil nicht in dieser Form entwickelt. Die enge Beziehung der Bewohner des Stadtteils zu ,ihrem Pütt‘ wirkt heute nach. Deshalb sind diese Identität stiftenden Gebäude als besonders schutzwürdig anzusehen und unbedingt zu erhalten. Dabei sollen die noch vorhandenen Mauerteile einbezogen werden“, heißt es in der Begründung des Antrags. „Um die Wirkung in den Stadtteil auch zukünftig zu unterstützen, ist eine Nutzung als Begegnungsstätte für die Bewohner des Stadtteils und Sitz interessierter Vereine und Verbände wünschenswert. Zu prüfen ist auch, ob eine ergänzende standortverträgliche gewerbliche Nutzung möglich ist“, schreibt Fraktionsvorsitzender Peter Wenzel in seinem Brief an Bürgermeister Werner Arndt.
CDU besichtigt „sportliches Schmuckstück“
Auf Initiative des Vorsitzenden des CDU-Ortsverbandes Sickingmühle, Hans-Peter Schipper, besichtigten Marler Christdemokraten die neu entstandene Sportanlage des Sickingmühler SV und des SC Marl Hamm; 1,5 Mio. Euro wurden investiert. Finanziert wurde der Bau u.a. durch die Verlegung der Sportanlage an der Silvertschule . Helmut Menzel, Vorsitzender des Sickingmühler SV, und Jürgen Cuber, Vorsitzender des SC Marl-Hamm, führten die Gäste über die Anlage und schwärmten von den Trainingsbedingungen, die der neue Kunstrasenplatz bietet. Auch auf die Zuschauer wirkt die neue Sportanlage wie ein Magnet: die Zuschauerzahlen seien sprunghaft gestiegenen. Die Tatsache, dass die gesamte Anlage umzäunt ist, erhöht darüber hinaus die Sicherheit: Einbruchsversuche und Vandalismus sind seitdem nicht mehr zu verzeichnen. Die CDU zeigte sich begeistert von der neu entstandenen Sportanlage; Hans-Peter Schipper sprach gar von einem „sportlichen Schmuckstück“. Im Anschluss besuchten die Christdemokraten die Tennisabteilung des Sickingmühler SV. Bei Bratwurst und kühlen Getränken wurde in gemütlicher Runde gefachsimpelt./
Im Verein mal ein Tänzchen wagen
MARL. Für alle Erwachsenen und Jugendlichen, die einfach einmal über ein paar Wochen hinweg ausprobieren wollen, ob Tanzen wirklich so viel Spaß macht, wie immer erzählt oder wie im Fernsehen bei „Let's dance“ gezeigt wird, bietet der TSC Schwarz-Silber Marl e.V. wieder die beliebten Kurzmitgliedschaften an. Bis zu den Weihnachtsferien werden einmal wöchentlich die Grundlagen im Standardtanz (Walzer, Tango, Quickstep und Discofox) und im Lateintanz (ChaChaCha, Rumba und Jive) gezeigt. Danach endet die Kurzmitgliedschaft automatisch. „Wenn sich erste Erfolge zeigen, dann kommt die Freude am Tanzen ganz von selbst“, so die Erwachsenen-Trainerin Anja Hoeft. Anh Minh Vo, Trainer der Jugendlichen, pflichtet ihr bei: „Gerade die Mischung der verschiedenen Tänze kommt bei Einsteigern gut an. So findet jeder etwas, das ihm besonders gut gefällt.“ Beginn für beide Gruppen ist Freitag, 3. September, in der Mehrzweckhalle der Ernst-Immel-Realschule, Droste-Hülshoffstraße/Ecke Otto-Hue-Straße. Die Jugendlichen starten um 15.45 Uhr, die Erwachsenen anschließend um 18.45 Uhr, Dauer jeweils eine Stunde. Die Kurzmitgliedschaft kostet für den gesamten Zeitraum pro Person 28 Euro für Jugendliche bzw. 40 Euro für Erwachsene. „Eine Anmeldung vorab ist nicht nötig, es reicht aus, einfach zur ersten Stunde zu kommen und gute Laune und saubere Schuhe mitzubringen“, so der Verein./
Neues Auto der Insel hat sich schon bewährt
MARL. Ein neuer, wendiger und gut beladbarer Fiat Doblo ist seit Ende April 2010 in den Diensten der Insel-Volkshochschule. Bunt und deutlich von weitem erkennbar, fährt er nicht nur Materialien des Bildungswerkes der Stadt vom Marler Stern zu seinen verschiedenen Gebäuden, wie Insel-Türmchen und Insel-VHS- Zweigstelle in Hüls, sondern macht gleichzeitig mobile Image-Werbung. Das Auto wurde bereitgestellt durch die Firma MobilSport- und Öffentlichkeitswerbung GmbH aus Neustadt/Weinstraße, die mit ihrer Idee, Autos für öffentliche Einrichtungen durch Firmenwerbung zu finanzieren, auch der Marler Insel eine gute Möglichkeit zur Erhaltung der notwendigen Mobilität eröffnete. Verwirklicht wurde die Idee durch die Großzügigkeit von 17 Marler Unternehmen, die durch ihre Firmenwerbung dazu beitrugen. Bereits im Mai war das Auto heftig im Einsatz, musste doch die Ruhr.2010-Ausstellung „Im Vest angekommen“ in der ehemaligen Fördermaschinenhalle der Zeche Auguste Victoria, Schacht 1/2, vorbereitet, aufgebaut, wieder abgebaut und transportiert werden. Und danach ging es gleich weiter. Das neue Insel-Programm war in Vorbereitung. Frisch gedruckt wurde es ab Juli überall in der Stadt verteilt, damit die bildungswilligen Marler Bürger es sich an vielen Stellen abholen können. Die Insel-Mitarbeiter hoffen, dass das neue Auto genauso zuverlässige Arbeit im Dienste der Bildung leistet wie das alte./
Sprechstunden im Rathaus
MARL. Die nächste Sprechstunde des stellvertretenden Bürgermeisters Rüdiger Schwärtzke findet am Donnerstag, 2. September, von 14 bis 16 Uhr statt. Die stellvertretende Bürgermeisterin Astrid Timmermann-Fechter hält ihre Sprechstunde am Donnerstag, 30. September, von 16 bis 18 Uhr ab. Die Sprechstunden finden in Zimmer 4 im Sitzungstrakt des Rathauses statt; Anmeldung: ( (02365) 99-2793, -2799.
Sammlung von Schadstoffen
MARL. Schadstoffe aus Haushalten können am Donnerstag, 12. August, von 14 bis 18 Uhr und am Samstag, 21. August, von 9 bis 13 Uhr auf dem Wertstoffhof des Zentralen Betriebshofs der Stadt Marl (ZBH) an der Zechenstraße 20 entsorgt werden. Sie werden von den Kommunalen Entsorgungsbetrieben aus Recklinghausen (KSR) angenommen. Außerhalb der Sammelzeiten dürfen am Wertstoffhof keine Schadstoffe angenommen werden.
Nachwuchs für die Stadt
MARL. Acht junge Leute haben bei der Stadtverwaltung Marl ihre Ausbildung begonnen. Sechs Frauen und zwei Männer werden in den nächsten drei Jahren zu Verwaltungsfachangestellten, Diplom-Verwaltungswirte und Fachinformatiker ausgebildet. Bürgermeister und Verwaltungschef Werner Arndt begrüßte die neuen Auszubildenden gemeinsam mit der Ausbilderin Julia Nickel, Hans Vogtländer vom Personalrat, der städtischen Gleichstellungsbeauftragten Heike Joswig-Kleinhöfer sowie mit Mitgliedern der Jugend- und Auszubildendenvertretung im Rathaus. Werner Arndt riet den jungen Leuten eindringlich, mit einer erfolgreichen Ausbildung in der Stadtverwaltung Marl „einen wichtigen Grundstein für ihr künftiges Leben zu legen“. Der Bürgermeister freut sich, dass die Stadt Marl trotz finanziell sehr schwerer Zeiten wieder so vielen jungen Menschen einen Ausbildungsplatz bieten könne: „Es ist wichtig, dass gerade die öffentliche Verwaltung ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht wird und der jungen Generation eine berufliche Zukunft gibt. Die jungen Leute erhalten von der Stadt eine qualifizierte Ausbildung, mit der sie, nach erfolgreichem Abschluss, sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der Privatwirtschaft eine Perspektive für verantwortungsvolle berufliche Tätigkeiten haben.“ Nach der Begrüßung im Rathaus standen zunächst noch Besichtigungen und Aktivitäten zum gegenseitigen Kennenlernen auf dem Programm. Bürgermeister Werner Arndt bot den neuen Auszubildenden an, sich mit Fragen auch an die Vorgesetzten, den Personalrat und vor allem auch an die Ausbildungsleiter und -leiterinnen zu wenden, denen er besonders für ihren Einsatz dankte: „Es ist sehr wichtig, dass den neuen Azubis gleich am Anfang ihrer Ausbildung Ansprechpartner für offene Fragen zur Seite stehen, die sie unterstützen und willkommen heißen.“ Ihre Ausbildung bei der Stadtverwaltung Marl begonnen haben Bianca Dillmann, Katharina Suckow, Mareike Wirtz (Verwaltungsfachangestellte), Romana Böse, Henrik Dreisewerd, Imke Dreschel, Alina Grabowski (Diplom-Verwaltungswirt/in) sowie Joel Bohlen als Fachinformatiker Systemintegration (Infracor Verbundausbildung)./
Scharfe Gegenstände nicht in Müllsäcke füllen
MARL. Nachdem sich ein Mitarbeiter der Müllabfuhr bei der Entsorgung eines Müllsackes an einem scharfen Gegenstand schwer verletzt hat, bittet die Stadt Marl die Bürger um mehr Vorsicht bei der Abfallentsorgung. Hinweis der Stadtverwaltung: „Um Verletzungen unserer Müllwerker zu vermeiden, befüllen Sie den Sack bitte nicht mit spitzen oder scharfkantigen Gegenständen, ziehen das Zugband zu und drehen den oberen Teil zu einer „Blume“, an der der Sack angefasst und transportiert werden kann.“ Der städtische Mitarbeiter hatte sich – trotz Lederhandschuhen – so schwer an der Hand verletzt, dass er operiert werden musste und nun für etwa vier bis sechs Wochen ausfällt.
Kormoran ist der Vogel des Jahres
MARL. Bereits zum vierten Mal ist die Ausstellung „Vogel des Jahres“ in der insel-Stadtbibliothek zu Gast. Nach dem Turmfalken (2007), dem Kuckuck (2008) und dem Eisvogel (2009) ist Kormoran der Vogel des Jahres 2010. Viele Naturfreunde können es bestätigen: Der Kormoran zählt mit seinen faszinierenden Verhaltensweisen zu unseren interessantesten Vogelarten. Doch weil sich Kormorane von Fischen ernähren, stehen sie seit einigen Jahren in der öffentlichen Kritik. Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) und sein bayerischer Partner, der Landesbund für Vogelschutz (LBV), nehmen dies zum Anlass, die zu Unrecht verfolgte Tierart ins rechte Licht zu rücken und rufen zum Schutz des Kormorans auf. Die Ausstellung gibt Einblicke in die Lebensweise des bedrohten Vogels; sie ist noch bis zum 13. August während der Öffnungszeiten der Stadtbibliothek (Dienstag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr, Samstag von 10 bis 13 Uhr, Montag geschlossen) zu sehen.
Kreuzung gesperrt
MARL. Die Arbeiten zur Erneuerung der Kanalisation im Dümmerweg, der Prosper- und Kampstraße nähern sich dem Ende. Allerdings ist vorab noch mit Behinderungen in der Kampstraße zu rechnen. Denn es ist für sechs bis acht Wochen eine Vollsperrung für den motorisierten Verkehr in der Kampstraße im Kreuzungsbereich der Prosperstraße/Kampstraße 84 erforderlich, wie der Zentrale Betriebshof mitteilt. Die Kampstraße wird auf einer Länge von ca. 20 Metern gesperrt. Anlieger können weiterhin ihre Grundstücke mit dem Auto erreichen. Auch die im Bereich der Baugrube liegende Scklecker-Filiale kann ohne Einschränkungen erreicht werden. Als Umleitungsstrecke werden der Dümmerweg und die Sickingmühler Straße ausgeschildert.
Musik für Kleinkinder
MARL. Die Evangelische Familienbildungsstätte bietet die Fortführung des Musikgartens I für Eltern mit Kindern ab drei Jahren an. Der Musikgarten ist eine musikalische Früherziehung für Kleinkinder. Das musikpädagogische Konzept regt Eltern mit Kindern zum gemeinsamen Musizieren an. Aufbauend auf die Erfahrungen im Musikgarten Baby und Musikgarten I wird das Gefühl für Rhythmus und Melodie auch in diesem Angebot durch Lieder, Spiele, Tänze oder Fingerspiele weiter entwickelt. Die Kinder erleben mit Spaß und ohne Leistungsdruck ein Bewusstsein für ihre Stimme und ihren Körper. Das Angebot findet donnerstags ab dem 9. September von 15.30 bis 16.15 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche, Brassertstraße 40 - 42 statt. Auskunft und Anmeldung: ( (02365) 924840.
Frauen des Ruderclubs packen Pakete für Armenküche in Minsk
Die Frauen des Ruderclubs Marl spendeten und erkegelten im Laufe des Jahres Geld für die Armenküche in Minsk. Dabei kamen mehr als 600 Euro zusammen. Von dem Geld wurden 27 Lebensmittelpakete zusammengestellt, die – liebevoll verpackt – an den „Arbeitskreis Minsk“ der Marler CDU übergeben wurden. Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Anke Ronge bedankte sich bei den Ruderfrauen für die schöne Spende. Die Ruderfrauen versprachen, auch weiterhin bei jedem Kegelabend das Sparschwein anzufüttern, damit im nächsten Jahr die Armenküche wieder unterstützt werden kann. Anneliese Scheffler, Hermann Börste, Liesel und Ludger Heckmann werden bei dem nächsten Transport, der am 21. August nach Minsk startet, die Pakete persönlich übergeben. Außerdem werden über 1.000 Kartons mit gespendeter Kleidung, vielen Oberbetten, Lebensmittelspenden sowie Krankenfahrstühle und einiges mehr mitgenommen. Der „Arbeitskreis Minsk“ bedankt sich bei der Marler Bevölkerung für alle Spenden des vergangenen Jahres./
Kräuterweihe im Friedenshaus
MARL. Zur Kräuterweihe zum Fest Maria Himmelfahrt am Sonntag, 15. August, lädt der Heimatverein um 17 Uhr zum Europäischen Friedenshaus ein. Pastor Klemens Emmerich und der Posaunenchor der Auferstehungskirche gestalten die feierliche Segnung der Kräuter. Zu diesem schönen Brauch sind alle Marlerinnen und Marler herzlich eingeladen. Schon bei der Einweihung des Europäischen Friedenshauses im Mai 2009 wurde die Idee geboren, hier einen Gottesdienst unter freiem Himmel auszurichten. In diesem Jahr gestaltet Pastor Klemens Emmerich aus St. Georg in Alt-Marl den Gottesdienst. Begleitet wird er vom Bläserchor der Auferstehungskirche unter der Leitung von Martin Rommelfanger. Der Klangkörper hat die Heimatfreunde und deren Gäste schon vielfach begeistert. Die Besucher der Messe können sich schon jetzt auf einen ganz besonderen Gottesdienst freuen. Bei der Messe lebt ein vergessener Brauch wieder auf: Über Jahrhunderte hinweg wurden zum Fest Maria Himmelfahrt Kräuter gesegnet. Bei diesem Brauch soll Gott gedankt werden, dass er den Menschen mit den Kräutern der Felder, Wiesen und Wälder Mittel gegen viele Krankheiten gegeben hat. Gleichzeitig versucht man, mit dem Segen Gottes die heilende Kraft der Kräuter zu stärken. Pastor Klemens Emmerich wird die von den Besuchern mitgebrachten Kräuterbündel segnen. Die Bündel können folgende Kräuter enthalten: Beifuß, Johanniskraut, Rainfarn, Schafgarbe, Kamille und Donnerkraut. Darüber hinaus werden oft Wegwarte, Leinkraut, Minze, Königskerze, Beinwell, Spitzwegerich, Schöllkraut sowie Feldblumen und auch Getreideähren hinzugefügt. Bei der Zahl der im Bündel vertretenen Kräuter wird vielerorts auf symbolische „heilige Zahlen“ geachtet, also etwa auf die Drei (Hinweis auf die Dreifaltigkeit), die Sieben (Sakramente, Gaben des Heiligen Geistes) oder die Zwölf (Apostel, Stämme Israels). Wer keine Kräuter mitbringen kann, erhält ein Bündel von den „Mauerspechten“, einer Gruppe ehrenamtlicher Helfer die sich aus Mitgliedern der Marler Kleingartenvereine und der Siedlergemeinschaft Brassert rekrutiert.
Tina Kraft saß in der Jury
MARL. In Hamburg wurde jetzt das Kinderspiel des Jahres 2010 gekürt: „Diego Drachenzahn“, ein Geschicklichkeitsspiel der Firma Haba. Die Marlerin Tina Kraft, Leiterin der Spieliothek und auch privat eine begeisterte Spielerin, war mit dabei. Und nicht nur das: Als Jury-Mitglied hatte sie einen maßgeblichen Anteil an dieser Entscheidung. „Wir haben uns für ,Diego Drachenzahn' entschieden, weil die gelungene Mischung aus Geschicklich-keit, Bluff und Einschätzungsvermögen für einen hohen Spielwert sorgt“, erklärt Tina Kraft die Entscheidung der Jury in der Hansestadt. Und was erwartet die Jungen und Mädchen bei dem preisgekrönten Kinderspiel? „Diego Drachenzahn“ lädt zum Feuerspucker-Wettbewerb ein. Aber keine Angst, das Kinderzimmer wird dabei nicht in Flammen aufgehen, denn die kleinen Feuerkugeln sind aus Glas. Was die jungen Drachen bei diesem Spiel aber beherrschen und trainieren sollten, sind Treffsicherheit und Raffinesse, denn Mitspieler reinzulegen, das gehört zu den Spielregeln. Und ob die Kugel dieses Mal wirklich in die richtige Bahn kullert, ist eigentlich egal – solange Diego den anderen Drachen nur glaubhaft vorgaukeln kann, dass die soeben abgefeuerte Kugel exakt dort gelandet ist, wo er hingezielt hatte! „Bei diesem pfiffigen Geschicklichkeits-Bluff-Spiel gewinnt nicht unbedingt der beste Schütze, sondern der Spieler, der die anderen häufig an der Nase herumführt“, so Tina Kraft./
Staat fördert Weiterbildung mit Prämien
MARL. Martina Lehmann war die Glückliche, die jetzt aus der Hand von insel-Studienleiter Dr. Fritz Rieß einen Prämiengutschein für ihre Fortbildung zur zahnmedizinischen Prophylaxe-Assistentin in Empfang nehmen konnte. Seit dem Start des Förderprogramms Anfang letzten Jahres wurden damit von der Beratungsstelle in der insel-VHS 150 Bildungsprämien ausgegeben. Und die Erfolgsstory dieses Förderprogramms geht weiter. Denn nachdem Anfang dieses Jahres die mögliche Fördersumme nochmals kräftig aufgestockt wurde, steigt die Nachfrage nach dieser Bezuschussung von Weiterbildung kontinuierlich. Die Bildungsprämie der Bundesregierung, aus dem Europäischen Sozialfonds finanziert, können Personen in Anspruch nehmen, deren zu versteuerndes Einkommen im Kalenderjahr unter 25.600 Euro liegt, wenn sie steuerlich alleine veranlagt sind, bzw. das doppelte, wenn eine gemeinsame Einkommenssteuererklärung abgegeben wird. Trifft dies zu, dann werden 50 % der Kosten einer Weiterbildung, maximal bis zu 500 Euro übernommen. „Eine nicht unerhebliche Förderung“, meint Dr. Rieß, „besonders wenn man bedenkt, dass gerade berufliche Weiterbildungen oft mit hohen Kosten verbunden sind. Und jeder freut sich doch, wenn der Staat nicht mal nur Geld nimmt, sondern auch einmal Geld gibt.“ Neben der Bildungsprämie, die an die Einkommensgrenzen gebunden ist, gibt es auch immer noch den Bildungsscheck des Landes NRW, der unabhängig vom Einkommen an Mitarbeiter von Klein- und mittelständischen Unternehmen und an „junge“ Selbständige ausgegeben wird. Die Förderhöhe ist die gleiche. „Es lohnt sich, sich genau zu informieren, denn unter besonderen Umständen können Interessierte oft sogar beide Förderungen in Anspruch nehmen,“ rät Dr. Rieß. Genaue Informationen zu den Förderverfahren können unter www.bildungspraemie.info bzw. unter www.bildungsscheck.nrw.de nachgelesen werden. Beide Verfahren sind sehr unbürokratisch und nach einem ausführlichen Beratungsgespräch kann in der Regel die entsprechende Förderzusage gleich mitgenommen werden. Unter den genannten Internet-Adressen kann jeder sich darüber informieren, welche Beratungsstellen es in der Region gibt. Die Marler Volkshochschule ist von Anfang an Beratungsstelle für beide Fördermöglichkeiten und bietet damit den Marler Bürgern einen besonders kurzen Weg. Unter ( (02365) 880775 gibt Dr. Rieß gerne nähere Auskünfte und verabredet Termine für die Beratungsgespräche. „Eigentlich sollten noch viel mehr Interessenten diese Förderung in Anspruch nehmen: So richtig hat sie sich noch nicht herumgesprochen“ meint Dr. Rieß.
Freiwillige Feuerwehr übt am HoT Hagenbusch
Weißer Rauch quillt aus den Dachgeschossfenstern des HoT Hagenbusch an der Hülsbergstraße. Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr legen eine Leiter an, um das Feuer von außen bekämpfen zu können, während vom Hof aus ihre Kollegen in das Haus eindringen, um vier Jugendliche zu retten, die sich noch in dem Gebäude aufhalten. Besorgte Anwohner werden schnell aufgeklärt: Es handelt sich nur um eine Übung. Der Rauch wird von einer Nebelmaschine erzeugt. Allerdings könnte es ja mal in der Einrichtung zu einem Brand kommen, dann haben die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Lenkerbeck den Vorteil, dass sie das Gebäude kennen und so wertvolle Zeit beim Einsatz gewinnen.
111 Einwohner weniger
MARL. Auch im ersten Halbjahr 2010 hat die Stadt Einwohner verloren. Der Bevölkerungsverlust von 111 Einwohnern (-170 deutsche Bürger und +59 Ausländer) ist allerdings der geringste seit vielen Jahren. Marl zählt zurzeit 87.821 Einwohner (31.12. 2009: 87.932). Der Stadtteil Drewer-Nord hat bei dieser Statistik die meisten Rückgänge zu verzeichnen: 91 Einwohner (-1,05 Prozent) zog es aus dem Stadtteil. Marl-Hamm zeigte den zweitstärksten Bevölkerungsverlust auf: Hier zogen 76 Einwohner (-0,75 Prozent) weg – in der Hauptsache bedingt durch Abwanderungen in andere Marler Stadtteile. Der Stadtteil Hüls-Süd konnte – wie schon im Vorjahr – einen Zuwachs verbuchen und gewann in der ersten Jahreshälfte 133 Einwohner (+1,09 Prozent). Auch hier spielten die Wanderungen eine große Rolle: Es zogen 83 Einwohner aus anderen Städten in den Süden von Hüls, außerdem zogen 71 Einwohner aus anderen Marler Stadtteilen zu. Eine ähnliche Statistik gibt es für Hüls-Nord: Auch hier gab es einen Bevölkerungszuwachs von 26 Einwohnern (+0,4 Prozent). Grund dafür waren 56 Einwohner, die aus anderen Städten in den Norden Hüls zogen. Seit dem 31. Dezember 2000 verzeichnen alle Marler Stadtteile Bevölkerungsrückgänge. Der größte Verlust betraf die Stadtteile Brassert (-1.004 Einwohner, -8,1 Prozent) und Stadtmitte (-616 Personen, -7,5 Prozent).
Wimpel und Foto als Dank
Als kleines Dankeschön überreichte Achim Marquardt zusammen mit René von der zukünftigen E4 Jugend Roxana Cantea, Leiterin der Fielmann-Filiale im Marler Stern, einen Wimpel und das Mannschaftsfoto, welches bei der Infracor Sportwoche 2010 aufgenommen wurde. Die Jugendabteilung und der gesamte U11 & U10 Jahrgang des VfB 48/64 Hüls bedankte sich mit dieser Geste für die 60 Bälle, die die Firma Fielmann gestiftet hat./
Heiraten am 10. 10. 2010
MARL. Heiraten an Tagen mit einem gut zu merkenden Datum ist sehr beliebt. In diesem Jahr bietet sich der 10. 10. 2010 an. Obwohl es ein Sonntag ist, bietet die Stadtverwaltung Marl für eine traumhafte Hochzeit einen attraktiven Ort an. In der Kornkammer der historischen Loemühle finden Brautpaare ein rustikales Interieur in einem einzigartigen Ambiente vor. Mühlrad und Teichanlagen des denkmalgeschützten Fachwerkhauses eignen sich für unvergessliche Hochzeitsbilder. Das Angebot steht selbstverständlich auch interessierten „Nicht-Marlern“ zur Verfügung. Zuständig für die Anmeldung zur Eheschließung ist das Standesamt, in dessen Bezirk die Braut oder der Bräutigam – oder beide – wohnen. Für die Anmeldung sind, je nach individueller Lebenssituation, bestimmte Dokumente vorzulegen. Das Standesamt der Stadt Marl berät nach telefonischer Terminvereinbarung unter ( (02365) 99-2314 bzw. 99-2344 und steht gerne für weitere Auskünfte zur Verfügung.
CDU-Mitglieder erwerben Benefiz-Tasse des Freibades Hüls
Einen Rundgang durch Hüls unternahmen Christdemokraten unter Leitung von Astrid Timmermann-Fechter ((3. v. r.), Vorsitzende des CDU-Ortsverbandes Hüls. Stationen waren die Kaufland-Baustelle. Die CDU erhofft sich von der Eröffnung des SB-Warenhauses im Herbst eine Attraktivitätssteigerung des Stadtteils. Weitere Stationen waren das ehemalige Scharna-Gelände, wo Ein- und Mehrfamilienhäuser entstehen sollen, und das durch einen Verein in diesem Jahr wieder eröffnete Freibad. Die CDU-Mitglieder wollen das Bad nach Kräften unterstützen und kauften symbolisch die Benefiz-Tasse./
Präsentation im September
MARL. Lange war‘s ruhig um das umstrittene China-Projekt. Jetzt haben die Investoren des geplanten chinesischen Außenhandelszentrums ein Architekturbüro in Aachen mit der Erstellung des Bauantrages beauftragt. Das hat Bürger-meister Werner Arndt im Nachgang zur letzten Ratssitzung den Ratsfraktionen mitgeteilt und die Ratsmitglieder zu einer Präsentation am 2. September eingeladen. Bereits in der letzten Ratssitzung hatte Bürgermeister Werner Arndt angekündigt, dass die Investoren in Kürze nach Marl kämen und er sie zu einem Gespräch ins Rathaus gebeten habe, um sich aus erster Hand über den aktuellen Stand der Planungen berichten zu lassen. Bei dem Gespräch wurde vereinbart, dass Vertreter des Architekturbüros iP arch aus Aachen den Mitgliedern des Rates den inzwischen erreichten Sachstand am 2. September präsentieren. Anschließend soll auch die Öffentlichkeit informiert werden.
Bauarbeiten beginnen in der ersten Augustwoche
POLSUM. In der ersten Augustwoche beginnen die Arbeiten zur Erneuerung der Kanalisation im Hammkamp, Im Eichholz und Am Schlagbaum bei den Hausnummern 1 bis 5. Dies teilt der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) mit. Da der auszutauschende Kanal in der Straßenmitte liegt, erfolgt eine Vollsperrung für den Durchgangsverkehr. Die Fußgänger können im Allgemeinen weiter uneingeschränkt den Fußweg entlang der Baugrube nutzen. Die Zufahrtsmöglichkeit zu den Grundstücken und Garagen kann nicht immer gewährleistet werden. Eine Sperrung bis zu vier Arbeitstagen ist möglich. Die betreffenden Anlieger werden darüber von der bauausführenden Firma Zabel aus Castrop-Rauxel informiert. Der Zugang der Anwohner in der Straße Am Schlagbaum wird durch eine provisorische Zufahrt durch den Fußweg Scholvener Straße/Am Echtenhoff für die Dauer der Arbeiten hergestellt. Die An-wohner der Straße Im Eichholz können ihre Grundstücke über den Verbindungsweg zur Buerer Straße erreichen. Die Arbeiten beginnen in den Straßen Im Eichholz und Am Schlagbaum und wandern danach in den Hammkamp. Im Dezember 2010 sollen die Kanalisationsarbeiten abgeschlossen sein. Die Kosten für die gesamte Maßnahme belaufen sich auf etwa 425.000 Euro und umfassen das Verlegen von 530 Meter Betonrohren mit den Nennweiten 300 bis 400 Millimeter, 2.200 Kubikmeter Bodenaushub bzw. -einbau sowie 2.600 Quadratmeter Fahrbahnerneuerung.
Sicherer Radeln
MARL. Es gilt als „Marler Landrecht“, das Radfahren gegen die von der Straßenverkehrsordnung vorgeschriebene Richtung. Obwohl geduldet, kann es gefährlich sein. „Zum Beispiel auf der Otto-Wels-Straße im Abschnitt zwischen der Hülsstraße und dem neuen Kreisverkehr am Eingang zum Baugebiet Loekamptor hinter dem Gymnasium im Loekamp“, weiß Udo Lutz, Vorsitzender der Schulpflegschaft des Gymnasiums. Die gemeinsamen Geh-/Radwege beidseitig der Straße seien bewusst nur in einer Fahrtrichtung (rechts) ausgewiesen. Daher wurde ein Pilotvorhaben aufgelegt in Zusammenarbeit mit der Marler Polizei (Direktion Verkehr), der Stadtverwaltung Marl (Städtisches Verkehrswesen, Ordnungsamt, Zentraler Betriebshof) und dem Gymnasium im Loekamp (GiL). Unter der Leitung des Geographielehrers Piotr Demjanow hat die Klasse 9b des GiL eine versteckte Voruntersuchung des Verkehrsverhaltens in diesem Streckenabschnitt durchgeführt. In mehrtägigen Beobachtungen wurde ermittelt, wie viele Radler die korrekte rechte Seite benutzen und wie viele gegen die Fahrtrichtung fuhren. Nach Ermittlung einer durchschnittlichen Falschfahrerquote erhielten die Radwege zusätzliche Markierungen auf dem Pflaster. Das Fahrradpiktogramm mit einem zusätzlichen weißen Pfeil, der die Fahrtrichtung unmissverständlich vorgibt, wurde 19 Mal im Streckenabschnitt zwischen Kreis-verkehr und Ampelkreuzung auf den Radwegen markiert und auch auf den Radwegen im Kreisverkehr, um auch hier die richtige Fahrtrichtung deutlich kenntlich zu machen (nämlich rechts herum oder gegen den Uhrzeigersinn). Die Voruntersuchung brachte eine Falschfahrerquote von 40 Prozent. Bei der ersten Zählung im November 2009 (morgens) fuhren 185 von 461 gezählten Radlern gegen die Fahrtrichtung. Nach Schulschluss waren es immerhin noch 27 Prozent. Nach den Markierungsarbeiten wurde durch eine weitere Verkehrszählung ein erster Erfolg des Projektes festgestellt. Nun radelten lediglich 35 Prozent gegen die Fahrtrichtung, also 23 „Geisterradler“ weniger. Bisher nur ein kleiner Erfolg, aber immerhin ist eine Tendenz zu erkennen! In einem dritten Projektschritt wird gegenwärtig durch die Schülerinnen und Schüler der Klasse 9b ein Informationspaket für die Schulgemeinde des GiL erarbeitet, um die vorgenommenen Maßnahmen zu kommunizieren (Artikel auf der homepage, Flyer, Plakat etc.). Langfristig erhoffen sich Polizei und Verwaltung durch die eingängige Kennzeichnung der erlaubten Fahrtrichtung einen höheren Befolgungsgrad und damit mehr Verkehrssicherheit./
Mahnmal gegen Willkür
MARL. In Gegenwart von Ilya und Emilia Kabakov ist die Großskulptur „Gefangenendenkmal“ des international renommierten Künstlerpaares an das Skulpturenmuseum Glaskasten übergeben worden. Anschließen trug sich das Paar in das Goldene Buch der Stadt Marl ein. Bürgermeister Werner Arndt bezeichnete das Kunstwerk als ein „Mahnmal gegen jede Art von politischer Unterdrückung und staatlicher Willkür, das zugleich die Zuversicht darstellt, dass die Freiheit auch dort wächst, wo man es vielleicht am wenigsten erwartet“. Auch wenn das Kunstwerk von persönlichen Erfahrungen des Künstlerpaares in der ehemaligen Sowjetunion geprägt sein mag, so reiche das Gefangenendenkmal als Kunstwerk doch weit über das Biographische hinaus. Das „Gefangenendenkmal“ wurde im Skulpturenpark hinter dem Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, auf dem ehemaligen Friedhof an der Sickingmühler Straße, errichtet. In der Mitte einer betonierten, quadratischen Fläche, die von einer niedrigen Mauer mit zwei Zugängen und vier kleinen Bänken umgeben ist, ist eine leicht erhöhte, ebenfalls quadratische Platte abgesetzt, in deren Zentrum eine wiederum quadratische Öffnung durch die Eisenstäbe eines Gitters abgedeckt wird. Durch die Eisenstäbe des Gitters wachsen Zweige eines Baumes hervor. Obwohl der Baum im unterirdischen Verlies eingesperrt ist, ragen seine Zweige in die Freiheit empor. Die frei wachsenden Bäume in unmittelbarer Umgebung der Skulptur stehen in direktem Kontrast zu ihrem „eingesperrten Bruder“. Bürgermeister Arndt dankte dem Künstlerpaar aus der ehemaligen Sowjetunion, das heute in New York lebt, für sein großzügiges Entgegenkommen sowie dem Freundeskreis Habakuk zur Förderung des Skulpturenmuseums Glaskasten Marl, der die Skulptur erworben hat und als Leihgabe zur Verfügung stellt./
Neues Dach für die Skateranlage
Ein neues Dach war für den Unterstand an der Skater-Anlage im Freizeitpark Brassert schon länger fällig. Schutz vor Regen konnte das Wellblech mit seinen übergroßen Löchern nicht mehr bieten. Ausgerüstet mit dem nötigen Material, das der Marler Bundestagsabgeordnete und SPD-Stadtverbandsvorsitzende Michael Groß gestiftet hatte, packten nun Ratsherr Brian Nickholz und sieben Jusos die Sache mit Eifer an: Mit tatkräftiger Unterstützung von Baudezernent Wolfgang Seckler und Ratsherr Jörg Friedrich (bürgerunion marl), die zudem Werkzeug und Folie mitgebracht hatten, erneuerten sie am vergangenen Samstag das Dach des Unterstandes. Dass sie trotz sengender Sonne ausgezeichnete Arbeit geleistet hatten, zeigte sich wenig später beim Gewitter, das keinen Schaden anrichtete./
Unwetter richtet große Schäden an
Erhebliche Schäden hinterließ das Unwetter, das am vergangenen Samstag mit breiter Front über Marl hinweggezogen war. Zahlreiche Bäume stürzten um, Äste brachen ab, Keller liefen voll. Cordula Thume, Leiterin der Abteilung Umwelt- und Grünflächenplanung der Stadtverwaltung, geht davon aus, dass zwischen 100 und 200 Bäume dem Sturm zum Opfer gefallen sind. Bis die Schäden beseitigt sind, hat die Stadt die stark befallenen Bereiche, wie z.B. den Friedhof an der Sickingmühler Straße, gesperrt. Schon kurz nach dem Gewitter machte sich der Heimatfreund auf den Weg, um zu gucken, ob das Gewitter am Europäischen Friedenshaus Schäden angerichtet hat. Dabei machte er dieses Foto. Wie man sieht, hat es rund ums Haus kräftig gekracht, das Haus selbst überstand das Gewitter unbeschadet./maunwetter
Die Zukunft gestalten
MARL. Junge Menschen diskutieren heiß über die Zukunft des Reviers. So wünscht sich die insel-VHS die Interpretation des Titelbildes der neuen Programmzeitung. Denn in den Menschen sieht sie das wichtigste Potential unserer Region. Eine Foto-Spezialmischung Ruhr.2010 im Innenteil will genau diese Vision belegen. Wir verlassen das „alte“ Ruhrgebiet mit seinen Technik-Bildern (Schwerpunkt im letzten Heft) und schauen auf die Menschen, die ihre Zukunft gestalten wollen. Real ist das Titelbild in der „Local Heroes“-Woche im Theater entstanden, und gemacht hat es Ralf Deinl, wie die anderen Fotos auch. Er zeigt uns Marler Menschen in Aktion, die bei vielen Veranstaltungen voll Kraft und Ausstrahlung zeigen, was sie können. Man spürt förmlich die spezielle Revier-Mentalität, das „Wir schaffen es“ aus den Gründerjahren, dieses Vertrauen in die eigene Kraft. Bei Ruhr.2010 hat es einen besonderen Ausdruck erhalten. Die insel sorgt deshalb dafür, dass die Marler noch viel von Ruhr.2010 erleben können, sei es die historische Erlebnisausstellung „Aufruhr 1225!“ in Herne, die Aussicht, auf der Lipper Höhe in Marl durch Ansicht Einsicht zu erlangen oder der Besuch von Kunstausstellungen mit Sigrid Godau. Doch es geht nicht nur um Kultur. Die insel-Spezialmischung ist wieder aktuell, bunt und anregend. Das Wissenschaftsjahr 2010 z.B. steht unter dem Thema Energie. Zwei Energiewerkstätten wollen den Wissenshorizont erweitern und Appetit machen, Neues im privaten Umfeld zu probieren. Auch „Chemie des Jahres“, die Traditionsveranstaltung von insel und Industriemeistervereinigung Marl e.V beschäftigt sich mit Energie. Dr. Harald Schmidt, Geschäftsführer der Creavis Technologies & Innovation GmbH referiert über das Thema „Leben im Risiko – oder: wie aus Forschung und Innovation neues Geschäft wird“. Mit Prof. Dr. Elmar Altvater, seit Jahrzehnten geschätzter insel-Referent, steht „Der Große Krach - oder die Jahrhundertkrise von Finanzen und Natur“ auf dem Programm. Der moderne Philosoph Willi Werner, ebenfalls seit Jahren beliebter Referent der insel, geht mit spannenden Erkenntnisse aus Psychologie und Gehirnforschung den Fragen nach: Was macht uns glücklich und wie kann ich mental und aktiv an meinem Glück arbeiten? Auch die optimistische Denkweise, ein Flirt-Seminar, Öffentlichkeitsarbeit mit Spaßfaktor und vieles mehr sind im Angebot. Sprachen und Gesundheit sowie Bewegung sind das Rückgrat der insel und garantieren die meisten Teilnehmer. Es gibt Gymnastikkurse auch während der Sommerferien, und danach beginnen wieder neue Sprachkurse für Anfänger. Die insel bietet auch nach wie vor ein breit gefächertes Programm, EDV systematisch zu lernen und zu üben. Wer es schon kann, findet unter www.marl.de/vhs den Link „Das neue VHS-Programm als Download“. Ein Klick – und das neue insel-Programm ist als sechs MB große PDF-Datei auf dem heimischen PC. In Sekundenschnelle kann man jetzt nach Stichworten suchen, denn das insel-Programm hat von A bis Z, von Altersvorsorge bis Zeichnen zu (fast) jedem Stichwort etwas zu bieten. Das gedruckte Heft liegt an vielen Stellen in Marl aus: im Stern, im Rathaus, in der insel-Zweigstelle Carl-Duisberg-Straße1, in Banken und Sparkassen, in Arztpraxen usw./
Ma(r)lerisches Still-Leben
MARL. Für das Kulturhauptstadtprojektes „Still-Leben auf der A 40“ hat die Stadtmarketingabteilung der Stadtverwaltung in Kooperation mit Marler Vereinen ein attraktives und vielfältiges Programm auf die Beine gestellt. Auf einer Strecke von fast 60 Kilometern entsteht für die Kulturhauptstadt Europas an diesem Tag von 11 bis 17 Uhr die längste Tafel der Welt mit insgesamt 20 000 Tischen. Die Stadt Marl trägt unter dem Motto „Ma(r)lerisches Still-Leben!“ mit 15 Tischen im Block 75 an der Auffahrt Bochum-Zentrum dazu bei, dass diese Tafel zu einer Bühne kultureller Vielfalt wird. In der Marler Zone musiziert das sinfonische Bläserensemble der „Kunst- und Musikliebhaber“ (KuMuLi) u. a. mit Alphörnern und Blechblasinstrumenten an den Tischen eins bis vier, während die Mitglieder vom „Atelier Ma(r)lkasten“ interessierten Besuchern verschiedene Maltechniken vorführen, mit denen auf Papier, Karton und Leinwand Kunstwerke gestaltet werden (Tisch 5). An Tisch 6 führt die Gruppe des Ruhr.2010-Projektes „AkzepTanz“, das während der „Local Heroes“-Woche mit vier verschiedenen Gruppen im Theater Marl aufgetreten ist, den Tanz „Die Traube“ auf, und Mitglieder des Marler Seniorentheaters spielen Szenen ihrer Stücke vor und sind als „Walking Act“ unterwegs (Tisch 7). Auch das Team vom Stadtmarketing hat sich für diesen Tag etwas Besonderes einfallen lassen und präsentiert sich am Tisch 8 von seiner kreativen Seite: Dank der künstlerischen Kreativität von Mitarbeiterin Iris Matheus zieren bekannte Symbole und Orte der Stadt Marl die Dienstbekleidung der Mitarbeiter sowie Tischdecken und Sonnenschirme. Besucher erhalten ein Erinnerungsstück, das individuell bemalt werden kann.
Neues Konzept stößt auf breite Zustimmung
ALT-MARL. „Ich bin begeistert“, schwärmt Bürgermeister Werner Arndt vor der alten Feuerwache an der Ecke Garmann-/Schillerstraße. Der Grund für die Euphorie: Das aus dem Jahr 1925 stammende, den Alt-Marlern an Herz gewachsene Gebäude ist gerettet und wird sozusagen das Herzstück des von der Pro Urban GmbH geplanten Seniorenzentrums. Dabei hatte es vor kurzem noch so ausgesehen, als würde das ehemalige Domizil der Feuerwehr der Abrissbirne zum Opfer fallen. Denn die Investoren wollten die Wache umbauen und auf dem weitläufigen Hof ein zweites Gebäude errichten. Mit ihrem Plan stießen sie aber bei der Bauverwaltung der Stadtverwaltung auf Granit. Im Gegenzug stand die Drohung im Raum: Abriss. „Es ging hoch her“, weiß Bürgermeister Werner Arndt, der schließlich alle Beteiligten an den „runden Tisch“ holte und jetzt bei einem Ortstermin freudestrahlend den Kompromiss verkünden konnte: „Das ist ein Gewinn für diesen Stadtteil.“ Dem schlossen sich auch Jens Vogel, Vorsitzender des Planungsausschusses, und Astrid Timmermann-Fechter, Vorsitzende des Bauausschusses, an. „Wir waren als Architekten gefordert, eine tragfähige Lösung zu finden“, so Manfred Möller. Die Wache wird nun in einen modernen Gebäudekomplex integriert. Auf beiden Seiten bekommt die Wache Anbauten; zur Schillerstraße hin wird ein Stadtteilcafé mit Terrasse entstehen. Der Schützenverein wird sein Domizil behalten und bekommt einen eigenen Eingang. „Die Pläne sind auch von den Nachbarn begrüßt worden“, sagte Architekt Manfred Möller. Der Wachturm wird die Fahrstühle aufnehmen. Im Hof werden nun eine Teichanlage, Wege, Blumenbeete, Rasenflächen und ein Fitnessparcours angelegt. Derzeit wird der Bauantrag für das Seniorenzentrum vorbereitet. Vorgesehen sind etwa 70 Pflegeplätze. Entstehen sollen 60 Arbeitsplätze. Rund 6,5 Millionen Euro wird Pro Urban aus Meppen investieren. Architekt Manfred Möller beziffert die Mehrkosten durch die neue Planung auf etwa 200 000 Euro. Als Baubeginn ist Ende September vorgesehen; die Bauzeit wird 14 Monate betragen. Betrieben wird das Pflegezentrum von der Firma Pro Talis (ebenfalls aus Meppen), die das Haus am Volkspark erfolgreich führt. Marisa Müller, sowohl Geschäftsführerin von Pro Urban als auch von Pro Talis, begründet den zweiten Neubau in Marl mit der großen Nachfrage nach qualifizierten Pflegeplätzen. Und: „Wir bieten die etwas andere Pflege an.“
Bauarbeiten gehen in der Meisenstraße weiter
MARL. Die Kanalbauarbeiten auf der Spechtstraße sind abgeschlossen, teilt der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) mit. Ab Montag, 5. Juli, wandern die Kanalbauarbeiten in die Meisenstraße. Auch für diese Arbeiten ist eine Vollsperrung der Meisenstraße erforderlich. Der Anliegerverkehr kann beidseitig bis auf cirka 20 Meter zur Baugrube aufrecht erhalten bleiben, eventuell ist kurzzeitig mit geringen War-tezeiten oder Behinderungen zu rechnen. Die Gehwege sind von der Sperrung nicht betroffen und können weiter benutzt werden. Vom 2. bis zum 20. August werden die Arbeiten auf der Meisenstraße vollständig ruhen. Während dieser Zeit sind alle Baugruben vollständig verfüllt, die Straße somit provisorisch für den Anliegerverkehr befahrbar. Am Montag, 23. August, wird die Sperrung wieder eingerichtet, so dass die Kanalbauarbeiten fortgesetzt werden können.
Es bewegt sich was in Hüls
HÜLS. Es bewegt sich etwas in Hüls-Süd: Die neuen Häuser am Ovelheider Weg nehmen Konturen an, und im Stadtteil sind viele neue Initiativen und soziale Projekte entstanden. Die Erneuerung des Stadtteils im Rahmen des Projektes „Soziale Stadt Marl Hüls-Süd“ zieht Akteure wie Bürger in den Bann. Das zeigt auch der Markt der Möglichkeiten am Sonntag, 4. Juli, an dem sich über 40 Organisationen und Vereine aus Hüls-Süd beteiligen werden. „Die Anzahl der Mitwirkenden hat eine ungeahnte Rekordhöhe erreicht“, freut sich Stadtteilmanagerin Ramona Glodschei. „Der Markt der Möglichkeiten wird zu einem echten Bürgerfest, zu dem wir alle interessierten Bürger aus Marl einladen“. Ort des Geschehens sind der Platz vor der Ladenzeile an der Max-Reger-Straße, wo bald der Quartiersplatz „Grüne Höfe“ entstehen wird, und die Freifläche zwischen der Canisius-Schule und den städtischen Kindergärten „Sonnenblume“ und „Hüls-Süd“. Hier bieten die Akteure – vom Sportverein über die Kirchengemeinden bis zu den Beratungsstellen im Stadtteil – zwischen 14 und 18 Uhr eine Vielzahl von spannenden Mitmachaktionen und informativen Angeboten. Dazu gibt es auf der Bühne während des ganzen Nachmittags ein Non-stop-Programm mit Tanz, Musik und Zirkus. Alle Besucher haben die Möglichkeit, die vielfältigen Angebote im Stadtteil Hüls-Süd näher kennenzulernen. Darüber hinaus besteht selbstverständlich auch Gelegenheit, sich ausführlich über das Projekt Soziale Stadt Hüls-Süd und die geplante „Runderneuerung“ des Stadtteils zu informieren. Für das leibliche Wohl ist ebenfalls bestens gesorgt. Es gibt Getränke, Kaffee und Kuchen, Stockbrot, Leckeres vom Grill sowie deutsche und arabische Spezialitäten und vieles mehr. „Die große Beteiligung und das große Engagement zeigt, wie hervorragend es gelungen ist, die Menschen für die Umgestaltung ihres Stadtteils zu begeistern und auf dem Weg der Erneuerung mitzunehmen“, sagt Bürgermeister Werner Arndt, der den „Markt der Möglichkeiten“ am Sonntag um 14 Uhr eröffnen wird. Die Veranstaltung wird von den Mitarbeitern des Stadtteilbüros Hüls-Süd, vom Stadtteilmanagement, der Neuen Marler Baugesellschaft (neuma), der SPD und der CDU sowie der Polizei organisiert. Weitere Unterstützung erfährt der Kreis der Organisatoren von der Projektgruppe Soziale Stadt.
Büchermarkt für Guatemala
MARL. Das Marler Weltzentrum e.V. veranstaltet vom 6. bis 9. Juli, jeweils von 10 bis 18 Uhr im Insel-Forum (Marler Stern) einen Büchermarkt. Auf vielen Tischen laden interessante Bücher aus zweiter Hand, von Romanen, Sachbüchern, Reiseliteratur, Krimis, Kinderbüchern bis zu GEO-Heften, Kochbüchern und Schallplatten zum Stöbern ein. Der Erlös des Büchermarktes geht an „Fumedi“ in Guatemala, eine Partnerorganisation der Evangelischen Kirchengemeinde Marl (esm). „Unsere Freunde in Guatemala brauchen dringend Unterstützung, denn der Tropensturm Agatha vom 30. Mai dieses Jahres hat sehr schwere Verwüstungen in Guatemala angerichtet“, so das Marler Weltzentrum.
Einladung zum Flohmarkt
MARL. Da schlägt das Herz eines waschechten Spielefans doch gleich viel höher: Die Spieliothek lädt am Dienstag, 6. Juli, wieder zum Stöbern und Kaufen von gebrauchten Brett- und Kartenspielen ein, die vielleicht noch in den Urlaubskoffer mit hinein passen. Der große Spieleflohmarkt findet von 14.30 bis 18 Uhr im insel-Forum vor der Spieliothek statt. Alles, was dort nicht verkauft wird, kann auch noch am 7. und 8. Juli direkt aus der Vitrine für wenig Geld erstanden werden. Kurz danach geht die Marler Spieliothek dann auch in die wohl verdienten Ferien und legt eine Sommerpause vom 19. Juli bis zum 27. August ein. Die letzte Möglichkeit, sich vor den Ferien noch mit dem einen oder anderen Spiel auszurüsten, besteht am Donnerstag, 15. Juli.
Aladin und die Wunderlampe
MARL. Bald ist es soweit, das Musical „Aladin und die Wunderlampe“ wird am Sonntag, 4. Juli, um 15 und 17 Uhr in der Aula des Albert-Schweitzer-Gymnasiums an der Max-Planck-Straße in Marl aufgeführt. 55 kleine und große Schauspieler im Alter von fünf bis 25 Jahren wirken mit. Multitalent Nicole Ahlert komponierte und textete im Auftrag der Folkwang-Musikschule Essen das Musical. 14 sehr erfolgreiche Aufführungen an der Folkwang-Musikschule in Essen, unter der Regie von Michael Seewald, wurden gezeigt, und nun kommt das Musical auch nach Marl in einer Eigeninszenierung. Diesmal stehen der Kinder- und Jugendchor St. Michael zusammen mit der „Gummibärenbande“ der Pauluskirche auf der Bühne, die alle seit Jahren in Marl von Nicole Ahlert geleitet werden. Dazu wird die Jugend-Bauchtanzgruppe „Elmas“, unter der Leitung von Elke Kleinebley ihr Können zeigen. Aber noch werden fleißig Kostüme für Steinmenschen und Zauberbäume gestaltet, die königliche Sänfte wird verziert und der böse Zauberer repariert noch fix seinen Zauberstab, der dem wilden Tanz beim Lampensong zum Opfer fiel. Dabei sind alle im Einsatz: Eltern, Großeltern und viele mit dem Kinder-und Jugendchor befreundete Senioren helfen mit . Dann erwartet alle ein spannendes 80-minütiges Märchen mit ohrwurmverdächtiger Musik, phantastischen Kostümen und einer Schauspieltruppe, die mit Feuereifer und viel Spielfreude dabei ist. Und zum Ende der Vorstellung heißt es dann: „ ...erzähl`mir noch ein Märchen.“
Schüler können sich über Ausbildung informieren
MARL. Schulabgänger, die sich für eine Ausbildung in einem chemischen, technischen oder kaufmännischen Beruf interessieren, können sich am Mittwoch, 30. Juni, von 13 bis 15.30 Uhr bei der Ausbildung der Infracor im Chemiepark Marl ausführlich informieren. Das Angebot sieht vor: Informationen zur Berufswahl und zu den im Chemiepark Marl ausgebildeten Berufen; Besichtigung der Ausbildungseinrichtungen bei laufendem Ausbildungsbetrieb unter Begleitung von Ausbildern und Gespräche mit Auszubildenden; Auskunft über das Einstellungsverfahren und den Bearbeitungsstand der Bewerbungen; persönliches Gespräch mit den Ausbildungsleitern. Die Ausbildung informiert gleichzeitig über die angebotenen kooperativen Studiengänge im naturwissenschaftlichen, kaufmännischen und IT-Bereich. Interessierte Eltern sind zu den Informationsbesuchen, für die keine vorherige Anmeldung erforderlich ist, ebenfalls willkommen. Besucher erreichen das Ausbildungszentrum über das Tor 3 an der Paul-Baumann-Straße. Da am Tor 3 nicht genügend Parkplätze zur Verfügung stehen, werden die Besucher gebeten, öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen oder ihren Pkw auf dem Parkplatz der Sportanlagen abzustellen.
Stadt vermietet Dachflächen
MARL. Die Stadt stellt über 10.000 Quadratmeter Dachfläche zur Errichtung von Solarstromanlagen zur Verfügung und vermietet acht städtische Dachflächen für die Montage von Photovoltaik-Anlagen. „Mit der Vermietung von eigenen Dachflächen möchte die Stadt Marl einen aktiven Beitrag zur Nutzung erneuerbarer Energien und damit einen wirksamen Beitrag zur Reduzierung des umweltbelastenden Kohlendioxids leisten“, teilt Bürgermeister Werner Arndt mit. Einen entsprechenden Beschluss hatte der Rat der Stadt in seiner Sitzung im Mai 2010 gefasst. Das Amt für Gebäudewirtschaft hat jetzt aus der Liste der städtischen Liegenschaften acht Gebäude herausgefiltert, deren Dächer für Solaranlagen geeignet sind. Dazu zählen die Feuerwehrhauptwache sowie sieben Schulen. Werner Arndt hofft, dass das Angebot „lebhaften Zuspruch findet und möglichst alle ausgewählten Dachflächen für die umweltfreundliche Stromerzeugung genutzt werden“. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, können Betreiber von Photovoltaik-Anlagen unter bestimmten Umständen kostengünstige Kredite erhalten. Wer zurzeit eine Anlage in Betrieb nimmt, erhält für jede in das Stromnetz eingespeiste Kilowattstunde eine für 20 Jahre garantierte Vergütung. Die Stadt Marl bittet interessierte Personen und Unternehmen, die auf eigene Kosten eine Photovoltaik-Anlage auf einem städtischen Gebäude errichten möchten, bis zum 30. Juni ein entsprechendes Angebot für die Anmietung zu unterbreiten. Als Miete für die Dachfläche erwartet die Stadt Marl ein Mindestangebot von sechs Prozent des jährlichen Ertrages, den der Betreiber mit dem Betrieb der Photovoltaik-Anlage erzielt. Der Zuschlag erfolgt nach wirtschaftlichen Kriterien. Angebote sind in einem gesonderten verschlossenen Umschlag mit der Aufschrift „Bieterunterlagen: Photovoltaikanlagen auf städtischen Dachflächen“ einzureichen beim Bauverwaltungsamt der Stadt Marl, Zentrale Submissionsstelle, Liegnitzer Straße 5, 45768 Marl. Ansprechpartner für Rückfragen und weitere Auskünfte ist Reinhold Mieloczyk im Amt für Gebäudewirtschaft der Stadt Marl, Tel. 99-5364. Weitere Informationen zu den Gebäuden sowie die Ausschreibungsunterlagen gibt es auf den Internetseiten der Stadt Marl (www.marl.de/photovoltaik).
Stadt setzt Zeichen gegen Ausbeutung
MARL. Mit der Unterzeichnung der Magna Charta Ruhr 2010 gegen ausbeuterische Kinderarbeit haben 35 der insgesamt 53 Städte des Ruhrgebiets – darunter auch Marl – sich jetzt „gegen jegliche Form ausbeuterischer Kinderarbeit“ gestellt und zur „Stärkung des Fairen Handels“ verpflichtet. „Mit unserem Engagement wollen wir ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass noch mehr Menschen in unserer Stadt sich für eine gerechtere Welt ohne Ausbeutung von Kindern einsetzen und vermehrt Waren aus fairem Handel kaufen“, sagte Bürgermeister Werner Arndt anlässlich der feierlichen Vertragsunterzeichnung in Dortmund. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass der Rat der Stadt Marl den Beitritt zur Magna Charta bereits im März beschlossen und die Verwaltung umgehend eine neue Dienstanweisung auf den Weg gebracht habe. Danach dürfen nur noch Produkte eingekauft werden, die nicht in ausbeuterischer Kinderarbeit erstellt wurden – ob Kaffee, Blumen, Bleistifte oder Textilien. Die Anbieter müssen zum Beispiel mit einer unabhängigen Zertifizierung nachweisen, dass ihre Waren „ohne den Einsatz schlimmster Formen der Kinderarbeit hergestellt oder vertrieben worden sind“.
Mehr als 7.000 Tickets verkauft
MARL. Mit einem abwechslungsreichen Programm, das leider teilweise unter dem regnerischen Wetter litt, startete das Marler Theater in die neue Saison. Urlaubsstimmung verbreitete die Samba-Percussions-Band Confusao in ihren farbenprächtigen Kostümen. Sehenswert wieder einmal die Aufführungen der Tanzschule Klein und vor allem als Abschluss das Stelzentheater „Circle of life“. Da auch Angebote im Theater stattfanden, konnte man den zwischenzeitlichen Regenschauern trotzen; zudem nutzten einige Besucher die Möglichkeit, hinter die Kulissen zu schauen. Der Einzelkartenverkauf für die neue Saison im Theater Marl ist gut angelaufen, mehr als 7.000 Tickets sind bereits über den Ladentisch gegangen. „Das beweist, dass wir auch in diesem Jahr wieder ein attraktives und abwechslungsreiches Veranstaltungspaket geschnürt haben, das viele Menschen neugierig gemacht hat“, freut sich Theaterleiterin Claudia Schwidrik-Grebe. Wer sich davon noch nicht selbst überzeugen konnte: Das neue Programmheft des Theater Marl liegt an vielen öffentlichen Stellen aus. Die Saison 2010/2011 ist prall gefüllt mit nachdenklich stimmenden Theaterstücken, unterhaltsamen Komödien, atemberaubenden Musicals, mit Operetten, Tanzveranstaltungen und zahlreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Die Komödien liegen mit ihrer auch in diesem Jahr prominenten Besetzungsliste in der Zuschauergunst weit vorn. Für „Gut gegen Nordwind“ mit Walter Sittler und Aglaia Szyszkowitz und die Komödie im bayerischen Hof München am 1. November sowie für die Komödie „Oscar & Felix – Ein seltsames Paar“ mit Leonard Lansink und Heinrich Schafmeister am 6. Februar 2011 sind bereits weit über die Hälfte der Karten verkauft. Doch auch die Angebote im Musiktheaterbereich erfreuen sich großer Beliebtheit: Die Produktionen „Die Schöne und das Biest“, „Jekyll und Hyde“, „Ein Feuerwerk der Melodien“ und die „Mozartkugeln“ sind im Moment besonders nachgefragt. Doch auch der Schauspielbereich findet Anklang bei den Gästen. „Viel Lärm um nichts“ und „Die Dreigroschenoper“ führen in diesem Segment die Statistik an. Karten gibt es im i-Punkt Marler Stern, Montag bis Freitag 9.30 Uhr bis 18 Uhr, Samstag 9.30 Uhr bis 13 Uhr, ( (02365) 99 43 10.
Kappen für den Schulweg
MARL. Die ersten 30 Erstklässler des neuen Schuljahres haben am vergangenen Mittwoch stellvertretend für alle angehenden i-Dötze leuchtend rote und reflektierende Sicherheitskappen für ihren künftigen Schulweg erhalten. Im Rahmen der DEKRA-Kampagne „Sicherheit braucht Köpfchen“ und des Verkehrssicherheitsprogramms der Stadt Marl 2010 überreichten der stellvertretender Bürgermeister Rüdiger Schwärtzke und DEKRA-Niederlassungsleiter Carsten Debler gemeinsam mit Verkehrsplaner Udo Lutz und Kita-Leiterin Gabi Koch die ersten Sicherheitspakete an die angehenden Erstklässler der katholischen Kindertagesstätte St. Bonifatius. Die Kappen sollen bewirken, dass die künftigen Schulanfänger im Straßenverkehr besser wahrgenommen werden. Denn leider verunglücken immer wieder Kinder auf dem Weg zur Schule. „Sehen und gesehen werden“ lautet daher die oberste Regel für die i-Männchen im Straßenverkehr. Damit die angehenden Erstklässler des neuen Schuljahres sicher zur Schule und wieder nach Hause kommen, stattet die DEKRA gemeinsam mit der Stadt Marl alle 750 Schulanfänger in Marl rechtzeitig zum Start des neuen Schuljahres mit roten Sicherheitskappen aus. Das leuchtende Rot der Kappen soll eine deutliche Mahnung an die Autofahrer sein, verstärkt aufzupassen und vorsichtig zu fahren. Wenn Autofahrer nach den Sommerferien viele „Rotkäppchen“ in Marl entdecken, befinden sie sich keineswegs in einer Märchenwelt, sondern in der – vor allem für i-Dötze – rauen Wirklichkeit des Straßenverkehrs. Autofahrer sollten daher den „bösen Wolf“ im Fahrzeugmotor zügeln und den Fuß vom Gaspedal nehmen.
Eine Eiche zur Eröffnung
MARL. Nach den Reden griffen u.a. Bürgermeister Werner Arndt, Betriebsleiter Horst Fährmann und Robert Heinze, Vorsitzender des Betriebsausschusses ZBH, zu Spaten und Gießkanne und pflanzten auf dem Gelände des neuen Zentralen Betriebshofs an der Zechenstraße eine Eiche. Während zahlreiche Besucher über das weiträumige Grundstück gingen und schon mal inspizierten, wo sie demnächst ihren Problemmüll abladen können, fand in der Remise die Feier mit Schlüsselübergabe zur offiziellen Eröffnung des zwölf Millionen teuren Betriebshofes statt. Beim Tag der offenen Tür waren vor allem die Kinder begeistert, die mit Walze und Bagger mehrere Runden durch die Halle drehten durften, in der sonst der Fuhrpark untergebracht ist. Die Feuerwehr führte vor, wie sie im Falle eines Unfalls ein Auto zerlegt. Im Betriebshof können jetzt auch Schadstoffe, Grünabfälle und Bauschutt (zum Teil gegen Gebühr abgegeben werden). Er ist montags und samstags von 8.30 bis 13 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 17 Uhr und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr geöffnet.
Kurze Wartezeiten
MARL. Lange Schlangen sollen im neuen Postbank Finanzcenter im Marler Stern der Vergangenheit angehören. „Unser Ziel ist es, unsere Kunden innerhalb von fünf Minuten bedient zu haben“, sagt Filialleiter Uwe Burkowski. Allerdings kann man sich in den neuen, hellen Räumen durchaus auch länger aufhalten. Eine Sitzgruppe mit Kaffeeautomat und Wasserspender lädt zum Verweilen ein, für die kleinen Besucher gibt es eine nach pädagogischen Gesichtspunkten gestaltete Kinderspielecke. Beratungsgespräche sind in abgeteilten Bereichen möglich. Das Finanzcenter an der Forumsplatte ist nach einem neuen Konzept gestaltet, das die Postbank bereits bundesweit in 30 Filialen umgesetzt hat. Das Flächenkonzept ist von der Fachzeitschrift „geldinstitute“ als „Beste Geschäftsstelle 2009“ ausgezeichnet worden. Mit moderner Optik will die Postbank die Bankdienstleistungen stärker in den Vordergrund rücken. In der Filiale können die Kunden natürlich auch Pakete aufgeben, Briefmarken kaufen oder einen Handy-Vertrag abschließen. Zeitgleich zur Neueröffnung wurde die Hauptpost an der Barkhausstraße geschlossen. Postkunden aus Alt-Marl können auch die Agentur im Biomarkt an der Schillerstraße nutzen./
Danke fürs Engagement
MARL. Das Sinfonieorchester des städtischen Musikschule gestaltet den Vortragsabend am Dienstag, 22. Juni, um 19 Uhr in der Scharounschule. Im Rahmen des Konzerts wird Bürgermeister Werner Arndt erstmalig Bürgerinnen und Bürger ehren, die sich für die Musikschule besonders engagiert haben. „Mit der Ehrung möchten wir uns für die Unterstützung bedanken, die wir zum Teil seit vielen Jahren erhalten“, sagt Musikschulleiter Günter Braunstein. Das Sinfonieorchester unter der Leitung von Wolfgang Endrös wird u.a. Werke von Igor Strawinsky und Beethovens Klavierkonzert C-Dur Nr. 1 spielen (Solist: Fabian Siegmund); der Eintritt ist frei.
Verkehr rollt, aber langsam
MARL. Seit Mitte der Woche rollt der Verkehr wieder über die Bahnhofstraße. Die Geschwindigkeitsbegrenzung auf 20 km/h wird jedoch noch einige Monate bestehen bleiben. Der Grund hierfür ist, so der Zentrale Betriebshof (ZBH), dass die Oberfläche der Bahnhofstraße noch hergestellt werden muss. Nach den Arbeiten von Gelsenwasser ist die rechte Fahrspur – in Richtung Oer-Erkenschwick – nur provisorisch hergestellt worden. Dadurch ergibt sich ein Höhenunterschied zur linken Spur. Ein Umstand, der ein Tempolimit erforderlich macht. Noch in diesem Jahr erneuert der ZBH Kanäle im Gehweg auf der bebauten Straßenseite der Bahnhofstraße. Erst danach wird die Fahrbahn der Bahnhofstraße im genannten Abschnitt kom-plett hergestellt. Der ZBH geht davon aus, dass dies noch in diesem Jahr erledigt wird.
Internationales Jugendtreffen
POLSUM. Auf dem Gelände des Sportvereins SuS Polsum findet an diesem Wochenende das internationale rotarische Jugendtreffen (Rotex 1870) statt. An dem Jugendaustausch, der vom Rotary Club Gelsenkirchen-Schloss Horst unterstützt wird, nehmen 50 Austauschschüler aus Deutschland, die im Sommer als Botschafter unseres Landes für mehrere Monate bis zu einem Jahr in die „weite Welt“ gehen, sowie 50 junge Menschen aus Asien, Europa, Nord- und Südamerika und Australien teil.
Ausflug nach Potsdam
MARL. Potsdam, die kleine, elegante Schwester Berlins, war das Ziel des CDU-Stammtisches im Hans-Katzer-Haus. Die einstige Residenz- und Garnisonsstadt bot mit ihren vielen Schlössern, Parks, historischen Stadtvierteln und alten Villen viele Möglichkeiten für Entdeckungen. Natürlich wurden so wichtige Sehenswürdigkeiten wie Schloss Sanssouci, Park Sanssouci, Neues Palais, Marmorpalais und Schloss Cecilienhof mit fachkundiger Führung besichtigt. Im Filmpark Babelsberg, dem größten in Europa, erlebten die Seniorinnen und Senioren eine spannende Stuntshow, konnten die Produktionsstätten von Sandmännchen oder GZSZ und viele andere Attraktionen besuchen. Bei einer Schifffahrt auf der Havel erlebten die Reisenden die Schönheit der Flusslandschaft mit den malerischen Dörfern der Mark Brandenburg und die Herrenhäuser der Hohenzollern am Ufer der Havel./
Lions bewähren sich als Winzer
MARL. „Löwenberger Steiger Nr. 1“ – so heißt der elegante, trockene Riesling, den der Lions Club Marl-im-Revier kredenzt. Bereits 2008 wurde die Idee geboren: Auf dem Volksparkfest bei einem Glas Wein und Pfannkuchen. Bereits seit Jahren unterstützt der Winzer Jens Adelseck den Lions Club Marl-im-Revier bei seinen Aktionen und Veranstaltungen. Regelmäßig fließt der Reinerlös aus dem Weinverkauf beim Volksparkfest und anderen Veranstaltungen den Projekten des Lions Clubs zu. In kleiner Runde wurde beschlossen, gemeinsam mit allen Mitgliedern des Clubs ein Jahr einen Weinberg in Münster-Sarmsheim an der Nahe zu bestellen und mit dem Verkaufserlös des selbst produzierten Weins die sozialen Projekte des Lions Clubs zu unterstützen. „Damit wollten wir nicht nur einen finanziellen Beitrag für unsere Förderprojekte leisten, sondern durch die gemeinsame Arbeit auch den Zusammenhalt in unserem Club fördern“, erläutert Marina Gesser, Präsidentin des Lions Clubs, die Beweggründe. Und das wurde durch die mit viel Spaß und Begeisterung durchgeführte Aktion über fast ein Jahr erreicht. In einem ersten Schritt wurde zum Jahreswechsel 2008/2009 gemeinsam mit den beiden Winzern Jens und Carl-Günther Adelseck die Lage für den Lions-Wein ausgewählt. Da die Mitglieder des Clubs die Rebsorte Riesling bevorzugen und die Entscheidung für einen leichten Sommerwein getroffen wurde, fiel die Wahl auf den Münsterer Kapellenberg. Eine Lage, wo auf einem Boden mit Quarzit-Verwitterungen schon seit Jahren ein ausgezeichneter Riesling gelesen wird. Die landwirtschaftlichen Arbeiten im Weinberg wurden dabei natürlich fachkundig von den Spezialisten des Weingutes Adelseck vorgenommen. Im Oktober 2009 war es dann soweit. Mit einem Dutzend Lions Freunden konnte am zweiten Oktoberwochenende die Ernte eingefahren werden. Über zwei Tonnen Reben wurden dabei unter Anleitung von Jens Adelseck von Hand von den Rebstöcken gelesen und in traditioneller Weise mit Kiepen ins Tal befördert und gesammelt. „Bei dem Genuss eines Glas Rieslings macht man sich natürlich keine Gedanken, wie schweißtreibend und anstrengend die Arbeit im Weinberg sein kann“, erinnert sich Eckhard Schläfke, der bei allen Aktionen tatkräftig mitgewirkt hat. Mit einem Traktor beförderte das Team des Clubs die Ernte anschließend ins Weingut, wo noch am späten Nachmittag die Trauben verarbeitet wurden. Zunächst trennte eine Maschine die Stiele und Stängel von den Trauben. Anschließend wurde langsam und mit minimalem Druck, also besonders schonend, der Traubensaft gewonnen und zur Vergärung in den Tank gepumpt. Von Oktober bis Dezember gelangte der Riesling in einem besonders langen Gärungsprozesse zu Reife. Mitte März stand dann eine weitere gemeinsame Aktion an. Erneut reiste der Lions Club Marl-im-Revier mit 15 Helfern an die Nahe, um dem Grundwein in einem weiteren Produktionsprozess den letzten Schliff zu geben. Gemeinsam mit dem Önologen Clemens Winkler wurde nunmehr das Wechselspiel zwischen Restsüße und Säure für den letzten Reifeprozess festgelegt. Dabei verkosteten die Lions mehrere Varianten mit unterschiedlichem Restsüße– und Säuregehalt. Und wie sollte es anders sein: die Meinungen gingen bei 15 unterschiedlichen Geschmäckern natürlich stark auseinander, was die Entscheidung nicht gerade leichter machte. Im Mai 2010 wurde der „Löwenberger Steiger Nr. 1“ abgefüllt. In einer letzten gemeinsamen Aktion haben die Mitglieder des Lions Clubs am 2. Juni rund 1.700 Flaschen mit den eigens gestalteten Etiketten beklebt, in Kartons verpackt und dabei natürlich das fertige Endprodukt zum ersten Mal genossen. Nach der langen und anstrengenden Arbeit ein besonderer Augenblick. „Der Name des Weins macht schon deutlich, dass es im nächsten Jahr eine Neuauflage dieser Aktion mit einem spürbaren finanziellen Beitrag für unsere Projekte geben wird“, erläutert Anke Eich, die künftige Präsidentin des Marler Clubs. „Und dazu können die Marler Bürger mit dem Kauf des Weines beitragen und damit die Arbeit von WiLLma und dem Kinderhospizdienst unterstützen.“ Der „Löwenberger Steiger Nr. 1 kann zum Preis von 5,90 Euro je Flasche beim Lions Club Marl erworben werden. Jedem Karton liegt ein Flyer bei, der den Produktionsprozess verdeutlicht und die Arbeit des Clubs beschreibt. Bestellungen sind möglich per E-Mail info@lions-marl-im-revier.de oder telefonisch, ( (02365) 518104, bei Peter Gesser. Am 3. Juli feiert der Wein im Rahmen des 3. Marler Sommerrocks auf dem Erdbeerhof Vortmann in Frentrop seine Premiere im Ausschank. Neben Bier und alkoholfreien Getränken wird an diesem Abend auch mit dem Riesling eine rockige Party gefeiert./
Sonntag finden zudem zwei Erzählcafés statt
MARL. Wegen der großen Nachfrage wird die Ausstellung „Im Vest angekommen!?“ verlängert und kann noch heute und Sonntag jeweils von 10 bis 13 und von 16 bis 20 Uhr in der ehemaligen Fördermaschinenhalle der Zeche Auguste Victoria, Victoriastraße 43, besichtigt werden. Die Ausstellung befasst sich mit den Zuwanderern, angefangen von den Masuren bis hin zu den Türken. Da viel von dem in der Ausstellung Gezeigten an die Erfahrungen von lebenden Zeitzeugen anknüpft, laden zwei Erzählcafés am Sonntag, 13. Juni, zu einem Erfahrungsaustausch ein. Um 12 Uhr geht es um Zuwanderer aus der Türkei. Sie sind die größte Gruppe aus der „Gastarbeiterzeit“ in Marl. Um 15 Uhr werden die zeitlich früheren Zuwanderungen aus Osteuropa thematisiert.
Toter noch nicht identifiziert
MARL. Der Tote, der am 19. Mai, auf den Gleisanlagen in Höhe der Lasallestraße gefunden wurde, konnte bislang nicht identifiziert werden. Seine Beschreibung: geschätztes Alter zwischen 40 und 60 Jahren, ca. 175 cm groß, stabil, dunkel- oder hellbraune Haare, Stoppelschnitt, Oberlippenbart, eine Teilprothese im Unterkiefer. Bekleidet mit brauner Feincordhose der Marke „Brax“, hellblauem, kurzärmeligen Feincordoberhemd „Magic Jeans“, Thermojacke von „Esprit“, schwarzem Strickpulli der Marke „Signum“, Kunstlederpantoffeln „Casa Mia“ Größe 42. Der Tote wies eine auffallend lange alte Narbe am Brustkorb, quer verlaufend, auf, die vermutlich von einer Herz-OP stammt. Hinweise nimmt die Polizei unter ( (02361) 550 entgegen.
„Day of Song“ im Marler Stern
Auf der Bühne die rot gekleideten Mitglieder des Melody-Chors, flankiert von weiteren Sängerinnen und Sängern, oben, entlang des Geländers, weitere Akteure, die am vergangenen Samstag, dem „Day of Song“, den Marler Stern in eine große Konzerthalle verwandelten. Um Punkt 12.10 Uhr erklang das Steigerlied und danach die Grönemeyer-Hymne „Komm zur Ruhr“. Textheftchen wurden auch die Zuschauer verteilt, um das Mitsingen zu ermöglichen. So bekamen die Besucher im Stern einen Vorgeschmack auf die abendliche Großveranstaltung in der Veltins-Arena.
Bestnoten für das Essen
MARL. Bestnoten für sechs Marler Grundschulen: Die Hochschule Niederrhein hat ihnen Schwarz auf Weiß bestätigt, dass sie ein ausgewogenes, vollwertiges Mittagessen anbieten und hohe Hygiene-Standards einhalten. „Die erfolgreiche Teilnahme an der Zertifizierung ist ein Beleg für die hohe Qualität der Schulverpflegung, die wir weiter erhöhen wollen“, erklärte Marls Schuldezernentin Dr. Barbara Duka bei der Übergabe der Zertifizierungsurkunden. Die Essensangebote in der August-Döhr-Schule, der Bartholomäusschule, der Canisiusschule, der Grundschule Sickingmühle, der Käthe-Kollwitz-Schule und der Pestalozzischule waren von einem Expertenteam geprüft worden, die Zusammenstellung und der Nährwert des Essens ebenso wie die Einhaltung der Hygieneanforderungen oder der regelmäßigen Temperaturkontrollen. „Ich bin den sechs Grundschulen und vor allem den Betreuungsteams im offenen Ganztag sehr dankbar dafür, dass sie mit gutem Beispiel voran gegangen sind und sich den hohen Anforderungen der Zertifizierung gestellt haben“, bedankte sich Schuldezernentin Dr. Barbara Duka bei der Übergabe der Zertifikate. Zurzeit bieten 13 der insgesamt 14 Grundschulen eine Offene Ganztagsbetreuung und damit auch einen Mittagstisch an, an dem 815 von insgesamt 1021 Grundschülern teilnehmen. Das Essensangebot an den drei Förderschulen (Glückauf-Schule, Heinrich-Kielhorn-Schule und Wilhelm-Raabe-Schule) wird von insgesamt 220 Schülern genutzt. Von den weiterführenden Schulen bieten traditionell die beiden Gesamtschulen (Willy-Brandt-Gesamtschule, Martin-Luther-King-Schule) ein Mittagessen an (durchschnittlich 85 Kinder pro Tag, in Spitzentagen bis zu 140 je Schule). An der Hermann-Claudius-Schule nutzen täglich durchschnittlich ca. 20 Schüler der Klassen 5 bis 7 im gebundenen (verpflichtenden) Ganztag die Möglichkeit, eine vollwertige Mittagsmahlzeit einzunehmen. An den Gymnasien befindet sich die Schulverpflegung in der Aufbauphase. Ab dem kommenden Schuljahr wird – aufgrund des Aufbaus des gebundenen Ganztages am Gymnasium im Loekamp und der Errichtung einer modernen Mensa am ASG/GSG – mit einer deutlich größeren Anzahl von Schülerinnen und Schülern gerechnet, die an der Mittagsverpflegung teilnehmen. In der Regel wird für die Schulverpflegung hochwertige Tiefkühlkost eines namhaften Anbieters aufbereitet und zum Teil mit Produkten anderer Anbieter ergänzt. Darüber ergänzt Rohkost, die von den Betreuungsteams an den Schulen frisch zubereitet wird, den Speiseplan. Die Wilhelm-Raabe-Schule und die Gymnasien erhalten das Mittagessen warm aus der Küche des Marien-Hospitals. Allein an der Glückauf-Schule wird das Essen komplett in der Schulküche von städtischem Personal zubereitet./
Betriebshof öffnet Türen
MARL. Am heutigen Samstag sind die Bürger eingeladen, sich ein eigenes Bild vom neuen Zentralen Betriebshof der Stadt Marl (ZBH) an der Zechenstraße zu machen. An diesem Tag präsentiert sich der Servicebetrieb von 10 bis 16 Uhr und zeigt, was die gut 240 Mitarbeiter für die Marler Bürger tun: Denn der Wert-stoffhof ist nur eine von vielen Dienstleistungen, die der Eigenbetrieb anbietet. „Den ZBH bringen alle Marler mit der Müllabfuhr in Verbindung“, sagt Horst Fährmann, Allgemeiner Betriebsleiter, „wenige wissen aber, dass wir auch für die Straßenreinigung zuständig sind, die Friedhöfe in Schuss halten, die Straßen unterhalten, die öffentlichen Parks, Grünflä-chen und Forsten pflegen, dafür sorgen, dass die Abwässer fließen und für die Verwaltung eine Reihe von zentralen Diensten anbieten.“ Die Gäste sollen heute einen Einblick in die Dienstleistungen des ZBH erhalten. Daher werden sich alle Sparten auf dem 36 000 Quadratmeter großen Gelände vorstellen. „Meine Mitarbeiter öffnen die Türen zu ihren Betrieben und Fahrzeugen und zeigen, was sie tagtäglich für die Marler leisten“, kündigt Horst Fährmann an. So haben große und kleine Besucher die Gelegenheit, einen Blick in das Innere von Müllfahrzeugen zu werfen oder sich die verschiedenen Kehrmaschinen zeigen zu lassen. „Auch die anderen Spezialfahrzeuge, die wir im Einsatz haben, zeigen wir“, sagt der Betriebsleiter. „Wir möchten unser neues Gebäude vorstellen, aber auch die vielen Leistungen, die wir von hier aus für die Menschen in Marl erbringen.“ Neben der Information haben die Organisatoren auch an den Spaß gedacht. So laden die Mitarbeiter des ZBH die Kinder zu einer Kleinkehrmaschinen-Rallye ein: Hier erfüllt sich der Traum, einmal in einer Reinigungsmaschine mitzufahren. Vom Hubsteiger aus können einige Besucher einen Blick auf das Treiben auf dem Gelände werfen. Spaß werden die Kinder auch auf der Hüpfburg der Firma DEKRA haben. Sie ist am Tag der offenen Tür auch mit zwei Kicker-Automaten vertreten und mit zwei Segways – das sind zweirädrige Elektrofahrzeuge, die unter anderem mit Körpergefühl gesteuert werden. Auf einem abgetrennten Parcours können die Besucher die skurrilen Fahrzeuge ausprobieren. Die Verbraucherzentrale und die Firma Lightcycle informieren über das Thema Energiesparlampen und deren sachgerechte Entsorgung. Besucher können heute auch ihren Müll entsorgen: Der Wertstoffhof ist dafür von 8.30 bis 13 Uhr geöffnet; danach steht der Hof bis 16 Uhr zur Besichtigung zur Verfügung.
Tanzshow im Theater
MARL. Auf sein 30-jähriges Bestehen blickt der TSC Schwarz-Silber Marl zurück, der ca. 400 Mitglieder zählt und damit der größte Tanzsportclub in Marl ist. Erster Höhepunkt im Jubiläumsjahr ist die große Tanzshow im Theater Marl am Sonntag, 11. Juli, von 15.30 bis ca. 18.30 Uhr (zum WM-Finale sind alle Fußball-Fans pünktlich zu Hause). Gezeigt wird eine musikalische Reise durch 30 Jahre Vereins- und Tanzgeschichte, wie z. B. die Neue Deutsche Welle, Dirty Dancing, Tanzbälle oder auch eine Hommage an Michael Jackson. Über 170 Tänzerinnen und Tänzer werden ihr Können auf der Bühne zeigen. Der Kartenvorverkauf findet an drei Terminen in der Pausenhalle der Ernst-Immel-Realschule in Marl statt: am 13. Juni von 15 bis 17 Uhr, am 16. Juni von 15.30 bis 19 Uhr und am 18. Juni von 16.30 bis 19.30 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene zwischen acht und 14 Euro; Kinder bis zwölf Jahre zahlen auf allen Plätzen sechs Euro. Für den Verein starten zurzeit sieben – teils in ganz Deutschland – erfolgreiche Turnierpaare im Standardbereich. Dazu kommen noch eine Jazz-, HipHop-, Tango Argentino- und Discofox-Gruppe, die ebenfalls zum Teil schon bei Tanzshows dabei waren. Etwa 150 Kinder und Jugendliche sind aktiv; es gibt zwei Turnierformationen, die bereits bei diversen Wettkämpfen angetreten sind./
Nachrichten der Stadt am Kiosk-PC
MARL. Im Stadtinformationsbüro i-Punkt können Bürger ab sofort an einem Kiosk-PC die Angebote auf der städtischen Homepage nutzen. Gelsenwasser-Kunden können übers Internet ihre Verbrauchsdaten übermitteln oder sich aktuell über alle Angebote des Trinkwasser- und Energieversorgers informieren. Möglich wurde das neue Angebot dank der langjährigen Kooperation des i-Punkts mit der Gelsenwasser AG. „Mit dem erweiterten Informationsangebot verstärken wir unsere Präsenz und bieten unseren Kunden einen zusätzlichen Service vor Ort“, sagte Eckart Capitain, Leiter Vertrieb Westfalen der Gelsenwasser AG, bei der Präsentation des neuen Rechners. Die Besucher können im i-Punkt ab sofort alle aktuellen Nachrichten und Dienstleistungen der Verwaltung abrufen. Sie erhalten per Internet auch Zugang zum Ratsinformationssystem der Stadt und können sich zum Beispiel über die Tagesordnungen der nächsten Ausschuss- und Ratssitzungen informieren und die zur Beratungs- und Beschlussfassung anstehenden Vorlagen lesen. „Das Ratsinformationssystem ist eine ergiebige Informationsquelle für alle, die sich für Kommunalpolitik interessieren“, warb Werner Arndt für das Online-Angebot und wünschte sich, „dass dieser kommunalpolitische Service stärker genutzt wird“. Für die kostenfreie Bereitstellung des Online-Kiosk-PCs bedankte sich Bürgermeister Werner Arndt mit „Hörnchen“, dem Maskottchen des Besentages. „Hörnchen“ gibt es seit kurzem als Stofftier zum Knuddeln und zum Verschenken. Es ergänzt die Palette der stadttypischen Produkte, die im i-Punkt erhältlich sind./
Unterrichtspaket verschenkt
Christina Wagner hat die Leitung im TÜV-zertifizierten Studienkreis Marl übernommen. Aus diesem Anlass hat die Nachhilfeschule dem Jugendamt der Stadt Marl ein Unterrichtspaket im Gesamtwert von 2.790 Euro zur Verfügung gestellt. Dafür sollen drei Kinder, die unter pädagogischen und sozialen Gesichtspunkten ausgewählt werden, je ein halbes Jahr lang kostenlos Nachhilfe erhalten. Seit 33 Jahren finden Schüler und Eltern im Studienkreis Marl eine Anlaufstelle bei Schulproblemen. „Wir arbeiten in fachhomogenen kleinen Lerngruppen oder im Einzelunterricht. Das erlaubt eine individuelle Förderung jedes einzelnen Schülers“, betont Christina Wagner. Der Studienkreis sieht seine Aufgabe nicht nur in der kurzfristigen Hilfe bei drohenden Klassenarbeiten oder Versetzungssorgen, sondern darüber hinaus in der Vermittlung langfristig wirksamer Lernstrategien. „Die Schülerinnen und Schüler sollen nach ihrer Zeit im Studienkreis in der Lage sein, bei neu auftretenden Problemen das einmal Gelernte anzuwenden und sich so selbst helfen können.“ Im Foto: Henriette Wesseley (Jugendamt Marl), Christina Wagner, Lars Friedrich (Marketingbeauftragter) und Ramona Wenke (Studienkreis-Leitung). Infos unter ( (02365) 3 43 32./
Wertstoffhof öffnet Montag
MARL. Der Wertstoffhof im neuen Zentralen Betriebshofs der Stadt Marl (ZBH) öffnet am Montag, 7. Juni, an der Zechenstraße seine Pforten. Die bisherigen Standorte zur Abfallentsorgung an der Riege- und Elbestraße entfallen. Die gängigen Abfälle wie Papier, Pappen, Schrott, Verpackungsmaterial, Glas und Sperrmüll werden weiterhin kostenlos angenommen. Darüber hinaus nehmen die Mitarbeiter am neuen Standort u. a. auch Hausmüll, Holz, Grünabfall und Bauschutt an. Hierfür ist ein Entgelt zu zahlen, das gleich am Eingang des Hofes bar kassiert wird. Vom Kassenhäuschen aus fährt der Kunde dann eine Rampe hoch, um auf den Wertstoffhof zu gelangen. Oben angekommen, präsentiert sich eine große Anzahl von Behältern, in die der mitgebrachte Abfall entsorgt wird. In der Praxis sieht das so aus, dass die einzelnen Abfallstationen deutlich beschriftet sind und bequem bestückt werden können. Die meisten Behälter stehen unterhalb der Rampe, der Kunde kann so seine Abfälle aus dem Kofferraum heraus direkt in den Container hineinwerfen. „Das ist gerade für ältere Mitbürger oder für schwere Abfälle mit Sicherheit eine große Erleichterung“, sagt Horst Fährmann, Allgemeiner Betriebsleiter des ZBH. Der Verkehr auf dem Wertstoffhof ist gegen den Uhrzeigersinn geregelt und die Bürger können „von Station zu Station“ fahren, um ihre Abfälle zu entsorgen. Damit das Entladen reibungslos funktioniert, sollten die Abfälle schon zu Hause beim Beladen des Autos gut vorsortiert werden. Zum einen wird damit den städtischen Mitarbeitern das Berechnen des Entgelts erleichtert, und zum anderen das geordnete Entladen auf dem Wertstoffhof. „Wir sind uns sicher, dass der neue Wertstoffhof gut funktionieren wird“, ist Horst Fährmann optimistisch, „allerdings können wir nicht ausschließen, dass es in der Anlaufphase zu kleinen Wartezeiten kommt.“ Schließlich müssen die Mitarbeiter jeden Besucher nach den Abfällen befragen und eventuell ein Entgelt kassieren. „Wir haben ein mobiles Kassengerät angeschafft, mit dem sich die Mitarbeiter schon im Vorfeld beschäftigt haben. Sinnvoll ist, wenn die Besucher eine handvoll Kleingeld bereit halten würden“, rät der Betriebsleiter. Der neue Service am Wertstoffhof bedingt auch, dass verstärkt nach der Herkunft der Kunden und ihrer Abfälle gefragt wird. „Die Dienstleistungen halten wir ausschließlich für die Marler Gebührenzahler bereit, die unseren Service über die Restmülltonne finanzieren. Daher werden die Personalausweise der Anlieferer kontrollier“, erklärt Horst Fährmann eine weitere Änderung. Geöffnet ist der Werstoffhof montags und samstags von 8.30 bis 13 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 17 Uhr und donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr.
Roter Ritter für die Stadt
MARL. Große Freude im Rathaus: Die Abteilung Verkehrswesen des Planungs- und Umweltamtes ist mit dem Roten Ritter ausgezeichnet worden, dem neu installierten bundesweiten Präventionspreis der Aktion Kinder-Unfallhilfe e.V. „Wir freuen uns sehr, dass unsere Bemühungen in der Verkehrssicherheitsarbeit mit Kindern– insbesondere die Verkehrssicherheitsarbeit in Grundschulen im Rahmen des Marler Ampelmännchen-Diploms – in einem derartigen Forum gewürdigt wurden und obendrein noch mit einem Preisgeld von 4.000 Euro honoriert worden sind“, so Diplom-Ingenieur Udo Lutz. Das Marler Ampelmännchen-Diplom ist ein Mobilitätskonzept mit hohem Lerneffekt – und damit preiswürdig für den „Roten Ritter“, heißt es in der Pressemitteilung des auslobenden Vereins. Gewürdigt wurden insgesamt fünf Projekte./
Turnierpaare sehr erfolgreich
MARL. Wieder einmal konnten die Marler Standard-Turnierpaare Erfolge mit nach Hause bringen. Dietrich und Gerlinde Tryba erreichten in Hagen bei ihrem zweiten Start für den Marler Verein in der Senioren IV S-Klasse einen hervorragenden zweiten Platz. Ähnlich gut lief es für Ulrich Kyas und Birgit Spletzer-Kyas in Frankfurt. Sie konnten in der Senioren I B-Klasse den 3. Platz behaupten und mussten sich nur dem Hessischen Landesmeister und dem Vizemeister geschlagen geben. Als Siegprämie für diese Platzierung gab es einen wunderschönen Glaspokal, der nun einen guten Platz in Marl gefunden hat. Klaus Tietze, der Vorsitzende des TSC Schwarz-Silber Marl e.V. zu den tollen Ergebnissen: „Unser Verein ist mittlerweile in ganz Deutschland bei den Turnieren sehr erfolgreich. Wir sind wirklich sehr stolz auf unsere Turnierpaare.“/
Stille Menschen, die Spuren hinterlassen
ALT-MARL. „Sie gehören zu den stillen Menschen, die Spuren hinterlassen“, lobte Hubert Schulte-Kemper, Vorsitzender des Heimatvereins Marl, das Wirken des Ehepaares Rosemarie und Dr. Frederico Engel, das während des Mühlentages für sein vielfältiges Engagement mit dem Heinrich-Keßler-Preis ausgezeichnet wurde. „Ohne ihr Eintreten für eine Reihe von Vorhaben des Heimatvereins würde die Pflege von historischen Gebäuden nicht so gut bestellt sein. Dank der Unterstützung der Engel-Stiftung konnten zum Beispiel die Sanierungsarbeiten in der alten Windmühle an der Hochstraße rasch und professionell umgesetzt werden“, sagte Schulte-Kemper in seiner Laudatio. Allein aus den Mitgliedsbeiträgen des Heimatvereins seien solche Bauvorhaben längst nicht zu stemmen. Doch damit nicht genug: Die Eheleute Engel haben auch die schöne Ausstellung der Puppen von Christa Kuhlmann und Helga Ahlert zu: ‚Der Fischer und seine Frau' im Heimatmuseum unter-stützt. Puppen und Dekoration stellen die beiden Damen, der Rahmen - also die Bühne für die Figuren - wurde von der Engel-Stiftung übernommen. Auch die Beschilderung eines Naturlehrpfades des Heimatvereins in Hamm fand die Unterstützung der Geehrten „Der Heimatverein Marl ist den Eheleuten Engel sehr dankbar für deren Interesse an den historischen Gebäuden, die der Verein pflegt und mit Leben füllt. Mit der Verleihung des Hein-rich-Keßler-Preises möchten wir uns ein wenig für die Unterstützung bedanken“, sagte Hubert Schulte-Kemper. Die Eheleute Engel fördern nicht nur Projekte des Heimatvereins. Mittel aus den Erlösen ihrer Stiftung sind in den vergangenen Jahren auch der Musikgemeinschaft Marl, der esm, der Diakonie und dem Tierschutzverein zugute gekommen. „Hinzu kommt eine Reihe von sozialen Projekten, die Menschen in großer Not geholfen haben“, lobt Schulte-Kemper das Eintreten der Stiftung für die Mitmenschen. Sehr viele Marler Schülerinnen und Schülern kennen die Engel-Stiftung aus dem Naturkundeunterricht. Sie unterstützt XLAB – ein Experimentallabor für junge Leute in Göttingen. XLAB bietet den drei Marler Gymnasien Praxiswochen in Kooperation mit der Universität Göttingen an. Dem Dank des Heimatvereins schloss sich auch Heimatfreund und Bürgermeister Werner Arndt an, der die Leistungen der Eheleute Engel und der ehrenamtlichen Mitglieder lobte. Sichtlich gerührt über so viele Gäste, die eigens in das Zelt unter den Bäumen vor der Museumsschmiede gekommen waren, gab Dr. Engel den Dank zurück: „In der Tat aber müssen wir, wir alle, dem Heimatverein danken, nämlich für all das, was er für unsere Stadt Marl und ihre Menschen Gutes tut.“ Besonders hob der Keßler-Preisträger hervor, dass die Erinnerung an unsere Vergangenheit bewahrt wird, indem wichtige Zeugen – historische Gebäude – erworben würden und erhalten. Der Heimatverein fülle sie mit Leben und nutze sie als Museen, ja als „Denkmäler“. Dr. Engel unterstrich den selbstlosen und ehrenamtlichen Einsatz seiner Mitglieder und rief der Festgemeinde zu: „Seid froh und stolz auf dieses Image, viele Menschen saugen Lebensfreude aus Ihrer Arbeit!“/
Bäume erinnern an verstorbene Sozialdemokraten
Alt-Marl und Brassert sollen noch grüner werden, wünscht sich der für die beiden Stadtteile zuständige SPD-Ortsverein. In beiden Stadttteilen pflanzten die Genossinnen und Genossen daher je einen Laubbaum. Es ist bereits eine Tradition, dass die Bäume auch an die verstorbenen Parteimitglieder erinnern sollen. Wie schon in den vergangenen Jahren wurde im Freizeitpark Brassert, auf der Fläche zwischen Spielplatz und Taubenzüchterhalle, unter Beteiligung zahlreicher Vorstandsmitglieder ein junger Ahornbaum gesetzt. Auch der zweite Baum am Fuß- und Radweg entlang der Bahnstrecke S 9 (Essen/Haltern) setzt eine Tradition fort und trägt zur weiteren Begrünung bei./
Zwei Esel sind auch mit dabei
MARL. 70 junge Musiker aus Rees am Rhein und Marl kommen zu einem Arbeitswochenende zusammen, an dessen Ende die Aufführung von „Basti, Jule und der Kuckuck“ steht. Der Knüller: Basti und Jule – zwei Esel – sind mit dabei. Seit acht Jahren schon gibt es das Streicherwochenende, das von zwei renommierten privaten Musikschulen bestritten wird, dem Musikhaus Marl, dessen Leiter Joachim Kasan ist, und den Haldern-Strings unter der Leitung von Georg Michel aus Rees. An dem Arbeitswochenende erarbeiten Schüler aus beiden Schulen ein Programm, das in der Abschlusspräsentation am Sonntag, 30. Mai, um 16 Uhr in der Dreifaltigkeitskirche in Brassert vorgestellt wird. Hierzu sind alle Marler Musikfreunde eingeladen, der Eintritt ist frei. Für das Konzert hat der ungarische Komponist György Albert eigens ein Stück komponiert: „Basti, Jule und der Kuckuck“. Joachim Kasan, Leiter des Musikhauses Marl: „Es ist schon etwas Besonderes über 70 kleine Streicher zu erleben. Sie sind zwischen drei und dreizehn Jahre alt und spielen je nach Gruppen auf leeren Saiten und auch schon anspruchsvolle Stücke.“ Mit den jungen Musikern sind alle Streichinstrumente vertreten: Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass.
Karten für kinderreiche Familien
Drei Marler Familien mit zusammen zwölf Kindern nahmen bei herrlichem Wetter die von der Marler CDU gespendeten Jahreskarten für das Guido-Heiland-Bad in Empfang. Begrüßt wurden die Familien bei dieser jährlichen Aktion der Marler CDU zur Unterstützung des Alt-Marler Traditionsbades von Anke Ronge, Marlies Mell, Karl-Heinz Dargel und Matthias Doertelmann. Allerdings müssen sich die Familien noch gedulden, denn das Bad hat ja bekanntlich die Saisoneröffnung verschoben./
Biotonne bitte nicht überfüllen
MARL. Wegen des Feiertags Fronleichnam am 3. Juni verschieben sich die Abfuhrtermine der Müllabfuhr um einen Tag. Restmüll-, Bio- und Papiertonne sowie die Gelbe Tonne und der Gelbe Sack werden statt Donnerstag am Freitag und statt Freitag am Samstag geleert. Die veränderten Daten sind auch im Abfall- und Umweltkalender und im Internet unter www.marl.de zu finden. Die herzliche Bitte richten die Müllwerker in der Sommerzeit an die Gartenbesitzer: Oftmals werden die Biotonnen zu voll beladen. Dann ragt Astwerk und Schnittgut über die Behälter hinaus. Die Öffnungen in den Schüttungen sind für die Größen der Gefäße ausgelegt, überstehendes Material verhindert den Leerungsvorgang. Dies bedeutet, dass die Biotonnen von den Müllwerkern nicht geleert werden können und am Straßenrand stehen bleiben müssen. In diesen Fällen erhalten die Biotonnen einen Aufkleber mit einem entsprechenden Hinweis. Die Eigentümer müssen die Gefäße dann so herrichten, dass sie – kostenpflichtig – nachgeleert werden können.
Keßler war Mitbegründer des Heimatvereins
MARL. Der Heimatverein Marl verleiht traditionell den Heinrich-Keßler-Preis. Heinrich Keßler wurde am 25. April 1874 in Lippburg geboren und wurde Lehrer. Er war zunächst in Homer an der holländischen Grenze tätig, danach in Oer. 1909 kam er zur Waldschule nach Hüls. Zuerst war er Hauptlehrer, später Rektor. Gegenüber der Schule hatte er ein schönes Haus mit einem großen Garten, den er hegte und pflegte. Als Anhänger der Zentrumspartei galt er unter der Gewaltherrschaft als politisch unzuverlässig und wurde vom Schuldienst suspendiert. Keßler machte sich daran, die Landjugend in Löntrop zu unterrichten und gründete die erste landwirtschaftliche Berufsschule in Marl, die später nach Dorsten zog. Wieder im Schuldienst, wurde er Lehrer an der Josefschule. Er wurde von den Schülern „Spitzbart“ genannt - nach seinem Haarwuchs am Kinn. Nach dem Krieg nahm er seine Tätigkeit als Rektor der Waldschule wieder auf. Keßler war Mitbegründer des Heimatvereins und war in Marl und Umgebung dafür bekannt, dass er mit seinem Fahrrad die Bauernschaften abklapperte und Gegenstände sammelte, die dann im Museum ausgestellt wurden. Fündig wurde er auch bei den Bauarbeiten an den Chemischen Werken und bei Straßenbauten. Keßler verstarb im Alter von 82 Jahren im März 1956. Die Jury hat die Preise an Menschen vergeben, die sich in besonderer Weise um den Heimatgedanken verdient gemacht haben: Helga Ahlert, Gregor Behrens, Helmut Madynski, die Mühlradfreunde und die Mühlradsänger.
Spaß und Bewegung
MARL. Die Evangelische Familienbildungsstätte Marl und Haltern lädt am heutigen Samstag zu Spaß und Bewegung von 15 bis 17 Uhr in die Sporthalle der Martin-Luther-King-Gesamtschule ein. Dort ist ein Riesenluftkissen aufgebaut. Das Generationenprojekt der Ev. Familienbildungsstätte und der DJK Lenkerbeck richtet sich an Kinder, Eltern und Großeltern, die mit Freude in Bewegung kommen wollen; es wird durch Gelsenwasser und die Soziale Stadt Hüls gefördert. Die Übungsleiter freuen sich auf viele Besucher.
Dienste im Neubau gebündelt
MARL. Die grüne Beschriftung „Zentraler Betriebshof“ und das Logo der Stadt Marl weisen die Bürger darauf hin, wer den in den letzten Monaten an der Zechenstraße auf dem ehemaligen Gelände der Zeche Brassert hochgezogenen Neubau künftig nutzt. In den vergangenen Wochen sind die Mitarbeiter der Verwaltung des Zentralen Betriebshofs der Stadt Marl (ZBH) von der Riegestraße in die neuen Büros umgezogen. „Der Umzug hat reibungslos funktioniert“, freut sich Horst Fährmann, Allgemeiner Betriebsleiter des ZBH. „Der Umzug erfolgte in mehren Etappen. Der Verwaltung folgen die Verwaltungsmitarbeiter des Kanalbaus aus dem Bauturm und die Kollegen der so genannten „manuellen Dienste“ – also alle, die bei der Müllabfuhr tätig sind, auf den Friedhöfen, bei der Straßenunterhaltung, bei der Abwasserbeseitigung, in den Grünanlagen und in den Werkstätten.“ Am Ende sind es gut 220 Frauen und Männer, die von den über das Stadtgebiet verteilten Stellen an die Zechenstraße ziehen. Der Name „Zentraler Betriebshof“ war bisher irreführend: Denn die Bürger mussten – je nach Anliegen – entweder zur Riegestraße, zum Bauturm an der Liegnitzer Straße, zum Bauhof an der Sickingmühler Straße oder zur Elbestraße, wo die Firma PRC einen Wertstoffhof im Namen des ZBH betrieb. Darüber hinaus gab es noch Niederlassungen an der Brassertstraße und auf den Friedhöfen. „Mit der Inbetriebnahme des Neubaus haben die Marler jetzt eine Adresse, unter der die allermeisten Dienstleistungen des ZBH anzutreffen sind“, stellt Horst Fährmann die Vorteile der Zentralisierung heraus. „Vom Neubau profitieren die Bürger und die Mitarbeiter gleichermaßen.“ Mit der Planung hatte das Architektenbüro Pfeiffer-Ellermann-Preckel im Jahr 2007 begonnen; im Juni 2008 wurde der Bauantrag eingereicht, und im Dezember 2008 symbolisierte der erste Spatenstich den Beginn der Bauphase. Zur offiziellen Einweihung und zum Tag der offenen Tür lädt die Betriebsleitung am Samstag, 12. Juni ein. Während alle großen und kleinen Marler Bürger aufgerufen sind, den neuen Betriebshof von 10 bis 16 Uhr zu erkunden, treffen sich die geladenen Gäste um 13 Uhr in der Remise. Für die – hoffentlich zahlreichen – Besucher hat die Betriebsleitung ein buntes Programm vorbereitet. Zum einen sollen die Gäste die Gelegenheit bekommen, die einzelnen Teile des Betriebshofs zu besichtigen. Dazu gehört auch, die verschiedenen Fahrzeuge von innen und außen kennen zu lernen. Wer hat schon einmal in den Bauch eines Müllfahrzeugs gesehen? Wie mag der Sauger einer Kehrmaschine funktionieren? In den Werkstätten stehen die Mitarbeiter allen Neugierigen Rede und Antwort. Die Besucher können auf eigene Faust das Gelände erkunden oder sich einer Führung anschließen. Die Feuerwehr hat angekündigt, vor Ort einige Übungen zu zeigen und ihre Einsatzfahrzeuge vorzustellen. Die jüngeren Gäste sind eingeladen, einen Parcours mit Kleinkehrmaschinen zu fahren. Die neuen Öffnungszeiten des Wertstoffhofs: montags und samstags von 8.30 bis 13 Uhr, dienstags, mittwochs und freitags von 8.30 bis 17 Uhr, donnerstags von 8.30 bis 18 Uhr. Die Verwaltung ist von montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 17.30 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr zu erreichen./
Frühschoppen mit Löwenherz
MARL. Im Ruhrgebiet hat der Frühschoppen am Sonntagmorgen Tradition. Was liegt also näher, als das Ende der „SchachtZeichen“ am 30. Mai mit einem Umtrunk und stimmungsvoller Musik am Schacht 8 ausklingen zu lassen. Den musikalischen Rahmen dazu gestaltet die Marler Rockband Löwenherz mit einem zweistündigen Programm ab 11.30 Uhr im Biergarten der ehemaligen Schachtanlage am Loemühlenweg/Ecke Recklinghäuser Straße (B225). Bevor die Ballons endgültig vom Himmel geholt werden, spielt die Rockband des Lions Clubs Marl „Ruhrballaden“. Die deutschsprachigen Rockballaden haben meist einen Bezug zum Ruhrgebiet, Ihren Menschen und Geschichten. „Wir haben speziell für die Ruhr.2010 ein Programm erarbeitet, das auch im Rahmen der Aktion Still-Leben auf der A40 präsentiert wird“, erläutert Gitarrist Andreas Bettin. „Dabei wird es etwas weniger rockig und eher gefühl- und stimmungsvoller zugehen, als es die Zuschauer von unseren bisherigen Auftritten gewöhnt sind,“ ergänzt Gitarrist und Sänger Peter Gesser. Die sieben Mitglieder der Rockformation Löwenherz spielen und singen dabei für den guten Zweck. Alle Erlöse aus den Konzerten fließen in die Hilfsprojekte des Lions Clubs Marl. Der Auftritt im Biergarten der Werkstatt Brassert am Schacht 8 wird von der Volksbank Marl-Recklinghausen mit einer Spende finanziert. Der Eintritt zum Frühschoppen ist kostenlos, die Gäste dürfen mit einer Spende den Beitrag der Volksbank deutlich aufstocken. Am Samstag, 29. Mai, sind der Biergarten und das Café ab 16 Uhr geöffnet. Um 18 Uhr wird in der Reihe „Filmfest im Schacht“ aus der Ruhrgebietssaga von Regisseur Adolf Winkelmann der Film „Jede Menge Kohle“ zu sehen sein./
Die Jüngsten stellen sich in der Scharounschule vor
MARL. Die Musikschule der Stadt Marl veranstaltet am Sonntag, 30. Mai, um 11 Uhr in der Aula der denkmalgeschützten Scharounschule, Westfalenstraße 68a, ihr traditionelles „Konzert der Jüngsten“ mit anschließendem „Instrumentenkarussell“. In diesem Konzert zeigen die jüngsten Schülerinnen und Schüler aus den Fachbereichen Tasteninstrumente, Streichinstrumente, Holz- und Blechblasinstrumente, Tanz und Zupfinstrumente ihr Können vor großem Publikum. Von Beiträgen aus der Früherziehungsgruppe über Solo- und Kammermusikstücken bis hin zum Mini- und Streicher- Kammerorchester oder Tanzdarbietungen – die Kinder tragen dem Publikum mit viel Talent und Mut ihre eingeübten Vortragswerke aus verschiedenen Epochen vor. Pit Podlasly wird in diesem Jahr das Konzert mit seinem vielfältigen Schlagzeug begleiten. Die Moderation und Gesamtleitung übernimmt Musikschullehrer Klaus Baumeister. Nach dem etwa eineinhalbstündigen Konzert besteht (bis maximal 14 Uhr) die Möglichkeit, die Instrumente, die an der Musikschule unterrichtet werden, kennenzulernen. Lehrerinnen und Lehrer geben gern weitere Auskünfte über die Instrumente und zum über das Unterrichtsangebot. Im vergangenen Jahr haben sich einige Kinder und Erwachsene inspirieren lassen und erlernen nun fleißig das Instrument, das sie sich ausgesucht hatten. Zum Konzert der Jüngsten am Sonntag sind alle Interessierte herzlich eingeladen. Der Eintritt ist frei.
Es klappert die Mühle...
ALT-MARL. Pfingstmontag ist bundesweit Mühlentag. Natürlich auch im Volkspark. Der Heimatverein lädt Gäste zu sich in die „gute Stube“ ein und macht alle Interessierten damit vertraut, wie es früher hier aussah und zuging. Um 11 Uhr werden die Gäste begrüßt und durch die Mühlradsänger musikalisch eingestimmt. Danach heißt es „Wasser marsch“. Für den nötigen Schwung des Rades sorgt das Wasser im Weierbach, der wiederum aus dem Volksparkteich gespeist wird. Damit der Weierbach genug Wasser führt, haben die Mühlradfreunde bereits Tage vorher das Wasser im Teich aufgestaut. Etwa sechs Zentner Frentroper Korn von Bauer Hermann Leineweber passieren den Weg durch die schweren Mahlsteine. Bestens bewährt hat sich der Sackaufzug in der Mühle, der mit einer raffinierten Klapptechnik für einen reibungslosen Transport des Schrots auf dem Mühlenboden sorgt. Gleich sechs Wassermüller sorgen dafür, dass sich die Mühlräder drehen: Georg Scholz, Heinz Fathmann, Hans-Willi Feykes, Hans Gläser und Heiner Jansen erklären den Besuchern gern, wie die Mühle am rauschenden Bach klappert. In Betrieb ist auch der historische Webstuhl im Heimatmuseum, der von Johanna Högner und ihrer Tochter Sabine Paßmann bedient wird. Ihre flinken Hände fertigen Küchenhandtücher, die von den Besuchern gekauft werden können. Schon von weitem wird der Schmied Karsten Goldmann auf seine Kunst aufmerksam machen. Mit kräftigen Hammerschlägen formt er Hufeisen für die Besucher und stanzt deren Initialen ein. Gleich drei Drechsler haben sich für den Mühlentag angemeldet, um Zeugnis für ein traditionelles Handwerk abzulegen. Andreas Heidinger, Ernst Püschel und Karl Weber werden dem staunenden Publikum vorführen, welch schöne Dinge man aus einem Holzklotz fertigen kann. Die Mühlradfreunde wissen, dass den Gästen bei so viel spannender Unterhaltung die Kehle brennt und der Magen knurrt. Daher sorgen die Frauen der Mühlradfreunde auf der Tenne des Heimatmuseums mit leckeren Schmalz- und Schinkenbroten für satte und zufriedene Besucher. Im Ausschank sind Getränke für junge und jung gebliebene Besucher. Zu kaufen gibt es den beliebten Mühlenkorn und Brot. Gut 20 Frauen und Männer sorgen dafür, dass die Besucher an den Theken flott bedient werden. Um 15 Uhr erwarten die Veranstalter die Jagdhornbläser des Hegerings Marl unter der Leitung von Dieter Heising. Es sorgen im Übrigen die Mühlradsänger Hubert Leineweber, Dieter Real, Dirk Hünerbein und Josef Köper in bewährter Weise für die musikalische Unterhaltung./
Fallschirmspringer im Freibad
MARL. Für die Pfingstfeiertage versprechen die Meteorologen endlich dem Mai angemessenes Wetter. Das können die Betreiber der zwei Freibäder in Marl, die heute verspätet die Saison eröffnen, auch gut gebrauchen. Nach einer dreijährigen Pause wird das Freibad in Hüls wieder seine Türen öffnen – erstmals in Trägerschaft des Freibades Hüls e.V. Um 12 Uhr werden Fallschirmspringer im Bad landen, anschließend werden die Gäste eingelassen. In Anwesenheit von Bürgermeister Werner Arndt wird dann das Freibad nach einem Eröffnungsschwimmen durch die Berufsstarter des Chemieparks für den allgemeinen Badebetrieb frei gegeben. Die Berufsstarter haben bei der Renovierung des Bades tatkräftig mitgeholfen. Der Kiosk des Bades unter der Leitung von Markus Tudyka ist geöffnet, der Trägerverein bietet Kuchen und Waffeln an Das Freibad wird künftig montags von 13 bis 20 Uhr, dienstags bis freitags von 12 bis 20 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 10 bis 20 Uhr geöffnet sein. Vereine können das Bad von montags bis freitags von 7 bis 12 Uhr nutzen. Dazu sind Mitgliedsausweise nötig, die bei Birgit Fischer, ( (02365) 86071, und an der Kasse angefordert werden können. Der Eintritt kostet für Kinder (ab ein Meter Körpergröße, unter 18 Jahren) zwei Euro, für Erwachsene vier Euro. Die Familientageskarte kostet zehn Euro. Der Badeweiher im Chemiepark startet ebenfalls am Pfingstsamstag in die Saison. Das Bad ist von montags bis freitags von 10 bis 20 Uhr, samstags, sonntags und feiertags von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Bei schlechtem Wetter ist eine kurzfristige Schließung möglich; Auskunft erteilt die Info-Hotline ( (02365) 496716. Der Eintritt kostet für Kinder 1,50 Euro, für Erwachsene 2,50 Euro. Mitarbeiter des Evonik-Konzerns können um 50 Prozent verbilligte Dauerkarten erwerben. Das Guido-Heiland-Bad im Volkspark in Alt-Marl, das bereits seit 19 Jahren erfolgreich durch den Volksbad Marl e.V. betrieben wird, muss die angekündigte Eröffnung wegen technischer Probleme verschieben. Es wird den neuen Termin rechtzeitig bekannt geben. Spaziergänger sind aber Pfingstsonntag und -montag willkommen, denn die Cafeteria ist geöffnet und lädt zum Verweilen ein.
Keßler-Preis für Ehepaar Engel
ALT-MARL. Alle zwei Jahre verleiht der Heimatverein Marl den Heinrich-Keßler-Preis. Die feierliche Übergabe an die diesjährigen Preisträger, Rosa Marie und Dr. Federico Engel, findet erstmals im Rahmen des Mühlentages statt. In Erinnerung an seinen ersten Vorsitzenden vergibt der Heimatverein Marl e.V. alle zwei Jahre den Heinrich-Keßler-Preis. Mit diesem Preis werden Personen ausgezeichnet, die sich um die Heimatpflege in Marl besonders verdient gemacht haben. Das Preisgericht hat die Eheleute Engel in Anerkennung ihrer Verdienste zur Förderung der heimatlichen Denkmalpflege ausgewählt. Die von den Eheleuten gegründete Engel-Stiftung hat unter anderem die Restaurierung der Windmühle finanziell unterstützt. Auf Wunsch der Geehrten fällt die feierliche Übergabe des Preises in diesem Jahr mit dem Mühlentag zusammen. Zur Preisverleihung lädt der Heimatverein um 12 Uhr in das Zelt auf der Wiese vor dem Museum ein.
Zertifikate für die Streitschlichter
MARL. Schulleiterin Brigitte Parras überreichte in einer kleinen Feierstunde den neu ausgebildeten Streitschlichterinnen und Streitschlichtern der Martin-Luther-King-Gesamtschule ihre Zertifikate und bedankte sich sehr herzlich für ihr freiwilliges Engagement. Jungen und Mädchen des achten Jahrganges wurden während des vergangenen halben Jahres von ihren Lehrern Gertrud Schürmann und Ulrich Kramer mit Unterstützung der Sozialpädagogin Fr. Gollan für ihre neue Tätigkeit vorbereitet. Sie lernten, dass sie als Mediatoren verschiedene Kompetenzen benötigen: dazu gehören Neutralität, Einfühlungsvermögen, Konzentration, Gesprächsführung und geduldiges Zuhören. In zahlreichen Übungen und Rollenspielen übten die Schülerinnen und Schüler das Erlernte. Nun möchten sie es - falls gewünscht - „im Ernstfall“ anwenden. Zu der feierlichen Überreichung der Zertifikate waren auch die Schülerinnen und Schüler des 5. Jahrgangs eingeladen, so dass sie ihre „neuen“ Mediatoren schon einmal kennen lernen konnten. Erfahrungsgemäß werden die Streitschlichterinnen und Streitschlichter am meisten von den jüngeren Schülerinnen und Schülern in Anspruch genommen.
Versammlung des Fördervereins
MARL. Der Verein der Freunde und Förderer des Albert-Schweitzer-Gymnasiums trifft sich am 1. Juni ab 18 Uhr im Raum 64 des Albert-Schweitzer-Gymnasiums zu einer Mitgliederversammlung. Die Änderung der Satzung und Berichte zur bevorstehenden Zusammenführung des Albert-Schweitzer- und des Geschwister-Scholl-Gymnasiums stehen auf der Tagesordnung. Insbesondere sollen zu diesem Punkt die Aspekte besprochen werden, die hinsichtlich der Zukunft des Vereins der Freunde des ASG interessant sind. Der Vorstand bittet um rege Teilnahme und freut sich auf einen zahlreichen Besuch.
Sprechstunde im Hans-Katzer-Haus
MARL. Am Mittwoch, 26. Mai, findet von 9.30 bis 12 Uhr die monatliche Sprechstunde des Netzwerks Bürgerengagement im Hans-Katzer-Haus am Lipper Weg 78 statt. Ulrich Dittmar, Diplom-Sozialarbeiter vom Netzwerk Bürgerengagement, hilft Ratsuchenden bei Fragen zu Selbsthilfegruppen und Hilfsangeboten in schwierigen Lebenslagen und vermittelt auf Wunsch auch erste Kontakte. Die Beratung des Netzwerks Bürgerengagement findet regelmäßig am vierten Mittwoch im Monat im Hans-Katzer-Haus in Marl statt.
Gelsenwasser hat noch Geld
MARL. Für ihr Generationenprojekt hat die Gelsenwasser AG noch Geld in der Kasse. In Marl kann noch ein Projekt gefördert werden. In der Jurysitzung am 6. Juli werden die Mittel zugesprochen. Vereine, Initiativen und kommunale Einrichtungen können Anträge im Internet unter www.gelsenwasser-generationenprojekt.de bis 15. Juni stellen.
Jugend kämpft um Pokale
SINSEN. „Jubel, Trubel, Heiterkeit!“ Unter diesem Motto präsentiert die Jugendabteilung des TuS 05 Sinsen über die Pfingstfeiertage bereits zum 18. Mal ihr traditionelles Jugendturnier für Teams der C-, D-, E-, F- und G-Junioren. Im Kampf um die ausgesetzten Wanderpokale wird der Nachwuchs den hoffentlich auch diesmal zahlreichen Zuschauern spannenden Fußballsport mit technischen Finessen und viel Kampfgeist darbieten. Den Anfang machen am heutigen Samstag ab 9 Uhr die D-Jugendlichen, ab 13.45 Uhr gefolgt von der C-Jugend. Der Sonntag ist dem jüngsten Nachwuchs vorbehalten. Ab 10.30 Uhr geht es spielerisch für die „Minis“ (G-Jug.) zur Sache. Anschließend tragen A-und B-Junioren jeweils ein Freundschaftsspiel aus. Pfingstmontag sind am Vormittag ab 10 Uhr die E-Junioren an der Reihe. Den Turnierabschluss bestreiten am Nachmittag die F-Jugendlichen. Anstoß ist dort um 14 Uhr. Neben einem bunten Rahmenprogramm für Groß und Klein und dem leiblichen Wohl kommt es am Samstag zu einem sportlichen Vergleich zwischen den TuS 05 Alten Herren und den Sinsener Schützen, wie er früher alljährlich in Form eines Fußballspiels ausgetragen wurde. Diese Tradition soll nun durch einen Wettbewerb in neuer Form durchgeführt werden. Um 15 Uhr stehen sich im benachbarten Schießstand die Protagonisten zu einem Vergleich mit Luft-, Lasergewehr und Armbrust gegenüber. Danach entscheidet ein Fußball-Dreikampf über den Sieger des Spektakels. Für 18.30 Uhr ist dann noch ein Nachholspiel der TuS 05-Zweitvertretung gegen PSV RE angesetzt.
Gelbe Ballons steigen auf
MARL. Nach der „Local Heroes“-Woche erwartet die Bürger mit der Aktion „SchachtZeichen“ ein weiterer Höhepunkt im Rahmen der Ruhr 2010. Vom 22. bis 30. Mai werden an sechs ehemaligen Schachtanlagen große gelbe und weithin sichtbare Ballons am Himmel über Marl sowie zahlreiche kulturelle Begleitveranstaltungen auf die besondere Bedeutung des heimischen Bergbaus aufmerksam machen. „Ich freue mich sehr, dass sich soviel Einrichtungen, Gruppen, Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger beteiligt haben und ein umfangreiches Kulturprogramm auf die Beine gestellt haben“, sagte Bürgermeister Werner Arndt bei der Vorstellung der druckfri-schen Broschüre zu den „SchachtZeichen“-Veranstaltungen. Im gesamten Ruhrgebiet werden ab Pfingstsamstag eine Woche lang bis zu 350 Ballons am Himmel zu sehen sein. In Marl wird an den ehemaligen Schachtanlagen AV 1/2 (Victoriastraße), AV 6 (Hülsbergstraße 994), Schacht & Schlägel und Eisen (Loemühlenweg), Brassert 1/2 (Freizeitgelände Zechenstraße) und Brassert 3 (Firmengelände) sowie am Erz-schacht AV 4/5 (Am Wetterschacht) jeweils ein überdimensionaler, mit Helium gefüllter Ballon in die Höhe steigen. Einen der Ballons hat Manfred Degen, stellvertretender Vorsitzender des Knappenvereins Marl und städtischer Beauftragter für die „SchachtZeichen“ in Marl, selbst finanziert. Degen hatte dafür zu seinem 70. Geburtstag auf Geschenke verzichtet und um eine Spende gebeten, die – aufgestockt mit eigenen Mitteln – die Finanzierung des Ballons am ehemaligen Erzschacht möglich gemacht hat. Ein zweiter Ballon wurde vom ehemaligen AV-Werksarzt Dr. Horst Gorschlüter gespendet, einen weiteren Ballon (AV 1/2) hat die Stadt Marl aus den Geldern für die Ruhr 2010 finanziert. „Die ,SchachtZeichen‘ sind für mich die gelungenste Aktion von allen Veranstaltungen der Ruhr2010, weil sie wie keine andere die lokalen Gegebenheiten herausstellt“, schwärmt Degen. „An den fast 350 Ballons wird konkret sichtbar, welche enorme Bedeutung der Bergbau für unsere Region hatte und was für den Strukturwandel schon geleistet worden ist.“ Am heutigen Pfingstsamstag werden die Ballons an allen Standorten in Marl zeitgleich um 12 Uhr aufgelassen. Am 24. und 29. Mai wandeln sich die „SchachtZeichen“ in „Nachtzeichen“ und sind hell erleuchtet am Abendhimmel (jeweils bis 1 Uhr) zu sehen. Passend dazu kann dieses einmalige Spektakel im Rahmen von Führungen vom Dach der Rathaustürme und von der Halde „Lipper Höhe“ beobachtet werden.
Pott-Püree und Pott-Pourri
MARL. An den sechs „SchachtZeichen“-Orten werden den Besuchern Kulturprogramme mit unterschiedlichen Schwerpunkten geboten. Den offiziellen Auftakt bildet am Pfingstsonntag um 11 Uhr die Eröffnung der Ausstellung „Fremd(e) im Revier – im Vest angekommen“ (www.im-vest-angekommen.de) in der ehemaligen Fördermaschinenhalle am Schacht AV 1/2 (bis 6. Juni). Die Ausstellung wird ergänzt um Vorträge und Lesungen, in denen die Zuwanderung und die prägende Wirkung des Bergbaus auf die Bevölkerungsstruktur im Mittelpunkt stehen. Dazu gibt es beim „Pott-Püree & Pott-Pourri“ (29. Mai) Essen und Musik aus den Zuwanderungsregionen. Am Donnerstag wird es im Maschinenübungsraum die „Kirchschicht“ geben, einen ökumenischen Bergmannsgottesdienst mit dem Knappenchor Westerholt. Auf Brassert 1/2 geht es sportlich zu: Es gibt „Tennis für Jedermann“ (22. Mai), ein Kinder- und Familienfest (27. und 28. Mai), ein Tennisturnier um den „SchachtZeichen“-Pokal (29. Mai) sowie geführte Radtouren zu den „SchachtZeichen“ in Marl (27. Mai) und im Kreis Recklinghausen (30. Mai). Am ehemaligen Erzschacht wurde bereits die Ausstellung „Der Bergbau in Marl und in der Region – gestern, heute, morgen“ eröffnet. Im und um das Museum im Erzschacht gibt es in den folgenden Tagen ein buntes Familienfest für Jung und Alt (29. Mai), eine Lesung mit Texten aus dem Ruhrgebiet (26. Mai), eine Film- und eine Diavorfüh-rung (27. und 28. Mai) sowie ein Open-Air-Konzert (28. Mai). Sammler können sich auf Sonderstempel und Briefumschläge mit Cachetstempel der ehemaligen Marler Schachtanlagen freuen (22. und 29. Mai). Im Zentrum der Aktionen an Schacht AV 6 steht ein „Tag der offenen Tür“ in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen (28. Mai), während im Schacht 8 beim Hardcorefestival mit regionalen Bands (22. Mai), bei „Tanz den Schacht“ (23. Mai) und bei Rockmusik „Übertage“ die Post abgeht. Dazu gibt es eine Kunstaktion (24. Mai) und das „Filmfest im Schacht“ mit Filmen aus der Ruhrgebietssaga von Adolf Winkelmann (26. bis 29. Mai). Die Broschüre mit allen wichtigen Informationen zu den „SchachtZeichen“-Veranstaltungen ist u.a. im Stadtinformationsbüro i-Punkt und im Rathaus erhältlich und kann im Internet unter www.marl.de/ruhr2010 heruntergeladen werden.
Armenküche in Minsk bittet um Spenden
MARL. Der Arbeitskreis Minsk unter dem Dach des Union-Sozial-Werkes Marl bittet um Spenden für den bevorstehenden Transport nach Minsk, der für den 25. Juni vorgesehen ist. Die Armenküche in Minsk ist weiterhin dringend auf Unterstützung angewiesen. Hier stehen auf der Wunschliste Tütensuppen, Grundnahrungsmittel, Gewürze, ganz oben. Auch ein wenig Luxus in Form von Kaffee, Kakao, Schokolade ist erwünscht. Das Minsk-Team bittet daher sowohl um Lebensmittelpakete als auch um einzelne Lebensmittel, die dann zu Paketen zusammengestellt werden. Weiterhin sind Fahrräder aller Art, orthopädische Hilfsmittel (Rollatoren, Rollstühle etc.) eine große Hilfe für die Menschen in Minsk. Darüber hinaus werden wieder Geldspenden zur Finanzierung des Transportes und für den Erwerb größerer Mengen Grundnahrungsmittel dringend benötigt. Spenden können eingezahlt werden auf das Konto Nr. 601 635 73 bei der Sparkasse Vest, BLZ 426 501 50. Eine Spendenbescheinigung wird unaufgefordert ausgestellt. Hilfsgüter aller Art können täglich im Hans-Katzer-Haus, Lipper Weg 78, von 9 bis 12 Uhr abgegeben werden. Weitere Informationen über die Spendenaktion erteilen Liesel Heckmann, ( (02365) 2 22 83, und Anneliese Scheffler, ( (02365) 6 69 95 bzw. 0173/44 44 112.
Spielplanheft liegt aus
MARL. Ein Tänzer des „Bangarra Dance Theatre“ aus Sydney ziert das knallgrüne Spielzeitheft des Theaters, das jetzt an vielen öffentlichen Stellen ausliegt. Die Saison 2010/2011 ist prall gefüllt mit attraktiven, teilweise sozialkritischen Theaterstücken, unterhaltsamen Komödien, Musicals, Operetten, Tanz sowie zahlreichen Angeboten für Kinder und Jugendliche. Herbert Knebel kommt mit seinem Affentheater; die Bullemänner, Fritz Eckenga und Matze Knop haben sich angesagt. Bekannte Schauspieler wie Herbert Herrmann, Michaela May und Leonhard Lansink gastieren in der neuen Spielzeit. Die Besucher können sich auf „Die Schöne und das Biest“, „Jekyll und Hyde“, Schauspiele wie „Woyzek“, „Viel Lärm um nichts“, „Die Dreigroschenoper“, Komödien wie „Arsen und Spitzenhäubchen“, „Gut gegen Nordwind“ und mehr freuen. Das junge Publikum kann sich u.a. auf einen „Fall für Freunde“, auf die „Zauberflöte“ für Kinder und auf eine sozialkritische Version des Consol Theaters von Hänsel und Gretel mit dem Titel „Looking for Gretel“ freuen. Karten gibt es ab sofort im i-Punkt Marler Stern , ( (02365) 99 43 10.
Ampel steht auf Grün
MARL. Aufatmen in Marl: Die bereits bewilligten Projekte für die „Soziale Stadt Hüls-Süd“ können fortgesetzt und die Fördergelder abgerufen werden. Diese Zusage hat Regierungspräsident Dr. Peter Paziorek Bürgermeister Werner Arndt persönlich gegeben, der die frohe Kunde mit großer Erleichterung und Freude aufnahm. Regierungspräsident Dr. Paziorek machte deutlich, dass die Bezirksregierung aufgrund der drohenden Überschuldung der Stadt Marl den Investitionsmaßnahmen für die Erneuerung des Stadtteils Hüls-Süd nach der „strengen Lehre“ des Haushaltsrechts eigentlich nicht hätte zustimmen dürfen. Dr. Paziorek: „Die Fortsetzung der geplanten Maßnahmen stand wegen der schlechten Finanzsituation der Stadt Marl auf der Kippe, sie stand kurz vor dem Aus.“ Die Stadt Marl habe jedoch schon sehr frühzeitig in konstruktiven Gesprächen mit der Bezirksregierung „die fachliche Notwendigkeit zur Durchführung der Maßnahme“ plausibel dargelegt und mit Nachdruck insbesondere die Bedeutung und die Nachhaltigkeit des Projektes überzeugend dargestellt. Darüber hinaus, so der Regierungspräsident, habe die Stadt Marl „deutlichen Sparwillen“ gezeigt und alle erforderlichen Voraussetzungen geschaffen, so dass es „vertretbar“ erschienen sei, „die Ampel für die Fortsetzung des Projektes in der verabredeten Form auf Grün zu stellen“. Für die Stadt Marl, so Dr. Paziorek, habe es sich letztlich als vorteilhaft erwiesen, dass sie frühzeitig den „Weg des Dialogs“ gegangen ist sowie ihre ernsthafte Bereitschaft zu zusätzlichen Sparanstrengungen und zum Kompromiss gezeigt habe. So wird das Gesamtprojekt Soziale Stadt Hüls-Süd mit einem Gesamtvolumen von immerhin 7,4 Mio. Euro jetzt um 1,1 Mio. Euro „abgespeckt“. Diese Kürzungen sind nach Ansicht von Bürgermeister Werner Arndt „durchaus vertretbar“. Arndt: „Das Gesicht der Sozialen Stadt Hüls-Süd bleibt weiterhin deutlich erkennbar.“ Zu den vorgeschlagenen Einsparungen gehören nach Auskunft von Sozialdezernentin Dr. Barbara Duka vor allem ergänzende und kulturelle Maßnahmen, die inhaltlich zum Teil bereits von anderen Projekten abgedeckt würden, sowie Angebote für benachteiligte Jugendliche, für die jetzt Stiftungsgelder beantragt würden. Nach der positiven Entscheidung des Regierungspräsidenten „pro Hüls-Süd“ können jetzt u.a. die Fördermittel für die Umgestaltung des Ladenzentrums und das geplante Nachbarschaftszentrum, für das Jugend- und Kulturzentrum sowie für die Erneuerung der Wegeverbindungen und die Gestaltung neuer Plätze („Grüne Höfe“) fließen. Bürgermeister Arndt will die entsprechenden Aufträge, die sich auf seinem Schreibtisch bereits angesammelt haben, „jetzt ganz schnell unterschreiben, damit es in Hüls-Süd rasch weitergeht".
Kompostierbare Beutel sind nicht geeignet
MARL. Im Frühjahr und im Sommer hat die Biotonne ihre Hochzeit. Allein in Marl sind etwa 13 500 Haushalte an das praktische Sammelsystem angeschlossen. Die Abfallberatung im Zentralen Betriebshof (ZBH) wird in diesen Wochen häufig gefragt, ob kompostierbare Plastikbeutel, aus Mais-, Kartoffelstärke oder ähnlichem Material für die Sammlung der Bioabfälle in der Küche geeignet sind. Auf der Verpackung der kompostierbaren Kunststoffbeutel ist vermerkt, dass die Kommune gefragt werden soll, ob diese Plastiktüten in der Kommune genutzt werden können. „Der Bioabfall aus Marl wird zur Biogasanlage nach Herten-Bertlich transportiert“, weiß Peter Hofmann, Abfallberater des ZBH. „Hier wird der Bioabfall durch Bakterien zu Kompost und Biogas zersetzt.“ Bei dem Verfahren in Herten-Bertlich handelt es sich aber nicht um eine klassische Mietenkompostierung, sondern um eine integrierte Methanisierung und Kompostierung. Dabei werden die organischen Bestandteile des angelieferten Biomülls durch die Kombination unterschiedlicher biologischer Prozesse zu hochwertigem Kompost und Biogas umgesetzt. Das Gas wird in einem Blockheizkraftwerk zu Strom und Wärme umgewandelt. Der ZBH weist darauf hin, dass Plastiktüten und -beutel, grundsätzlich die Verwertung des Bioabfalls in der Biogasanlage stören – egal ob sie aus Erdöl oder Maisstärke hergestellt sind. Daher sind die so genannten kompostierbaren Plastikbeutel nicht für den Einsatz in Marler Biotonnen und Küchen zugelassen. Biotonnen, die derartige Stoffe oder herkömmliche Plastiktüten enthalten, werden von den Mitarbeitern des Betriebshofs nicht geleert. „Wir empfehlen, den Bioabfall in Papiertüten zu sammeln oder die Bioabfälle schon in der Küche dick in Zeitungspapier oder anderem Altpapier einzuwickeln. So werden die Fliegen von den Bioabfällen ferngehalten und damit einer Madenbildung in der Biotonne schon weitgehend vorgebeugt“, rät Uwe Walter, in der Hertener Anlage für die biologischen Abfälle zuständiger Mitarbeiter, „außerdem werden die Flüssigkeiten im Bioabfall durch das Zeitungspapier gut aufgesaugt, so dass die Biotonne gar nicht erst verschmutzt“. Im Handel werden Papiertüten aus braunem Recyclingpapier angeboten. Diese Tüten können problemlos benutzt werden. Die kompostierbaren Plastikbeutel sind allenfalls für die Kompostierung im eigenen Garten geeignet. Zum Thema „Sommertipps zur Biotonne“ hat der Zentrale Betriebshof das Umweltinfo Nr. 3 herausgegeben. Dieses Faltblatt liegt unter anderem im Rathaus und im i-Punkt im Marler Stern aus.
Fontäne sprudelt wieder
ALT-MARL. Einem eingespieltes Team der Feuerwehr, der Firmen Wesselbaum, Autokrane Wolf und Osro und Mitgliedern der Stadtgartengesellschaft gelang es, innerhalb von nur eineinhalb Stunden, die im letzten Jahr mit großem Aufwand und der großzügigen Unterstützung der Infracor GmbH generalüberholte Fontäne im großen Teich des Volksparks zu installieren. Erleichterung bei allen Beteiligten, als bereits der erste Versuch positiv verlief und damit für diesen Sommer sichergestellt ist, dass die vielen Besucher des Volksparks sich wieder am Anblick der imposanten Fontäne erfreuen können. Außerdem dient sie der Sauerstoffanreicherung des großen Teiches.
Die Eisheiligen verhindern das Badevergnügen
MARL. Da die Eisheiligen in diesem Jahr ihrem Namen alle Ehre machen, müssen sich die Schwimmer, die gern im Freien ihre Runden drehen, noch gedulden. Sowohl das Guido-Heiland-Bad als auch das Freibad in Hüls werden erst am Pfingstsamstag öffnen. Für den Start in die 19. Freibad-Saison unter der Regie des Marler Volksbad-Vereins ist alles vorbereitet. Jetzt fehlt nur noch sonniges Wetter. Sollte wider Erwarten das Wetter plötzlich wesentlich besser werden, ist der Volksbad-Verein flexibel, wird dann spontan entscheiden und informieren. Die Badegäste sollten also die Nachrichten beachten. Das Freibad Hüls lädt am heutigen Samstag ab 12 Uhr zu einem Tag der offenen Tür ein. Die offizielle Eröffnung mit Bürgermeister Werner Arndt, vielen Helfern und Sponsoren ist dann eine Woche später am 22. Mai um 12 Uhr bei hoffentlich bestem Badewetter. Was vor einem Jahr kaum einer glaubte, wird jetzt wahr. Das Freibad Hüls sieht der 25. Freibadsaison entgegen. Eine kleine Truppe hat es geschafft, nach Gründung des Freibad Hüls e.V. das Bad wieder so herzurichten, dass einem Badevergnügen nichts im Wege steht. Vor einem Jahr war das von der Stadt Marl aus finanziellen Gründen geschlossene Freibad von wilden Sträuchern und Unkraut überwuchert, das Wasser wirkte mehr wie ein Moor als das es zum Baden einlud. Jetzt blitzen die Edelstahlgeländer, das Wasser leuchtet blau, die Bahnen sind gut zu erkennen und die Bäume und Sträucher machen einen gepflegten Eindruck. Wie viele Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet wurde, ist nur zu schätzen. „Auf jeden Fall haben viele Marler Bürger und Firmen mitgeholfen, damit der Dornröschenschlaf des Bades wirklich beendet werden konnte“, so der Verein.
Benefizspiel für Paul erfolgreich
MARL. Das dritte Benefizspiel für Paul zwischen den Fußballern der CDU Marl und den Fußballerinnen des TSV Marl-Hüls auf der Sportanlage an der Loekampstraße war ein großer Erfolg. Paul ist ein mehrfach schwerstbehinderter fünfjähriger Junge, der in einer Einrichtung für langzeitbeatmete Kinder lebt. Lothar Hülsmann (TSV) übergab der CDU die stolze Summe von 1.220 Euro; die CDU legte noch Spendengelder in Höhe von 200 Euro dazu, so dass das gute Vorjahresergebnis noch übertroffen werden konnte. Dazu beigetragen hat auch eine Tombola, die die engagierten TSV-Aktiven diesmal zusätzlich veranstaltet haben. Für die Tombola hatten viele Firmen gespendet. „Es war eine rundum gelungene Veranstaltung mit einem hervorragenden Ergebnis“, so das Resümee der Verantwortlichen. Schon jetzt wurden Ideen für das nächste Benefizspiel geschmiedet. CDU-Vorsitzende Anke Ronge kündigte angesichts der Neuwahl des Stadtverbandsvorstandes in diesem Jahr an, Kandidaten für die Vorstandsämter mit der „Bedingung zu suchen, benefizspieltauglich zu sein“. Möglichst viele will sie davon auf den Kunstrasen schicken. Anke Ronge selbst überlegt, ob sie im nächsten Jahr die TSV Damen spielerisch unterstützt oder die CDU-Mannschaft.
Baubeginn für Kreisverkehr in Hüls
HÜLS. Am Montag, 17. Mai, beginnt der Zentrale Betriebshof der Stadt Marl (ZBH), Abteilung Straßenbau, mit den Bauarbeiten für den Kreisverkehr an der Otto-Wels-Straße. Betroffen sind jedoch nur Bereiche, die außerhalb der bestehenden Verkehrsflächen liegen. Der ZBH geht daher davon aus, dass Verkehrsbehinderungen vorerst noch nicht zu erwarten sind, da nur die bereits vorhandene Ausfahrt aus der tiefer gelegenen Baufläche genutzt wird. Hinweisschilder für die Baustellenausfahrt werden beidseitig der Bergstraße aufgestellt und die Geschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. Im Ausfahrtsbereich müssen zwei oder drei Parkplätze zur Absicherung gesperrt werden.
Krabbelgruppe sucht Mitglieder
MARL. Die Krabbelgruppe an der Auferstehungskirche, Westfalenstraße 90, sucht Kleinkinder mit Müttern, die sich einmal in der Woche vormittags treffen zum Frühstücken, Spielen, Malen, Basteln, Singen, Sichaustauschen und Klönen. Aber auch Kinder mit Vätern sind herzlich willkommen. Die Gruppe trifft sich jeden Freitag, außer in den Schulferien, von 10 bis 12 Uhr im Gemeindesaal der Auferstehungskirche an der Westfalenstraße. Die Gebühr beträgt zwei Euro pro Treffen. Weitere Infos: Tanja Willamowski: ( (02365) 39 52 35.
Blumen verschönern die Balkone
Die Interessenten standen am vergangenen Montagnachmittag schon Schlange, denn in dem Siedlungsbereich am Theaterdreieck (ca. 90 Wohnungen) verschenkte die Neue Marler Baugesellschaft (neuma) an ihre Mieter eine Lkw-Ladung Balkonblumen, um den Wohnkomplex noch weiter aufblühen zu lassen. Federführend ist der zuständige Mieterbeiratsvorsitzende Horst Kuhn (r.), der gleichzeitig dem gesamten Mieterbeirat der neuma vorsteht. Horst Kuhn ist ein großer Gartenfreund und hat die Idee der Balkonbegrünungen entwickelt. Er verteilte die Blumen mit neuma-Geschäftsführer Christoph Thier (l.) an die Mieter. In diesem Jahr fand die Blumenaktion bereits zum sechsten Mal statt, und zwar schwerpunktmäßig in den Siedlungen Theaterdreieck, Dr.-Brüll-, Halterner, Johannes-Brahms-, Berg-, Zollverein-, Brüder- , Riegestraße, Ovelheider Weg, Nonnenbusch und Neue Schlenke. Die neuma: „Zu einer guten Wohnqualität gehören nicht nur moderne und gepflegte Wohnungen, sondern auch ein angenehmes und grünes Wohnumfeld.“ Deshalb bemüht sich das Unternehmen, ihre Siedlungen durch Rasenflächen, Blumen, Sträucher, Bäume und sonstige Bepflanzungen zu begrünen und damit attraktiver zu gestalten. Dazu gehören auch schöne Vorgärten und bepflanzte Balkone. Die Blumenaktionen sollen auch künftig in Abstimmung mit dem Mieterbeirat in den Siedlungen stattfinden.
Geschäftsleute laden Sonntag zum Einkauf ein
BRASSERT. Das traditionelle Straßenfest in Brassert, das am Feiertag Christi Himmelfahrt begann, wird an diesem Wochenende fortgesetzt. Das Fest ist täglich von 11 bis 22 Uhr geöffnet. Die zahlreichen Stände sind zwischen Martin-Luther- und Schachtstraße aufgebaut. An zahlreichen Imbissbuden und Getränkeständen können die Besucher ihren Hunger und Durst stillen. Im Bereich der Martin-Luther-Straße lädt ein „Bierdorf“ zum Verweilen ein. Höhepunkt des Festes ist einmal mehr der verkaufsoffene Sonntag. Die Geschäfte rund um die Brassertstraße laden von 13 bis 18 Uhr zum Einkauf ein. Die Geschäftsleute warten an so einem Tag wieder mit attraktiven Angeboten auf. Die Brassertstraße ist während des Festes für den Durchgangsverkehr gesperrt.
Investoren für die Gartenstadt
MARL. Die Neubaumaßnahmen der Neuen Marler Baugesellschaft (neuma) in der Gartenstadt Drewer-Süd haben das Interesse weiterer Investoren geweckt, deren Vorhaben jetzt während eines Investorenforums vorgestellt wurden. Geplant ist ein Bauvolumen von ca. 15 Millionen Euro. Die THS-Consulting stellte ihre Entwürfe für eine Senioren-Residenz mit 80 Einzelzimmern auf einer Fläche von 4 100 m² sowie Pläne für zwölf öffentlich geförderte Einfamilienhäuser für das Baugebiet am Freerbruchbach vor. Beide Projekte befinden sich noch in der Vorentwurfsphase, die Projektplaner schätzen die Realisierung als hoch ein. Das Konzept für die Senioren-Residenz wurde eng mit den Spezialisten der Bellini Senioren-Residenz GmbH (Köln) erarbeitet. Das Betriebskonzept sieht eine Verbundlösung vor: vollstationäre Residenz, Apartments, deren Bewohner betreut werden, und ambulante Dienstleistungen. Die etwa 95 m² großen Einfamilienhäuser sollen öffentlich gefördert werden und damit Familien mit Kindern im unteren und mittleren Einkommensbereich eine Chance bieten, ein schickes Einfamilienhaus mieten zu können. Die Investoren Wieschollek und Fromme aus Marl planen hochwertige Mehrfamilienhäuser mit Mietwohnungen. Das Vorhaben von Wieschollek umfasst zwei Fünf-Familienhäuser mit einer gemeinsamen Erschließung (inklusive Aufzug und Tiefgaragenplätzen). Die Zwei-Raum-Wohnungen von 50 bis 84 m² Wohnfläche sind alle barrierefrei. Die Anlage soll im Einmündungsbreich des Kreisverkehrs der Siegerlandstraße ein harmonisches Entree in Richtung der südlichen Allee bilden. Investor Fromme plant auf dem Grundstück zwischen Siegerlandstraße und Neue Schlenke zwei Wohnhäuser mit insgesamt 24 Mietwohnungen, Aufzug und Tiefgaragenstellplätzen. Auf dem begrünten Tiefgaragendach befinden sich die Terrassen der Erdgeschosswohnung und ein Spielplatz für Kleinkinder. Die Wohnungen der Ober- und Staffelgeschosse erhalten großzügige Balkone und Loggien. Die Zwei- bis Drei-Raum-Wohnungen haben eine Wohnfläche von 60 bis 100 m². In den Staffelgeschossen können entweder kleinere Wohnungen oder bei Bedarf Geschosswohnungen mit ca. 130 m² Wohnfläche angeboten werden.
Sportausschuss des Städtetages tagte in Marl
Dr. Barbara Duka (6.v.l.), Erste Beigeordnete der Stadt Marl und Dezernentin für Bildung und Sport, war jetzt als stellvertretende Vorsitzende Gastgeberin für den Sportausschuss des Städtetages Nordrhein-Westfalen, der im Rathaus tagte. Der Sportausschuss ist ein beratendes Gremium des Städtetages NRW, der als kommunaler Spitzenverband auf Landesebene die Interessen von 40 großen Städten des Landes vertritt. Themen der Sitzung waren u. a. die Kooperationsvereinbarung, die die kommunalen Spitzenverbände mit dem Landessportbund zur Intensivierung der Zusammenarbeit in der kommunalen Sportpolitik abgeschlossen haben, sowie die von den Sportfachverbänden vorgegebenen Standards, die die Kommunen bei der Umgestaltung und Erneuerung von Sportstätten finanziell erheblich belasten. Außerdem formulierten die Mitglieder des Sportausschusses unter dem Vorsitz von Gregor Micus (Sportdezernent der Stadt Krefeld) ihre sportpolitischen Forderungen an den neuen Landtag und die neue Landesregierung. Der stellvertretende Bürgermeister Rüdiger Schwärztke (4.v.l.) hatte die Gäste zuvor begrüßt und ihnen Marl als junge und sportliche Stadt präsentiert. Schwärtzke versicherte den Mitgliedern des Sportausschusses, dass die Stadt Marl jedes Engagement unterstütze werde, das die Kommunen finanziell stärkt – „im Interesse aller Bürgerinnen und Bürger und auch der vielen sportlich aktiven Menschen in unseren Städten und Gemeinden“. Im Foto: Gastgeber und Gäste vor dem Marler Rathaus./
Mieter gesucht? Die Stadt hilft
MARL. Die Stadtverwaltung bietet Eigentümern ungenutzter Gewerbeimmobilien eine kostenfreie Unterstützung bei der Suche nach Mietern oder Käufern an. „In den letzten Jahren konnten mit Hilfe der städtischen Wirtschaftsförderung insgesamt 158 leerstehende Gewerbeimmobilien einer neuen Nutzung zugeführt werden“, sagt Bürgermeister Werner Arndt. Dies entspreche einer Erfolgsquote von 79 Prozent aller bei der Stadtver-waltung zur Vermittlung gemeldeten Gewerbeimmobilien. Wenn der Besitzer einer betroffenen Immobilie die städtischen Hilfsangebote in Anspruch nehmen will und sein Objekt bei der Wirtschaftsförderung meldet, wird eine entsprechende Präsentation mit Lagebeschreibung und Fotodarstellung in die städtische Homepage (www.marl.de/gewerbeimmobilien) und spezielle Internetplattformen eingestellt. Außerdem weist die Wirtschaftsförderung in ihren Gesprächen mit möglichen Nutzern auf die jeweils geeigneten Immobilien aus dem gemeldeten Bestand hin. Bei Bedarf werden speziell auf die jeweilige Immobilie zugeschnittene Präsentationsunterlagen erstellt und an mögliche Mieter oder Käufer verschickt. „Auf diese Weise werden Informationen über verfügbare Gewerbeimmobilien einem breiten Kreis potentieller Interessenten und Nutzer zugänglich gemacht“, betont der Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, Dr. Manfred Gehrke. Er vermutet allerdings, dass nicht alle betroffenen Eigentümer leer stehender Objekte in Marl das städtische Unterstützungsangebot kennen oder sich an die Informationen hierzu aus der Vergangenheit erinnern. Gehrke bittet daher die Besitzer leer stehender Gewerbeobjekte in Marl, das Serviceangebot der Stadt zu nutzen. Eigentümer von gewerblich nutzbaren Immobilien, die bei der Suche nach Mietern oder Käufern die städtische Unterstützung wünschen, können sich bei der Wirtschaftsförderung melden; Kontakt: Anke Kassube, ,( (02365) 99- 2225.
Rechner für den Kinderhospizdienst gespendet
Fünf Rechner, TFT-Bildschirme, Tastaturen und Mäuse übergab Beatrix Timte, Leiterin der kaufmännischen Ausbildung bei Infracor, an Anne Grunenberg, die Koordinatorin des Ambulanten Kinderhospizdienstes im Kreis Recklinghausen. Die Rechner waren im Chemiepark-Netzwerk nicht mehr einsetzbar. Sie wurden geprüft und vorbereitet von Fabian Friedenstab, Elektroniker für Automatisierungstechnik, Christian Malejka, Auszubildender zum Elektroniker für Automatisierungstechnik, und Rainer Schild, Teamleiter in der Ausbildung im Elektrobereich. „Wir haben größte Hochachtung vor der Leistung des Vereins mit seinen haupt- und vielen nebenamtlichen Helfern, die lebensverkürzend erkrankte Kinder und ihre Familien unterstützen“, betonte Beatrix Timte. Wir freuen uns, mit der Spende einen kleinen Beitrag leisten zu können.“/
Neuer Standort der Feststation
MARL. Am heutigen Samstag macht die Schadstoffsammlung der AGR wieder Station in Marl. Vier Umweltbrummis sind in allen Stadtteilen unterwegs und sammeln haushaltsnah Schadstoffe ein. Umweltschädliche Stoffe können auch an der Umweltstation entsorgt werden, die an diesem Tag an zwei Stellen fest aufgebaut ist. Wegen des Umzugs des Zentralen Betriebshofs der Stadt Marl (ZBH) gibt es aber eine wichtige Änderung. Die Feststation stand bislang zwischen 9 und 11.30 Uhr auf dem Parkplatz zwischen dem Rathaus und dem Amtsgericht. Peter Hofmann, Abfallberater beim ZBH: „Jetzt befindet sich die Feststation vor dem Neubau des ZBH an der Zechenstraße.“ Geändert hat sich nur der Standort, der Service und die Annahmezeiten sind geblieben. Der Hintergrund: Da der neue Betriebshof an der Zechenstraße auch samstags geöffnet sein wird, bot sich an, auch die Schadstoffsammlung dorthin zu verlegen. „Der Wertstoffhof ist zwar noch nicht fertig, aber die Termine und Standorte sind im Abfallkalender schon für die Zechenstraße angekündigt. Daher ist es sinnvoll, die Feststation vom Rathaus zur Zechenstraße zu verlegen“, erläutert Abfallberater Peter Hofmann. Die Feststation steht von 9 bis 11.30 Uhr auf der Stichstraße zwischen toom und dem Neubau und von 12.30 bis 15 Uhr wie gewohnt auf dem Marktplatz in Hüls. Die Standorte und -zeiten der mobilen Umweltbrummis sind dem Abfallkalender zu entnehmen.
Frühlingsfest rund ums Haus
POLSUM. Das dritte Frühlingsfest im Wohn- und Pflegezentrum Bartholomäus in Polsum, Kolpingstraße 21, wird am Sonntag, 16. Mai, von 13.30 bis 18 Uhr begangen. Auf die Bewohner und ihre Gäste wartet ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm im Innen- und Außenbereich.
Mieter gesucht? Die Stadt hilft
MARL. Die Stadtverwaltung bietet Eigentümern ungenutzter Gewerbeimmobilien eine kostenfreie Unterstützung bei der Suche nach Mietern oder Käufern an. „In den letzten Jahren konnten mit Hilfe der städtischen Wirtschaftsförderung insgesamt 158 leerstehende Gewerbeimmobilien einer neuen Nutzung zugeführt werden“, sagt Bürgermeister Werner Arndt. Dies entspreche einer Erfolgsquote von 79 Prozent aller bei der Stadtver-waltung zur Vermittlung gemeldeten Gewerbeimmobilien. Wenn der Besitzer einer betroffenen Immobilie die städtischen Hilfsangebote in Anspruch nehmen will und sein Objekt bei der Wirtschaftsförderung meldet, wird eine entsprechende Präsentation mit Lagebeschreibung und Fotodarstellung in die städtische Homepage (www.marl.de/gewerbeimmobilien) und spezielle Internetplattformen eingestellt. Außerdem weist die Wirtschaftsförderung in ihren Gesprächen mit möglichen Nutzern auf die jeweils geeigneten Immobilien aus dem gemeldeten Bestand hin. Bei Bedarf werden speziell auf die jeweilige Immobilie zugeschnittene Präsentationsunterlagen erstellt und an mögliche Mieter oder Käufer verschickt. „Auf diese Weise werden Informationen über verfügbare Gewerbeimmobilien einem breiten Kreis potentieller Interessenten und Nutzer zugänglich gemacht“, betont der Leiter der städtischen Wirtschaftsförderung, Dr. Manfred Gehrke. Er vermutet allerdings, dass nicht alle betroffenen Eigentümer leer stehender Objekte in Marl das städtische Unterstützungsangebot kennen oder sich an die Informationen hierzu aus der Vergangenheit erinnern. Gehrke bittet daher die Besitzer leer stehender Gewerbeobjekte in Marl, das Serviceangebot der Stadt zu nutzen. Eigentümer von gewerblich nutzbaren Immobilien, die bei der Suche nach Mietern oder Käufern die städtische Unterstützung wünschen, können sich bei der Wirtschaftsförderung melden; Kontakt: Anke Kassube, ,( (02365) 99- 2225.
Neuer Wochenmarkt auf dem Forumsplatz
Erstmals fand am vergangenen Donnerstag ein Wochenmarkt auf dem Forumsplatz am Busbahnhof statt. Im Angebot waren u.a. Fisch, Wurst- und Fleischwaren, Obst und Gemüse sowie Kleidungsstücke. Zum Start des Marktes am Morgen waren die Händler noch unter sich, schließlich muss das neue Angebot unter den Kunden erst einmal bekannt werden. Offiziell eröffnet wurde der Markt mittags durch Bürgermeister Werner Arndt. Der neue Wochenmarkt soll keine Konkurrenz zu den bestehenden Wochenmärkten darstellen, sondern das Frische-Angebot im Marler Stern ergänzen und außerdem das Forum beleben. Der Markt am Forum Busbahnhof wird künftig jeden Donnerstag von 10 bis 16 Uhr stattfinden. /
Testen und sparen
MARL. Bei den steigenden Benzinpreisen spielt der Verbrauch von Kraftfahrzeugen bei den Kunden eine immer größere Rolle. Dem trägt die Marler Motor Meile mit der 1. Marler Spritsparmeisterschaft Rechnung. Die Vorbereitungen für die Autoausstellung, die am 5. und 6. Juni auf dem Creiler Platz und am Seeufer stattfindet, laufen auf Hochtouren. Rund 130 Neufahrzeuge werden zu sehen sein; einzelne Modelle werden auf einer Bühne ausführlich vorgestellt. Das Interesse an der Motor Meile ist groß. Das unterstreicht die Tatsache, dass neben den angestammten Marler Autohäusern – Mercedes Lueg, Ahag (BMW), VW Zschörper, Autohaus Glückauf (Toyota und Lexus), Kopke & Bendel (Mazda), WBR Automobile (Hyundai) – und den Firmen Rosenkranz (Citroen und Peugeot) aus Recklinghausen, Suzuki Sonntag, Sabines Rollershop aus Dorsten, die zum dritten Mal dabei sind, noch die Autohäuser Rehag (Renault, Dacia, Skoda) aus Recklinghausen, Baumann (Mitsubishi und Kia) aus Dorsten und Sprungmann (Volvo und Ford) aus Dorsten dazu gestoßen sind. Im Moment veranstaltet VW die „Think Blue. Roadshow“, die in Zusammenarbeit mit dem Autohaus Zschörper auf der Marler Motor Meile Station macht. Ein Spezialistenteam von VW wird den Besuchern die energiefreundlichen Fahrzeuge mit der Blue-Motion-Technik erklären. „Theorie ist gut, das Ding erleben die bessere Wahl“, heißt es im Autohaus Zschörper und deshalb stehen an den beiden Ausstellungstagen sieben Fahrzeuge bereit, mit denen Besucher auf eine zehn Kilometer lange Teststrecke gehen können; danach wird der exakte Verbrauch gemessen. Bei dieser 1. Marler Spritsparmeisterschaft winken den Siegern attraktive Preise. Die Gewinner werden am 6. Juni gegen 17 Uhr auf der Bühne bekannt gegeben. Teilnehmer mit identischem Verbrauch treten in einem Fragespiel rund um das Thema Automobil gegeneinander an. Anmeldungen für Probefahrten und Teilnahme an der Spritsparmeisterschaft werden ab dem 25. Mai im Autohaus Zschörper entgegengenommen. Ab Mitte Mai haben die Autohäuser Gelegenheit, ihre Modelle vorab im Marler Stern zu präsentieren, der am 6. Juni von 13 bis 18 Uhr zum Einkauf einlädt. Das Parkhotel wird an beiden Tagen für die Beköstigung der Besucher sogen./
Schüler sammeln Erfahrung als Rollstuhlfahrer
Wie benutzt man einen Rollstuhl, wie begegnet man Rollstuhlfahrern? Diese Erfahrung machten jetzt Jungen und Mädchen der Klasse 8e der Willy-Brandt-Gesamtschule. Christoph Mihm und Stationsleiterin Schröder sowie die Praktikantinnen Fatja und Ryanna aus dem Philipp-Nicolai-Haus hatten vier Rollstühle mitgebracht, die die Schüler schieben oder auch selbst fahren konnten. Alle verloren die Scheu vor dem Rollstuhl, merkten aber auch, wie wichtig Vertrauen zum Fahrer ist, wie schnell es gefährlich werden kann. Sie lernten, mit auf den Rollstuhl Angewiesenen respektvoll umzugehen. Klassenlehrerin Heike Hingst: „Die Achtklässler verstanden auf einmal, wie peinlich berührt sich ein Rollstuhlfahrer oft fühlen muss.“ Getestet wurde auch, ob die Willy-Brandt-Gesamtschule rollstuhlgeeignet ist; sie ist es in einigen Bereichen, andere können nur mit dem Fahrstuhl erreicht werden. Fazit: Die Schüler haben bei dem Projekttag viel gelernt. Einige können sich sogar vorstellen, bei einem Ausflug mit Senioren aus dem Philipp-Neri-Haus, mit dem die Klasse schon vier Jahre Kontakt hat, Rollstühle zu schieben./
Neue „Röhre“ für die Klinik
Mit einem Autokran wurde der ca. fünf Tonnen schwere neue Magnet-Resonanz-Tomograph (MRT) bis vor die Paracelsus-Klinik gehievt. Durch ein in die Außenmauer gestemmtes Loch wurde das Gerät in Millimeterarbeit an seinen Standort platziert. Dr. Werner Weber, Chefarzt der Klinik für Radiologie, Neuroradiologie und Nuklearmedizin am Klinikum Vest, freut sich schon auf die Inbetriebnahme in wenigen Tagen. „Endlich haben wir auch hier am Behandlungszentrum in Marl ein so modernes Untersuchungsgerät.“ Ein wichtiger Vorteil: Patienten werden nicht mit Röntgenstrahlen belastet, und ängstliche Patienten werden sicherlich keine Platzangst bekommen, da die Röhre relativ groß und kurz ist. Wichtig ist das Gerät vor allem für die Darstellung von Struktur und Funktion von Organen und Geweben. Es wird vor allem in den Bereichen Gefäßchirurgie und Orthopädie eingesetzt, aber auch für die Untersuchung der weiblichen Brust. Für den erforderlichen Umbau, die Herrichtung der Untersuchungs- und Arzträume und für die Anschaffung des MRT hat die Klinik ca. eine Million Euro aufgewendet./
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