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Beim großen Kinder-Casting dürfen alle mitmachen

Sieben Kinder wurden für TV-Total mit Stefan Raab engagiert, Kirsten spielte bei der TV-Dokumentation „Erste Liebe“ mit, Marlon bei der RTL-Serie Cobra 11 und Natalie bekam die Rolle der Terry im Kino-film „Wilde Kerle 5“… Jeden Monat stellt Sunshine-Casting, Deutsch-lands größte Kinder-Casting Agentur, bundesweit rund 700 Jungen und Mädchen für Filme, Fernsehbeiträge, TV-Spots und Werbeshoo-tings vor. Am 11. September sucht die Agentur in Dortmund nach Talenten zwischen 0 und 28 Jahren. Dabei kommt es nicht unbedingt auf Schönheit an. Ausstrahlung, Typ und Kamerafestigkeit sind ausschlaggebend.
Ein Casting ist so etwas wie das Vorstellungsgespräch für einen Job beim Fernsehen oder als Fotomodell. Zusammen mit den Eltern wird zuerst ein Fragebogen ausgefüllt. Danach werden jede Menge Fotos geschossen: mal fröhlich, mal böse, mal traurig, mal von vorne, links, rechts… Die besten Fotos mit den Informationen aus dem Fragebogen kommen in die Datenbank und werden immer dann vorgestellt, wenn der Typ von Sendern, Produktionsgesellschaften, Werbeagenturen und Markenartikelunternehmen gesucht wird.
 Wer am Casting in Dortmund teilnehmen möchte, kann sich unter 02234 9793814 melden. Mehr Informationen gibt es unter www.sunshine-casting.com

Ratgeber für ältere Menschen

KREIS. Welche Unterstützungsangebote gibt es, um möglichst lange in der eigenen Wohnung leben zu können? Welche Leistungen der Pflegeversicherung stehen mir zu? Wie wird Kurzzeitpflege finanziert? Mit dem Ratgeber „Älter werden im Kreis Recklinghausen“ wollen die Beratungs- und Infocenter Pflege (BIP) im Kreis Recklinghausen Ratsuchenden einen Überblick über die vielfältigen Hilfemöglichkeiten in diesem Bereich an die Hand geben.
Die Neuauflage des Seniorenwegweisers des Kreises Recklinghausen enthält Tipps und Hinweise zu vielen Fragen, die das Älterwerden und die damit verbundenen besonderen Lebensumstände mit sich bringen. Auf insgesamt 65 Seiten erfährt der Leser Wissenswertes etwa über die Leistungen der Pflegeversicherung, ambulante und teilstationäre Hilfen und die Kurzzeitpflege.
Der Seniorenwegweiser ist kostenlos. Erhältlich ist der Ratgeber im Beratungs- und Infocenter Pflege der Kreisverwaltung und bei den kreisangehörigen Städten.

Quote steigt geringfügig

KREIS. Die Zahl der Arbeitslosen im Kreis Recklinghausen ist geringfügig angestiegen. Im August waren insgesamt 31.818 Menschen arbeitslos gemeldet. Damit stieg die Arbeitslosenquote im Hauptferienmonat um 0,1 Prozentpunkte auf 11,4 Prozent. Im August vor einem Jahr betrug die Quote für den Agenturbezirk ebenfalls 11,4 Prozent. Damals endeten die Sommerferien bereits am 14. August. „Arbeitgeber warten mit Neueinstellungen üblicherweise bis nach den Sommerferien“, sagt Marcus Kowalczyk, Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Recklinghausen. Besonders deutlich zeigt sich diese Tendenz bei arbeitslosen jüngeren Arbeitnehmern. Hier ist ein Anstieg der Arbeitslosigkeit bei Arbeitnehmern unter 25 Jahren um 5,1 Prozent zu verzeichnen. Gegenüber August 2009 ist die Zahl dennoch um 116 oder 2,8 Prozent gesunken. „Das Ende der Schulausbildung geht nicht in jedem Fall mit dem Beginn der Ausbildung einher“, so Kowalczyk.

Prüfung für Taxifahrer

STRASSENVERKEHR. Wer als Taxifahrer tätig werden, einen Krankenkraftwagen oder sonst einen Mietwagen im Rahmen der Personenbeförderung führen will, muss nach der Fahrerlaubnis-Verordnung seine Ortskenntnis nachweisen. Zuständig dafür ist ausschließlich die Führerscheinstelle beim Straßenverkehrsamt. Für die Ablegung der Prüfung ist ab September eine verbindliche Zeit festgelegt worden. Die Prüfung findet statt an jedem Montag um 10 Uhr in der Führerscheinstelle in Marl, Stettiner Straße 6a, Raum 1.8.
Wer an der 45-minütigen Prüfung teilnehmen will, muss sich dort eine Viertelstunde vor Prüfungsbeginn melden. Es ist ein gültiger Personalausweis oder Reisepass mitzubringen. Die Prüfung kostet beim ersten Mal 35 Euro. Weitere Infos zur Ortskenntnisprüfung gibt es unter ( (0 23 61) 53 71 33.

Der Schönste steht jetzt fest:
Kurier-Gartenwettbewerb ist entschieden

RECKLINGHAUSEN. Den „Schönsten Garten Recklinghausens“ hat der Kurier zum Sonntag gemeinsam mit dem Recklinghäuser Hellweg-Baumarkt gesucht und wurde bei Adolf (3. v. l.) und Margret Poweska fündig. Täglich verbringt das Rentner-Ehepaar Zeit in seiner „grünen Oase“. Auch Langeweile ist den Recklinghäusern fremd, gebe es in einem Garten doch eigentlich 24 Stunden täglich etwas zu tun. Zukünftig will auch Enkel Lukas (3. v. r.) öfter mal mithelfen, soll doch nun ein neuer Rasenmäher die Arbeiten erleichtern. Hellweg-Geschäftsführer Peter Stoffel (2. v. l.) und seine Mitarbeiterin Jennifer Senger konnten jetzt den ersten Wettbewerbspreis den Gewinnern übergeben. Als Zweitplatzierte über eine elektrische Heckenschere freuen, können sich Inge (2. v. r.) und Manfred Holweger sowie Enkel Tristan. Den drittschönsten Garten der Stadt hat schließlich Hilde Skufza (1. v. l.), die dafür einen neuen Rasentrimmer ihr eigen nennen darf. 

Elena wird wieder operiert

WALTROP/UKRAINE. Gerade mal 16 Jahre alt ist Elena Radon und hat in ihrem Leben doch schon fast so viele komplizierte Operation durchgemacht, wie sie Geburtstage hat feiern können. Der Kurier zum Sonntag berichtete bereits über Leben und Leiden des Mädchens aus der Ukraine, deren Gesicht von wiederkehrenden Wucherungen entstellt wird. „Elena wird am kommenden Mittwoch wieder in Essen operiert“, berichtet Rosemarie Schumacher aus Waltrop, die für Lena regelmäßig Spenden sammelt, sie aufnimmt. „In diesem Jahr haben wir die benötigten 10.000 Euro für die OP zusammen bekommen.“

Freie Fahrt auf Recklinghäuser Straße

VERKEHR. Die Recklinghäuser Straße (K19) in Oer-Erkenschwick ist nach Umgestaltung seit vergangenem Donnerstag, 5. August, wieder für den Autoverkehr freigegeben. In den kommenden Wochen werden allerdings noch weitere Arbeiten im Straßenumfeld durchgeführt, so dass nach wie vor mit Beeinträchtigungen des Verkehrs zu rechnen ist, teilt die Kreisverwaltung mit.

Bitte nur kein „Anwaltsdeutsch“

INTERVIEW. Marc Bator ist vielen Fernsehzuschauern vor allem als Tagesschau-Sprecher bekannt. Jetzt wagt sich das gebürtige „Nordlicht“ auf Neuland, hat am vergangenen Montag erstmals die neue Sendung „Mein gutes Recht“ im WDR-Fernsehen moderiert. Der Kurier zum Sonntag sprach mit dem Fernseh-Profi über seine ungewohnte Rolle im TV.
KzS: Wie wird man vom Nachrichtensprecher zum Moderator einer Rechtssendung?
Bator: Das Thema „Recht“ – vor allem zivilrechtliche Belange – haben mich schon immer interessiert. Dabei geht es doch um Situationen, in die wir alle mal hineingeraten können. Und wenn erst einmal der Ernstfall eingetreten ist, wenn man Rechtshilfe benötigt, ist man als Laie zumeist aufgeschmissen – weiß also nicht, wie man zu seinem „guten Recht“ kommt.

KzS: Worum geht es in „Mein gutes Recht“?
Bator: Die Sendung ist kein reiner Ratgeber: Wir dokumentieren reale, zum Teil nicht ganz alltägliche Fälle, von denen jeder Zuschauer betroffen sein könnte. Der ärztliche Kunstfehler ist beispielsweise ebenso dabei, wie der kuriose Nachbarschaftsstreit oder ganz konkret ein Angestellter, dem gekündigt wurde, weil er unter starkem Durchfall litt – Rechtsfragen eben, wie sie tagtäglich vor deutschen Gerichten verhandelt werden. Im Studio unterstützt mich dabei ein Rechtsanwalt, der erklärt, wie der Betroffene weiter vorgehen kann.

KzS: Zunächst sind fünf Sendungen geplant – ist danach dann Schluss, oder ist mit einer Fortsetzung zu rechnen?
Bator: Wenn die Sendung gut läuft, würde ich mir wünschen, dass es eine Fortsetzung gibt – aber auch das öffentlich-rechtliche Fernsehen steht ja inzwischen unter einem starken Quotendruck. Für mich ist erst einmal entscheidend, dass ich Spaß an meiner neuen Aufgabe habe. Mir geht es vor allem darum, dass die Zuschauer etwas mitnehmen, sich mit den Themen identifizieren können.

KzS: Eine Folge dauert 45 Minuten – vergleichsweise lang in einer Zeit, in der die meisten Politikmagazine im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf 30 Minuten reduziert werden…
Bator: Das ist eine durchaus klassische Länge für den WDR, in dem die Sendung ja läuft. 45 Minuten sind ganz gut verdaulich. 60 Minuten wiederum wären zu lang – dann müsste man gleich eine ganze Show daraus machen.

KzS: Was bedeutet die Sendung für Sie persönlich?
Bator: Ich möchte hier anders auftreten als in der Tagesschau. Die Nähe zum Zuschauer ist mir wichtig. Wenn Anwälte über ihre Fälle reden, sprechen sie häufig „Anwaltsdeutsch“, das enorm kompliziert und verklausuliert ist: Hier möchte ich „übersetzen“, die Sachverhalte einfach und verständlich machen. Das ist die Herausforderung bei meinem Job.

KzS: Was verbinden Sie als Niedersachse, der hauptsächlich in Hamburg arbeitet, mit NRW?
Bator: Als Nordlicht stellt sich mir zunächst einmal die Frage, wie ich das Publikum in Köln, Essen oder im Kreis Recklinghausen erreichen kann. Charakteristisch für die Menschen an Rhein und Ruhr ist meiner Meinung nach eine gewisse Gradlinigkeit – hier ist man, wie man ist und wird so akzeptiert. Diese Eigenschaft schätze ich sehr an der Region.
Marc Bator, geboren am 4. Dezember 1972 in Hannover, ist verheiratet und Vater von zwei Töchtern.
Seit 2000 ist Bator Sprecher der Tagesschau, stieg im Jahr 2005 in die „erste Liga“ der Nachrichtensprecher auf, als er erstmals die 20-Uhr-Ausgabe des Nachrichtenmagazins sprechen durfte. Unter anderem moderiert Bartor seit 2006 auch die Sendung „Nordtour“ (NDR.
Seine neue, fünfteilige Sendung „Mein gutes Recht“ ist montags um 20.15 Uhr im WDR zu sehen.


Ein Roller beim „Millionen-Kick“

GEWINN. Ebenso erfolgreich wie das deutsche Team bei der Fußball-WM, war auch Manuel Portmann beim „Millionen-Kick-Finale“ der Warenhaus-Kette „toom“. Gegen zahlreichen Teilnehmer konnte sich der Recklinghäuser durchsetzen und belegte beim Endausscheid des Torwandschießen-Wettbewerbs in Frankfurt den dritten Platz. Zur Belohnung gab's jetzt einen Vesper-Roller, gesponsert von der Firma „Mars“.
Auf 40 Jahre Firmengeschichte kann „toom“ in diesem Jahr zurückblicken. Das runde Jubiläum feierte das Unternehmen mit zahlreichen Aktionen. Unter anderem wurden die besten Torwand-Schützen Deutschlands an verschiedenen „toom“-Standorten im gesamten Bundesgebiet gesucht, die dann am 13. Juni in der Frankfurter Commerzbank Arena um eine Millionen Euro Preisgeld kickten.
Mit dabei war auch Manuel Portmann aus Recklinghausen, der schließlich mit dem drittbesten Ergebnis aller Teilnehmer den Wettbewerb beenden konnte. „Wir freuen uns natürlich mit allen Gewinnern und hoffen, dass auch diejenigen, die leer ausgegangen sind, viel Spaß gehabt haben“, so Michael Schmidt, Marktleiter der Recklinghäuser „toom“-Filiale.


Der Sommer treibt die Quote nach oben

KREIS. Die Zahl der Menschen ohne Beschäftigung ist im Monat Juli auch im Kreis Recklinghausen leicht angestiegen. 31.435 Menschen im Vest sind arbeitslos gemeldet – die Quote liegt damit bei 11,3 Prozent. Das sind 0,3 Prozentpunkte mehr als im Vormonat: Im Juni waren es noch 30.574 Personen.
Trotz des leichten Anstiegs liegt die Arbeitslosenzahl unter dem Wert des Vorjahres. Im Juni 2009 waren 500 Menschen (1,6 Prozent) mehr arbeitslos gemeldet. Die Arbeitslosenquote betrug 11,5 Prozent.
Der aktuelle Anstieg erklärt sich laut Arbeitsagentur aus wiederkehrenden saisonalen Rahmenbedingungen. „In den Ferienmonaten wirken verschiedene Faktoren auf den Arbeitsmarkt“, erläutert Astrid Neese, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Recklinghausen. „Schulentlassungen und das Ausbildungsende führen zum Beispiel dazu, dass die Arbeitslosenzahl steigt. Noch immer liegt sie aber unter dem Vorjahresstand.“ Viele junge Bewerber finden unmittelbar nach dem Abschluss ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung nicht sofort eine Folgebeschäftigung. So sind Drei Viertel derjenigen Menschen, die sich im Juli arbeitslos gemeldet haben, unter 25 Jahren.
Insgesamt bildet die Stellensituation am Arbeitsmarkt eine hohe Dynamik ab. Im Juli wurden 747 Stellen aufgenommen. Gegenüber dem Juli 2009 wurden 118 Stellen mehr, gegenüber dem Vormonat allerdings 71 Stellen weniger gemeldet.
Hier die Entwicklung der Arbeitslosigkeit nach Geschäftsstellen (in Klammern die Zahlen vom Vormonat):
Recklinghausen: 10,9 (10,6)
Castrop-Rauxel: 12,7(12,2)
Datteln: 10,5 (10,2)
Dorsten: 9,1 (8,9)
Herten: 11,7 (11,4)
Marl 13,3 (12,9)
Agenturbezirk RE:11,3 (11,0)


Zwei Banken unter einem Dach

Neues Logo: Dresdner Bank wird Commerzbank angeschlossen
FUSION. Die Dresdner Bank gehört im Stadtbild Recklinghausens künftig der Vergangenheit an: Ende 2008 wurde das traditionsreiche Geldinstitut von der Commerzbank aufgekauft und jetzt wird der Zusammenschluss beider Banken durch ein neues Logo auch nach außen hin sichtbar. Ebenfalls die beiden Filialen im Zentrum Recklinghausens, die Zweigstelle im Süden der Kreisstadt sowie neun weitere Filialen im Kreis und angrenzenden Münsterland firmieren in Zukunft unter dem Namen Commerzbank.
„Das neue Markenzeichen nimmt Elemente beider Häuser auf und ist damit von Beginn an allen Kunden und Mitarbeitern vertraut“, betont Stefan Lammerding, Vorsitzender der Geschäftsleitung für Privat- und Geschäftskunden in Westfalen. Bis Ende Juli will die Commerzbank bundesweit alle Filialen der ehemaligen Dresdner Bank auf die gemeinsame Marke umstellen. Die weiteren Standorte sollen dann bis Ende August folgen. Insgesamt erhalten mehr als 1.200 Standorte in ganz Deutschland ein gemeinsames Logo.
Auch personell hat sich die Privatbank neu aufgestellt: In der Region Recklinghausen hat Anja Rutkat am 1. Juli die Leitung für das Privatkundengeschäft übernommen. Die 38-Jährige, die ihre Karriere vor 19 Jahren bei der Dresdner Bank begann, verantwortet damit von Recklinghausen aus die Betreuung von aktuell rund 52.000 Kunden in den zwölf angeschlossenen Filialen in Bocholt, Borken, Dorsten, Dülmen, Haltern, Herten-Westerholt, Marl-Hüls und Recklinghausen. „Zwei der aktuell zwölf Standorte werden bis Ende 2013 allerdings wegfallen“, erklärt Rutkat. „So werden beide Filialen in der Recklinghäuser Innenstadt am Altstadtmarkt zusammengezogen werden und auch in Bocholt werden wir uns künftig auf einen Standort konzentrieren.“
Die Leitung der beiden Commerzbank-Filialen in Recklinghausen hat Andreas Wunder übernommen. „Auch hier in der Region wird der Weg zur Filiale kürzer“, so der 31-jährige Vater einer Tochter. „Alle Kunden können jetzt in allen Filialen Einzahlungen und Überweisungen durchführen oder Kontoauszüge ziehen.“
Nicht nur auf ein dichteres Filialen-Netz, sondern auch auf größere Nähe zum Kunden setzt die Commerzbank künftig. So wurde ein so genannter Kundenbeirat gegründet, der aus 40 Bank-Kunden – von der Hausfrau bis zum Unternehmer – besteht. „Das Gremium tagt zweimal jährlich und soll sich kritisch mit unseren Dienstleistungen auseinandersetzen, um so die Prozesse zu optimieren“, erklärt Stefan Lammerding. „Und als Ansprechpartnerin bei Problemen haben wir unseren Kunden eine Kunden-Anwältin zur Seite gestellt, die bundesweit bei Missverständnissen vermitteln kann.“

Ausgezeichneter Wissenschaftsnachwuchs
Sparkasse Vest Recklinghausen verleiht Förderpreise

ZENTRUM. Seit 1997 verleiht die Sparkasse Vest jährlich an jeweils fünf junge Wissenschaftler Förderpreise, die mit jeweils 600 Euro dotiert sind. Jetzt wurden die Auszeichnungen 2010 verliehen.
Für ihre Diplomarbeiten ausgezeichnet wurden die Dipl.-Ökonomen Karsten Knippelmeyer sowie Thomas Ebben, beide von Ruhr-Universität-Bochum, und der Dipl.-Kaufmann Stephan Pöner, der seinen Abschluss an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster gemacht hat. Ebenfalls für auszeichnungswürdig hielt die Sparkasse die Bachelor-Arbeiten von Julian Tenorth (Master of Science) von der Ruhr-Universität und Sebastian Stein (Bachelor of Laws) von der Recklinghäuser Abteilung der Fachhochschule Gelsenkirchen.
„Die Kooperation mit der Wissenschaft hat für die Sparkasse Vest traditionell eine große Bedeutung“, betonte Dr. Michael Schulte, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse, bei der Preis-Übergabe. „Neben der Gewinnung leistungsfähiger Nachwuchskräfte steht dabei der unmittelbare Know-how-Transfer zur Lösung von Problemen im Mittelpunkt des Interesses.“ Hinzu komme, dass die Förderung der Wissenschaft zu den wichtigen Anliegen der Sparkasse gehöre.

Chance für Langzeitarbeitslose

Im Kreis sollen 200 Bürger-Arbeitsplätze entstehen
PROJEKT. Als eine Chance für Langzeitarbeitslose bezeichnete Landrat Cay Süberkrüb die Entscheidung des Bundesarbeitsministeriums, im Kreis Recklinghausen das Projekt Bürgerarbeit zu installieren.
Insgesamt 200 so genannte Bürger-Arbeitsplätze sollen im Kreis eingerichtet werden. Zielgruppe für das auf drei Jahre angelegte Programm sind Langzeitarbeitslose. Die sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze können beispielsweise über Wohlfahrtsverbände und Beschäftigungsgesellschaften eingerichtet werden. Die konkrete Besetzung der Stellen erfolgt dann frühestens ab Mitte Januar 2011 durch die Vestische Arbeit.

Don Jupp gewinnt Kurier-Rennen

RECKLINGHAUSEN. Am 9. Juli fand auf der Trabrennbahn Recklinghausen erstmals seit vier Jahren wieder ein Renntag statt. Auch der Kurier zum Sonntag richtete ein Rennen aus, das Fahrer Michael Schmid mit Don Jupp für sich entscheiden konnte. Ursula Kukla-Wildt, stellvertretende Kurier-Geschäftsführerin (rechts), gratulierte dem siegreichen Team samt Besitzerin Silke Kamps (links).

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Mit dem Bus zum Baden


SILBERSEE II. Der Silbersee II in Haltern hat eine bessere Anbindung an den öffentlichen Nahverkehr bekommen. Der Regionalverband Ruhr (RVR) und die Betreiber-Gesellschaft Silbersee II haben in Abstimmung mit der Vestischen Straßenbahnen GmbH eine neue Buswendeschleife gebaut, die den Parkplatz des Sees entlasten soll. Der neue Haltepunkt ist ab sofort in Betrieb. Vom Bahnhof Haltern am See aus fährt stündlich um jeweils 32 Minuten nach der vollen Stunde die Linie 273 zum künstlich angelegten See. Bei gutem Wetter, wie für dieses Wochenende angekündigt, wolle die Vestische zusätzliche Busse einsetzen, versichert der stellvertretende Pressesprecher des Unternehmens Reimund Kreutzberg.


Kreditaufnahme genehmigt

INVESTITION. Die Kommunalaufsicht hat jetzt mitgeteilt, dass sie keine Bedenken hat, wenn die Stadt Marl im laufenden Hauhaltsjahr für wichtige Investitionen Kredite in Höhe von maximal 3,025 Millionen Euro aufnimmt. „Damit können die im Februar vom Rat unter Vorbehalt beschlossenen Investitionen für 2010 getätigt werden“, teilte Bürgermeister Werner Arndt mit. Auf der Liste stehen u.a. die Sanierung der Scharounschule, das neue Sportzentrum Triple X an der Hagenstraße sowie die Turnhalle der Johannesschule und das Feuerwehrgerätehaus in Polsum. Die Stadt erhält zwar Fördermittel, muss zur Finanzierung aber einen eigenen Anteil beisteuern, was wiederum nur durch die Aufnahme von Krediten möglich ist.

Starthilfe für Eigenheimbesitzer

HANDWERK. Um die Nachfrage nach Handwerkerleistungen anzukurbeln und Eigenheimbesitzern die Entscheidung zur Investition zu erleichtern, bietet die Sparkasse Vest Recklinghausen ab sofort ein Modernisierungsprogramm an.
„Mit diesen Mitteln lassen sich sowohl Solar- und Photovoltaik-Anlagen als auch sämtliche Modernisierungsmaßnahmen von der Dacherneuerungen bis hin zu Sanitärinstallationen an oder in selbst genutztem Eigentum finanzieren“, betonen Jörg Thiele und Thomas Lamik, beide Direktoren der Regionalen Firmenbetreuung der Sparkasse.
Die Betragsobergrenze liegt pro Darlehen bei 30.000 Euro. Die Laufzeiten sind zwischen zwölf und 180 Monaten wählbar, der Eintrag eines Grundpfandrechtes oder anderer Sicherheiten ist nicht erforderlich.
Als besonderes Bonbon, und um das vorgesehene Vorhaben finanziell zu unterstützen, beteiligt sich die Sparkasse Vest mit einem Modernisierungszuschuss. Dieser beträgt 1,50 Prozent von der Darlehenssumme (max. 450 Euro bei 30.000 Euro Darlehen). Dieser Zuschuss wird nicht mit der Darlehenstilgung verrechnet sondern fließt unmittelbar auf das Konto des Kunden und kann so für die geplante Maßnahme mit verwendet werden. Das Programm läuft maximal bis zum 31. August 2010 und ist auf 10 Millionen Euro begrenzt.
Unterstützend werden in den kommenden Wochen in einigen Hauptstellen der Sparkasse Vest heimische Handwerksbetriebe Schaustücke zur Energieeinsparung und -versorgung ausstellen, wie unter anderem Photovoltaik-Elemente, speziell gedämmte Fenster oder zeitgemäßen Heizsysteme. Und auch beim Finden geeigneter Handwerker kann die Sparkasse helfen. Unter www.ruhr-lippe-marktplatz.de, Menüpunkt „Firmen im Markt“, steht im „Virtuellen Haus“ eine große Auswahl Handwerksunternehmen zur Verfügung, von A wie Architekt bis Z wie Zimmermann./

Bibliotheksvergleich

HERTEN. Zum elften Mal gab es einen Bibliotheksvergleich, an dem sich Herten schon seit einigen Jahren beteiligt. Unter den Städten von 50.000 bis 100.000 Einwohnern belegte die Bibliothek den dritten Platz in NRW. Deutschlandweit steht Herten an siebter Stelle. Das Ergebnis des Vorjahres, da war Herten auf dem ersten Platz in NRW, konnte nicht wiederholt werden, dennoch zeigten sich die Verantwortlichen zufrieden.

André-Streitenberger-Haus auf Reisen

DATTELN. Für sieben Kinder und Jugendliche im Alter von zweieinhalb bis 21 Jahren, die nicht selbstständig atmen können und somit auf maschinelle Hilfen angewiesen sind, ging es jetzt für eine Woche nach Cuxhaven. „Seit mittlerweile vier Jahren fahren wir für jeweils eine Woche an die Nordsee“, so Michael Schwerdt, Leiter des Dattelner André-Streitenberger-Hauses, in dem die Kinder und Jugendlichen wohnen und betreut werden. „Drei Mal waren wir bereits in Cuxhaven, einmal besuchten wir die Insel Ameland.“ Ausschließlich über Spenden finanziert die Einrichtung, ein Ableger der Kinderklinik Datteln, derartige Touren. Mit auf die Reise gingen auch insgesamt 13 Betreuer sowie eine Lehrerin. 

Arbeitsmarkt im Vest bleibt konstant

Arbeitslosenquote weiterhin bei 11,0 Prozent
ARBEITSMARKT. Im Juni waren insgesamt 30.574 Menschen im Vest arbeitslos gemeldet – das entspricht einer Quote von 11,0 Prozent. Das teilte die Agentur für Arbeit in Recklinghausen mit. Damit ist die Zahl gegenüber zum Vormonat fast gleich geblieben: Im Mai waren 30.563 Menschen arbeitslos gemeldet.
Allerdings liegt die Arbeitslosenzahl deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Juni 2009 betrug die Quote noch 11,4 Prozent.
Insgesamt zieht Agenturleiterin Astrid Neese für den vestischen Arbeitsmarkt eine deutlich positive Bilanz der vergangenen sechs Monate: „Seit Januar hat sich die Situation auf dem regionalen Arbeitsmarkt spürbar gebessert.“
Hier die Quoten aus den Geschäftsstellenbezirken (in Klammern die Zahlen aus dem Vorjahr):
RE: 10,6 (11,1)
Datteln: 10,2 (10,1)
Herten: 11,4 (12,0)
Marl: 12,9 (13,2)

Laser blendet Piloten:Täter gefasst

STRAFTAT. Die Polizei hat einen 22jährigen Mann aus Marl festgenommen, dem vorgeworfen wird, die Besatzung eines Rettungshubschraubers mit einem Laserstrahl geblendet zu haben.
Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum Samstag, 19. Juni, gegen 0.45 Uhr. Dabei wurde der Co-Pilot des Rettungshubschraubers „Christoph“ des ADAC, der auf dem Weg zum Flughafen Münster/Osnabrück war, massiv geblendet. Der Pilot wurde nicht getroffen, so dass er den Flug problemlos fortsetzen konnte. Die Besatzung des Hubschraubers konnte den Bereich, von dem aus der Laserpointer eingesetzt wurde, auf den Lipper Weg/Bergstraße eingrenzen. Bereits im März hatte ein Unbekannter von Hamm aus ein Flugzeug mit einem Laser angestrahlt.

Versorgung kranker Kinder

EINIGUNG. Die Vestische Kinder- und Jugendklinik Datteln und die Krankenkassen haben sich jetzt auf einen Vertrag zur häuslichen Versorgung von unheilbar kranken Kindern, der so genannten Palliativ-Versorgung, geeinigt. Weitere Verträge sollen auch die Unikliniken Münster, Bonn und Düsseldorf noch abschließen. Damit wird die Grundlage für die Umsetzung der Landesinitiative zur ambulanten Palliativ-Versorgung von Kindern und Jugendlichen geschaffen. Die Dattelner Klinik ist neben der Uniklinik Bonn eines der Kompetenzzentren der Landesinitiative. Sie hat ein Netzwerk der Kinderhospiz-Einrichtungen aufgebaut und berät Ärzte und Pflegedienste. Rund 3.600 schwerstkranke Kinder und Jugendliche leben in Nordrhein-Westfalen.  (idr)


Betriebe für „Ausbildung in Teilzeit“ gesucht

KREIS: Circa 930 arbeitslose junge Menschen bis zum neunundzwanzigsten Lebensjahr mit mindestens einem Kind haben im Kreis Recklinghausen keinen Berufsabschluss. Rund ein Drittel davon ist alleinerziehend . Eine häufige Ursache für einen Abbruch der Schule beziehungsweise der Ausbildung ist eine Schwangerschaft, ebenfalls andere familiäre Pflichten kommen als Ursache in Frage (pflegebedürftige Angehörige). Die Chancen, dauerhaft einen Fuß in die Arbeitswelt zu setzen, schwinden dabei von Jahr zu Jahr. Um trotz dieser erschwerten Bedingungen eine qualifizierte Ausbildung abzuschließen und finanziell eigenständig zu sein, wurde 2005 mit dem Berufsbildungsgesetzes die Grundlage für die „Ausbildung in Teilzeit“ geschaffen.
Im Vest Recklinghausen haben sich über zwanzig Netzwerkpartner zu einem Bündnis für Teilzeitberufsausbildung zusammengeschlossen.
Seit einem Jahr arbeitet das Bündnis daran, alleinerziehenden Menschen eine Perspektive zu schaffen.
Die Arbeitgeber haben den Vorteil, oft auf Auszubildende zu treffen, die Verantwortung übernehmen und ein hohes Maß an Sozialkompetenz und Motivation mitbringen.
Auch in diesem Jahr suchen wieder junge Menschen mit familiären Verpflichtungen nach einem geeigneten Ausbildungsplatz in Teilzeit. Dazu werden noch Betriebe gesucht, die diese Form der Ausbildung anbieten können.
Ansprechpartnerin für Betriebe und Auszubildende ist Antje Krüger vom Bildungszentrum des Handels e.V. in Recklinghausen ( (02365) 5033355, E.Mail a.krueger@bzdh.de.

Kraftwerk-Bau darf weitergehen

RECHTSSTREIT. Der Streit um das E.ON-Kraftwerk in Datteln geht in eine neue Runde: Am vergangenen Mittwoch lehnte die Bezirksregierung Münster Anträge des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) ab, alle Bautätigkeiten zu unterbinden und die bisher ergangenen Zulassungsbescheide aufzuheben.
Wesentlicher Grund für die Entscheidung sei, dass die 2. und 3. Teilgenehmigung nicht angefochten und somit formal bestandskräftig geworden seien. Weiterhin sind an der Baustelle aber nur eingeschränkte Arbeiten möglich. Über die endgültige Zukunft des Bauprojekts sage die Entscheidung nichts aus.
Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Münster hatte Anfang September 2009 den Bebauungsplan des Kraftwerks für unwirksam erklärt. Die Bauarbeiten mussten in der Folge teilweise gestoppt werden. Als Grund für die Entscheidung führte das OVG unter anderem an, dass die Stadt Datteln Vorgaben zum Naturschutz und zum Schutz der Bevölkerung nicht ausreichend beachtet habe. Die Anlage liege zu nahe an Wohngebieten. Damit wurde der Klage eines Landwirts aus Waltrop stattgegeben.
Nach seiner Fertigstellung sollte das Kraftwerk mit einer Leistung von rund 1050 Megawatt eines der größten Steinkohlekraftwerke Europas werden. Die Gesamtinvestition beträgt rund 1,2 Milliarden Euro. Im Jahr 2011 sollte das Kraftwerk eigentlich in Betrieb gehen. Dies könnte nun frühestens 2012 geschehen. Sollte es bei den Baustopps bleiben, müsste E.ON das Projekt komplett zurückbauen. Das Kraftwerk Datteln ist derzeit auch Thema bei den rot-grünen Koalitionsverhandlungen in NRW.

Wasserstoff-Profis treffen sich in Herten

TAGUNG. Zu der Jahreshauptversammlung des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbands (DWV) kamen in der vergangenen Woche zahlreiche Wasserstoff-Profis ins Hertener Schloss. Neben der traditionellen Verleihung des DWV-Innovationspreises diskutierten die Fachmänner auch über Möglichkeiten, wie Strom aus regenerativen Quellen gespeichert werden kann.
Aktuell stehe die Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnolgie an der Schwelle zur Markteinführung im mobilen und stationären Bereich, hieß es unter den Fachleuten. Auch das Anwenderzentrum auf Ewald soll voraussichtlich Anfang des nächsten Jahres mit Wasserstoff versorgt werden, der aus Windkraft erzeugt wird.
Wettkampf im Freibad
SCHWIMMEN. Nach mehr als zehn Jahren gibt es in Marl wieder eine überregionale Schwimmveranstaltung. Am 3. und 4. Juli richtet die Startgemeinschaft Schwimmsportfreunde Marl-Hüls im Guido-Heiland-Bad die Nordwestfälischen Meisterschaften aus. Die Startgemeinschaft aus Aktiven der Wasserfreunde Marl, des VfL Hüls sowie Mitgliedern der anderen Marler Schwimmvereine und Schwimmabteilungen erwartet zu den Meisterschaften ca. 500 Teilnehmer aus dem Regierungsbezirk Münster, der weitgehend dem Schwimmbezirk Nordwestfalen entspricht.


Aufklärung von Anfang an

HERTEN/RECKLINGHAUSEN. „Etwa die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben Karies“, warnt Dr. Marion Wermelt. Zwar sei der Trend in den vergangenen Jahren rückläufig, für die Zahnärztin ist die Häufigkeit der Erkrankung dennoch alarmierend. „Falsche Ernährung und Pflege sowie nur unzureichende Vorsorge sind die häufigsten Ursachen für Zahnerkrankungen in diesem Alter“, weiß die Ärztin, die auf frühkindliche Aufklärung setzt, um dem Problem Herr zu werden.
„Kinder müssen so früh wie möglich lernen, ihre Zähne richtig und regelmäßig zu pflegen“, rät Spezialistin Wermelt, die seit über 20 Jahren eine Praxis in Herten-Westerholt betreibt und 15 Jahre lang im Kreisgesundheitsamt für die Zahngesundheit der Hertener Schüler und Kindergarten-Kinder verantwortlich war. „Für viele Erwachsene ist der bloße Gedanke an den Zahnarzt mit Angst und Schmerzen verbunden – auch das ist ein großes Problem, weil diese Horror-Vorstellung häufig an den Nachwuchs weiter gegeben wird.“
Für Marion Wermelt ist es wichtig, dass bei Kindern die Angst vor dem Arztbesuch erst gar nicht entsteht, so dass diese die Vorsorgeuntersuchungen als Alltag begreifen. „Regelmäßige Kontrollen sind das beste Mittel, um Erkrankungen der Zähne und somit schmerzhafte Behandlungen zu verhindern.“
In der Westerholter Zahnarztpraxis haben Kinder deshalb ein eigenes Wartezimmer, in dem sie sich die Zeit bis zur Behandlung mit Stofftieren oder Playmobil verkürzen können. Dann geht es in den „Behandlungsdschungel“, Behandlungszimmer, an deren Wänden Tieren und Pflanzen gemalt sind, die für Ablenkung sorgen sollen. „Während der Untersuchung erklären wir kindgerecht weitere Schritte sowie die Instrumente, damit sich die kleinen Patienten nicht übergangen fühlen“, so Wermelt weiter. Und schließlich führt noch Stoffpferd „Jimmy“ den korrekten Umgang mit der Zahnbürste vor.
Mit ihren Behandlungsmethoden hat Dr. Marion Wermelt gute Erfahrungen gemacht. „Patienten, die schon in jungen Jahren bei uns waren, haben keine Probleme mit einem Termin beim Zahnarzt und bringen mittlerweile schon den eigenen Nachwuchs mit.“

Urlaub zuhause

AKTION. Für die schönen Sommertage will man in seinem Garten oder auf dem Balkon gerüstet sein. Bei „Roller“ fallen die Preise für die entsprechenden Möbel schon jetzt: Deutschlands großer Möbel-Discounter startet ab Ende Juni einen Abverkauf quer durch das Sortiment für die sonnige Jahreszeit. Bevor die Saison zu Ende ist, kann man so noch einmal richtig sparen.
Urlaub zuhause liegt in diesem Jahr voll im Trend: Viele Verbraucher machen es sich statt einer teuren Reise lieber zuhause nett. Dies ist nicht überraschend, denn in Zeiten der Verunsicherung stellt man schnell fest, dass man auch zuhause gut entspannen kann – insbesondere, wenn man sich clever einrichtet.
Wer sein persönliches „Sonnendeck“ bisher noch nicht mit neuen Gartenmöbeln auf Vordermann gebracht hat, bekommt nun eine einmalige Gelegenheit: Bei „Roller“ gibt es in den nächsten Tagen alles für die schönen Stunden im Freien zu erheblichen reduzierten Preisen – bis zu 60 Prozent Nachlass sind möglich. So erlebt man zuhause das perfekte Urlaubsgefühl.
Ob Gartentische, -stühle oder -bänke – bei den reduzierten Artikeln findet man eine große Auswahl. Damit lässt sich in größerer Runde gemütlich grillen oder einfach nur entspannt Sonnenlicht tanken.
Doch selbst ausgefallene Wünsche wie eine elegante Rattangruppe lassen sich bei dem Möbel-Discounter erfüllen ohne den Geldbeutel zu sehr zu strapazieren. Gleiches gilt für raffinierte Accessoires wie Sonnenschirme oder Pflanzgefäße in den verschiedensten Formen und Farben. Mit diesem Angebot wird das eigene Zuhause zum Luxus-Hotel.
Auch bei den reduzierten Artikeln gilt: Alle Hartholzgartenmöbel bei „Roller“ sind FSC-zertifiziert. Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation, die sich für die umweltgerechte, sozial verantwortliche und nachhaltige, wirtschaftlich tragfähige Bewirtschaftung von Wäldern und Plantagen weltweit einsetzt. Das Siegel wird von Greenpeace unterstützt und dokumentiert die Herkunft des Materials aus einer ökologisch und sozial verträglichen Waldwirtschaft, die den Urwald nicht belastet.
Selbstverständlich genießen die Kunden dabei die volle Herstellergarantie für alle reduzierten Modelle und den gewohnten Service: Das kompetente und freundliche Personal in den Märkten in ganz Deutschland berät gerne und nimmt sich Zeit für die Fragen der Kunden.
Auch der Online Shop des Unternehmens unter www.roller.de macht mit und bietet jede Menge Schnäppchen für den eigenen Garten. Wer noch nicht weiß, wo der nächste „Roller“-Markt in seiner Nähe liegt, findet dort ebenfalls einen übersichtlichen Filialfinder.

Heiße Klänge, coole Spiele

BILANZ. „Echt coole Ruhrfestspiele habt Ihr!“ Beide Daumen nach oben gibt's dafür von „Scorpions“-Frontmann Klaus Meine, der sich kurz darauf sein Mikro schnappt, um endlich eine Melodie zu pfeifen, die auch 20 Jahre nach dem Mauerfall noch allen Anwesenden in den Ohren zu klingen scheint.
Nach rund zwei Stunden Gitarrenriffs und im Takt fliegender Frisuren ist „Wind of Change“ eine Zugabe, mit denen die Hannoveraner Band sowohl eines der letzten Konzerte ihrer Karriere als auch die Ruhrfestspiele 2010 beenden. Im Recklinghäuser Stadtgarten erschienen, sind an diesem 12. Juni über 8.000 Besucher, die das Gastspiel der zukünftigen Rock-Rentner mit Begeisterung verfolgen.
Unter diesen ist auch Reinhard Strehlau. „Die Musik ist doch echt super“, erklärt der Ruhrfestspiel-Verwaltungsdirektor, der erneut auf eine gelungene Spielzeit zurückblicken kann: Rund 73.000 Besucher konnten die Festspiele 2010 verbuchen, was einer Auslastung von etwa 85 Prozent entspricht. „Damit konnten die Ruhrfestspiele erneut eines der besten Ergebnisse ihrer Geschichte erzielen und die finanzielle Zielsetzung sogar noch übertreffen“, resümiert Strehlau stolz. Mit Feuerwerk und Lasershow verabschiedete sich dann das Theater-Festival bis zum nächsten Jahr. Hier geht es zur Bildergalerie!


Auf dem Weg zur InnovationCity Ruhr

BEWERBUNG. Gelsenkirchen und Herten könnten zur „InnovationCity Ruhr“ werden, zumindest ist die gemeinsame Bewerbung der beiden Städte in die engere Wahl gekommen. Das entschied der Initiativkreis Ruhr in Essen. Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski und sein Hertener Amtskollege Dr. Uli Paetzel sind froh, dass sich ihre Städte für die Endrunde nominiert haben.
Das Projekt „InnovationCity Ruhr“ verfolgt das Ziel, die CO2-Reduzierung, Energieeffizienz und den Klimaschutz in den Städten zu fördern. In einem Pilotgebiet sollen innovative Möglichkeiten gebündelt und modellhaft umgesetzt werden.
„Es hat sich gezeigt, dass beide Städte beim Thema Zukunftsenergien gut aufgestellt sind, um das Modellprojekt im Ruhrgebiet zu realisieren zudem sind wir froh, die RAG Montanimmobilien als Unterstützer an unserer Seite zu haben,“ so Uli Paetzel.
Die Pilotregion rund um das ehemalige Bergwerk Lippe mit den Stadtteilen Hassel, Scholven, Buer, Bertlich, Westerholt, Paschenberg, Langenbochum sowie Herten-Mitte wiesen in Bezug auf Bevölkerungsstruktur, Polyzentralität, Bausubstanz, Industriebrachen, Wohnsiedlungen, Frei- und Restflächen geradezu idealtypische Strukturen auf, sind die Verantwortlichen in beiden Städten überzeugt. Sie seien charakteristisch für den Strukturwandel im Ruhrgebiet und erfordern eine Vielzahl von Massnahmen von der energetischen Sanierung bis zur ansprechenden Gestaltung. Als Modellstadt soll die InnovationCity Ruhr dem Veränderungsprozess Dynamik verleihen und richtungsweisende Lösungen für die Zukunft aufzeigen.
In dem Bewerbungskonzept sind eine Fülle von Stadtentwicklungs- und Gestaltungsmöglichkeiten skizziert, unter anderem der Ausbau von Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen rund um technologische Innovationen, ein Quartier für „grünes Gewerbe“, ein Wohnquartier, die Umwandlung der Fläche der ehemaligen Kokerei Hassel in einen Stadtteilpark sowie die Errichtung von Neubausiedlung mit umweltschonende Energieversorgung. /

Die Beichte eines Serientäters

RÜCKBLICK. Sich umbringen? Hier auf der Bühne? Nein, das werde er nicht tun und befreit sogleich seinen Hals von der Schlinge, die er sich noch kurz zuvor selbst umgelegt hatte. „Deshalb sind Sie doch nur gekommen“, ruft er beinahe triumphierend dem Publikum entgegen. Einen Selbstmord hat er schon hinter sich, hatte er sich doch in seiner Gefängnis-Zelle erhängt, nachdem er zu lebenslanger Haft verurteilt worden war. „Diese Erfahrung möchte ich nicht noch einmal machen.“ Der Saal lacht. Aber vielleicht werde er es sich morgen anders überlegen, „Sie können ja einfach wiederkommen.“
Elf Prostituierte hatte Jack Unterweger auf dem Gewissen, als er sich 1994 das Leben nahm. Hollywood-Star John Malkovich ließ jetzt den österreichischen Serienkiller bei den Ruhrfestspielen von den Toten auferstehen. Als autobiografische Lesung inszeniert, skizziert „The Infernal Comedy – Confessions of a Serial-Killer“ das Leben Unterwegers, zeichnet Malkovich eine Persönlichkeit zwischen selbstbewusstem Frauenschwarm und psychopatischem Verbrecher nach - begleitet von zwei Sängerinnen und einem Orchester.
Der Kurier zum Sonntag sprach mit John Malkovich über Täter und Opfer, Schuld und Sühne sowie seine Rolle als Serien-Mörder. 

„Ein Opfer des eigenen Wahnsinns“

INTERVIEW. Im Ruhrfestspielhaus hat er es nicht mehr ausgehalten. Viel zu warm war es John Malkovich im „Roten Salon“, ist an diesem sonnigen Freitagmittag das Thermometer doch mittlerweile auf fast 30 Grad geklettert. Jetzt sitzt der Hollywood-Mime unter gelben Sonnenschirmen vor dem Theater, in der rechten Hand eine Zigarette, eine Cola in der linken und erfüllt bereitwillig Autogrammwünsche von aufgeregten Passanten.
Der Kurier zum Sonntag sprach mit dem Schauspieler über Täter und Opfer, Schuld und Sühne sowie seine Rolle als Serien-Mörder.

KzS: Zwielichtige Charaktere wie Attentäter oder intrigante Adelige haben Sie schon in ihrer Karriere verkörpert. Was hat Sie jetzt dazu bewogen, Jack Unterweger auf der Bühne zu geben?
Malkovich: Vor einigen Jahren habe ich mal einen Film über ihn gesehen. Gerade der gesellschaftskritische Aspekt seiner Biografie faszinierte mich schon damals. Schließlich brachte Unterweger erst elf Prostituierte um, nachdem er bereits wegen Mordes gesessen hatte und aufgrund einer Petition zahlreicher Intellektueller frühzeitig aus der Haft entlassen worden war. Als mir dann die Rolle angeboten wurde, musste ich nicht lange überlegen.

KzS: Haben Sie sich besonders auf diese Rolle vorbereitet?
Malkovich: Ich habe mich nur kurz mit der Biografie Unterwegers beschäftigt – das war alles. Eine Rolle akribisch vorzubereiten, ist nicht mein Ding – das ist Aufgabe des Autors, der das Stück verfasst. Ich dagegen muss Text und Charakter interpretieren.

KzS: Sie spielen Unterweger mit Unterbrechungen seit über einem Jahr. Konnten Sie in dieser Zeit Parallelen zwischen Serienmörder und Schauspieler ausmachen?
Malkovich: Um ehrlich zu sein, weiß ich nicht viel über Serienmörder. Ich denke nicht, dass es nennenswerte Gemeinsamkeiten gibt.

KzS: Könnten denn auch Sie selbst unter bestimmten Voraussetzungen zum Mörder werden?
Malkovich: Das wäre wohl der Fall, wenn jemand meinen Kindern etwas antun würde. Aber die Taten Jack Unterwegers sind für mich unentschuldbar. Wie kann sich ein Mensch zum Herrn über Leben und Tod aufspielen, einfach ohne erkennbaren Grund elf oder noch mehr Prostituierte kaltblütig erdrosseln? Das ist für mich nicht nachvollziehbar.

KzS: Wie sollte solch ein Verbrecher bestraft werde?
Malkovich: Ich bin kein Richter... Es gibt mit Sicherheit einige Täter, die nach 15 oder 20 Jahren Haft geläutert wieder entlassen werden können. Aber in Amerika haben wir beispielsweise einen John Wayne Gaisi, der sich auf junge Männer „spezialisiert“ hatte. Bei der Festnahme wurden in seinem Haus 28 Leichen gefunden. Menschen wie Gaisi oder Unterweger gehören meiner Meinung nach bis zu ihrem Lebensende ins Gefängnis.

KzS: Häufig haben Mörder selbst viel Leid erfahren, bis sie ihre erste Tat begehen. Betrachtet man die zerrüttete Kindheit des Jack Unterwegers: War dieser Mann nicht nur Täter, sondern zugleich auch Opfer?
Malkovich: Ein Opfer seines eigenen Wahnsinns war Unterweger auf jeden Fall. Schwere Kindheit hin oder her – viele Menschen sind nicht gerade auf Rosen gebettet und begehen trotzdem keinen Mord. Selbstverständlich war auch Jack Unterweger ein Opfer. Aber letztlich ist doch entscheidend, wie man mit derartigen Umständen umgeht, denn schließlich ist jeder für sich und sein Handeln selbst verantwortlich./

Laufen für den guten Zweck

SPORT. Nach dem erfolgreichen Debüt im Jahre 2001 steht nun die zehnte Auflage des Kreislauf in den Startlöchern. Kontinuierliche steigende Teilnehmerzahlen in den letzten Jahren belegen die Beliebtheit des Kreislaufes, den die Sportvereine, die Stadt-Sport-Verbände und der Kreis-Sport-Bund Recklinghausen gemeinsam durchführen. Neben dem sportlichen Aspekt steht auch der karitative Zweck im Vordergrund. Die Hälfte der Startgelder werden an gemeinnützigen und karitativen Einrichtungen im Kreis Recklinghausen aufgeteilt. Für die Teilnahme am Lauf wird ein Startgeld in Höhe von fünf Euro erhoben. Alle vorangemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten ein Lauf-T-Shirt „Kreislauf 2010“.
Wie auch in den vergangenen Jahren werden beim Kreislauf Start und Ziel nicht in einer Stadt liegen. In diesem Jahr erfolgt der Start in Datteln, Zielankunft ist Gladbeck. Einen Strecken- und Ablaufplan findet man im Internet unter www.kurier-zum-sonntag.de
Die Teilnahme ist für Jedermann offen. Eine Anmeldung erfolgt durch Überweisung des Startgeldes (fünf Euro) auf das Konto der KSB Recklinghausen. Im Verwendungszweck unbedingt den Vor- und Nachnamen eintragen. Kontonummer: 90 067 117 BLZ: 426 501 50. Hier gehts zum Ablaufplan!

Arbeiten auf der A2

VERKEHR. Seit vergangenen Mittwoch führt der Landesbetrieb Straßen.NRW auf der A2 Entwässerungsarbeiten im Bereich des Autobahnkreuzes Recklinghausen durch. Für beide Fahrtrichtungen stehen aktuell nur zwei eingeengte Fahrstreifen zur Verfügung.
Die Arbeiten sollen noch zwei Wochen dauern. Der Grund hierfür ist, dass ein neuer Kanal die Autobahn kreuzen soll, um die beiden Tank und Rastanlagen Hohenhorst und Stuckenbusch zu verbinden. Eine ursprünglich vorgesehene Durchpressung der Autobahn wurde seitens des Kampfmittelräumdienstes abgelehnt, da von diesem nicht sichergestellt werden konnte, dass dieser Bereich frei von Kampfmittel ist.

Tour Ost/West

KULTUR. Die Kunstmuseen des Ruhrgebiets haben sich anlässlich des Kulturhauptstadtjahres RUHR.2010 zu den RuhrKunstMuseen zusammengeschlossen. So wurde auch die Idee der Tour Ost/West geboren, die jeweils drei Institutionen unter einer gemeinsamen Fragestellung verbindet. Die Kunsthalle Recklinghausen hat sich gemeinsam mit den Flottmann-Hallen Herne und dem Skulpturenmuseum Glaskasten Marl zu einer Tour zusammengeschlossen, die unter dem Motto „Unter freiem Himmel“ einen Einblick auf den Umgang mit Kunst im öffentlichen Raum bietet. Für die Tour am heutigen Samstag von 11 bis 17 Uhr sind noch Plätze frei. Anmeldungen unter ( (0201) 88 45 777.

Hyundai-Center-RE feiert Eröffnung

WIRTSCHAFT. An diesem Wochenende, 5. und 6. Juni, eröffnet das neue Hyundai-Center-Recklinghausen. Zur Feier des Tages laden Geschäftsführer Marc Darmas und Centerleiter Oliver Gaß alle Interessierten zu einer zweitägigen Eröffnungsparty in das Autohaus an der Mainstraße in Recklinghausen-Süd.
„Heute sowie am morgigen Sonntag treten insgesamt zwölf Künstler aus dem Showbusiness bei uns auf, für die wir eigens eine Bühne aufgebaut haben“, erklärt Darmas, der in Bochum bereits das Autohaus Floren betreibt, zu dem die Marken Opel und Hyundai gehören. Ferner kann sich zur Eröffnung jeder Fahrer eines Hyundai unter www.hyundai-recklinghausen.de Gutscheine mit Nachlässen von 20 Prozent sowie VIP-Ersatz-Fahrzeugpässe herunterladen und jeder Kunden erhält einen Gutschein für einen kostenlosen Räderwechsel inklusive Einlagerung im Wert von 50 Euro. „Aufgrund der guten Zusammenarbeit mit Hyundai Motor Deutschland ist der Autohersteller mit der Bitte an mich herangetreten, die Marke auch im Kreis Recklinghausen zu vertreten“, erzählt der Geschäftsführer. „Nach großen Umbaumaßnahmen und Investitionen von über einer Million Euro können wir nun endlich in der Festspielstadt eröffnen.“
Auf insgesamt 4.000 Quadratmetern Gesamtfläche werden sich hier zukünftig zehn Mitarbeiter um die Kundenbelange in Werkstatt, Verkauf und Service kümmern. In Bochum und Recklinghausen beschäftigt das Unternehmen insgesamt 55 Mitarbeiter. „Wir sind sehr froh, dass wir die Marke Hyundai erstmals wieder in die Kreisstadt bringen dürfen“, so Marc Darmas weiter. „Bisher mussten die Kunden Werkstätten und Händler im Umkreis aufsuchen, nun haben Sie ein Vertragshaus vor der Tür.“/


Frühjahr belebt den Arbeitsmarkt

ARBEITSLOSIGKEIT. „Die Frühjahrsbelebung hält an“, stellt Astrid Neese, Leiterin der Arbeitsagentur Recklinghausen fest. Aktuell liegt die Arbeitslosenquote im Vestischen Kreis bei 11,0 Prozent und damit 0,2 Prozentpunkte niedriger als im April.
Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 11,3 Prozent. Die Arbeitslosenzahl sank um 1,4 Prozent oder 436 Personen gegenüber dem Vormonat auf jetzt 30.563 Personen. Gegenüber dem Mai des vergangenen Jahres sank die Zahl der Arbeitslosen im Vest sogar deutlich um 2,8 Prozent oder 875 Personen. Vor einem Jahr waren zu diesem Zeitpunkt 31.438 Menschen bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet.
Dennoch warnt Neese vor zu hohen Erwartungen: „Insgesamt ist die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Vest noch zu uneinheitlich, um von einer dauerhaften Erholung zu sprechen. So haben sich im Mai zwar deutlich weniger Menschen im Agenturbezirk arbeitslos gemeldet, allerdings nahmen auch weniger Menschen als im April eine neue Arbeit auf.“


Hotelbesitzer niedergeschossen

MORD. Vor einer Woche wurde der Gastronom und Großhändler K. Kanaouroff vor seiner Villa in Datteln-Klostern erschossen. Bei der Suche nach den Tätern tappt die Polizei noch im Dunkeln. Bislang werden Videoaufnahmen von der Überwachungskamera der Villa ausgewertet. Das Tatmotiv ist unklar (Stand: Mittwochabend). Die Polizei bittet Zeugen, die am Tatabend verdächtige Personen in Nähe der Villa an der Ahsener Straße 131 beobachtet haben, sich zu melden. ( (0 23 61) 55 31 10.

Narzissenwiese wird zur Filmkulisse

KINO. Vier feine Damen sitzen im Hertener Schlosspark, Tee trinkend, mitten auf der Narzissenwiese. In ihren wallenden Kleidern, den Hochsteckfrisuren und den Sonnenschirmen wirken sie wie Zeitreisende.
Was aussieht wie eine Szene aus dem 19. Jahrhundert, ist eine Filmkulisse zum Kinofilm „Johnny Kühlkissen“.
Im Film geht es um die Geschichte der am Tourette-Syndrom erkrankten Eva, gespielt von Fritzi Bauer. Die Szene im Schlosspark spielt im Jahr 1871 und ist ein Rückblick. Die eigentliche Story findet in der Gegenwart statt und wird größtenteils in Marl gedreht.
Der Film kommt voraussichtlich 2011 ins Kino. Regie führt Grimme-Preisträger Andreas Rogenhagen./

Unterricht in Übungsfirmen

AUSBILDUNG. International ging es Anfang Mai in der Bfz-Essen GmbH zu: 25 Delegierte aus 15 Staaten trafen ein, um sich bei der Mitgliederversammlung des Internationalen Übungsfirmen-Netzwerks Europen/Pen International über die kaufmännische Aus- und Weiterbildung in Zeiten der globalisierten Wirtschaft auszutauschen.
Das Berufsförderungszentrum, jetzt Bfz-Essen GmbH, gründete als Modelleinrichtung des Landes bereits in den siebziger Jahren die ersten Übungsfirmen. Dies war schließlich auch die Geburtsstunde eines weiteren Geschäftsbereichs des Essener Bildungsdienstleisters: der „Zentralstelle des Deutschen Übungsfirmen-Ringes“, die als Dachorganisation den mittlerweile 570 Übungsfirmen Dienstleistungen bereit stellt, um virtuelle Geschäftsprozesse so realistisch wie möglich zu gestalten: vom Zahlungsverkehr über das Finanz- und Zollamt bis hin zu den Krankenkassen der Übungsfirmen-Welt.
Was zunächst nach Laborsituation klingt, ist jedoch Lernen in und für die Praxis: Als Abbild eines Unternehmens werden in Übungsfirmen alle Abläufe des täglichen Wirtschaftsgeschehens unmittelbar trainiert. Die gehandelten Waren und Dienstleistungen sind zwar fiktiv, allerdings müssen alle getroffenen Entscheidungen und Handlungen mit denen der realen Geschäftswelt standhalten.
Im Jahr 1997 wurde der Verein Europen gegründet. Aktuell haben sich in diesem Netzwerk, das sich jetzt Europen/Pen International nennt, über 6.000 Übungsfirmen aus rund 45 beteiligten Ländern weltweit organisiert. Jetzt wurden auch die NRW-Berufskollegs und die allgemeinbildende Schulen in das Netzwerk eingebunden.
Was in anderen Ländern und Bundesländern, so beispielsweise in Baden-Württemberg, seit Jahren Praxis ist, soll nun auch laut Zentralstelle in NRW Schulalltag werden: Die Arbeit in einer Übungsfirma als Teil des Schulunterrichts. Neben Praxiserfahrung im internationalen Zusammenhang soll das auch Spaß machen – so die Erfahrungen der Konferenzteilnehmer. Dabei können Fremdsprachenkenntnisse bereits im Schulalltag eingesetzt werden – in einem Netzwerk, das von Ostasien bis Südamerika reicht. Weitere Infos unter www.bfz-essen.de.

Keine Karts am Rathaus

EVENT. Die Vorfreude auf ein weiteres Kart-Rennen rund um das Recklinghäuser Rathaus muss jetzt jäh beendet werden. Die Hertener Agentur „Projekt Concept“ hat Anfang der Woche die für das letzte August-Wochenende geplante siebte Auflage der City-Kart-Challenge offiziell abgesagt.
Trotz frühzeitigem Einreichen der Unterlagen seitens der Agentur, erteilte die Bezirksregierung Münster in diesem Jahr keine Genehmigung für das Kart-Spektakel. „Es gab ja schon in jedem Jahr ein Tauziehen um die Veranstaltung, aber in diesem Jahr konnten wir nichts ausrichten“, erklärte der Geschäftsführer der Veranstaltungsagentur Dirk Krühler.
„Aber getreu dem sportlichen Motto ‚nach dem Rennen ist vor dem Rennen‘ arbeiten wir mit Hochdruck an der Umsetzung der City-Kart Challenge 2011 an einem neuen Standort eingebunden in automobiles Rahmenprogramm “ so Krühler weiter. Im Herbst soll das Grundkonzept schon vorgestellt werden.
Mit einem weinenden Auge sieht auch der Erste Beigeordnete der Stadt Recklinghausen Christoph Tesche die Absage. „Natürlich müssen wir allen Seiten gerecht werden, und in diesem Jahr waren die Auflagen einfach zu hoch. Aber wir werden gemeinsam mit der Agentur eine Lösung für das Jahr 2011 ausarbeiten, denn die Veranstaltung hätte durchaus einen festen Termin im Veranstaltungsprogramm der Stadt Recklinghausen verdient“, so Tesche abschließend./


Rot-Grün im Kreis klar vorne

ERGEBNIS. Nordrhein-Westfalen hat gewählt und doch ist nichts entschieden: Zwar wurde die Schwarz-Gelbe-Regierung deutlich abgewählt, doch auch für Rot-Grün reicht es nicht. Gerade mal ein Sitz fehlt einer Koalition aus SPD und Grünen für die absolute Mehrheit im Düsseldorfer Landtag.
Aktuell laufen die Koalitionsverhandlungen: Eine „Ampel“ aus SPD, Grünen und FDP ist rein rechnerisch ebenso möglich, wie eine große Koalition, in der die Christdemokraten mit dem noch amtierenden Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers an der Spitze allerdings schon ihren Führungsanspruch angemeldet haben. Auch mit der ungeliebten Linken wollen Hannelore Kraft und ihre Genossen sprechen.
Im Kreis Recklinghausen viel das Votum der Wähler deutlicher zugunsten der Sozialdemokraten aus als auf Landesebene. Hier konnte die SPD mit 43,22 Prozent der Zweitstimmen einen klaren Sieg verbuchen, verlor gegenüber der Wahl 2005 nur rund 2,6 Prozent. Ein Minus von fast neun Prozent mussten dagegen die Christdemokraten hinnehmen, die damit auf 29,59 Prozent fielen. Den landesweiten Trend bestätigen, konnten auch die Grünen im Kreis, die fast fünf Prozent dazugewinnen konnten und auf 9,15 Prozent kamen. Von Null auf 6,62 Prozent brachte es die Linke, die damit noch vor der FDP mit 4,74 Prozent landete.


Recklinghausen I (Stadt Recklinghausen):
Erststimme: Andreas Becker (SPD), 44,33 %
Zweitstimme:
CDU: 29.9 %
SPD: 41,0 %
Grüne: 10,0 %
FDP: 4,7 %
Die Linke: 7,3 %
Andere: 7,1 %

Recklinghausen II (Herten und Teile von Marl):
Erststimme: Margret Gottschlich (SPD), 52,11 %
Zweitstimme:
CDU: 27,5 %
SPD: 47,9 %
Grüne: 7,3 %
FDP: 4,2 %
Die Linke: 6,4 %
Andere: 6,7 %

Recklinghausen III (Gladbeck und Teile von Dorsten):
Erststimme: Michael Hübner (SPD), 49,4 %
Zweitstimme:
CDU: 28,6 %
SPD: 44,1 %
Grüne: 8,1 %
FDP: 4,9 %
Die Linke: 6,8 %
Andere: 7,5 %

Recklinghausen IV (Haltern, Oer-Erkenschwick und Teile von Marl, Teile von Datteln sowie Teile von Dorsten):
Erststimme: Josef Hovenjürgen (CDU), 40,7 %
Zweitstimme:
CDU: 34,6 %
SPD: 38,3 %
Grüne: 10,0 %
FDP: 5,2 %
Die Linke: 6,1 %
Andere: 5,8 %

Recklinghausen V (Castrop-Rauxel, Waltrop und Dattelner Süden):
Erststimme: Eva Steininger-Bludau (SPD), 48,9 %
Zweitstimme:
CDU: 26,7 %
SPD: 45,2 %
Grüne: 10,3 %
FDP: 4,6 %
Die Linke: 6,6 %
Andere: 6,5 %/

„Wir haben gelernt, den Wandel zu gestalten“

INNOVATIONCITY. Von der Solar- und Wasserstoffstadt zur Modellregion InnovationCity Ruhr – mit dieser griffigen Formel werden sich die Solarstadt Gelsenkirchen und die Wasserstoffstadt Herten gemeinsam als Standort für die „Niedrigenergiestadt der Zukunft“ beim Initiativkreis Ruhr bewerben. Gelsenkirchens Oberbürgermeister Frank Baranowski und sein Hertener Amtskollege Dr. Uli Paetzel präsentierten jetzt das städteübergreifende Konzept.
Die beiden Stadtoberhäupter zeigten sich überzeugt, für das Rennen um die InnovationCity gewappnet zu sein. „Wir haben gelernt, den Wandel zu gestalten“, betonten Paetzel und Baranowski. So habe man sich beispielsweise mit dem Wissenschaftspark Gelsenkirchen und dem Wasserstoff-Kompetenzzentrum H2Herten, der ersten Klimaschutzsiedlung und dem ersten interaktiven Solardachkataster in NRW bis zum wasserstoffbetriebenen ÖPNV bereits bundesweit als Zentren anwendungsorientierter Zukunftsenergien profiliert. Diese Pilotprojekte seien die Grundlage für die Entwicklung zur Modellregion InnovationCity Ruhr. Zudem wollen die beiden ehemaligen Bergbaustädte mit ihrer interkommunalen Bewerbung auch ein Zeichen für die künftige Stadtentwicklung im Ruhrgebiet setzen. Das Bewerbungskonzept hat den Nordraum der beiden Städte Gelsenkirchen und Herten als Entwicklungsfläche für die Modellstadt InnovationCity Ruhr definiert.
Im Zentrum der InnovationCity Ruhr wird das 2008 stillgelegte Bergwerk Westerholt stehen, das sich auf Gelsenkirchener und Hertener Stadtgebiet befindet. Hier sollen in den sanierten Bestandsgebäuden des ehemaligen Bergwerks unter anderem Bildungs- und Weiterbildungseinrichtungen rund um technologische Innovationen entstehen. Zudem sind ein Quartier für „grünes Gewerbe“, ein Wohnquartier, das geothermische Energie aus bestehenden Schächten nutzt sowie die Errichtung von Pilotsiedlungen für dezentrale Energieversorgung geplant. Dazu kommen eine Reihe weiterer Ansatzpunkte – von der Errichtung eines neuen Wohngebietes in Buer über einen neuen Haltepunkt Hassel der DB-Strecke zwischen Münster und Essen bis zur Gestaltung der Halde Scholven für Windenergie und Solarenergie.
Die beiden Städte verstehen die InnovationCity Ruhr ausdrücklich als Mitmachstadt, die gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürger vor Ort gestaltet wird.


Insgesamt 141 neue Ausbildungsplätze im Kreis

RECKLINGHAUSEN. Rund 60 Ausbildungsexperten und Führungskräfte der Recklinghäuser Arbeitsagentur und der Vestischen Arbeit gingen am „Tag des Ausbildungsplatzes“ in der vergangenen Woche persönlich oder telefonisch auf Lehrstellenfang in Betrieben und Unternehmen. Zu 1.400 Geschäftsinhabern, Betriebsleitern und Personalchefs im gesamten Kreis gelang der persönliche Kontakt.
Insgesamt 141 Ausbildungsplätze haben die Betriebe auf diesem Wege für dieses und das kommende Jahr neu gemeldet. Für das laufende Ausbildungsjahr allein konnten 49 Plätze akquiriert werden. Weitere 92 Ausbildungsstellen stehen bereits jetzt für das kommende Ausbildungsjahr 2011 fest.
„Ich freue mich sehr, dass so viele Arbeitgeber im Vest einmal mehr gezeigt haben, dass sie mit der Ausbildung von jungen Menschen Verantwortung für unseren und ihren Nachwuchs übernehmen wollen“, lautet das eindeutig positive Fazit von Agentur-Chefin Astrid Neese.“Ausbildung ist auch eine gesellschaftspolitische Aufgabe geworden, der sich viele Unternehmer in der Region mit hohem persönlichen Engagement stellen.“
Auch die Mitarbeiter der Vestischen Arbeit waren am „Tag des Ausbildungsplatzes im gesamten Vest für mehr Ausbildung unterwegs. „Das große Interesse vieler Unternehmen beim Thema Ausbildung ist unverkennbar. Generationsverantwortung übernehmen, wirtschaftliche und strukturelle Ausgewogenheit berücksichtigen, Ausbildung ermöglichen, dazu sind die Unternehmen im Vest bereit“, so Jürgen Ritzka, Geschäftsführer der Vestischen Arbeit Kreis Recklinghausen. „Sicherlich reicht das Angebot an Ausbildungsplätzen noch nicht aus, doch zusätzliche Anstrengungen unserer Unternehmen und der Kammern für mehr Ausbildungsplätze sind erkennbar.“
Die Agentur für Arbeit und die Vestische Arbeit weisen die Jugendlichen darauf hin, bei der Suche nach einer Ausbildungsstelle auch Alternativen zum Wunschberuf in den Blick zu nehmen. Die „Top Ten“ der beliebtesten Ausbildungsberufe für Mädchen und Jungen habe sich seit Jahren kaum verändert. Neben den kaufmännischen Berufen, die bei beiden Geschlechtern beliebt sind, belegen bei den jungen Mädchen seit Jahren die medizinische Fachangestellte sowie der KFZ-Mechatroniker bei den männlichen Bewerbern die jeweils ersten Plätze bei den beliebtesten Berufe.
Im April suchten im Agenturbezirk 2.301 junge Menschen noch einen Ausbildungsplatz, dem gegenüber waren 1.083 Lehrstellen noch zu besetzen.

Arbeitgeber können freie Ausbildungsplätze der Agentur für Arbeit Recklinghausen melden:
( 01801 66 44 66
FAX: (02361) 40 29 07
E-Mail: recklinghausen.arbeitgeber@arbeitsagentur.de


Ruhrfestspiele zwischen Guiskard und Geflügel

KULTUR. Die Ruhrfestspiele sind zurück in Recklinghausen und machten in den vergangenen Tagen mit sowohl dem Kultur-Volksfest am 1. Mai als auch mit der Eröffnungspremiere des „Robert Guiskard“ am 3. diesen Monats auf sich aufmerksam.
Kultur und viel Musik lockten auch in 2010 zum Open-Air-Spektakel im Recklinghäuser Stadtgarten. Zwar zeigte sich das Wetter besser als erwartet und Kabarett, Konzerte sowie Walk-Acts wurden von den Anwesenden gut angenommen, dennoch fanden sich weniger Besucher als in den Vorjahren auf dem „grünen Hügel“ ein.
Ausverkauft dagegen zeigte sich das Große Haus, als Intendant Frank Hoffmann zur Eröffnungspremiere der aktuellen Spielzeit lud. Mit „Robert Guiskard“ brachte Hoffmann selbst einen Kleist auf die Bühne, der nur sehr selten gespielt wird. Inszenierung sowie Leistung des Ensembles würdigte das Publikum mit Applaus und „Bravo“-Rufen.

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Wahlkampf mit Merkel

WAHLKAMPF. Ausnahmezustand in Recklinghausen. Unzählige Polizeifahrzeuge und schwarze Limousinen gaben Bundeskanzlerin Angela Merkel am vergangenen Dienstag geleit zum Ruhrfestspielhaus. Zuletzt konnte nur der Recklinghäuser „Superstar“ Thomas Godoj soviel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Aber jetzt herrscht Wahlkampf und vor der Landtagswahl am 9. Mai kommen auch die ganz großen Politiker, wie die Kanzlerin, in die politische Provinz um kräftig Stimmen zu sammeln. Knapp 45 Minuten redete Merkel vor knapp 700 begeisterten Besuchern im Saal Kassiopeia und erntete nach ihrer Rede tosenden Applaus sowie stehende Ovationen.

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Die Freibad-Saison im Copa ca Backum beginnt

FREIBAD. Die ersten warmen Tage habe schon die Vorfreude auf vergnügliche Badestunden unter freiem Himmel geweckt. Nun ist es soweit: Am Montag, den 3. Mai, startet im Hertener Copa Ca Backum die Freibad-Saison.
In den vergangenen Wochen hat das Copa-Team dafür gesorgt, dass die Becken, Wege und Liegewiesen nach der Winterpause wieder sauber sind. Außerdem wurde die Technik gewartet und in Stand gesetzt.
Die Wetterprognose für den Eröffnungstag indes sieht nicht sehr rosig aus. So könnte es sein, dass schon am ersten Tag der Freibad-Saison die Schlechtwetter-Regelung greift: An Regentagen öffnet das Freibad lediglich von 7 bis 10 Uhr und von 18 bis 21 Uhr, an Sonnentagen durchgängig von 7 bis 21 Uhr. Jeweils am Vortag können Besucher sich an verschiedenen Stellen darüber informieren, ob das Freibad ganztägig geöffnet ist:
Telefonisch erteilen die Mitarbeiter unter ( (02366) 307-326 Auskunft über die Schlechtwetter-Regelung.
Auch auf der Homepage des Copa Ca Backum (www.copacabackum.de) finden sich Infos zu der Schlechtwetter-Regelung.
Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Eintrittspreise für das Freibad Backum nicht geändert.


Bereits 67.000 Karten verkauft

RUHRFESTSPIELE. Seit Beginn des Kartenvorverkaufs konnten bereits mehr als 67.000 Eintrittskarten für das Programm der Ruhrfestspiele 2010 verkauft werden, teilt Ruhrfestspiel-Verwaltungsdirektor Reinhard Strehlau mit.
Lediglich die Produktionen „Der zerbrochne Krug“, „Die Marquise von O…“, „Ich soll den eingebildet Kranken spielen“ und „Furioso“ sind bereits ausverkauft, für alle anderen Stücke sind noch Karten zu bekommen. Von insgesamt 8.000 Plätzen für das Abschlusskonzert der „Scorpions“ am 12. Juni sind nur noch 300 Karten im Vorverkauf erhältlich.
Karten für die Ruhrfestspiele 2010 gibt es unter der Hotline ( (0209) 14 77 999 sowie bei der Kartenstelle der Ruhrfestspiele, Martinistraße 28, am Recklinghäuser Hauptbahnhof.


Ausbildung in Teilzeit

BZH. Das Bildungszentrum des Handels e. V. will Mütter und Vätern oder Menschen, die pflegebedürftige Angehörige zu betreuen haben, den Weg zu einer Ausbildung ebnen. Dazu wurde das Projekt TEP (Teilzeitausbildung – Einstieg begleiten – Perspektiven öffnen) ins Leben gerufen.
Die Teilzeitausbildung soll ermöglichen, Beruf und Familie in Einklang zu bringen. Rund 750 junge Menschen, so das Bildungszentrum des Handels, haben im Kreis Recklinghausen große familiäre Pflichten aber keinen Berufsabschluss. Die Chancen, einen Fuß in die Arbeitswelt zu bekommen, seien daher sehr schwer. Die Ausbildung in Teilzeit hat die gleichen Inhalte wie eine Vollzeitausbildung. Die Absolventen einer solchen Ausbildung werden vom Bildungszentrum aktiv unterstützt, beispielsweise bei der Sicherstellung der Kinderbetreuung, der Berufsorientierung oder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz.
Gefördert und unterstützt wird das Projekt vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen.
Nähere Informationen gibt es beim Bildungszentrum des Handels, Standort Marl, Lembecker Platz 35, oder unter ( (02365) 5 03 33 55 (Antje Krüger).


Die weißen Stangen sprießen wieder

GEMÜSE. „Im Spargeldorf ist zwar immer Saison“, sind sich die Scherlebecker Bauern einig, doch seit einigen Tagen ist in der Ried in Herten wieder richtig was los. Denn jetzt kommt er jeden Tag frisch vom Feld – der Spargel. Und nicht nur Hertener Liebhaber des königlichen Gemüses kommen zuhauf in die Hofläden, um sich mit den begehrten weißen Stangen einzudecken.
Spargelfans aus dem ganzen Kreis zieht es in das Naherholungsgebiet zwischen Herten und Marl – und sie müssen sich dann entscheiden, welchen der vier Höfe, die hier Spargel anbauen, sie für ihren Einkauf wählen. Sowohl auf den Höfen von Schulte-Scherlebeck und Heine, als auch bei Große-Streuer und in den Regalen von Bauer Südfeld liegt das Gemüse jetzt täglich frisch zum Verkauf.
Auf mehr als 30 Hektar wird in der Ried Spargel angebaut. Bereits 1999 entwickelten die Landwirte in Scherlebeck die Marketing-Idee des Spargeldorfs und hatten Erfolg damit.
Zahlreiche Aktionen rund um das Produkt ziehen seither Besucher in den Hertener Norden. Seit 2001 wird zudem regelmäßig die Spargelkönigin gekürt, die ähnlich wie eine Weinkönigin Repräsentantin des königlichen Gemüses ist. In einem Museum auf dem Hof Südfeld können sich Besucher zudem über die Geschichte des Spargelanbaus informieren.
Am 24. Juni ist dann „Spargelsilvester“ und die Saison offiziell beendet. Dann müssen sich die Gourmets wieder ein Jahr gedulden, bis erneut der Spargel in die Hofläden der Scherlebecker Bauer kommt.

40 Jahre toom

RECKLINGHAUSEN. Die toom Märkte feiern in diesen Tagen ihr 40. Firmenjubiläum. Das Unternehmen bedankt sich mit einem 1.000.000-Euro-Gewinnspiel und einer siebenwöchigen Geburtstagsparty bei seinen Kunden.
Seinen Ursprung hat toom in Seulberg, nahe Bad Homburg. Hier wurde vor ziemlich genau 40 Jahren, am 10. Juni 1970, der erste toom-Markt eröffnet. Bis heute ist die toom Unternehmensgruppe auf 79 toom SB Warenhäuser und über 70 Getränkemärkte gewachsen.
In den Warenhäusern mit einer Gesamtverkaufsfläche von über 427.000 Quadratmetern kaufen monatlich rund 5,3 Millionen Kunden ein. Dabei erzielt toom jährlich einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. 10.550 Mitarbeiter in den Märkten und in der Zentrale in Köln sorgen täglich dafür, dass den Kunden 45.000 verschiedene Artikel zur Verfügung stehen. Über 350 Sorten Obst und Gemüse, 250 Käseangeboten sowie 200 Wurst- und Fleischartikeln umfasst das toom-Sortiment. Ergänzt wird das Lebensmittelangebot durch Drogerie-Artikeln und Haushaltswaren, einen Textilbereich mit Damen- und Herren-Bekleidung sowie einen Technikbereich mit CDs, Video- und HiFi-Technik sowie einer Computer- und Multimedia-Ausstellung.
Am Montag, 26. April, fällt um 8 Uhr der Startschuss zu dem Jubiläums-Programm. So besucht Schalkes Abwehrspieler Rafinha am Mittwoch, 28. April, um 13 Uhr den Recklinghäuser toom Verbrauchermarkt an der Herner Straße 245.
Ferner geht der toom XXL-Truck auf Jubiläumstour und sorgt beim Stop in 30 Märkten für Stimmung. Zahlreiche Aktionen und Aktivitäten sollen Spiel und Spaß bringen und die besten Torwandschützen können sich über eine Wildcard zur Teilnahme am Millionen-Kick-Finale freuen. Dabei verlost toom als Hauptpreis eine Millionen Euro in bar sowie 500 weitere Preise und 500.000 Sofort-Gewinne in den Märkten. Mitmachen kann jeder mit einem Rubbellos. Die Rubbellose sind durch Aktionen in den Märkten oder einem Einkauf (ab 40 Euro) im Markt erhältlich, aber auch durch Sammeln im toom Handzettel oder unter www.40jahretoom.de können Kunden ein Rubbellos gewinnen. Am 13. Juni stellen dann die 40 Finalisten im Torwand-Schießen ihr Können in der Commerzbank Arena Frankfurt unter Beweis. Den Hauptpreis nimmt der Schütze mit nach Hause, der als erstes mit sechs Schuss drei Mal unten und drei Mal oben durch eine Torwand trifft.
Ein buntes Familienprogramm rund um die Arena erwartet alle Gäste. Moderator Matthias Opdenhövel und Prominente wie der Bundesliga Rekordspieler Charlie Körbel, Eintracht-Shooting Star Maik Franz und WM-Song-Interpretin Velile sowie die Hermes House Band sorgen für Unterhaltung. Abgerundet wird das Programm durch die Live-Übertragung des WM-Spiels Deutschland-Australien. Karten für die Mega-Geburtstagsparty von toom sind ab 25. Mai in allen toom-Märkten erhältlich. Die Eintrittserlöse spendet toom für einen guten Zweck. Der Eintritt für das Familienfest ab 12 Uhr beträgt ein Euro und inklusive Public Viewing ab 20 Uhr zwei Euro.


Entsetzen über tödlichen Stich

MARL. Am Tatort brennen zahlreiche Kerzen, auf Zetteln bekunden Schüler ihre Anteilnahme, Blumen sind abgelegt: Am Abend des 16. April ist dort, auf dem Gelände des Loekamp-Gymnasiums, gegen 21 Uhr ein 16-jähriger Schüler von einem 14-Jährigen niedergestochen und getötet worden. Die Tat löste nicht nur unter Mitschülern Fassungslosigkeit und Entsetzen aus.
Die beiden Jugendlichen waren an dem Abend in Streit geraten. Wie die Polizei mitteilte, soll die Auseinandersetzung von dem 16-Jährigen provoziert worden sein. Im Verlauf des Streits versetzte der Jüngere seinem Gegner einen Messerstich in den Oberkörper. Trotz intensiver Behandlungsmaßnahmen verstarb der 16-Jährige wenig später in einem Krankenhaus.
Der 14-Jährige war nach dem Messerstich geflüchtet, wurde aber wenig später von der Polizei vorläufig festgenommen. Das Messer hatte er bei sich; es wurde von den Polizeibeamten sichergestellt.
Nach der Bluttat waren zwei rivalisierende Gruppen von Jugendlichen aneinandergeraten. Die Polizei war daraufhin mit einem Großaufgebot ausgerückt, um eine mögliche Massenschlägerei zu verhindern.
Nach Abschluss aller polizeilichen Maßnahmen war der 14-Jährige, der als unbescholten gilt, bislang noch nicht mit der Polizei in Kontakt gekommen war und psychologisch betreut wird, auf Anordnung der Staatsanwaltschaft entlassen worden. Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft waren dem tödlichen Stich „mindestens drei Angriffe des 16-Jährigen“ vorausgegangen, so dass eine Notwehrsituation nicht ausgeschlossen werden könne.
Am Montag nach der Bluttat wurde sowohl im Gymnasium im Loekamp als auch in der Martin-Luther-King-Gesamtschule, die der 16-Jährige besucht hatte, des Toten gedacht. Lehrer, Seelsorger und Psychologen standen den Schülern zur Seite, halfen bei der Trauerbewältigung. An Stellwänden konnten die Schüler ihr Mitgefühl ausdrücken.


Elenas Kampf geht weiter

TSCHERNOBYL. Elena muss wieder operiert werden. „Die Tumore sind erneut gewachsen“, erklärt Rosemarie Schumacher, „ihr Gesicht sieht schlimm aus.“ Seit 1998 betreut die Waltroperin Schumacher Elena Radon aus der Ukraine, deren Gesicht von Wucherungen entstellt ist, sammelt Spenden für die Operationen der 15-Jährigen (Kurier zum Sonntag berichtete). Im Juli muss sich Lena, so ihr Spitzname, erneut „unters Messer legen“. Für die Schülerin ist es bereits der 13. Eingriff in ihrem Leben – und es wird nicht der letzte bleiben.
„Die Tumore hätten bereits im Kleinkindalter entfernt werden müssen“, habe der Arzt Rosemarie Schumacher erklärt. „Doch in der Ukraine gab es gibt es einfach nicht die Möglichkeiten für eine derartige OP.“ Und so werden die Wucherungen wohl auch in Zukunft immer wieder wachsen. Ob Lena ein Oper des atomaren Super-GAUs in Tschernobyl ist, ließe sich nicht mit Sicherheit sagen, Schumacher allerdings geht davon aus.
In Deutschland wird Lena immer von Prof. Dr. Dr. Christopher Mohr operiert, Chefarzt an der Essener Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Rund 10.000 Euro kostet die komplizierte OP, die allein durch Spenden finanziert werden muss.
„Eigentlich hätte Lena bereits im vergangenen Jahr wieder operiert werden sollen“, so Schumacher weiter. „Doch ich konnte einfach nicht genügend Spenden zusammen bekommen.“ Doch in diesem Jahr, ist die Rentnerin überzeugt, würden sich ausreichend Spender finden, um Lena Anreise und OP zu ermöglichen. „Vielleicht reicht das Geld sogar zur Finanzierung einer Untersuchung im CT“, hofft die 69-Jährige, und auch ein zweites Kunst-Auge wäre dringend nötig. „Wenn Lena ihres in der Ukraine verliert, muss sie ohne linkes Auge auskommen.“
Wer Elena Radon unterstützen möchte, kann seine Spende auf folgendes Konto überweisen: Tschernobyl-Konto Rosemarie Schumacher, Sparkasse Vest Recklinghausen, Konto-Nr.: 33 006 13, BLZ: 426 501 50, Verwendungszweck: Lena. Weitere Infos bei Rosemarie Schumacher unter ( (02309) 2880.


Falsche Energieberater

WARNUNG. Die Hertener Stadtwerke weisen darauf hin, dass derzeitig Energieberater im Stadtgebiet unterwegs sind, die sich fälschlicherweise als Mitarbeiter der Hertener Stadtwerke ausgeben. Die Stadtwerke weisen in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Besuche von Mitarbeitern der Hertener Stadtwerk in der Regel vorab angekündigt werden. Hierbei erhalten die Kunden entweder ein persönliches Schreiben oder sie werden über den anstehenden Besuch über die Tageszeitung informiert.


1. Regionale Bildungskonferenz

KREIS. Unter dem Titel „Lernen vor Ort“ veranstaltet der Kreis Recklinghausen am 29. Juni die 1. Regionale Bildungskonferenz. Rund 20 Bildungsprojekten zu den Themen „Bildungsübergänge“, „Bildungsberatung“, „Familienbildung“ und „Sprachförderung“ im Kreis Recklinghausen soll dabei die Möglichkeit gegeben werden, sich in ihren Einrichtungen vorzustellen. Rund 150 Verantwortliche aus Politik, Verwaltung und Verbänden werden die Projekte besuchen und ihre Eindrücke und Erfahrungen im Anschluss austauschen. Einrichtungen aus dem Kreis können sich jetzt mit ihren Projekten für die Bildungskonferenz bewerben. Unter www.kreis-re.de gibt es das Bewerbungsformular als PDF-Dokument zum Herunterladen. Einsendeschluss ist der 30. April.


Kein „Sound of Silence“

RECKLINGHAUSEN. Das Theaterstück „The Sound of Silence“, das vom 8. bis 13. Juni bei den Ruhrfestspielen im Theater Marl aufgeführt werden sollte, fällt aufgrund technischer Probleme ersatzlos aus. Bereits bestellte Karten können bei der Kartenstelle der Ruhrfestspiele, Martinistraße 28, am Recklinghäuser Hauptbahnhof, ( (02361) 92 180, gebührenfrei umgebucht oder der Kaufpreis kann erstattet werden.


Nach vier Jahren geht es an der Hillerheide wieder um Siege und Plätze

RECKLINGHAUSEN. Nach vierjähriger Pause ist es dem Pferdesportverein Recklinghausen gelungen zwei Renntage an die Hillerheide zu holen. Rund 50 Züchter, Trainer, Besitzer, Pferdesportfreunde hatten sich im Februar 2007 vorgenommen, den Trabrennsport in Recklinghausen am Leben zu erhalten. Seitdem hat sich der Verein schwerpunktmäßig konzeptionellen Arbeiten gewidmet. „Ein heißes Herz und große Liebe zum Pferdesport allein reichen nicht aus. Wir brauchen verlässliche und belastbare Aussagen zur Zukunftsfähigkeit unseres Sportes“, soder Vorsitzender Jürgen Nethöfel. Folgerichtig hat der Verein das Kölner Unternehmen AWC damit beauftragt, eine Machbarkeitsstudie zu erarbeiten. Parallel dazu organisiert der Pferdesportpark-Verein zwei „knackige Renntage“, wie Miriam Sürder von der Vorbereitungsgruppe verspricht. „Wir haben schon viele Signale von renommierten Besitzern und Trainern bekommen, dass sie die Renntage auf dem traditionsreichen Recklinghäuser Geläuf förmlich herbeigesehnen“, so Sürder weiter. Organisiert wird aber eine Freiluft-Veranstaltung, da die Tribünen nicht mehr zur Verfügung stehen. Allerdings haben viele Freiwillige schon einige Samstage investiert, um das Umfeld ansprechend zu gestalten. Professionelle Unterstützung für die Vorbereitung und Durchführung der Renntage bietet die Agentur Henning Prinz aus Recklinghausen. Renntermine sind am Freitag, 9. Juli um 18.30 Uhr sowie am Sonntag, 22. August. Der zweite Renntag steht neben dem Trabrennen ganz im Zeichen der Familie. So können die Kinder selber auf Ponys um die Wette reiten.


ANZEIGE: Barmer GEK berät Patienten bei Regressen

VERSICHERUNG. 19,5 Millionen Euro hat die Barmer GEK im vergangenen Jahr aus Regressen aufgrund von Behandlungsfehlern erwirtschaftet. Der Hauptteil davon stammt mit 16,1 Millionen Euro aus dem Bereich der Krankenversicherung. Aktuell verfolgt die Barmer GEK in der Kranken- und Pflegeversicherung rund 7.500 Fälle, in denen sie wegen eines Behandlungsfehlers Regressansprüche gegen Leistungserbringer durchsetzen will. Aufgrund der häufig sehr komplizierten Rechtslage ist dabei eine Verfahrensdauer von bis zu zehn Jahren nicht ungewöhnlich.
Ihren Anfang nehmen Regressverfahren häufig durch Hinweise von Versicherten an ein spezielles Beratungstelefon der Barmer GEK. Unter ( (01 85 00) 99 70 10 oder ( (0202)56 81 99 70 10 können sie hier die Krankenkasse über vermutete Behandlungsfehler informieren. Neben einer Beratung zu ihren Rechten als Patient bietet die Barmer GEK in solchen Fällen eine umfassende Prüfung der Vorwürfe an. Auf deren Ergebnisse können sich Versicherte auch bei der Auseinandersetzung mit Ärzten oder Kliniken und deren Haftpflichtversicherungen stützen. Diesen Service bietet die Kasse seit mehreren Jahren an, allein im vergangenen Jahr wurde er 948 Mal genutzt.


ANZEIGE: Auf nach Südafrika

Kunden der Sparkasse haben jetzt die Möglichkeit, sich eine Traum zu erfüllen: Eine Reise zur Fußballweltmeisterschaft nach Südafrika.
Die Sparlotterie der Sparkassen wird bereits seit über 50 Jahren erfolgreich von den Sparkassen angeboten. Gemäß dem Motto „An sich und andere denken!“ spart jeder Teilnehmer zum einen für die eigene Zukunft, denkt aber zugleich an andere, denn mit den Lotterieerträgen, die als Spende ausgeschüttet werden, engagiert er sich in seiner Region.
An der Sparlotterie kann jeder Volljährige teilnehmen. Die Losziehung erfolgt monatlich. Zusätzlich werden bei Sonder- oder Extra-Auslosungen attraktive Sachpreise ausgelost – so auch bei der Auslosung am 16. April, bei der es exklusive Reisen zur Fußball-WM nach Südafrika inklusive Eintrittskarten für das Spiel Deutschland gegen Ghana zu gewinnen gibt. Die Gewinner lernen Südafrikas größte Stadt Johannesburg kennen, erleben faszinierende Safari-Touren und übernachten in luxuriösen Sternehotels.
Eine Teilnahme ist noch bis zum 13. April möglich. Lose gibt es bei allen Geschäftsstellen der Sparkasse Vest. Ein Los der Sparlotterie kostet sechs Euro.

Missbrauch:
Da war doch was...

SKANDAL. Ob die katholische Kirche tatsächlich praktiziert, was sie predigt, steht aktuell zur Frage: Immer mehr Geistliche werden beschuldigt, Minderjährige sexuell missbraucht zu haben. Jetzt hat der Skandal auch den Vestischen Kreis erreicht. Pfarrer Klaus Evers, über Jahre in Recklinghausen tätig, hat um die Befreiung von seinen Pflichten gebeten. Angesichts der aktuellen Diskussion habe sich der Seelsorger „an längere Zeit zurückliegende Vorfälle mit Jugendlichen erinnert“, wie das Bistum Münster verlauten lässt.
Evers war bis 1996 Pfarrer in St. Elisabeth im Recklinghäuser Nordviertel. Schon damals kursierten in der Gemeinde Gerüchte, dass es zu Übergriffen Kindern gegenüber gekommen sei. Angeklagt wurde der heute 69-Jährige jedoch nicht.
Nun habe Evers den Bischof von Münster Felix Genn „um die sofortige Entpflichtung von seinem priesterlichen Dienst gebeten“, so die Bischöfliche Pressestelle. Dem Wunsch des Pfarrers habe Bischof Genn entsprochen. Dem Bistum und der Kommission für „Fälle des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger durch Geistliche und andere Mitarbeiter im kirchlichen Dienst“ lägen jedoch „keine aktuellen Anschuldigungen oder Verdachtsäußerungen“ vor. Die Kommission unter der Leitung von Dr. Hans Döink (Coesfeld) sei mit der weiteren Klärung beauftragt worden.
Aktuell ist Evers noch in der Münsteraner Gemeinde St. Benedikt als Hilfspfarrer (Vicarius Cooperator) beschäftigt. Dort sei seine Arbeit sehr geschätzt worden, versichert Jörg Hagemann, Pfarrer in St. Benedikt, der die Nachricht mit Entsetzen aufnahm. Hagemann betonte allerdings, dass jetzt der Fokus auf den Opfern liegen müsse.
Bei Sorgen und Verdachtsfällen des sexuellen Missbrauchs können sich Betroffene bei der bischöflichen Kommission für „Fälle des sexuellen Missbrauchs“ unter ( (02541) 87 333 melden./

Mit gefährlicher Ladung verunglückt

POLIZEI. Am vergangenen Dienstag verunglückte ein Gefahrguttransporter auf der Zechenstraße in Marl. Nach Polizei-angaben hatte der aus Spanien kommende LKW 40.000 Liter Gefahrgut in Marl geladen und wollte er wieder auf die Autobahn, um seine Rückfahrt nach Spanien anzutreten. Auf der Zechenstraße kam der Sattelschlepper von der Fahrbahn ab und sackte im unbefestigten Seitenstreifen rund 1,5 Meter tief ein. Zur Bergung rückten die Feuerwehr Marl und die Werksfeuerwehr Infracor mit schwerem Gerät zur Unfallstelle an. Nachdem die gefährlichen Flüssigkeiten abgepumpt werden konnten, wurde der Sattelschlepper geborgen. Es gelangte kein gefährlicher Stoff in die Umwelt und an dem LKW entstand nur geringer Sachschaden.