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„Händewaschen – das ist das A und O!“
MEDIZIN. Kopf- und Gliederschmerzen, Müdigkeit, hohes Fieber – Symptome, die auf eine Grippe hindeuten. Dabei sollte man die Erkrankung, die zumeist vom Influenza-Virus verursacht wird, nicht unterschätzen. „Eine Grippe kann schwer verlaufen“, erklärt Ärztin Anika Biel, Teamleiterin Infektionskrankheiten im Kreisgesundheitsamt. „Allein in Recklinghausen sind im vergangenen Jahr zwölf Menschen daran gestorben.“
Gerade in der kalten Jahreszeit – insbesondere in den Monaten Dezember bis Februar – hat die Grippe Hochsaison. „Das liegt vor allem daran, dass in Herbst und Winter sich die Menschen öfter in geschlossenen Räumen aufhalten, der Körperkontakt enger ist“, so Biel weiter. Ideale Bedingungen für den Erreger, der so gut von einer Person auf die andere übertragen werden kann.
Im Gegensatz zu einer Erkältung „liegt man mit einer echten Grippe flach“, ergänzt Dr. Wiebke Selle, Leiterin Kinder- und Jugendgesundheit im Kreisgesundheitsamt. „Die Erkrankten sind so schwach, dass sie wirklich ans Bett gefesselt sind.“ Auch kann die Infektion tödlich enden. „Grippe ist nicht vergleichbar mit Ebola, es sterben nicht 50 Prozent der Infizierten“, beruhigt die Ärztin. „Aber sie kann durchaus schwer verlaufen.“ In welchen Fällen die Grippe derart drastisch verläuft, könne man nicht vorhersagen. „Es kann genauso jüngere wie ältere Menschen treffen und es muss auch keine Vorerkrankung vorliegen“, erklärt Anika Biel.
Zumeist werden bei einer Grippe nur die Symptome behandelt. „In ganz seltenen Fällen, wie es beispielsweise seinerzeit bei der ‚Schweinegrippe‘ der Fall war, kommen antivirale Medikamente zum Einsatz“, führt Biel weiter aus. „Doch das ist die Ausnahme.“
Um einer Grippe vorzubeugen, rät die Medizinerin zu ausreichender Bewegung an der frischen Luft sowie zu einer ausgewogenen Ernährung mit Obst und Gemüse. „Das stärkt das Immunsystem“, erläutert Anika Biel. Außerdem immens wichtig: „Händewaschen – das ist das A und O!“ Denn so könne eine Übertragung effektiv verhindert werden. „Und wen es erwischt hat, der sollte im Bett bleiben und sich nicht krank zur Arbeit schleppen, wo nur weitere Menschen angesteckt werden können.“
Außerdem kann man sich gegen das Virus impfen lassen. „Dabei kommt ein Vierfach-Impfstoff zum Einsatz, der gut wirksam ist“, erklärt die Ärztin. Zwar können Nebenwirkungen auftreten, die laut Anika Biel aber extrem selten seien. „Manchmal kann die Einstichstelle schmerzen und es können Rötungen auftreten – aber schwerwiegende Nebenwirkungen sind eigentlich nicht zu erwarten“, betont die Medizinerin. Allerdings ändere sich das Virus, sodass man die Impfung jährlich wiederholen müsse.
„Der vermeintliche Engpass in diesem Jahr lag an einer falschen Logistik der Großhändler. Es gibt genügend Impfdosen, aber die lagerten zu Beginn der Grippesaison an den falschen Orten. Das soll aber in den nächsten Tagen behoben sein“, erklärt die Ärztin. Empfohlen wird die Impfung für Kinder, für Menschen, die im Gesundheitswesen arbeiten, und für Personen über 60 Jahre. „Generell sollte sich jedoch jeder, der häufig Kontakt mit Menschen hat, die Impfung überlegen“, rät Dr. Wiebke Selle. „Sie wird auch von den Krankenkassen übernommen.“  André Przybyl / Foto: NBM