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„Wir haben lehrreiche Erkenntnisse gewonnen“
SEUCHE. Die Afrikanische Schweinepest (ASP) ist aktuell in Osteuropa auf dem Vormarsch. Die für den Menschen ungefährliche Virus-Erkrankung verläuft bei Haus- und Wildschweinen zumeist tödlich. Um im Falle eines Ausbruchs in Nordrhein-Westfalen bestmöglich vorbereitet und sofort einsatzfähig zu sein, haben der Kreis Recklinghausen und der Rheinisch Bergische Kreis eine Krisenübungen zeitgleich an zwei Standorten durchgeführt. Ziel war das Training eines koordinierten und aufeinander abgestimmten Vorgehens aller Beteiligten, um infizierte Wildschweinkadaver unmittelbar und rechtzeitig aus einem Ausbruchsgebiet zu entfernen.
Im Rheinisch Bergischen Kreis wurde das Auffinden fiktiver Wildschweinkadaver (sogenannter Dummys) durch eine etwa 35 Einsatzkräfte starke Menschenkette in unwegsamem Gelände geübt. Ein Krisenstab tagte im Rahmen der Übung und stimmte die Maßnahmen ab. Im Kreis Recklinghausen beinhaltete die Übung die Bergung von fiktiven Wildschweinkadavern unter Beachtung von Biosicherheitsauflagen. So wurde der Aufbau einer Hygieneschleuse für Fahrzeuge und die Abriegelung einer Kernzone mittels eine Zaunes geprobt. Dazu wurden Kadaverfunde im Wasser und in schwer zugänglichem Gelände simuliert. Da es noch keine erprobten Beispiele für den Umgang mit dem Bergen und Entsorgen von seuchenerkrankten Wildschweinkadavern gab, hatten die Beteiligten vor Ort gemeinsam verschiedene Vorgehensweisen erarbeitet und ausprobiert.
Unterstützt wurden die Kreise durch Expertinnen und Experten des Umweltministeriums, des Landesumweltamtes und des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes Duisburg-Meiderich. Das Landestierseuchenkontrollzentrum Nordrhein-Westfalen war ebenfalls an der Übung beteiligt.
„Wir haben sehr vieles in der Praxis testen können und lehrreiche Erkenntnisse für einen möglichen Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest bei Wildschweinen gewonnen. Ich bin sehr froh, dass sich alle Beteiligten so gut eingebracht haben. Diese Resultate waren nur in enger Zusammenarbeit möglich“, sagt Dr. Siegfried Gerwert, Leiter des Veterinäramts des Kreises Recklinghausen. „Die Planung, eine Wildseuchenvorsorge-Gesellschaft einzurichten, ist wichtig, damit im Seuchenfall alles aus einer Hand, Gemeinde- und Kreisgrenzen überschreitend geregelt werden kann. Darum begrüßen wir dieses Bestreben.“
Da der Erreger der Krankheit nicht nur über Wildschweine, sondern auch über Kleidung, Autoreifen und Nahrungsmittel wie zum Beispiel ein einfaches Wurstbrot übertragen werden, appelliert das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium an Reisende, Fernfahrer, Jäger und Tierhalter, sich so zu verhalten, dass eine weitere Ausbreitung der Krankheit verhindert wird. So sollte zum Beispiel auf Jagdreisen in die aktuellen Ausbruchsgebiete Osteuropas bis auf weiteres verzichtet werden. / Foto: Kreis Recklinghausen, Svenja Küchmeister