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Edison am Ende
TIPPS. Im Jahr 1879 erhellte der Amerikaner Thomas Alva Edison die Welt, präsentierte erstmals der Öffentlichkeit seine Erfindung: die Glühlampe. Rund 130 Jahre später knippst die Europäische Union (EU) dem Erbe Edisons das Licht aus. Ein Jahr nachdem die 100-Watt-Glühbirne vom Markt genommen wurde, darf seit dem 1. September auch die 75-Watt-Variante nicht mehr verkauft werden. Bereits 2008 hatte die EU beschlossen, dass Lampen Mindestanforderungen für Energieeffizienz erfüllen müssen, wenn diese zukünftig in Europa zum Verkauf angeboten werden. „Strom-Fresser“ – wie die herkömmliche Glühlampe – werden somit schrittweise vom Markt genommen. Jeder Haushalt kann von dieser Regelung profitieren, meint die Deutsche Energie-Agentur (dena), denn effiziente Lampen könnten die Stromkosten für Beleuchtung um bis zu 80 Prozent senken. So ließen sich allein durch den Austausch einer 60-Watt-Glühlampe gegen eine 11-Watt-Energiesparlampe beim aktuellen Strompreis bis zu 100 Euro Energie-Kosten einsparen. Energiesparlampen sind mittlerweile in vielen verschiedenen Farben und Formen erhältlich. Beim Lampenkauf sollten Verbraucher auf die Lichtfarbe achten. Wer beispielsweise eine Energiesparlampe möchte, die warmes, gemütliches Licht ausstrahlt, sollte sich für eine Lampe mit einer Farbtemperatur 2.700 Kelvin oder weniger entscheiden. Eine weitere, effiziente Alternative zu Glühlampen sind LEDs (Light Emitting Diodes). Sie zeichnen sich durch einen sehr niedrigen Energieverbrauch und eine hohe Lebensdauer von bis zu 20.000 Stunden aus. LEDs kommen bislang vor allem bei Spezialanwendungen zum Einsatz – bei Taschen- oder Fahrradlampen oder als Hintergrundbeleuchtung in Displays. LEDs mit Standard-Fassungen sind bislang noch deutlich teurer als Energiesparlampen. Die dena geht aber davon aus, dass der Preis für diese Modelle langfristig sinken wird. Weitere Informationen rund um das Thema Stromsparen im Haushalt sind im Internet unter www.stromeffizienz.de zu finden. Info: Energiesparlampen enthalten Quecksilber >Haben Energiesparlampen ausgedient, gehören diese nicht in den Hausmüll, so die Verbraucherzentrale NRW. Denn außer Glas und umweltverträglichen Stoffen enthalten diese auch geringe Mengen an Quecksilber, die bei falscher Entsorgung die Umwelt gefährden können. Deshalb ist es wichtig, dass diese Lampen unversehrt gesammelt werden. >Leuchtstoffröhren sowie Energiesparlampen und Kompaktleuchtstofflampen (die so genannten „Gasentladungslampen“) zählen zum Elektroschrott. Sie müssen von jeder Kommune separat eingesammelt und von den Herstellern recycelt oder sachgerecht entsorgt werden. Die Abgabe der Lampen ist kostenlos. >In Drogerien, Supermärkten oder bei Discountern kann man aktuell nur in Ausnahmefällen Energiesparlampen abgeben. Das ergab ein aktueller Test der Verbraucherzentrale in 19 Städten NRWs.
Nicht vom polierten Lack blenden lassen TÜV Süd: Experten-Tipps für den Gebrauchtwagen-Kauf
RATGEBER. „Ob BMW, Mercedes oder – aktuell ist der Gebrauchtwagenmarkt so attraktiv wie selten zuvor“, meint TÜV-Experte Philip Puls. Bereits im vergangenen Jahr sind die Preise für Gebrauchtfahrzeuge um mehr als zehn Prozent gesunken. Der Trend setzt sich in diesem Jahr fort: „Die Preisnachlässe liegen bereits jetzt bei durchschnittlich 20 Prozent unterhalb der festgestellten Listenpreise für Gebrauchte“, so Puls weiter. Vor allem obere Mittel- und Oberklassefahrzeuge gibt es aktuell preisgünstig. Niedrige Preise sind aber auch bei Kleinwagen zu erzielen. Wer sich aufgrund dieser Fakten für den Gebrauchten entscheidet, sollte einiges beachten – damit der Schnäppchentraum nicht zum Trauma wird. Worauf man beim Kauf achten muss, haben die Experten von TÜV Süd zusammengestellt. >Auswahl: Von Duisburg bis Dresden – das Internet ermöglicht auch Privatpersonen einen hervorragenden Preisvergleich. 90 Prozent der Gebrauchtwagen werden in Deutschland inzwischen übers Netz gekauft. Den Gebrauchten fernab der Heimat zu kaufen, kann einen weiteren Preisvorteil bedeuten. So sind Fahrzeuge im Norden und Osten oft günstiger als im Süden oder Westen. Wer jedoch eine lange Anreise für Besichtigung und Probefahrt plant, sollte sich bei der Auswahl besonders viel Zeit lassen, die Angebote genau studieren und schon bei der ersten Auswahl auf die Plausibilität der dargebrachten Fakten achten. „Hat beispielsweise ein drei Jahre altes Fahrzeug erst 20.000 Kilometer auf dem Tacho, ist Vorsicht geboten, sofern es sich nicht um einen Privatverkauf handelt“, so Puls. Achtung auch bei Fotos: Wer häufig im Netz unterwegs ist, weiß, dass die Bilder selten der Realität entsprechen . >Allgemeinzustand: Steht der Wagen live vor einem, sollte man sich nicht vom frisch polierten Lack blenden lassen, sondern die Außenhaut genau unter die Lupe nehmen – am besten bei gutem Wetter und unter freiem Himmel. „Niemals bei Regen ein Fahrzeug begutachten“, so Puls. „Ist das Auto nass, kann man zum Beispiel nicht sehen, ob an einer Stelle neuer Lack aufgetragen wurde.“ Selbst kleinste Unregelmäßigkeiten oder Lacknebel an Fenstergummi oder Leisten können ein Hinweis auf einen Unfall sein. Indizien für eine hohe Kilometerleistung sind auffallend viele Lackabplatzer im Frontbereich. >Technik: Beim Motorraum zählen primär der Zustand der Schläuche und der Stand der Flüssigkeiten, Servolenkung und Batterie – alles Gradmesser für Pflege und Wartung. Ölspuren im Kühlwasser deuten auf einen Defekt der Zylinderkopfdichtung hin. „Und ein unregelmäßig abgefahrenes Profil kann Schäden am Fahrwerk signalisieren“, so Puls. >Papiere: Ein Blick ins Serviceheft gibt Aufschluss über Kilometerstand, durchgeführte Inspektionen und Reparaturen. Jedes Auto hat Papiere, die dem Käufer vollständig vorgelegt werden sollten. Neben den Zulassungspapieren gehören hierzu zumindest der letzte Bericht von Haupt- und Abgasuntersuchung, die allgemeine Betriebserlaubnis, das Service-Scheckheft sowie eventuell andere Rechnungen und Nachweise für Wartungen und Reparaturen.
# Wiesen-Wegelagerei Sommer ist „Zecken-Zeit“: Tiere lauern im hohen Gras und Gebüsch
RATGEBER. An warmen Sommertagen ist sie aktiv, lauert in lichten Wäldern und Gebüschen, im hohen Gras oder sogar im eigenen Garten und ihr „Stich“ kann böse Folgen haben: die Zecke. Die stecknadelkopfgroßen „Holzböcke“, wie Zecken auch genannt werden, gehören zur Unterfamilie der Milben und ernähren sich von Blut, das sie sich von Tier und Mensch holen. Sobald ein passender Wirt eine Pflanze berührt, auf der eine Zecke sitzt, streift er diese im Vorbeigehen ab. Die verbreitete Annahme, dass Zecken sich von Bäumen auf ihre Opfer fallen lassen, trifft laut Naturschutzbund Nordrhein-Westfalen (NABU) nicht zu. Sträucher bis zu einer Höhe von 150 Zentimetern können Zecken allerdings schon erklimmen. Gefährlich werden Zecken erst, wenn sie gestochen haben. Mit dem Speichel, den sie in die Wunde einbringen, um das Blut des Wirtes leichter aufsaugen zu können, übertragen infizierte Zecken Krankheitskeime. Die am häufigsten von Zecken übertragene Krankheit ist die Borreliose. Ihre Erreger sind die Borrelien-Bakterien. Wird eine Borrelien-Infektion nicht behandelt, kann die Krankheit chronisch verlaufen und zu Dauerschäden führen. Je früher man eine Borreliose erkennt, um so eher lässt sich durch eine frühzeitige Antibiotika-Therapie ein chronischer Krankheitsverlauf verhindern. Die Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME) ist eine von Viren verursachte Hirnhautentzündung. Mancherorts tragen bis zu zwei Prozent der Zecken den FSME-Erreger in sich. Dabei bleiben Stiche virus-tragender Zecken zu 90 Prozent folgenlos. Bei den übrigen zehn Prozent tritt eine Sommergrippe auf. Nur bei einem Teil dieser Erkrankten entzündet sich das Nervensystem. Die FSME kann nur symptomatisch behandelt werden, aber es gibt eine Schutzimpfung. Allen Menschen, die sich im Sommer regelmäßig in Risikogebieten aufhalten, wird diese Schutzimpfung mit drei Injektionen empfohlen. Hat sich eine Zecke festgesetzt, sollte diese gleich entfernt werden, weil das Infektionsrisiko mit der Saugdauer steigt. „Dazu sollte man die Zecke mit den Fingern oder einer Pinzette dicht über der Haut ergreifen, nicht quetschen und unter leicht drehenden Bewegungen nach oben herausziehen“, so Birgit Königs vom NABU NRW. Auf keinen Fall sollte die Zecke mit Öl, Klebstoff, Wachs oder Creme erstickt werden, weil sie dann noch mehr infektiösen Speichel in die Wunde absondern würde. Entfernte, noch lebende Zecken können dann auf Krankheitserreger untersucht werden. Zeckenköpfe, die in der Haut stecken geblieben sind, sollte ein Arzt entfernen. Zecken-Info: Risikogebiete >Die Gefahr, von einer mit Borrelien-Bakterien oder FSME-Viren infizierten Zecke gestochen zu werden, ist im Süden Deutschlands weitaus größer, als in Nordrhein-Westfalen. >Risikogebiete befinden sich vorwiegend in Baden-Württemberg und Bayern, in Thüringen, Rheinland-Pfalz sowie in Hessen im Bereich des Odenwaldes. Betroffene Nachbarländer sind Österreich sowie die Schweiz.
Kleine Schäden nicht auf die lange Bank schieben TÜV Süd empfiehlt: Auto nach der Urlaubsreise fit für den Alltag machen
URLAUBSENDE. Das Auto war auch in diesem Jahr erneut die erste Wahl der Deutschen, um an den Urlaubsort zu gelangen. Nach langer Fahrt wieder in der Heimat angekommen, bedürfen Technik und Co. der Aufmerksamkeit des Besitzers: So sollten Fahrradständer und Dachboxen sofort wieder abmontiert und der Reifendruck kontrolliert werden, empfehlen TÜV Süd-Experten, die auch davor warnen, die Beseitigung kleinerer Schäden – etwa im Lack durch Steinschlag – auf die lange Bank zu schieben. Dachgepäckträger, Reifendruck, Flüssigkeiten, Dachboxen und Lack – nach der langen Urlaubsfahrt sollte das Fahrzeug wieder fit für den Alltag gemacht werden. Anbauten, wie Zusatzspiegel, Fahrradträger oder Dachboxen, sollten sofort abmontiert werden. Dazu Experte Philip Puls: „Dachboxen erhöhen den Spritverbrauch bis zu einem Liter auf 100 Kilometern. Wer den ‚zweiten Kofferraum' also nicht mehr braucht, verstaut diesen am besten wieder in der Garage.“ Bei Fahrradträgern kann der Mehrverbrauch sogar auf bis zu 40 Prozent ansteigen, wenn auch die Fahrräder selbst noch auf dem Dach verbleiben. Auch einen Blick auf Öl, Kühlwasser und Bremsflüssigkeit werfen. Sie können nach einer langen Autofahrt und starken Temperaturschwankungen deutlich abgesunken sein. Auch sollten die Windschutzscheibe und der Lack auf Schäden überprüft und gegebenenfalls sofort repariert werden. Für die Kurier-Leserinnen und -Leser haben die Experten noch weitere Tipps zusammengestellt: >Last minimieren: Kühlboxen, Kissen, DVD-Displays für die Kinder, Schlafsäcke, Isomatten und, und, und. Vieles, was nicht gleich wieder zu Hause benötigt wird, setzt oftmals die Reise im Alltag fort. Unnötiges im Handschuhfach, Kofferraum oder anderen Ablageflächen erhöht den Spritverbrauch. Nach dem Urlaub also sollte also alles Unnötige sofort aus dem Auto verbannt werden. >Schmutz entfernen: Nach der Rückkehr sollte der Wagen gründlich von außen gewaschen werden. Bei dieser Gelegenheit kann gleich der Lack auf Kratzer und Steinschlagschäden untersucht werden. Selbst kleinste Schäden gilt es sofort auszubessern werden, bevor Rost entstehen kann. >Innenraum: Essensreste, die sich auf der Reise in Zwischenräumen versteckt haben, sind oft Ursache für schlechte Luft im Auto. Deshalb ist es wichtig, Polster und Böden gründlich auszusaugen. Dazu unbedingt Fußmatten raus und auch die Sitze in unterschiedliche Positionen bringen, um wirklich alle Stellen zu reinigen. Da der Schmutz fasertief sitzt, sollte anschließend Reinigungsschaum zum Einsatz kommen. Fenster auch innen gründlich reinigen, denn Abgase und Staub aus der Gebläseluft schlagen sich als Schmutzfilm nieder, der die Sicht beeinträchtigt. „Vor allem nachts und bei Gegenlicht kann dann die Fahrt zum Blindflug werden“, warnt Experte Puls. >Filter kontrollieren: Ist das Fahrzeug gereinigt und es riecht immer noch muffig, sollte man nach dem Pollenfilter schauen. Gerade nach langen Fahrten in staubiger oder feuchter Umgebung setzt sich der Filter schnell zu. Die Folgen: Weniger frische Luft, die Scheiben beschlagen, und im angesammelten Schmutz bilden sich Bakterien, Schimmel und dadurch schlechte Gerüche. >Druck ablassen: Versierte Autofahrer haben vor der Fahrt im beladenen Zustand den Fülldruck auf die Werte für Volllast und Autobahn erhöht. Das kann bei einem großen Kombi schon mal ein Bar mehr bedeuten. Bei einem unbeladenen Fahrzeug und im Alltagsverkehr verursacht ein solcher Volllastdruck erhöhten Verschleiß in der Laufflächenmitte und längere Bremswege. Vorsicht beim Ablassen: Die Korrektur des Drucks sollte bei kalten Reifen geschehen. Schon eine Fahrt von weniger als fünf Kilometern erwärmt die Luftfüllung und erhöht den Druck um ein paar Zehntel Bar. Nach dem Luft-Ablassen bleibt dann unter Umständen zu wenig im Reifen, denn die Angaben zum Fülldruck beziehen sich stets auf kalte Pneus. Bei Autos, die vor dem Check in der prallen Sonne gestanden haben, ist deshalb ebenfalls Vorsicht nötig. Flüssigkeiten checken:> Kühlflüssigkeit, Ölstand und Wischwasser kann jeder selbst kontrollieren und nachfüllen. Wenn die Fahrt in den Süden ging, wurde das Kühlsystem stärker belastet als daheim. Die TÜV-Fachleute raten deshalb: Kühlwasserstand bei kaltem Motor prüfen und gegebenenfalls fehlende Flüssigkeit nachfüllen. Leuchtweite regulieren:> Nach dem Entladen des Autos darf man nicht vergessen, die Leuchtweitenregulierung wieder auf „Null“ zu stellen.
„Schwindel-Schnäppchen“ auf den letzten Drücker
TIPPS. Das nahe Ende der Sommerferien entflammt bei zahlreichen Pärchen sowie Singles „Fernweh“, deren Urlaub nicht der Kinder wegen in die schulfreie Zeit fallen muss. Sinkende Preise lassen das Traumziel in erschwingliche Nähe rücken und für Kurz-Entschlossene starten die Last-Minute-Flieger ohnehin zum „Schnäppchen-Preis“. „Aber nicht jedes ‚Superangebot' ist ein Schnäppchen“, warnt die Verbraucherzentrale NRW. „Manche Last-Minute-Reisen werden zum Katalog-Preis verkauft.“ Urlaubsreifen, die mit einer Buchung in letzter Minute liebäugeln, raten die Verbraucherschützer deshalb, zum Vergleich immer den Originalpreis des Angebots zu erfragen. Weitere Eckpunkte, die bei Last-Minute beachtet werden sollten, hat die Verbrauchzentrale für die Kurier-Leserinnen und -Leser zusammengefasst. >„Last Minute“: Mit diesem Zusatz darf ein Reiseanbieter seine Offerte nur versehen, wenn der Trip nicht länger als 14 Tage vor Reisebeginn gebucht werden kann und das Angebot günstiger ist als der reguläre Preis. Alles andere ist nach der gültigen Rechtsprechung Etikettenschwindel. Last-Minute-Bucher genießen ansonsten die gleichen Rechte wie Urlauber, die eine Reise langfristig gebucht haben. Das heißt, Beanstandungen dürfen reklamiert werden, wenn das Angebot nicht den Vereinbarungen entspricht. Und im Falle höherer Gewalt kann der Reisevertrag gekündigt werden. >Einzelne Leistungen: Urlauber sollten Angebote mit der ausführlichen Beschreibung einzelner Reisekomponenten bevorzugen. Denn bei vielen Last-Minute-Reisen werden nur ein paar Eckdaten wie Zielort, Kategorie der Unterkunft und Art der Verpflegung angegeben. Doch je mehr Einzelheiten bekannt sind, desto leichter kann am Urlaubsort beurteilt werden, ob die versprochene Leistung auch erbracht wird. Die Bezeichnung „Vier-Sterne-Hotel“ sagt zum Beispiel nicht in jedem Fall etwas über Größe und Lage der Zimmer, Sportmöglichkeiten und Vorhandensein eines beheizten Swimmingpools aus. Individuelle Wünsche sollten deshalb bei der Buchung angesprochen und im Reisevertrag festgehalten werden. >Sicherungsschein: Zu einer Last-Minute-Reise gehört auch eine Versicherung gegen Veranstalterpleiten und zum Nachweis dafür der so genannte Sicherungsschein. Bezahlt werden sollte nur, wenn der Sicherungsschein ausgehändigt wird. Dieser Nachweis ist auf der Rückseite der Reisebestätigung zu finden oder dem Schreiben extra angeheftet. >Reisebestätigung: Bei Urlaub, der weniger als sieben Werktage vor der Abreise gebucht wird, muss der Veranstalter keine Reisebestätigung ausstellen und auch die Allgemeinen Geschäftsbedingungen nicht übermitteln. Die Firma kann die Reiseunterlagen erst direkt vor der Abreise aushändigen, etwa am Flughafen. Auf jeden Fall müssen die Urlauber informiert werden, was bei Beanstandungen zu tun ist und an wen sie sich wenden können./
Schönheit ist zweitrangig
TIPPS. NRW hat Ferien und kaum ein Kind an Rhein und Ruhr beschäftigt sich zurzeit mit Schule. Anders sieht es dagegen bei den Eltern der Schulpflichtigen aus, müssen doch schon jetzt Bücher bestellt und Stifte oder ein neuer Schulranzen gekauft werden. „Auch wenn für den Träger selbst häufig das Aussehen entscheidet, darf die Optik beim Tornister-Kauf nicht an erster Stelle stehen“, rät TÜV-Experte Dieter Knape, der regelmäßig neue Modelle testet. „Ein guter Tornister sollte unbedingt die Norm DIN 58124 erfüllen“, so Knape weiter. „Denn zehn Prozent der Vorder- sowie Seitenflächen dieser Modelle müssen mit silbernen Reflektor-Streifen ausgestattet sein, die von Autofahrern gut gesehen werden und den Schulweg somit sicherer werden lasen.“ Der Standart schreibt zudem vor, dass 20 Prozent der sichtbaren Fläche aus fluoreszierendem Material in Orange oder Gelb bestehen. Norm entsprechende Ranzen sind mit einem DIN-Aufkleber versehen. Ein weiteres wichtiges Kauf-Kriterium ist das Gewicht. „Als Faustregel gilt: Tornister plus Inhalt sollten nicht schwerer sein als zehn bis zwölf Prozent des Körpergewichts des Kindes“, erklärt Knape. „Ein Erstklässler, der 30 Kilo wiegt, sollte also höchstens 3,6 Kilo auf seinem Rücken tragen.“ Gute Schulranzen würden nur etwa ein Kilo wiegen. „Dennoch muss auch ein Leichtgewicht robust sein“, betont der Experte. Vor allem der Tornister-Boden sollte stabil sein. Eine Stellprobe kann beispielsweise zeigen, ob der Schulranzen auch leer nicht umfällt. Ferner sollte sich der Deckel gut öffnen lassen, die Tragegriffe sollten bequem zu greifen, die Verschlüsse stabil und einfach zu benutzen sind. Schließlich sind noch richtiger Sitz und Tragekomfort von entscheidender Bedeutung. „Deswegen ist es unerlässlich, dass das Kind beim Kauf dabei ist“, meint Dieter Knape. „Ein falscher Schulranzen kann nämlich leicht Haltungsschäden verursachen.“ Der Experte empfiehlt daher ein Modell, das über einen ergonomisch geformten und gepolsterten Rücken verfügt, der eng am Körper anliegt und nicht über die Schultern hinausragt. Damit das Tragen auf Dauer nicht zur Last wird, sollten auch die Schultergurte gepolstert und mindestens vier Zentimeter breit sein. „Dann sollte zumindest der Tornister nicht die Lust am Lernen trüben.“
Info: Kriterien für den Schulranzen-Kauf >Die DIN-Norm 58124 für Schultaschen fordert einen umfassenden Sicherheits-Check. Erfüllt ein Ranzen diese Norm und ist mit einem dementsprechenden Aufkleber versehen, sind Eltern auf der sicheren Seite. >Leer sollte ein Ranzen nicht mehr als ein Kilo wiegen (höchstens zwölf Prozent des Körpergewichts des Kindes) und außerdem strapazierfähig und formstabil sein. >Auffällige, reflektierende und fluoreszierende Materialien an den Vorder- und Seitenteilen sind Pflicht. Je ausgeprägter die orangefarbenen oder gelben Signalflächen sind, desto schneller und besser erkennen Auto- oder Radfahrer das Schulkind, was besonders bei schlechtem Wetter, in der Dämmerung und bei Dunkelheit von entscheidendem Vorteil sein kann. >Breite, gepolsterte und verstellbare Träger sowie ein integrierter Hüftgurt verteilen das Gewicht gleichmäßig auf das Becken. >Das Rückenteil sollte ergonomisch geformt sein und eng anliegen. Der Tornister sollte nicht breiter als die Schultern des Kindes sein und mit der Schulterhöhe abschließen. Daher empfiehlt es sich, den Ranzen anzuprobieren, bevor man sich vor ein Modell entscheidet.
Großteil der Einbrüche passiert in Abwesenheit der Opfer
TIPPS. Viele Familien aus Nordrhein-Westfalen sind aktuell nicht Zuhause, sondern suchen im Urlaub Erholung und Entspannung. Die Sommerferien können allerdings auch ihre Schattenseiten haben, bietet die schulfreie Zeit doch auch ideale Arbeitsbedingungen für Einbrecher. Alle zwei Minuten wird in Deutschland eingebrochen, warnt die Initiative „Nicht bei mir!“, einem Zusammenschluss von Verbänden der Sicherheitswirtschaft und der Polizei. Fast 90 Prozent der Einbrüche in Deutschlands Wohnungen und Büros finden bei Abwesenheit der Bewohner statt. „Die Zahlen zeigen, dass Einbrecher keinen Urlaub machen“, sagt Initiative-Vorsitzender Dr. Helmut Rieche. Schutz vor unliebsamen Eindringlingen biete, laut Rieche, die richtige Sicherheitstechnik. „In knapp 40 Prozent der Fälle kamen die Täter nicht über den Einbruchsversuch hinaus – man kann und muss sich also schützen.“ Einbruchhemmende Fenster und Türen verhindern zum Beispiel das sekundenschnelle Öffnen mit einem Schraubendreher. Alarmanlagen schrecken Täter ab und können im Einbruchsfall Nachbarn und Sicherheitsdienste alarmieren. Sicherheitsschlösser an den Türen und verschließbare Fenstergriffe erschweren zusätzlich einen Einbruchsversuch. „Bei längerer Abwesenheit sollten Nachbarn oder Bekannte den Briefkasten leeren und Rollläden erst bei Nacht herabgelassen und in unregelmäßigen Abständen die Räume beleuchtet werden“, rät Rieche Gartenmöbel, Mülltonnen oder Leitern erleichtern Eindringlingen den Zugang zu Obergeschossen oder Balkonen und sollten deshalb vor Urlaubsantritt eingeschlossen werden. Weitere Informationen und Hinweise, wie Wohnung und Eigenheim einbruchssicher gemacht werden können, gibt es unter www.nicht-bei-mir.de.
Gefahren am Grill
TIPPS. Ob Bratwurst, Steak oder Gemüsespieß – Grillen gehört an lauen Sommerabenden zu den beliebtesten Freizeitbeschäftigungen vieler Deutscher. Auch aktuell glüht in Gärten, auf Balkonen und Terrassen die Holzkohle. Doch das Vergnügen ist nicht ganz ungefährlich, warnt die Johanniter-Unfall-Hilfe: Jährlich verletzen sich Tausende beim leichtsinnigen Umgang mit dem Feuer. Stichflammen oder Verpuffungen entstehen beispielsweise, wenn ungeduldige Grill-Meister Spiritus auf die glühenden Kohlen schütten. Schwere Brandblasen ziehen sich aber auch Hungrige zu, die das Fleisch statt mit der Grillzange mit den Händen vom Rost nehmen oder versehentlich in die Glut greifen. Besonders gefährdet sind beim Grillen Kinder, denn aufgrund ihrer Körpergröße befindet sich der Grillrost oft in Kopfhöhe. „Bei Verbrennungen im Gesicht oder an den Händen sollte man sofort den Rettungsdienst rufen“, empfiehlt Björn Röder, Fachbereichsleiter Rettungsdienst bei den Johannitern. Auch bei Verletzungen, die größer als ein Handteller sind, ist professionelle Hilfe unerlässlich. Denn derartige Verbrennungen können oft schwere Konsequenzen haben: „Atem- und Kreislaufstörungen sind häufig die Folge von Verletzungen im Gesicht und großflächigen Wunden“, weiß Röder. „Deshalb sollten Ersthelfer unbedingt Atmung und Kreislauf der verletzten Person beobachten, bis der Rettungsdienst eintrifft.“. Auch Kühlung ist bei Brandverletzungen wichtig. „Allerdings sollte man immer mit lauwarmem Wasser und auf keinen Fall mit Eis oder mit kohlensäurehaltigen Getränken wie Cola kühlen“, so Röder weiter. „Offene Wunden müssen ferner schnell steril abgedeckt werden, beispielsweise mit dem Verbandstuch aus dem PKW-Verbandskasten , damit sich diese nicht entzünden.“ Wenn Kleidung Feuer gefangen hat, ist schnelles Handeln lebensrettend, weiß der Experte: „Mit einer Decke können die Flammen erstickt werden. Alternativ sollten die Helfer die betroffene Person auf dem Boden hin- und her wälzen und sie mit Wasser übergießen.“ Zur Vorsicht rät Björn Röder beim Verwenden von Feuerlöschern: „Die Düse darf auf keinen Fall auf das Gesicht des Verletzten gerichtet sein“, so der Experte.
Einen kühlen Kopf bewahren
Kurier-Ratgeber: Verhaltensregeln bei der aktuellen Hitze-Periode RATGEBER. Deutschland schwitzt bei Sonnenschein und tropischen Temperaturen. Auch heute soll das Thermometer erneut über die 30-Grad-Marke klettern. Während gesunde Erwachsene auch bei längeren Hitze-Perioden keine gesundheitlichen Probleme befürchten müssen, birgt die Wetterlage insbesondere für ältere und kranke Menschen sowie für Kleinkinder Risiken. Meist reicht es jedoch aus, einige einfache Regeln zu beachten und sich in seinem Verhalten auf die Hitze einzustellen, um Beeinträchtigungen und Gesundheitsgefahren zu minimieren. Der Kurier zum Sonntag hat einige Tipps zusammengestellt, wie man auch im Sommer einen kühlen Kopf bewahren kann: >Trinken: Gerade an heißen Tagen verliert man durch das Schwitzen mehr Flüssigkeit als sonst, deshalb sollte man sich eine ausreichende Trinkmenge gönnen. Zwischen 1,5 und zwei Litern liegt der durchschnittliche tägliche Konsum beim Erwachsenen – was an zusätzlicher Flüssigkeit bei Hitze benötigt wird, reguliert der Körper meist über das Durstgefühl. Durch Trinken wird der Flüssigkeitsverlust, der durch Schwitzen entsteht, wieder ausgeglichen und Kreislaufproblemen vorgebeugt. Gut geeignet sind Wasser und Fruchtsaftschorlen. Die Getränke sollten nicht zu kalt sein. Eisgekühlte Drinks sind zwar im ersten Moment erfrischend, bringen den Körper jedoch dazu, zusätzlich Wärme zu produzieren. Kaffee regt die Harntätigkeit an und kann den Flüssigkeitsbedarf erhöhen – dies ist jedoch bei regelmäßigem Kaffeekonsum nicht relevant, da sich diese Wirkung von Kaffee mit der Zeit verliert. Auf eine Tasse Kaffee brauchen aber auch empfindlichere Naturen im Sommer nicht verzichten. >Sonnenschutz: Außenjalousien helfen, die Temperaturen in einem Raum niedriger zu halten. Als günstige Zeit zum Lüften bieten sich die Nacht- oder die frühen Morgenstunden an. Danach sollten die Fenster verschlossen bleiben. Zusätzlich sollten Wärme abstrahlende Geräte wie Drucker oder Kopierer nur bei Verwendung eingeschaltet oder außerhalb des Büros gestellt werden. >Sonstige Abkühlung: Wer sich erhitzt fühlt, kann sich kaltes Wasser über die Handgelenke laufen lassen und mit einem Waschlappen die Schläfen kühlen. Das erfrischt und verschafft Linderung. Da, wo es möglich ist und der Arbeitgeber es erlaubt, sollte die Kleidung angepasst werden. Lockere, luftdurchlässige Kleidung schützt den Körper vor Überhitzung. >Risiko-Gruppen: Besonders betroffen von Hitzebelastungen sind Säuglinge, Kleinkinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Bei Säuglingen und Kleinkindern ist die Regelung der Körpertemperatur über das Schwitzen aufgrund der geringeren Hautoberfläche nicht in dem Maß möglich wie bei Erwachsenen. Bei Senioren funktioniert die Wärmeregulierung nicht mehr so gut wie in jungen Jahren. Chronisch Kranke sind bereits zusätzlich belastet. Wenn Sie zu den Risiko-Gruppen gehören oder diese Menschen betreuen, klären Sie die Maßnahmen (auch Medikamentengaben) mit dem behandelnden Arzt ab. Halten Sie sich möglichst an schattigen Orten auf und kühlen Sie Ihre Wohnung durch Verschatten am Tag und Lüften in den kühlen Morgen- und Abend- sowie Nachtstunden. In Dachgeschossen sollten die Fenster auch tagsüber leicht geöffnet bleiben, um die Hitze besser entweichen zu lassen. (TÜV Süd)
Ruhig und kühl sollte es im Schlafzimmer sein
RATGEBER. Aktuell geht ein Stöhnen durch Deutschlands Schlafzimmer: „Es ist sooo heiß!“ Unzählige Menschen wälzen sich schweißgebadet im Bett und bekommen kein Auge zu. „Wichtig zum Einschlafen ist die richtige Raum-Temperatur“, rät Ernährungswissenschaftlerin Hella Thomas. Ruhig, dunkel und kühl sollte es im Schlafzimmer sein. Eine Temperatur von 16 bis 18 Grad, ausreichend frische Luft und abgedunkelte Fenster sorgen für die beste Einschlafatmosphäre. „Ein leichtes Abendessen fördert zusätzlich den nächtlichen Schlummer“, empfiehlt die Expertin. Grüne „Blattsalate zum Beispiel enthalten Stoffe, die beruhigend auf das Nervensystem wirken. Den gleichen Effekt haben auch Kartoffeln mit Quark, Tomatensuppe mit Rahm oder ein Vollkorn-Butterbrot.“ Die beruhigende Wirkung verdanken diese Lebensmittel ihrem reichen Gehalt an B-Vitaminen. Den besitzen auch Avocados, Bananen und Nüsse. Hella Thomas warnt davor, sofort zu Schlafmitteln zu greifen. Sie stören die Tiefschlafphase und sind häufig am nächsten Morgen noch nicht vollständig abgebaut. Viele Menschen fühlen sich daher statt erfrischt eher schlapp und unausgeschlafen, wenn sie am Abend zuvor Schlafmittel genommen haben. Ausreichend Bewegung, ein gutes Buch oder entspannende Musik seien eine bessere Alternative. (DAK
Auf den Stoff kommt‘s an
RATGEBER. Sonne stresst: Besonders Kinder-Haut leidet unter den Strahlen. Ein Lichtblick scheinen da spezielle UV-Textilien, die besonderen Schutz versprechen. Die Verbraucherzentrale NRW gibt Tipps für den richtigen Umgang mit T-Shirt und Schutzfaktor, nicht jedoch ohne zu warnen, dass die speziellen Textilien, die das UV-Licht filtern, keineswegs ein Allheilmittel seien. Auch herkömmliche Kleidung könne schließlich ausreichend vor Sonne schützen. Für sehr junge Haut tabu:> Im Sonnenlicht sind insbesondere Kinder gefährdet. Denn deren Haut kann sich selbst längst noch nicht so gut schützen wie die der Erwachsenen. Grundsätzlich gilt: Erst ab dem zweiten Lebensjahr sollten Kleinkinder überhaupt in die Sonne: aber nur sehr kurz, keineswegs zur Mittagszeit – und vor allem in optimale Kleidung gehüllt. >Jede Kleidung schützt: Egal aus welchem Stoff: Jedes Hemd, jede Hose wirkt als Sonnenschutz. Wie stark – das hängt von der Webdichte und den Farben ab: je enger die Fäden und je kräftiger die Farben der Kleidung sind, desto besser ist der Schutz. Deshalb eignen sich für Kinder im Sommer zum Beispiel keine leichten, transparenten Gewebe aus Baumwolle oder Viskose. Sie lassen zu viele schädliche Strahlen durch. Deutlich besser blockt Bekleidung aus Polyester und Polyester-Mischstoffen UV-Strahlen ab. Auf die Kombination von dichten Geweben und satten Farben setzen auch die meisten Hersteller der speziellen UV-Bekleidung. Bei diesen geprüften Textilien erfahren die Kunden, wieviel der gefährlichen Strahlen abgehalten werden. Doch für den Nachwuchs braucht´s noch mehr: Gut beraten ist, wer die Kids unter der Kleidung zusätzlich eincremt und dazu ein Mittel mit hohem Lichtschutzfaktor wählt. >Unterschiedliche Standards: Die Preisspanne für zertifizierte Kleidung ist sehr groß. So kann ein Kinder-T-Shirt mit speziellem UV-Schutz 10, aber auch 40 Euro kosten. Wichtig: Der Preis sagt nichts aus über die Qualität des Schutzes. Dabei kommt es allein auf das Prüfverfahren an. Die härtesten Kriterien müssen Textilien bei den Checks nach „UV-Standard 801“ erfüllen. Denn der simuliert Alltag: Ein T-Shirt wird nass gemacht, gedehnt und mehrmals gewaschen. Was hernach noch richtig vor der Sonne schützt, wird mit dem Lichtschutzfaktor nach „UV-Standard 801“ ausgezeichnet. Anders bei Textilien mit dem Siegel nach „australisch-neuseeländischem Standard“ (AS/NZW 4399: 1996). Diese häufig angebotene Bekleidung durchläuft den UV-Check nur fabrikneu. Es fehlt der Nachweis, wie gut sie auch nass und gedehnt schützt. >Der entscheidende Faktor: Vergleichbar mit dem Lichtschutzfaktor (LSF) von Sonnenschutzmitteln gibt es auch einen „Lichtschutzfaktor für Textilien“. Nach dem Englischen „Ultraviolet Protection Factor“ wird er als UPF-Wert angegeben. Wie beim LSF gilt: UPF mal so genannter Eigenschutzzeit ergibt die maximale Aufenthaltsdauer in der Sonne. Kinder haben lediglich eine Eigenschutzzeit von unter 10 Minuten. Mehr als die Werte zählt die Aufmerksamkeit der Eltern. Denn eine Kinderkappe zum Beispiel kann einen hohen UPF-Wert haben – auch wenn sie ohne Schirm und Nackenschutz daherkommt. Deshalb ist der entscheidende Faktor, beim Nachwuchs stets darauf zu achten, dass so viel Haut wie möglich bedeckt wird und alle freien Stellen hinreichend mit Cremes und Lotionen geschützt werden.
Mit Sicherheit ans Ziel
INTERNET. In nicht mal mehr vier Wochen beginnen in Nordrhein-Westfalen die Sommerferien. Höchste Zeit also, den Urlaub zu buchen. Ob Pauschalangebot oder Individualreise – das Internet wird für die Urlaubsplanung immer beliebter. Online-Portale sind rund um die Uhr geöffnet und bieten zahlreiche Zusatzinformationen, die ein Katalog oft nicht enthält. Doch niemand sollte vorschnell zur digitalen Kasse gehen, denn beim Kauf im Internet werden sensible Daten wie Kreditkartennummer oder Kontoverbindung verlangt und übermittelt. Damit die Reise auch wirklich gut anfängt, sollten Nutzer deshalb auf die Sicherheit achten. Die Internet-Experten von TÜV Süd haben Merkmale zusammen gestellt, woran ein guter Internet-Reiseanbieter zu erkennen ist und geben Tipps, was bei einer Online-Buchung zu beachteten ist. >Die Seriosität eines Anbieters ist bereits auf der Startseite zu erkennen. Eine übersichtliche Gestaltung und benutzerfreundliche Bedienbarkeit sind wichtige Anhaltspunkte. Zudem sollte sofort ersichtlich sein, wer hinter dem Angebot steckt und wie der Anbieter erreichbar ist. Um auf Nummer sicher zu gehen, kontaktieren Sie ihn einfach. Wenn Sie schnell einen kompetenten Ansprechpartner am Telefon haben, ist dies ein weiteres Zeichen für eine hohe Qualität. >Einen seriösen Anbieter erkennen Sie auch daran, dass die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGBs), ein vollständiges Impressum, Angaben zum Datenschutz sowie Kontaktmöglichkeiten genannt und leicht zu finden sind. Nehmen Sie die Darstellung des Angebots genau unter die Lupe. Hotel, gewünschte Kategorie, Verpflegung und weitere Leistungen sollten detailliert beschrieben sein. Auch bei Pauschalreisen müssen bestimmte Informationen genannt werden, wie beispielsweise Reiseziel, Unterbringung und Verpflegung, Reiseroute, Transportmittel, Reisepreis sowie Pass- und Visum-Erfordernisse. Außerdem sollten Angaben zu möglichen Zusatzkosten wie Service-Entgelte, Bearbeitungs- oder Ticketgebühren gemacht werden. Aus der Beschreibung sollte darüber hinaus hervorgehen, wer Ihr Vertragspartner wird: Der Reiseanbieter oder das Hotel direkt vor Ort. Denn der Vertragspartner haftet für etwaige Mängel. >Bei der Eingabe von Daten sollten Sie höchste Sorgfalt walten lassen. Tippfehler oder Zahlendreher sowie falsche Angaben können im Ernstfall dazu führen, dass Ihre Reiseunterlagen ungültig sind. Auch sollten Sie darauf achten, welche Daten Sie von sich preisgeben. Anbieter dürfen nur nach Daten fragen, die für die Transaktion notwendig sind. Dies sind in der Regel Adresse und Informationen zum Zahlvorgang. Persönliche Daten darüber hinaus sind meist nicht relevant.Zudem muss die Datenübermittlung gesichert sein. Dies lässt sich häufig durch ein „https“ in der Adresszeile und das Schloss-Symbol am unteren Rand des Browserfensters erkennen. Ist das Schloss zu, werden die Daten verschlüsselt übertragen./
Anfangen aufzuhören
TELEFONAKTION. In Deutschland wollen mehr als die Hälfte der Raucher auf den Glimmstängel verzichten. Aber die Entwöhnung fällt vielen schwer. Hilfe gab es während unserer Telefonaktion von den Experten für Raucherentwöhnung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Hier eine Auswahl der Fragen und die Antworten:
Ich kann mich nicht richtig dazu durchringen, mit dem Rauchen aufzuhören, obwohl mein Arzt dazu rät. Wie komme ich da weiter? Schreiben Sie auf eine Seite eines Blattes, was Ihnen das Rauchen bringt, zum Beispiel Entspannung oder Konzentration oder Genuss. Auf der anderen Blatthälfte notieren Sie Ihre Erwartungen an ein Leben ohne Zigaretten, wie zum Beispiel bessere Gesundheit, frischerer Geruch, schönere Gesichtshaut, mehr Geld, keine Abhängigkeit von den Zigaretten usw. Dann überlegen Sie, welche Seite schwerer wiegt. Ich will jetzt aufhören zu rauchen. Wie gehe ich am besten vor? Sie legen in den nächsten zehn Tagen einen „Stopp-Tag“ fest. Wenn Sie möchten, rauchen Sie davor genussvoll die letzte Zigarette und verabschieden Sie sich von ihr. Schaffen Sie alle Rauchutensilien aus der Wohnung, waschen Sie Gardinen und Kissenbezüge, kaufen Sie sich eine schöne Grünpflanze - tun Sie auf jeden Fall etwas, dass den Neuanfang positiv markiert. Kann ich mich auf die Entwöhnung gedanklich vorbereiten? Ja, Kopfarbeit ist überhaupt das Wichtigste bei der Entwöhnung. Finden Sie heraus, in welchen Situationen Sie rauchen. Notieren Sie ein paar Tage lang - bevor Sie sich die Zigarette anzünden - die Uhrzeit und was Sie jetzt von der Zigarette erwarten. Nun können Sie überlegen, was Sie statt der lieb gewordenen Gewohnheit des Rauchens in diesen typischen Situationen tun könnten. Nach dem Essen rauche ich immer. Wie kann ich mir das denn wieder abgewöhnen? Verändern Sie so weit wie möglich die Situation. Bleiben Sie nicht am Tisch sitzen, stehen Sie sofort auf, putzen sich zum Beispiel die Zähne, spülen das Geschirr, machen einen Spaziergang oder zehn tiefe Atemzüge am offenen Fenster. Vielleicht vertiefen Sie sich aber lieber in spannende Lektüre, in Ihre Lieblings-CD oder in ein Fotoalbum. Überlegen Sie, welche Varianten für Sie passen und schreiben Sie sie auf, damit sie zur Hand sind, wenn es ernst wird. Ich brauche morgens gleich nach dem Aufstehen eine Zigarette. Wie komme ich ohne klar? Starten Sie ein paar Aufwach-Aktionen gegen die Zigarette, zum Beispiel Fitnessübungen zu flotter Musik, eine warm-kalte Wechseldusche, einen flotten Spaziergang an der frischen Luft oder bereiten Sie sich einen belebenden Tee zu. Ohne Zigarette fehlt mir etwas im Mund… Versuchen Sie es mit zuckerfreiem Kaugummi, mit Salzstangen oder mundfertig geschnittenem Obst- und Gemüse. Gut geeignet sind zum Beispiel Karotten, Blumenkohlröschen, Kohlrabi, Äpfel oder Gurken. Mancher Ex-Raucher kaut die erste Zeit auf einem Holz-Zahnstocher oder zieht Luft durch einen kurz geschnittenen Strohhalm. Trinken Sie viel, immer in ganz kleinen Schlucken, auch das beschäftigt den Mund. Bei mir in der Nähe gibt es keine Raucherentwöhnungskurse. Finde ich im Internet Hilfe? Ja, zum Beispiel das Entwöhnungsprogramm der BZgA unter www.rauchfrei-info.de . Was ist besser - Nikotinpflaster oder Nikotinkaugummi? Wir empfehlen Nikotinpflaster für Menschen, die kontinuierlich rauchen, Gelegenheitsraucher kommen oft mit Nikotinkaugummi gut zurecht. Sie können sich bei Ihrem Arzt oder Apotheker individuell beraten lassen. Beginnen Sie aber mit den Nikotinersatzstoffen erst, wenn Sie keine Zigaretten mehr rauchen. Das Beratungstelefon für Raucherentwöhnung der BZgA erreichen Sie von montags bis donnerstags von 10 bis 22 Uhr, freitags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr unter ( 01805/31 31 31 (14 Cent pro Minute). Hilfe im Internet: www.rauchfrei-info.de u.a. ein interaktives Ausstiegsprogramm, unter www.anbieter-raucherberatung.de einen Überblick über Ausstiegsangebote in Wohnortnähe. Das Start-Paket zur Raucherentwöhnung mit Info-Broschüre, Rauch-Stopp-Kalender, Knetball und Pfefferminzpastillen kann man kostenlos bestellen, per Fax unter ( 0221/ 8992-257, per Mail unter order@bzga.de, schriftlich an BZgA, 51101 Köln./
Die Schattenseite der Sonne
Das vergangene Pfingstwochenende lieferte schon mal einen Vorgeschmack des nahen Sommers: Allerorts nutzten die Menschen das sonnige Wetter für Ausflüge oder ließen sich in Biergärten einfach nur die Sonne ins Gesicht scheinen. Übermäßig viel Sonne allerdings schädigt die Haut und kann sogar langfristig zu Hautkrebs führen. Pro Jahr erkranken rund 250.000 Bundesbürger an hellem und etwa 16.000 an dem gefährlichen schwarzen Hautkrebs, an dem jährlich etwa 3.000 Menschen sterben. Laut einer aktuellen Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa bekommt jeder Vierte öfter einen Sonnenbrand. Nur jeder Dritte schützt seine Haut so vor der Sonne, dass diese nicht verbrennt. Der beste Schutz ist jedoch ein vernünftiger Umgang mit der Sonne, denn zwischen zunehmend intensiver UV-Belastung und hellem Hautkrebs (Basaliom und Spinaliom) scheint ein enger Zusammenhang zu bestehen. Starke Sonnenbrände - vor allem in der Kindheit - fördern neuesten Forschungsergebnissen zufolge schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom). Um Spätfolgen zu vermeiden, sollte man zunächst mit kurzen Sonnenbädern in die „Freiluft-Saison“ starten. Generell gilt es, die Mittagssonne zwischen 11 und 15 Uhr zu meiden. Da diese Strahlung stark streut, bietet dann auch der Schatten nur einen unvollkommenen Schutz. Auch auf die richtige Kleidung kommt es an: T-Shirts, Shorts, Hüte und auch ganze Anzüge aus speziellen Textilien bieten effektiven Schutz vor UV-Strahlen. Die Hersteller zeichnen die Kleidung mit der UV-Schutzwirkung aus. Um die Augen zu schützen, sollte man beim Sonnenbrillen-Kauf darauf achten, dass die Gläser einen eingebauten 100-prozentigem UV-Filter haben. Ein Sonnenschutzmittel sollte mindestens den Lichtschutzfaktor 15 haben. Sicherheit bietet die Creme allerdings nur, wenn diese regelmäßig erneuert wird. Nach dem Baden müssen auch wasserfeste Produkten erneut aufgetragen werden. Kinderhaut ist besonders lichtempfindlich und sollte deshalb mit speziellen Sonnenschutzmitteln mit abdeckenden Mikropigmenten eingecremt werden. Wenn man trotz aller Umsicht einen Sonnenbrand bekommen hat, ist an den darauffolgenden Tagen Schatten angesagt. After-Sun-Lotionen sind keine Produkte, die den Sonnenbrand abheilen lassen. Tatsächlich wirken sie wegen ihres hohen Alkoholgehalts zusätzlich reizend auf die Haut. Bei jedem Sonnenbrand ist es wichtig, sehr viel zu trinken, da der Körper durch die geschädigte Haut vermehrt Flüssigkeit verliert. Am wirkungsvollsten lassen sich der Juckreiz und das Brennen leichter Sonnenbrände mit entzündungshemmenden Kortisonlotionen (rezeptfrei in der Apotheke erhältlich) oder einem Antihistaminikum behandeln. Gele wirken zusätzlich kühlend. Bei schweren Sonnenbränden mit Blasenbildung und eventuell sogar Fieber sollte man den Arzt aufsuchen. Auch der Gang ins Solarium ist keine Alternative zum Sonnenbad, schaden die künstlichen UV-Strahlen der Haut doch ebenso wie die natürliche Variante. Wer einen dunkleren Teint mag, sollte lieber zu Bräunungscremes greifen. Eine weitere Alternative sind mineralische Puder, die der Haut kurzfristig einen dunkleren Ton verleihen./
Die Angst geht um
NATUR. Obwohl die „Wespen-Saison“ noch nicht begonnen hat, sorgen die Insekten schon jetzt für Aufregung bei vielen Hausbesitzern im Kreis Recklinghausen. „In den vergangenen Wochen haben sich die Anrufe besorgter Mitbürger gehäuft, die auf ihren Dachböden Wespen-Nester entdeckt haben“, erklärt Reinhard Bömke. „Die Angst der Anrufer ist allerdings zumeist unbegründet“, beruhigt der Vorsitzende des Naturschutzbundes NUR-im-VEST Kreisverband Recklinghausen. Die NUR-im-VEST-Experten haben in den vergangenen Jahren über 165 Umsiedlungen vorgenommen. „Eine Wespenbekämpfung ist nur in ganz wenigen Ausnahmefällen nötig“, so Bömke weiter. „Schließlich ist ein friedliches Zusammenleben mit diesen Tieren möglich – zumal Wespe nicht gleich Wespe ist.“ In Deutschland leben über hundert verschiedene Wespenarten. Davon fallen nur die Deutsche sowie die Gemeine Wespe als „lästig“ auf, weil diese von süßen Speisen und Getränken angezogen werden. „Bei einer Konfrontation sollte man sich am besten ruhig verhalten“, rät Experte Bömke. „Durch heftiges Herumschlagen fühlen sich Wespen bedroht und könnten stechen.“ Deutsche und Gemeine Wespe bauen unterirdische Nester im Boden oder in dunklen Hohlräumen. Wer also an seinem Haus ein frei hängendes, meist kugeliges Wespennest findet, hat es mit einem der friedfertigen und harmlosen Wespenvölker zu tun. Am häufigsten nistet die „Sächsische Wespe“ in der Nähe von menschlichen Siedlungen. Diese gilt als wenig angriffslustig und ernährt sich von anderen Insekten und ist dementsprechend an Süßspeisen wenig interessiert. Wer seinen Garten oder Balkon mit Wespen teilt, sollte den Nestbereich dennoch meiden oder sich dort nur vorsichtig bewegen. Aktuell ist es noch sehr einfach, die Insekten von ihrem Platz zu vertreiben. „Die Königinnen kommen jetzt aus ihrem Winterschlaf und beginnen mit dem Aufbau eines neuen Staates“, weiß Reinhard Bömke. „Noch sind die Nester klein, doch schon in wenigen Wochen wird das Volk so angewachsen sein, dass nur noch eine Umsiedlung helfen kann.“
WM in HD
TECHNIK. Zum ersten Mal strahlen ARD, ZDF und RTL bei der kommenden Fußball-Weltmeisterschaft die Spiele in HD-Technik aus. HDTV, der neue hochauflösende Fernsehstandard, verspricht vor allem eine bessere Bildqualität, die aber erst bei größeren Bildschirmen ab einer Diagonale von etwa einem Meter (42 Zoll) aufwärts wirklich wahrgenommen werden kann, erklärt die Verbraucherzentrale NRW in Recklinghausen. Obwohl inzwischen in mehr als 60 Prozent aller Haushalte ein moderner Flachbild-Fernseher steht, der technisch für den neuen HD-ready-Standard vorbereitet ist, kann aktuell nur etwa jeder zehnte Zuschauer auch in den Genuss der scharfen Bilder kommen. Nach Angaben von Marktforschern fehlen bei 80 Prozent der HD-ready-Haushalte noch die notwendigen HD-Empfangsboxen. Viele Zuschauer gehen fälschlicherweise davon aus, dass ein HD-Fernseher an sich schon eine bessere Bildqualität gegenüber der Röhre bringe, berichten die Verbraucherschützer. Darüber hinaus ist wichtig, wie das Fernsehsignal in die Wohnung kommt. Keine Chance die WM-Spiele in HD zu sehen, haben die Antennenfernseher, denn über das DVB-T-Signal wird in Deutschland bis auf weiteres nur in Standard-Digitalqualität (SD) gesendet. Kabelkunden in NRW können derzeit nur drei unverschlüsselte HD-Programme empfangen (Das ERSTE HD, ZDF HD, arte HD) sowie zwei verschlüsselte (servus TV HD, Sky Sport HD). Dafür ist eine HD-Kabelbox notwendig, die bei dem Kabelnetzbetreiber gemietet oder im Handel gekauft werden kann. Das größte Angebot an HD-Programmen haben die Satelliten-Zuschauer. Über die Astra-Satelliten gibt es neben fünf unverschlüsselt ausgestrahlten Programmen (darunter Das Erste HD, ZDF HD und arte HD), und einem breiten HD-Angebot des Pay-TV-Senders Sky auch fünf HD-Programme der RTL- und Pro7-Sat1-Gruppen. Letztere können allerdings derzeit nur mit speziellen HD-Sat-Boxen empfangen werden, die mit dem Logo „HD+“ gekennzeichnet sind. Wer die privaten HD-Sender mit einem HD+-Festplattenrekorder aufzeichnen will, wird oft mit unliebsamen Einschränkungen bei der Wiedergabe konfrontiert: Schneller Vorlauf und Skip-Funktion (kurzes Vorspringen) werden bei der gesamtem Aufzeichnung von den Sendern blockiert. Verbreitung finden HD-Programme auch über schnelle DSL-Leitungen. T-Home und Alice liefern die notwendige HD-Empfangsbox dazu, wenn Kunden das Paket buchen. Weitere Informationen rund um das Thema HDTV-Empfang gibt es in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW in Recklinghausen, Königswall 14, ( (02361) 27 101, sowie in Marl, Bergstraße 228-230, ( (02365) 17 483. Dort ist unter anderem das Infoblatt „HDTV-endlich auf Sendung“ erhältlich.
Nicht nur auf die Optik achten
TIPPS. Längst dient die Sonnenbrille nicht mehr nur dem Schutz der Augen, sondern kommt als Mode-Accessoires unabhängig von den Witterungsbedingungen rund um die Uhr zum Einsatz. Doch neben der Optik sollte der neue Begleiter vor allem einen garantierten UV-Schutz und die richtige Blendschutzkategorie bieten, rät das Kuratorium Gutes Sehen (KGS). Nicht nur die Haut, sondern auch die Augen sollten vor UV-Strahlen geschützt werden. „Bei starker Sonneneinstrahlung können sowohl das sichtbare als auch das unsichtbare Licht, also die UV-A- und UV-B-Strahlung, bleibende Schäden hervorrufen. Die Strahlen können beispielsweise Zellen der Netzhaut zerstören oder eine Trübung der Linse, den „Grauen Star“, begünstigen“, so Dr. Wolfgang Wesemann, Leiter der Höheren Fachschule für Augenoptik in Köln. Besonders intensiv ist die schädliche UV-Strahlung in der Höhe, etwa im Gebirge, oder am Strand. Hier reflektiert die Wasseroberfläche das Sonnenlicht und verstärkt so die Strahlendosis. Auch bei trübem Wetter ist diese nicht zu unterschätzen: Kieler Wissenschaftler haben herausgefunden, dass die Strahlungsintensität bei durchbrochener Bewölkung zeitweilig um bis zu 50 Prozent höher sein kann als bei wolkenlosem Himmel. Daher sollte nicht nur die Haut mit Sonnencreme, sondern auch die empfindliche Augenpartie konsequent mit der richtigen Sonnenbrille geschützt werden. Eine gute Sonnenbrille sollte daher in erster Linie 100-prozentigen UV-Schutz bieten. „Der Kunde kann die Qualität einer Sonnenbrille jedoch nur begrenzt einschätzen. Beim Kauf sollte er deshalb vor allem auf das CE-Kennzeichen auf der Bügelinnenseite achten. Es belegt, dass die Brille die grundlegenden Sicherheitsanforderungen von EU-Richtlinien erfüllt“, so Kerstin Kruschinski vom KGS. Allerdings gibt es keine Überwachungsinstanz, die diese Kennzeichnung prüft. Wer sicher gehen will, sollte seine Sonnenbrille daher im Fachhandel kaufen. Dieser verfügt auch über die entsprechenden Qualitätsinformationen. Der UV-Schutz der Gläser hat übrigens nichts mit dem Tönungsgrad zu tun. Die Tönung steuert lediglich, wie viel des sichtbaren Lichts die Gläser aufnehmen, und entscheidet damit über den Blendschutz. Es kann zwischen fünf Tönungsgraden gewählt werden, die von null (sehr helle Gläser) bis vier (sehr dunkle Gläser) reichen. Für unsere Breiten empfiehlt sich ein Universalfilter der „Kategorie zwei“, für südliche Gefilde, helle Wasserflächen oder das Gebirge eher ein dunklerer Filter der „Kategorie drei“. „Welche Tönung als angenehm empfunden wird, hängt aber natürlich auch von der Lichtempfindlichkeit der Augen ab“, so Kruschinski weiter. „Am besten ist es, sich vom Augenoptiker beraten zu lassen und die Gläser einfach auszuprobieren.“
Wehe, wenn der Schlüssel weg ist...
TIPPS. Rund 800.000 Schlüssel gehen jährlich in Deutschland verloren. Nach Berechnungen der VdS Schadenverhütung, einer Tochtergesellschaft des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft, entsteht so Jahr für Jahr ein Gesamtschaden in Höhe von rund 100 Millionen Euro. Und wer einen Generalschlüssel – etwa für die Schließanlage eines Mehrfamilien-Hauses – verliert, muss mit hohen Kosten rechnen. „Einen großen Teil davon müssen die Betroffenen selbst bezahlen“, sagt Elke Weidenbach von der Verbraucherzentrale NRW. Denn viele wissen nicht, „dass es für solche Fälle spezielle Versicherungspolicen gibt“. Auf die Hausratversicherung allerdings könne man sich nicht verlassen, warnt die Verbraucherschützerin. Diese kommt nur für den Ersatz des persönlichen Hausschlüssels zum Beispiel nach einem Raub auf, nicht aber für fremde oder dienstliche Schlüssel. Auch Wohnungsschutzbriefe helfen kaum weiter: Ist der Türöffner weg, organisiert und bezahlt die Versicherung bei dieser Police zwar den Schlüsseldienst – allerdings nicht die Kosten für neue Schlösser. Nicht mal die meisten privaten Haftpflichtversicherungen reichen aus: Der Verlust von fremden Schlüsseln ist darin nicht immer mit abgesichert. „Jeder, der einen Generalschlüssel mit sich herumträgt, sollte daher überprüfen, ob und bis zu welcher Höhe der Verlust in seiner privaten Haftpflicht-Police abgesichert ist“, rät Weidenbach. Fehlt ein ausreichender Schutz, ist eine zusätzliche Versicherung nötig. Wer etwa die Schließanlage eines Mehrfamilienhauses oder Bürogebäudes entriegeln kann, sollte eine Police abschließen, die bei einem Verlust mindestens den möglichen Schaden erstattet. Das gleiche gilt, wenn man fremde und private Schlüssel am Bund trägt – etwa weil man gelegentlich in der Nachbarwohnung die Blumen gießt. Die einfachste Möglichkeit ist, eine bestehende Haftpflichtversicherung um den entsprechenden Schutz aufzustocken. Wer sich für einen Tarif mit Selbstbeteiligung entscheidet, zahlt zwar geringere Beiträge, muss aber einen Teil der Kosten übernehmen. Weil die Ersparnis relativ gering ist, Schadensfälle aber häufiger vorkommen können, rät Verbraucherschützerin Weidenbach generell zu privaten Haftpflichtversicherungen ohne Selbstbeteiligung. In jedem Fall sollte man schnell reagieren, wenn ein Schlüssel vermisst wird, etwa weil die Handtasche geklaut wurde: Wenn ein Einbrecher damit kurz darauf die Wohnung ausräumt, haftet die Hausratversicherung nicht.
Sicher in die Grillsaison
RECKLINGHAUSEN. Grillen gehört zu den Lieblingsbeschäftigungen der Deutschen – das Geschmackserlebnis, die Geselligkeit und das Essen unter freiem Himmel bedeuten für viele Sommer pur. Doch alljährlich gibt es auch 2.000 bis 3.000 schwere Grillunfälle. TÜV Rheinland gibt wichtige Hinweise zum sicheren Handling des rustikalen Freizeitvergnügens. Ganz gleich, ob Holzkohle-, Gas- oder Elektrogrill – beim Kauf gilt es unbedingt, auf die Standfestigkeit des Grills zu achten. Auch auf unebenem Untergrund muss das Gerät sicher und stabil stehen. Wichtig außerdem: Der Grill darf keine scharfen Ecken und Kanten aufweisen, an denen man sich bei Aufbau und Gebrauch verletzen könnte. Wer auf Nummer sicher geht, entscheidet sich für einen Grill mit GS-Zeichen – für geprüfte Sicherheit. Diese Geräte wurden von unabhängigen Experten auf Sicherheit geprüft. Noch immer entscheiden sich rund 90 Prozent der Grillfans für einen klassischen Holzkohlegrill – trotz komplizierter Bedienung und langer Wartezeit von mindestens einer halben Stunde. So lange dauert es nämlich, bis die Grillkohle richtig durchgeglüht ist und die perfekte Temperatur erreicht hat. Zum Anzünden von Holzkohle auf keinen Fall Beschleuniger wie Spiritus und Benzin verwenden. Denn dabei besteht Verpuffungsgefahr und gesundheitsschädigende Dämpfe können entstehen. Ungefährlich sind flüssige Spezial-Anzünder oder Anzündwürfel. Der Grill sollte nie in der Nähe von Bäumen, Büschen oder im hohen Gras stehen. Außerdem sollten sich Kinder nicht in unmittelbarer Nähe aufhalten. Für den Fall des Falles sollten Sie aber eine Löschhilfe bereithalten, einen Eimer Sand oder einen Feuerlöscher. Keinesfalls darf brennendes Fett mit Wasser gelöscht werden. Beim Grillen mit Holzkohle ist es außerdem aus Gesundheitsgründen empfehlenswert, die Grillzutaten in Aluschalen zu erhitzen. Abtropfendes Fett erzeugt nämlich Rauch, der Krebs erregendes Benzpyren enthält. Eine Alternative zu konventionellen Barbecues sind Gasgrills. Das lästige Entsorgen der Aschereste entfällt. Außerdem verfügen die meisten Geräte über Fettfänger, die sich leicht herausnehmen und reinigen lassen. Ein weiter Pluspunkt ist die schnelle Einsatzbereitschaft: Die Grills werden per Knopfdruck aktiviert und erreichen bereits nach etwa zehn Minuten die ideale Temperatur. Besonders empfehlenswert für Gourmets: Gasgrills mit zwei Brennern, die sich getrennt voneinander regulieren lassen – so kann Brot, Gemüse und Fleisch individuell zubereitet werden. Wer etwas mehr Geld investieren möchte, kann mit dem richtigen Zubehör wie etwa einem Wok sogar asiatische Kost auf den Tisch bringen. Wichtig für die Sicherheit: Gasflaschen niemals in der Sonne, sondern möglichst kühl lagern. Und: Nach dem Gebrauch unbedingt sämtliche Gashähne zudrehen. Andernfalls können die gesundheitlichen Folgen verheerend sein, insbesondere wenn die Gasflaschen in geschlossenen Räumen aufbewahrt werden. Wer Komfort schätzt, entscheidet sich für einen Elektrogrill. Diese Geräte sind ohne lange Vorbereitungszeit überall dort einsatzbereit, wo eine Steckdose vorhanden ist. Auch auf dem Balkon oder in der Wohnung ist Grillen nun kein Problem mehr, da es beim elektrischen Grillen so gut wie keine Rauchentwicklung gibt. Wichtig für die Kaufentscheidung: Die Heizspirale sollte anhebbar sein, so dass man leicht mit einer Bürste darunter kommt, um die Grillkammer zu reinigen. Zudem sollte man sich vor dem Kauf erkundigen, ob die Griffe trotz hoher Temperaturen nicht heiß werden. Ein Tipp für Figurbewusste: Mit einem Teppanyaki, einem japanischen Tischgrill, lassen sich Speisen auf einer beheizbaren Platte sauber und ganz ohne Fett zubereiten und das Geschmackserlebnis ist wie frisch vom Grill./
Frühlingsgefühle statt Winterschlaf
FRÜHLING. Von Hochgefühlen keine Spur: Obwohl die Sonne strahlt und die ersten Blumen sprießen, verschlafen viele Menschen den Frühlingsanfang. Sie sind müde, unkonzentriert und niedergeschlagen, ihr Kreislauf ist im Keller. „Auch wenn fast alle den Frühling herbeisehnen - Körper und Seele brauchen Zeit, um sich an Licht und steigende Temperaturen zu gewöhnen“, sagt Dr. Sabine Voermans Mindestens jeder Zweite hierzulande leidet unter der so genannten Frühjahrsmüdigkeit, schätzen Experten. Besonders sensibel reagieren Frauen und ältere Menschen. Dabei ist der Mensch laut Voermans eigentlich ein Meister darin, sich äußeren Bedingungen anzupassen: „In der dunklen und kalten Jahreszeit schützt sich der menschliche Körper, indem er seine Temperatur ein wenig absenkt, den Blutdruck erhöht und vermehrt das Schlafhormon Melatonin bildet“, so die Medizinerin. Wenn die Tage wieder länger werden und das Licht intensiver, fängt der Körper mit seinem Frühjahrsputz an. Und der wirbelt den Stoffwechsel- und Hormonhaushalt gehörig durcheinander: Die Körpertemperatur steigt, Blutgefäße weiten sich, der Blutdruck sinkt, alte Zellen werden ausgetauscht und neue gebildet. Das kostet Kraft - und gerade der Hormonhaushalt kann nicht von heute auf morgen vom Winter- auf den Sommermodus umstellen. Bis er statt des Müdemachers Melatonin wieder verstärkt stimmungsaufhellende Endorphine produziert und das Glückshormon Serotonin ausschüttet, vergeht also etwas Zeit. Doch die Ärztin hat Tipps, wie man Körper und Geist aus dem Winterschlaf wecken kann. Dr. Sabine Voermans: „Wer sich schlapp und müde fühlt, sollte möglichst jeden Tag raus an die frische Luft. Selbst bei noch so trübem Wetter ist ausreichend Licht vorhanden, um die Serotonin-Produktion anzukurbeln. Das hebt die Laune, macht wach und munter.“ Zur Sonnenbrille sollte man dabei nur greifen, wenn's sein muss. Die UV-Strahlung kann das Hormonchaos im Hirn nur dann beeinflussen, wenn das Licht direkt auf die Netzhaut trifft. Deshalb ist auch das Solarium keine Alternative: Das ultraviolette Licht der Sonnenbank darf auf keinen Fall in die Augen geraten. Frische Luft und vor allem Bewegung bringen zudem den Kreislauf wieder in Schwung und stärken das Immunsystem. Besonders eignen sich Ausdauersportarten wie Joggen, Nordic Walking, Radfahren oder Wandern. Wer ein paar Pfunde zu viel auf die Waage bringt, kann die Sportsaison auch auf dem Trampolin eröffnen. Aber auch die Vitamin- und Mineralstoffspeicher sollte man zum Frühjahrsanfang wieder auffüllen - nach dem langen Winter sind sie oft wie leergefegt. Auf den Speiseplan gehören jetzt frisches Obst und Gemüsesorten wie junger Spinat, Blattsalate, Lauch und Frühlingszwiebeln. Magnesiumhaltiges Essen regt zudem das Nervensystem an und beugt Stress vor. Vor allem Milch- und Vollkornprodukte sowie Bananen, Beerenobst und Geflügel sind Magnesium-Riesen. „Auch die Jod-Bombe Sushi kann für gute Laune sorgen: Jod mobilisiert die Schilddrüsenfunktion und regt den Zellstoffwechsel an - ein Energieschub für den Körper“, rät Voermans. In Maßen genossen kann auch Schokolade glückselig machen, da sie die Serotonin-Produktion im Gehirn stimuliert. Wer dann noch ausreichend Flüssigkeit zu sich nimmt, hilft dem Körper zusätzlich bei der Entschlackung. Zu schaffen macht vielen Menschen im Frühjahr auch das sprichwörtliche Aprilwetter. Gestern Eis und Schnee, morgen schon milde Temperaturen und Sonne. „Unsere Blutgefäße weiten sich bei Wärme aus und verengen sich bei Kälte. Ändert sich das Wetter im Frühjahr häufig, müssen sich auch die Blutgefäße schnell anpassen. Schaffen sie das nicht, spielt der Kreislauf verrückt. Schwindel und Mattheit sind die Folge“, so die Medizinerin. Um die Reizschwelle gegenüber Wettereinflüssen zu senken, können Wechselduschen und Saunagänge, Massage, Gymnastik oder Kneipp-Güsse helfen. Positiver Nebeneffekt: Die Kältereize stärken auch die Abwehrkräfte./
Mit Köpfchen auf Tour
RATGEBER. Die ersten schönen Frühlingstage nutzen viele Fahrradfahrer für den Start in die Saison. Ein Fahrradhelm sollte unverzichtbarer Bestandteil eines jeden Ausflugs sein, raten die Experten von TÜV Süd. Diese haben Tipps parat, worauf beim Kauf und beim Einsatz eines Fahrradhelms zu achten ist. >Die wichtigsten Auswahlkriterien sind Größe und Passform: Der Helm darf einerseits nicht wackeln, andererseits nicht drücken. Dabei muss er so am Kopf sitzen, dass er beim Sturz möglichst wenig verrutscht. Auf keinen Fall sollte man einen Helm kaufen, der nur über das Verstellsystem passend gemacht wird. Das heißt auch: Bei Kindern nicht auf Zuwachs kaufen. >Der Schnelltest vor dem Kauf: Helm aufsetzen, in die Stirn ziehen - aber nur so weit, dass die Sicht nicht behindert ist. Kinnriemen bleiben offen, die Kopfweite ist angepasst. Wenn der Helm beim Kopfschütteln sitzen bleibt und auch nicht herunterfällt, wenn man sich deutlich nach vorne beugt, dann stimmen Passform und Einstellungen. >Damit sich der Helm individuell auf die Kopfgröße einstellen lässt, werden anstelle von Schaumstoffpads heute oft Systeme verwendet, die sich über Drehknöpfe oder Schieber individuell an den Kopfumfang anpassen lassen. Das geht einfach und schnell – auch für den Fall, dass der Radfahrer bei kühler Witterung ein dünnes Kopftuch oder eine spezielle Helmmütze unter dem Helm tragen möchte. Eine dicke Mütze sollte unter dem Helm keinen Platz mehr haben, weil der Helm dann ohne Mütze dann sicher zu groß wäre. >Das Gewicht eines Helms ist heute nicht mehr kaufentscheidend. Fast alle modernen Fahrradhelme am Markt sind ausreichend leicht, oft liegt das Gewicht unter 300 Gramm. Das Helmgewicht ist bei jedem Modell auf die Innenseite aufgedruckt. >Damit ein Helm seine Schutzwirkung erfüllen kann, muss er richtig verwendet und gepflegt werden. Deshalb ist eine Bedienungsanleitung vom Hersteller wichtig. Vor dem Kauf sollte überprüft werden, ob die Anleitung gut verständlich ist. Selbst wenn der Fachhändler viele Tipps gibt, ist für produktspezifische Informationen immer die Bedienungsanleitung des Herstellers zu beachten. Für spätere Fragen oder eventuelle Garantieansprüche sollte die Bedienungsanleitung aufbewahrt werden.
Auf Sicherheit im Garten achten
TIPPS. Die Winterpause im Garten ist zu Ende. „Rasenmäher, Heckenscheren und Kettensägen mit Motorantrieb müssen nach der langen Ruhephase besonders gründlich auf eventuelle Mängel und Beschädigungen überprüft werden“, sagt Werner Lüth, Sicherheitsexperte bei TÜV Rheinland. Reparaturen von elektrischen Geräten sollte man unbedingt der Fachwerkstatt überlassen. Ist doch ein Neugerät notwendig, rät der Experte beim Kauf auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit zu achten. Um gefährliche Stromschläge zu verhindern, sollten Elektrogeräte im Außenbereich über eine vom Elektriker fest installierte Steckdose mit Fehlerstrom-Schutzeinrichtung angeschlossen werden. „Dieser so genannte FI-Schalter unterbricht sofort die Stromzufuhr, wenn der Strom auf falschem Wege, etwa durch den Körper eines Menschen fließt. Hierzu kann es bei Nässe und Feuchtigkeit sowie der Berührung eines ungenügend isolierten Gerätes kommen“, erklärt Werner Lüth. Wartungsarbeiten dürfen nur bei abgeschaltetem Gerät und gezogenem Netzstecker erfolgen. Bei Geräten mit Verbrennungsmotor gilt: Den Antrieb abschalten und den Zündkerzenstecker abziehen. Wird beim Betanken hoch entzündliches Benzin verschüttet, muss das Gerät vor dem Start gründlich gereinigt werden. „Kraftstoff niemals in Getränkeflaschen füllen“, warnt der Experte, „denn gerade Kinder könnten den giftigen Sprit mit Limo verwechseln.“ „Hobbygärtner sollten beim Einsatz von Kettensägen unbedingt Schutzkleidung tragen“, rät der Sicherheitsexperte. Beim Einstellen der Schnitthöhe den Mäher erst umdrehen, wenn die Messer vollkommen still stehen. Nie ohne Grasfangkorb mähen, da sonst die Klingen teilweise frei liegen.
Gefährliche Steckdosenleisten
HAUSHALT. Ob Stereoanlage, Fernseher, Computer oder Kaffeemaschine: im Wartezustand, dem so genannten Standby-Modus, verursachen elektrische Geräte erhebliche Stromkosten. Im Schnitt kommen rund 100 Euro extra pro Jahr bei einem Privathaushalt in Deutschland zusammen. Denn oft bleiben die Geräte in langen Pausen oder über Nacht in Bereitschaft, obwohl sie zu dieser Zeit gar nicht verwendet werden. „Um unnötigen Energieverbrauch und die damit verbundenen Kosten zu vermeiden, sollten Verbraucher ihre elektrischen Geräte nach dem Benutzen am besten komplett vom Stromnetz trennen“, empfiehlt Thomas Haupt von TÜV Rheinland. „Dies funktioniert über den Netzschalter unmittelbar am Gerät oder, falls es keinen gibt, über eine schaltbare Steckdosenleiste.“ Doch es gibt bei Steckdosenleisten große Qualitätsunterschiede. Deshalb sollten Verbraucher beim Kauf auf jeden Fall auf das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit achten. Es garantiert, dass das Produkt den geltenden Sicherheitsanforderungen entspricht und unabhängig geprüft wurde. Setzen Verbraucher fehlerhafte Leisten ein, kann dies fatale Folgen haben. Denn oft werden die nützlichen Drei- oder Fünffachverteiler hinter Sofas, Schränken oder Betten platziert – also dort, wo nicht jeder unbedingt täglich nachsieht. Haupt warnt: „Stimmt die Qualität nicht, besteht die Gefahr, dass sich die Leisten beim Gebrauch stark erwärmen und schlimmstenfalls einen Brand auslösen.“ Um dieses Risiko zu minimieren, rät der Experte dazu, Steckdosenleisten immer in Fach- oder Baumärkten zu kaufen und sie nicht zu überlasten. „Ein Standard-Verteiler mit drei Dosen schafft rund 3.200 Watt“, erklärt Haupt. „Wenn gleichzeitig Kaffeemaschine, Toaster und Küchenmaschine laufen, überhitzt die Leiste im Handumdrehen.“ Wer sich für alle Eventualitäten wappnen möchte, greift am besten zu den etwas teureren Produkten mit Überspannungsschutz, die auch vor Schäden durch Blitzeinschläge schützen. Verbraucher, die ihre Steckdosenleisten auf dem Balkon oder im Garten einsetzen wollen, sollten vor allem darauf achten, dass die Leiste mit IP 44 für den Außen-Einsatz gekennzeichnet ist und über einen Klappdeckel mit Federmechanismus verfügt. „Auf keinen Fall die Steckdosen mit Tüten gegen Feuchtigkeit schützen“, warnt Haupt. „Dringt Wasser ein, kann dies schnell einen elektrischen Schlag verursachen.“/
Die Spuren des Sturmtiefs
ZUSTÄNDIGKEIT. Abgedeckte Dächer, umgeknickte Bäume – obwohl „Xynthia“ längst weitergezogen ist, sind die Spuren des Sturmtiefs auch nach rund einer Woche noch deutlich sichtbar. Aufräumen ist jetzt angesagt. „Die Regulierung der Schäden ist in der Regel ein Fall für die Versicherung“, weiß Wolfgang Henkel von der Recklinghäuser Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW. „Sturmschäden sollten dem Versicherer umgehend gemeldet werden. Zudem sind Betroffene verpflichtet, alles zu unterlassen, was die Feststellung des Schadens erschweren könnte – sonst wird der Versicherungsschutz gegebenenfalls riskiert“, so Henkel weiter. Auf der anderen Seite sind aber beispielsweise Hauseigentümer verpflichtet, Gefahrenquellen zu beseitigen. Im Zweifelsfall können die Tipps der Verbrauchzentrale helfen: >Für Sturmschäden haften Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen. Ab Windstärke acht, also einer Windgeschwindigkeit von 63 Stundenkilometern, lassen Versicherer die Bezeichnung „stürmisch“ gelten. Zum Vergleich: „Xynthia“ fegte mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 166 Kilometern pro Stunde über Deutschland hinweg. >Dass der Wind bei Sturm Ziegel und Dachpappe löste, müssen Betroffene in der Regel nicht selbst nachweisen. Nach den Versicherungsbedingungen reicht als Beweis aus, dass auch Häuser in der Nachbarschaft in Mitleidenschaft gezogen wurden. >Wurden Hausratgegenstände zum Spielball des Sturms, sind diese Schäden durch die Hausratversicherung nur abgedeckt, wenn sie während der Böen in einem Gebäude untergebracht waren und dies ebenfalls vom Wind beschädigt wurde. Ausnahmen bilden Antennen und Markisen, die einem Mieter gehören, außen am Gebäude angebracht sind und ausschließlich durch die Bewohner der versicherten Wohnung genutzt werden. Hausrat- und Wohngebäudeversicherungen haften übrigens nicht, wenn Regen durch offene Türen oder Fenster eindringt. >Hat der Sturm Dachziegel auf ein parkendes Auto geschleudert, ist die Teilkasko des Autohalters in der Zahlungspflicht. Versichert ist allerdings nicht der Wiederbeschaffungswert, also der Neupreis des Fahrzeugs, sondern in der Regel nur der Wert, den es zum Zeitpunkt der Schadensmeldung noch hat (Zeitwert). Oft hat der Versicherungsnehmer zudem eine Selbstbeteiligung vereinbart, die von der Entschädigungssumme noch abgezogen wird. >Hat ein nachweislich morscher Baum beim Umsturz einen Schaden angerichtet, muss der Baumbesitzer oder gegebenenfalls seine Haftpflichtversicherung dafür aufkommen. Ist ein gesunder Baum umgefallen, gilt dies als „höhere Gewalt“ und der Eigentümer haftet nicht für den Schaden. In der Recklinghäuser Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRW, Königswall 14, in der Innenstadt können sich Interessierte zu Inhalten von Versicherungsverträgen sowie zum richtigen Schutz beraten lassen. Auch eine Schadensfallberatung wird angeboten. Die Versicherungsberatung kostet 35 Euro für 30 Minuten. Immer donnerstags von 10 bis 12 Uhr berät auch das Verbrauchertelefon NRW zu Versicherungsschäden unter 0( 900-1-89 79 60 für 1,86 Euro pro Minute aus dem deutschen Festnetz. Mobilfunkpreise können variieren./ Radfahren ohne Schwitzen
UMWELTSCHUTZ. Autos verursachen rund ein Fünftel der europaweit emittierten Treibhausgase. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt, möglichst auf Autofahrten zu verzichten, den öffentlichen Personennahverkehr und die Bahn zu benutzen und insbesondere kleinere Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Das geht heute auch schon ohne Muskelkraft. Neben konventionellen Fahrrädern verkaufen nämlich viele Händler seit einigen Jahren Modelle mit Elektroantrieb, auch „E-Bikes“ oder „Pedelecs“ genannt. Dabei handelt es sich um Räder, bei denen Elektromotoren die Tretleistung der Fahrer unterstützen. Laut BUND sind elektrische Fahrräder im Vergleich zu PKW oder Motorrädern eine umweltfreundliche und kostengünstige Alternative. Die Anschaffung eines Pedelec empfiehlt sich vor allem für Personen, die längere oder bergige Strecken zurücklegen wollen, ohne verausgabt und verschwitzt ans Ziel zu gelangen. Auch ältere oder leicht behinderte Menschen können Pedelec fahren. Allerdings weist der BUND darauf hin, dass die zum elektrischen Antrieb benötigten Akkus nicht im Hausmüll entsorgt werden dürfen. (BUND)
Roden von Hecken und Gebüsch verboten
GARTENARBEIT. Alle, die in diesen Tagen noch größere Veränderungen in ihrem Garten vornehmen und dabei Hecken und Büschen mit der Säge zu Leibe rücken wollen, sollten sich sputen: Vom 1. März, also vom kommenden Montag an, bis zum 30. September ist es verboten, Hecken, Wallhecken, Gebüsche sowie Röhricht- oder Schilfbestände zu roden, abzuschneiden oder zu zerstören. Das Verbot dient dazu, vielen Vogelarten, aber auch Säugetieren und Insekten den notwendigen Nist-, Brut-, Wohn- und Zufluchtsraum zu erhalten. Deshalb ist gerade während der Vegetationsperiode der Erhalt von Hecken und Büschen besonders wichtig.
Gemischte Aufwendungen sind steuerlich absetzbar
URTEIL. In Zeiten hoher Steuerbelastung und knappen Geldes ist fast jeder Steuerzahler bemüht, dem Finanzamt nicht zu viel an Steuern zukommen zu lassen. Für Arbeitnehmer sind die Möglichkeiten zur Steuerersparnis jedoch begrenzt. Zwar besteht die Möglichkeit, Werbungskosten abzusetzen, aber in der Vergangenheit wurden Aufwendungen insbesondere dann vom Fiskus kritisch betrachtet, wenn sie auch privat mit veranlasst waren. Das Einkommensteuergesetz legt fest, dass privat veranlasste Kosten (Aufwendungen für die Lebensführung, die wirtschaftliche oder gesellschaftliche Stellung) nicht abzugsfähig sind, auch wenn sie teilweise durch den Beruf veranlasst sind. In Auslegung dieser Vorschrift hat die Rechtsprechung in der Vergangenheit daraus geschlossen, dass es ein Abzugs- und Aufteilungsverbot bei so genannten gemischten Aufwendungen gibt. Eine geringe private Nutzung hat also zur völligen Versagung des Werbungskostenabzugs geführt. Jetzt hat sich der Große Senat des Bundesfinanzhofes mit diesem zentralen Problembereich befasst. Dieser ist der Auffassung, dass immer dann, wenn eine Aufteilung nach objektiven Maßstäben möglich ist, diese auch zu erfolgen hat. Der frühere Grundsatz, wonach ein faules Ei (private Veranlassung) den ganzen Brei verdirbt (totales Abzugsverbot bei den Steuern), gilt nicht mehr. Das Urteil betraf eine gemischt beruflich und privat veranlasste Reise. Allgemein wird aber davon ausgegangen, dass die Grundsätze auch auf sonstige Fragestellungen Anwendung finden. In der Vergangenheit war auch schon eine Tendenz zur Aufteilung festzustellen. So konnten Auto- und Telefonkosten ebenso wie Computerkosten aufgeteilt und somit anteilig abgezogen werden. Diese Überlegung kann jetzt auf sämtliche Bereiche ausgeweitet werden (z. B. Arbeitszimmer). Letztlich bleibt es aber den Finanzgerichten vorbehalten, in Einzelfällen eine Auslegung durch Urteile vorzunehmen. Eine Stellungnahme der Finanzverwaltung steht noch aus. Sollte aus deren Sicht das Steueraufkommen gefährdet sein, könnte auf Initiative des Fiskus das Gesetz entsprechend geändert werden – aber wohl nur mit Wirkung für die Zukunft. Weitergehende Informationen gibt es im Internet unter www.korte-partner.de. Gregor-Bernward Sprißler/
Licht kann Leben retten
RATGEBER. In den Wintermonaten müssen Fahrradfahrer oft bei Dunkelheit fahren. „Viele Radfahrer sind der Meinung, dass ein defektes Fahrradlicht bei Stadtfahrten nicht viel ausmacht, da sie selbst durch die allgemeine Straßenbeleuchtung genug sehen“, weiß Marion Bugdoll. „Das ist allerdings ein Trugschluss“, stellt die Koordinatorin für Radverkehr und Sport der Kreisverwaltung klar. „Viele Informationen aus dem Straßenumfeld gehen verloren, da sich die Sehschärfe des Menschen bei schlechten Lichtverhältnissen um rund 80 Prozent reduziert“, so Bugdoll weiter. „Die eingeschaltete Fahrradbeleuchtung und reflektierende Materialien können somit Leben retten.“ Speichenreflektoren reflektieren allerdings nur punktuell das Licht. Reflektierende Felgen oder Speichen hingegen zeichnen den ganzen Fahrradreifen in Form eines Kreises nach. Für andere Verkehrsteilnehmer sind Radfahrer somit sofort und von allen Seiten sichtbar und als Radfahrer erkennbar. Neben Reflexmaterialien für das Fahrrad können sich Radfahrer mit reflektierenden Accessoires kleiden. Ob mit Warnweste auf dem Weg zur Schule oder zur Arbeit oder mit einem reflektierenden Anhänger am Schulrucksack – es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen. Gute Beispiele sind auch Snap- oder Stretchbänder, die sich um das Hand- oder Fußgelenk wickeln lassen. Je heller und auffälliger sich Radfahrer kleiden, desto besser werden diese in der Dunkelheit gesehen. Dunkel gekleidete Personen werden erst aus 25 bis 30 Metern wahrgenommen, hell gekleidete bereits aus 40 bis 50 Metern. Personen mit reflektierender Kleidung werden schon aus einer Entfernung von 130 bis 160 Metern gesehen. Für das Fahren im Dunkeln ohne eingeschaltete Fahrradbeleuchtung können Radfahrer eine gebührenpflichtige Verwarnung bekommen. Entscheidender ist aber die Gefahr, übersehen zu werden. Wer als „unbeleuchteter Radfahrer“ im Dunkeln verunglückt, erhält immer eine Teilschuld zugewiesen, denn der Unfallgegner hatte unter diesen Umständen kaum eine Chance, den Radfahrer rechtzeitig zu erkennen. Die Frage der Vorfahrt ist in solchen Fällen oft nachrangig. Weitere Informationen zur Fahrrad-Sicherheit erteilt Marion Bugdoll unter ( (02361) 53-30 74.
Handys ohne Handicap
TIPPS. Kleine Handys mit winzigen Tasten, komplexen Menüs und Funktionen, die weit über das Telefonieren hinausgehen – viele ältere Menschen fühlen sich mit gängigen Handymodellen oft überfordert, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Statt mit einem komplizierten Alleskönner hantieren zu müssen, wünschen sich Senioren oft nur ein leicht bedienbares Telefon mit gut lesbarer Anzeige und möglichst großen Tasten. „Wer mit dem Handy nur telefonieren will, kann zur abgespeckten Version ohne multimedialen Schnickschnack greifen“, rät Verbraucherschützer Wolfgang Henkel aus Recklinghausen. Solche Einfachhandys haben die meisten großen Hersteller im Sortiment. Auch spezielle Seniorenhandys gibt es auf dem Markt. Sie verfügen über große Anzeigen und Tasten. Außerdem haben sie meistens eine spezielle Notruftaste, mit der schnell Hilfe gerufen werden kann. Die Verbraucherzentrale hat einige Tipps für die Handyauswahl zusammengestellt: >Einkaufscheck: Beim Kauf eines Seniorenhandys sollten Kunden nicht nur auf ein kontrastreiches Display und große Tasten, sondern auch auf eine Freisprechfunktion achten. Grundsätzlich sollte das Handy vorher selbst auszuprobieren. >Notruftaste: Wer für den Ernstfall gewappnet sein möchte, kann eine Notruftaste einrichten. Sie kann mit der Nummer eines Angehörigen oder dem Notruf eines darauf spezialisierten Anbieters belegt werden. Diese Nummer wählt das Handy dann automatisch an. >GSM-Ortung: Handyinhaber können sich bei kostenpflichtigen Ortungsdiensten anmelden. Die GSM-Ortung funktioniert über den Funkmast, über den das Handy seine Verbindung aufbaut. Wird vom Handy eine Notrufnummer angewählt, kann die Funkzelle, in der sich das Handy befindet, bestimmt werden. Allerdings gibt diese nur die ungefähre Position des Anrufers wieder, da eine Funkzelle einen Radius von mehreren hundert Metern haben kann. >Kartenhandy oder Vertrag: Bei einem Kartenhandy können die Mobilfunkkosten über eine Guthabenkarte abgerechnet werden, die nach dem Abtelefonieren immer wieder aufgeladen werden muss. Die zweite Variante ist ein Handy mit Vertragsbindung. Dann wird das Gerät über eine monatliche Grundgebühr oder einen Mindestumsatz finanziert. Gesprächskosten werden monatlich in Rechnung gestellt. Für wenig Telefonierer ist eine Guthabenkarte oft günstiger.
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